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Nicht vergessen...

16. Mai 2012

Ich muss ihn einfach teilen, auch wenn ich weiss, dass ich es bereuen werde... :-)

Diese Antwort auf die Frage, warum etwas noch nicht - wie vereinbart - erledigt war, ist merkwürdig (im echten Sinne des Wortes!)

"Ich habe es nicht vergessen! Ich habe es nur verschoben, weil ich es nicht für so akut gehalten habe!"

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Album der Woche 19: I Like Trains - The Shallows

12. Mai 2012

I Like Trains (die Nachfolger von iliketrains... :-) konnten bereits mit dem Vorgänger "He Who Saw the Deep" und dem Quasi-Hit "Sea of Regrets" für einiges Aussehen sorgen, auch wenn sich die Kritiker nicht so recht auf Genre und Vergleich einigen konnten. Das ist aber auch schwer...Die Briten ergeben sich der Düsternis, schwelgen in Traurigkeit, und doch ist da ein Licht am Ende des Klangtunnels, das dem Hörer sagt, das alles nicht so schlimm ist. Herbstlich, passend zum Aprilwetter der letzten Tage, aber fesselnd und nach mehr verlangend.

Beim Vorgänger war ich noch hin- und hergerissen, weil die Instrumentierung doch seeeeeehr spärlich war. Mit "The Shallows" werden die Klanglücken mit einem deutlich stärkeren Synth-Einsatz gefüllt, und das macht die Stücken deutlich weniger sperrig, ohne sie in die Langeweile des Mainstreams zu schieben. Am besten Kopfhörer auf, Lautstärke hoch, ein Glas Wein in die Hand und erleben...

Anspieltipp: The Hive, Reykjavik

 

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Berlin, Berlin...

11. Mai 2012

Halten wir mal fest, was Berlin nicht kann:

Ein öffentliches Nahverkehrsnetz betreiben. Da hätte man auch Mehdorn zum Verkehrsminister ernennen können.

Fußball spielen. Nicht einmal gegen Düsseldorfer Zweitligagurken, die ein Eigentor des Gegners zum Sieg brauchen.

Regieren, weder lokal noch im Bund. Vielleicht sollten Wowi und Westerwelle über eine Zwangsehe nachdenken.

Einen Flughafen pünktlich eröffnen. Kann man in der Pfeife rauchen (wenn man ob des fehlenden Brandschutzes überhaupt offenes Feuer wagen kann).

Einen Eisbären durch die Inspektion bringen. Gottseidank hat IKEA dem ja einen Feiertag gewidmet. Es lebe die Globalisierung...

Musik machen. Berlin, Berlin, wir sch... auf Berlin... Es leben die Hosen! :)

So wird das nix... vielleicht wäre München doch die bessere Wahl als Bundeshauptstadt? :-D

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Navigon Zusatzdienste auf HTC One X und Sony XPERIA S aktivieren

6. Mai 2012

Was habe ich mich geärgert: als ich vor drei Wochen mein HTC One X konfigurierte und die Freude groß war, dass der Navigon Mobile Navigator für Android nun doch - trotz des neuartigen 1280*720-Pixel-Displays - und Android 4.0 (Ice Cream Sandwich/ICS) einwandfrei lief, kam schnell die Enttäuschung: Die gebuchten Zusatzdienste wie Live Traffic und Mobile Alert Live (Blitzerwarner) wollen nicht laufen: Geht man in den App-internen Store und tippt die Services an und bestätigt den Kauf dann im Android Play Store, dann kommt eine Meldung, es sei ein Fehler aufgetreten und die Dienste würden bald bereitgestellt. Nur bringt Neustart der App nichts.

Das hatte ich auf ICS geschoben und auf ein Update gehofft, als allerdings dann beim Sony XPERIA S, das ja noch mit Android 2.3 läuft, das selbe PRoblem auftrat, machte mich das stutzig. Die Lösung ist einfach: Nach der Fehlermeldung einmal die Menütaste von Android bzw. oder den Menü-Softkey drücken und dann auf "Produktliste aktualisieren" tippen.

