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Windows 8 und das Startmenü

8. Juli 2013

Auch wenn das Update auf Windows 8.1 einige von „Modern UI“-Kritikern angemahnte Funktionen wie das Starten direkt im Desktop-Modus und das Startmenü zurückbringt, warum warten?  Wer mehr in der Desktop-Welt zuhause ist, dem seien zwei Tools ans Herz gelegt, beide aus dem Hause Stardock:

Start8 bringt das klassische Startmenü zurück und erlaubt es auch, den Rechner direkt im Desktop-Modus zu starten. Das ist mehr, als mit Windows 8.1 kommt, denn das Startmenü ist hier komplett dem von Windows 7 nachempfunden, inklusive des Zugriffs auf letzte Dateien, die Systemsteuerung etc., während bei Windows 8.1 je quasi nur die „alle Apps“-Anzeige als Startmenü verwendet wird.

Noch wichtiger für alle diejenigen, die im Mischbetrieb zwischen Modern UI und Desktop pendeln: ModernMix. Dieses Tool erlaubt es, Modern UI-Apps (die „Kachelapps“) in einem frei skalierbaren und verschiebbaren Fenster auf dem Desktop auszuführen und damit neben normalen Desktop-Apps laufen zu lassen. Das macht allerdings nur bei einem FullHD-Display wirklich Spaß…

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Bastelwahn über die Standards hinaus

4. Dezember 2012

Es könnte so einfach sein. Eigentlich wollte ich nur eine vernünftige Lösung, alle Audiosignale meiner Steroanlage über einen Kopfhörer meiner Wahl zu hören. Ein Funkkopfhörer der Standardbauart schied also aus. Als Musiker allerdings war eine andere Lösung für mich naheliegend: Ein InEar-System, also einen Funksender, der eigentlich ans Mischpult angeschlossen wird (genauso aber auch an einen Hifi-Verstärker), das Signal dann in Stereo per Funk an ein Beltpack (einen kleinen Funkempfänger mit Standard-Klinkenanschluss) überträgt, an das dann ein Kopfhörer angeschlossen wird. Keine Frage, nicht wirklich Hifi-tauglich, aber für meine Zwecke genau das Richtige. Auf ebay gesucht, ein Set für einen guten Preis (Thomann t.bone IEM 100) gefunden, bestellt und fix geliefert bekommen.

Und dann... festgestellt, dass weder der Fernseher (über den alle HDMI-Geräte, also Apple TV, CD-Player, blu-ray Player, Entertain-Receiver) laufen, noch der Verstärker (der vom Fernseher via TOSLINK/optischem Kabel das digitale Audiosignal bekommt), einen Chinch-Ausgang haben. Einzige Chance: per Kopfhöreranschluss an den Fernseher (was dem den Ton über Lautsprecher und sogar über den optischen Ausgang abschaltet). :-(

Meine Damen und Herren, ich präsentiere: Die funktionierende Lösung. Und nein. Wir reden nicht über Zusatzkosten und Verkabelungschaos... :-)

Vom Fernseher aus dessen optischen Ausgang per TOSLINK-Kabel an einen optischen Splitter (eigentlich vierfacher Eingangs-Umschalter, freundlicherweise aber auch mit zwei parallelen Ausgängen,im Bild links unten). Ein Ausgang per TOSLINK-Kabel an den Verstärker, damit kommt aller Ton an der Anlage an und stellt den Status Quo wieder her. 

Der zweite Ausgang an einen SPDIF/TOSLINK zu analog-Konverter (links oben im Hintergrund), der aus dem digitalen Signal ein analoges macht. Von dem dann per Chinch-Kabel in den Eingang des InEar-Senders. Was soll ich sagen? Läuft... :-D

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Standardformat der Bildschirmfotos beim Mac ändern

7. September 2012

Will man schnell einen Screenshot machen und diesen dann auch noch auf einer Webseite weiterverwenden, ohne das Bild konvertieren zu müssen, dann ist die Standardeinstellung von Mac OS wenig hilfreich: Mit kann direkt aus dem System heraus ein Bildschirmabschnitt markiert werden, und wird dann als Bild auf dem Desktop angelegt (als Dateiname beispielsweise "Bildschirmfoto 2012-09-07 um 17.49.19"). 