Dann startet der Map Manager, meldet, dass neue Daten heruntergeladen werden müssen, das bestätigt man dann einfach per Tippen, und nach einem Neustart sind alle vorher schon mal gekauften Services wieder da... und funktionieren auch unter Android 4.0... :-D

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Alben der Woche 18: Storm Corrosion, KEANE, Parlotones

5. Mai 2012

Es gibt so Wochen, in denen der Auswahl schwer fällt... zumal neben der puren Quantität der CDs auch die Qualität top war:

Mein klarer Favorit diese Woche: Storm Corrosion mit ihrem gleichnamigen Debut. Storm wer? Klarer wird es, wenn man die beiden Köpfe hinter Storm Corrosion nennt: Steven Wilson (Porcupine Tree, NoMan, Blackfield) und Mikael Åkerfeldt, das Mastermind hinter Opeth. Nun ist bei einer solchen Kombination zweier eigentlich unkombinierbarer Musikrichtungen die Erwartungshaltung ein wenig schwer. Death Prog? Prog Metal? Alles Quatsch... denn die beiden Herren haben sich einfach mal etwas anderes überlegt.

Nachdem Åkerfeldt ja bereits mit "Heritage", dem letzten Opeth-Album, von der growlenden Death-Metal Stimme zum Sänger mutierte, lebt er diese "neue Fähigkeit" bei Storm Corrosion erst recht aus. Eingefleischte Fans hatten ihm gar "Folkattitüde" unterstellt, und so ganz falsch ist das nicht.

Storm Corrosion ist ein extrem vielschichtiges Werk geworden, das vom Klangperfektionismus zweier Muitinstrumentalisten lebt. Klangteppiche umschmeicheln die Stimmen von Wilson und Åkerfeldt, Stille wechselt sich mit kreischenden Gitarren ab, und über das ganze Album ist eine bedrückende, nagende Grundstimmung spürbar. Eigentlich ein Herbstalbum, das aber in der Summe weniger verstört als aufweckt, nach dem ersten Durchlauf zwingend einen zweiten, einen dritten, ... Durchlauf fordert.

Keine Musik, um mal eben im Hintergrund berieselt zu werden, und sicherlich auch keine, die man im Laden (oder bei einem Online-Händler) mal eben durch Reinhören bestimmen kann.

Ans Herz gelegt sei die Deluxe Edition mit CD und blu-Ray. Letztere enthät nämlich den DTS Master Mix, und der ist so brilliant, klar und wuchtig, dass er seinesgleichen sucht. Natürlich ist die Abmischung der CD auch sehr gut... :-)

Anspieltipps: Drag Ropes, Hag.

 

Dann wären da noch die Kollegen von KEANE mit ihrem neuen Album Strangeland. Nun mag man allgemein der Meinung sein, die Briten seien eindeutlig der Old-Schmalz-Szene zuzuordnen, und tatsächlich: Wenig überraschend ist auch Strangeland kein Vertreter des New Metal, sondern durchdachter, liebevoller Pop. So grenzkitschig wie Pop nur sein kann, mit Melodielinien, die nicht den Pathos des Vorgängers "Perfect Symmetry" innehaben, die sich aber in den Gehörgängen festbrennen, die zum Nachdenken und Träumen anregen, und die vergessen lassen, wie öde die heutige Musikszene geworden ist: KEANE machen ihr Ding, ohne große Abweichungen von der eigenen Linie zu versuchen. Langweilig? Nicht wirklich, eher beruhigend: Man weiss, was man bekommt.

Was Universal aber geritten hat, den kongenialen Titeltrack "Strangeland" nicht auf die normale CD-Version zu packen, sondern nur in der Limited Edition im Rahmen von vier Bonustracks zu veröffentlichen, das geht mir nicht in den Kopf. In sofern: eine der beiden Limited Editions nehmen... den Aufpreis sind die vier Stücke allemal wert!

Anspieltipps: Sovereign Light Cafe, The Starting Line

 

Und nicht zuletzt meine sudafrikanischen Freunde The Parlotones mit Journey through the Shadows. In Deutschland bekannter geworden durch "Come Back as Heroes", den ARD-Song zur WM2010, und leider damit ein wenig untergegangen, denn selbiger ist alles andere als stellvertretend für die Musik, die die Parlotones machen. Kreuzt man Muse mit den Killers und gibt eine Prise Coldplay hinzu, dann bekommt man einen Mix, der dem musikalischen Output der Südafrikaner schon ganz nahe kommt. Treibend, rockig, eingängig, aber eben nicht langweilig. Fordernd, nicht unkomplex, ohne den Zuhörer zu überfordern. Kurz: Stadiontauglicher Alternative-Rock der Oberklasse. Ich hoffe inständig, dass dieses Album (und das den Gerüchten nach kurfristig folgende Schwesterwerk "Journey to the Light") der Band endlich den Erfolg hierzulande bringen, den sie in ihrer Heimat zu Recht schon lange haben.

Anspieltipps: Save your best Bits, I am alive

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Liebes Tagebuch...

4. Mai 2012

Ich verstehe die Welt nicht mehr. Wenn ich mit meinen Kumpels Fußball spielen gehe, dann ist das alles ganz easy. Pocke raus, mit Dosen ein Tor aufgestellt, und dann gibihmgummi. Okay, meine Betreuerin meckert zwar dauernd wegen der Grasflecken auf der Hose, aber die soll still sein... die wird dafür bezahlt.

Natürlich freuen wir uns alle auf die Fußball-EM, auch wenn die so weit weg ist. Und dann kommt da plötzlich immer das Bild von einer Frau mit Zimtschnecken im Haar ins Fernsehen, dann regen sich alle auf, weil "ohne die darf das nicht stattfinden". Ich find das blöd! Bei uns dürfen Mädchen auch nicht mitspielen!!!

Dein Andi.

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Peter Gabriel "New Blood Live", König-Pilsener-Arena Oberhausen, 3.5.2012

4. Mai 2012

Ich bin selten sprachlos... dazu bedarf es schon besonderer Umstände. Die allerdings waren heute vorhanden: Peter Gabriel in der König-Pilsener-Arena in Oberhausen auf seiner "New Blood Orchestra 2012"-Tour.

Die CD, DVD und 3D-blu-Ray hatte ich schon ein wenig länger, und die neuen Termine eben unter anderem in Oberhausen waren dann Grund genug, endlich einen weiteren Superstar auf meiner Konzertliste abzuhaken. Zumal Gabriel wie ein guter Wein reift: Die Stimme ist auch in den hohen Tonlagen noch verdammt gut, da könnte sich der Herr Dick eine dicke Scheibe von abschneiden. :-)

Klar war, dass es alles andere als ein Rockkonzert würde, dafür sprach der orchestrale Grundgedanke des Konzertes und die Bestuhlung auch im Innenraum (Wonne für meine gequälten Knochen... :-) Allerdings war mir im Vorfeld nicht klar, WIE gut und eindrucksvoll es werden würde.

 

Ich habe zweimal die Night of the Proms erlebt, die ja auch die Symbiose aus kontemporärer und klassischer Musik zum Ziel hat, mit durchaus interessanten Künstlern wie Roxette, Heaven 17, Christina Stürmer (!), Alan Parsons, Boy George (siehe auch mein Bericht hier). Das war schon klasse, allerdings konnte ich mich nie von dem Eindruck freimachen. dass der Gesang auf die Musik aufgesetzt und nicht in sie integriert war. Das hat Peter Gabriel ohne Frage perfektioniert. Das New Blood Orchestra (auf dem Deutschland-Arm der Tour halb aus London, halb aus Köln rekrutiert) umschliesst mit seinem Klangteppich Gabriels Stimme, fängt sie ein und bereichert sie.

Dazu kam - zumindest heute Abend - ein gut aufgelegter Peter Gabriel, der für seine Verhältnisse Plapperwasser getrunken hatte. Los gings mit seinen Zetteln für die deutschen Ansagen, die sich von Geisterhand versortiert hatten... und Gabriel, der nach einer Minute prustend vor dem Mikro stand und meinte "It´s too early for a fuck up"... :-) Wobei: Ansagen sind eh´ überbewertet, gehaltvoll sind sie sowieso nicht.

Knappe zwei Stunden hat er gespielt, ohne nennenswerte Pause, allerdings auch ohne Zugabe. Die Zeit ist im Flug vergangen, kein Aussetzer, kein Füllmaterial. Leider vermisst habe ich "Blood of Eden" und "Here comes the Flood" (was er das eine oder andere Mal in Deutschland ja auch - vom "Deutschen Album" - auf Deutsch gesungen hatte). Auf der anderen Seite: Die perfekte Setlist gibt es nicht, und die, die er heute hatte, war schon klasse.

Was mich immer wieder zwischen Respekt zollen und mit dem Kopf schütteln schwanken lässt: Warum nimmt er immer noch seine Tochter Melanie als Background mit? Keine Tour, wo sie nicht gegen die wechselnden Kolleginnen abstinkt... und die heutige Solo-Darbietung von "Downside Up" war mal wieder ein besonders zahnschmerzender Moment... :-) Ansonsten: Klasse Orchester, unglaublicher Klang und Abmischung, jeden der fast 100 Euro wert...!

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Feiertags-Jetlag

3. Mai 2012

Aua... diese Woche hat es in sich. Ich habe das Gefühl, als wäre ich in heftigem Jetlag gefangen... Montag war gefühlter Freitag, der Dienstags-Feiertag konsequenterweise Samstag... nur: Wo war der Sonntag? Gestern also ganz klar "Wochenende Interruptus".

Heute ist für mich Dienstag  (mit den Konsequenzen, dass die bEva ja heute frei haben muss... sehr zu ihrem Unverständnis...), und morgen? Verwirrend...

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Lesetipp: Das Lied von Eis und Feuer/Winterfell (George R.R. Martin)

1. Mai 2012

Ich gebe es zu: Ich bin Fan von bildgewaltigen Bücherserien, und Fantasy dard auch gerne mal sein. Den Herrn der Ringe habe ich im zarten Alter von 12 zu Weihnachten bekommen und verschlungen, Eragon ist eine meiner Lieblingsserien, und auch wenn´s mal etwas einfacheres sein darf, ich bin immer dankbar für Hinweise auf Kandidaten der schwereren Art. Als mein lieber Freund Dirk mir vor einigen Monaten die Winterfell-Serie (Das Lied von Eis und Feuer) von George R.R. Martin empfahl, scheiterte das an der Tatsache, dass es diese nur als old-fashioned Papierbuch gab, und nicht für Kindle und Co.

Das allerdings hat sich jetzt geändert, 8 Bände sind als eBook verfügbar und der neunte folgt noch im Mai. Selten allerdings habe ich einen meiner ältesten und besten Freunde so sehr verflucht! Zuerst deshalb, weil der erste Band unlesbar ist. Martin überfrachtet den Leser mit einer derartigen Detailfülle an Informationen über die Könige der Sieben Königreiche und deren geographischen Eigenarten, dass man gerade mal ein Zehntel versteht. Besser wird es, wenn man verstanden hat, dass jedes Kapitel mit dem Namen des Protagonisten überschrieben ist, mit dem es sich beschäftigt... Aber zugegeben: Die ersten 300 Seiten sind ein zäher Kampf, weil man zwar liest, sich aber konsequent überfordert fühlt.

Am Ende des ersten Bandes (in Deutschland sind die Bücher anders geschnitten als in den USA und kommen in 500-Seiten-Häppchen) war aber zumindest das Interesse noch da, auch den zweiten zu lesen. Und dann kam der zweite Fluch: Am Ende dieses zweiten Bandes kommt ein solcher Cliffhanger, dass ich meinen hehren Anspruch, doch jetzt mal wieder was anderes zu lesen, nicht umsetzen konnte und in einem Wurf die restlichen 7 Bände bestellt habe... und so finde ich mich mitten im dritten Band und kann den Kindle nicht weglegen... :-/

Die Winterfell-Serie zeichnet sich vor allem durch die Detailverliebtheit von George R.R. Martin aus: Jeder Protagonist, um welchen Thron er auch kämpft (und da gibt es genug), und welche Ränke er auch schmiedet, ist auf seine Art sympathisch, nur seine Rahmenfiguren sind es oft nicht. Handlungsstränge werden gewoben, verknüpft, aufgelöst und wieder aufgenommen, man weiss nie, was einen erwartet. Das klingt chaotisch, ist es aber nicht: die Storyline ist konsequent, der rote Faden immer vorhanden und logisch.

Sie lebt auch von der Welt, die Martin zeichnet: Jahrelanger Sommer wird abgelöst von jahrelangem Winter, jenseits der Mauern, die von der Nachtwache bewacht wird, finden sich unsägliche Gestalten und Lebensformen, und genau an der Grenze vom Sommer zum Winter ist die Handlung angesiedelt. Die Angst vor dem einrückenden Dunkel ist allerorts spürbar, ja greifbar, und Martin´s Erzählweise nimmt den LEser gefangen, ob er es will oder nicht.

Nach knapp 1300 gelesenen Seiten würde ich die Serie irgendwo zwischen Tolkiens Meisterwerk und Paolinis Chartbreaker einordnen: Nicht so trocken zu lesen wie Der Herr der Ringe, aber auch nicht so belletristisch wie Eragon. Auf jeden Fall ein Muß, zumindest den ersten Band mal anzutesten, wenn man sich auch nur entfernt für eine Fantasy-Saga begeistern kann...

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Die spinnen, die ... oder: zu viel Käse macht...

30. April 2012

Man verzeihe mir die zensierte Überschrift, aber ich will ja schliesslich nicht von google.nl abgestraft werden... :-)

Ich liebe die Niederlande, unser jahrzentelanges Urlaubsziel und auf Grund der Grenznähe des Niederrheins zum Oranje-Nachbarn immer mal wieder Ausflugsziel. Mittlerweile ist man ja danke Amazon und ebay schon so 7x24-shoppingabhängig, dass man den einen oder anderen Sonntag physisches Shoppen braucht, und da bietet sich von hier aus das Designer Outlet in Roermond an. Schadet zwar der Kreditkarte und dem Kontostand, aber man gönnt sich ja sonst nix... :)

Dieses Mal allerdings wähnte ich mich in einem psychedelischen Traum: Los gings, in dem kurz vor der Grenze auf der A52 eine LED-Leuchttafel mit dem Inhalt "Ab dem 1.5.2012 werden in den Niederlanden keine weichen Drogen mehr verkauft" prangte. Nun mag man der Legalisierung von Haschisch & Co. gegenüberstehen, wie man will, und zur EU ebenfalls meinen, was man mag, aber dieses Schild... was haben die denn geraucht? Abgesehen davon: Ist das nicht Wirtschaftskrieg, wenn man den kleinen Grenzverkehr so kaputtmacht? Die bEva meinte trocken: "Und an der nächsten Abfahrt steht der Zoll und fischt alle die raus, die dann enttäuscht drehen." :-D

Noch sonderbarer aber fand ich den Verkäufer im Albert Heijn XXL. Auf der Suche nach unseren geliebten Ben&Jerrys Eiskeksen kam ich an einer offenen Theke, die mit Pizza gefüllt war, vorbei, auf der - sinnigerweise auf dem Abluft-Gitter, wo die getauschte Luft wunderbar warm und eisumschmeichelnd austrat. Erziehung und Gleichgültigkeit fochten einen kurzen Kampf, dann übernahm Erziehung... und ich taperte zum nächsten Verkäufer (im folgenden "V" genannt. nicht nur wegen der Abkürzung, sondern weil er mir am Ende wie ein "V - die ausserirdischen Besucher" vorkam...), einem milchgesichtigen Jüngling, der in Zeitlupe Kühlwaren einräumte... und folgender Dialog entspann sich:

A: "Entschuldigung?"

V: "....?"

A: "Da steht eine Gebinde Ben&Jerrys auf einer Kühltruhe..."

V: "....?"

(Okay. Er muss kein Deutsch verstehen... ist arrogant, das zu erwarten)

A: "Sorry, there is a pack of Ben&Jerrys icecream on top of the fridge over there...!"

V: ".... yes?"

A: "It´s surely gonna melt!"

V: "Hmmmh..."

A: "Just to clarify: I did not put it there, somebody else did."

V: "I out it there."

WTF!?!?!? Und bevor jemand nachfragt: Nein, es war nicht abgelaufen, hatte ein Ablaufdatum Ende 2012, war noch gefroren und damit verkaufbar... Darf ich nochmal die Sache mit dem Käsekonsum und der zunehmenden geistigen Verwirrung anbringen?

Ich lieeeeeebe Holland... :D

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