Will man statt BMP oder PNG ein JPED-Bild haben, dann kann dies schnell umgestellt werden: Über Spotlight "Terminal" starten und dort

defaults write com.apple.screencapture type jpg

eingeben. Statt jpg kann auch jedes andere bekannte Bildformat genommen werden.

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Album der Woche 21: Ultravox - Brilliant

26. Mai 2012

Hut ab. Alte Herren reuniten sich, und keiner hört hin... heutzutage - leider - an der Tagesordnung. Allerdings nicht bei Ultravox. Denn wer das tut, der verpasst ein Album, das so ist, wie sein Name verspricht: Brilliant!

Nach unglaublichen 28 Jahren haben sich die Briten wieder in Urbesetzung (und damit natürlich auch mit Midge Ure am Mikro) zusammengetan und ein Album produziert, das irgendwo zwischen den 80er-Jahre Ultravox und den Solo-Alben von Midge Ure selbst liegt. Wenn man ehrlich ist, dann hätte selbiger es wahrscheinlich auch selbst einspielen können, aber so ist es deutlich "echter".  Man merkt deutlich, dass hier Musiker am Werk sind, die Musik aus Passion machen, nicht, weil sie die Rente aufbessern wollen.

Wer auf 80er-Jahre Sound, der perfekt in die Neuzeit transferiert wurde, steht, und dazu noch 12 Stücke (wer macht das heute noch) am Stück hören kann, der hat hier den perfekten Pfingst-Soundtrack.

Anspieltipps: Brilliant, Remembering

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3D: Nun aber wirklich!

24. Mai 2012

Ich hatte ja schon von meinen Versuchen mit der 3D-Welt berichtet. Nach einigen Versuchen des gemeinsamen Filmschauens hatte sich Ernüchterung breit gemacht.,,

Zum einen hatte die bEva nach wenigen Minuten schon die Tränen in den Augen stehen, zum anderen hatten auch mich die dauernden Doppelkonturen genervt. Entweder ist das Bild im Vordergund klar und scharf, dafür im Hintergrund mit Doppelkonturen, oder anders herum. Ich mag perfektionistisch sein, aber das nervt mich. Vor allem wenn es sich um Standbilder handelt (die mit 3D-Kamera oder 3D-Objektiv aufgenommen wurden), wo nicht einmal Bewegung dafür sorgt, dass sich dieser Zustand ändert. Ursache (auf zwei Modellen des Sony Bravia 46 Zoll und einem Samsung gleicher Größe).

Nun hatte ich im Büro einen Tausch vorgenommen und den Samsung 3D-Monitor (mit Shutter-Brille) ausgemustert und durch einen günstigeren von LG ersetzt. Dabei war der Fokus tatsächlich auf "günstig", weil er nur für mein Ultrabook benutzt wird, wenn es nicht unterwegs ist. Da aber ein 3D Blu-ray-Player daran hing, sollte er schon 3D-fähig sein. Der Zufall wollte es, dass das Modell der Wahl mit Polarisationsbrillen arbeitet, wie man es aus dem Kino mit den Real 3D-Brillen kennt.

Der Vorteil: Die Brillen sind deutlich leichter und günstiger (weil sie eben keine Elektronik enthalten, die abwechselnd das linke und das rechte Glas abdunkelt), sondern durch polarisiertes Licht die richtigen Bildinformationen auf das richtige Auge bringen.

Der Nachteil: Das 3D-Bild ist nicht mehr HD, weil jeweils nur die Hälfte der Bildpunkte für das eine, die andere für das andere Auge polarisiert.

Und in der Konsequenz musste der Bravia  einem 47 Zoll LG 47LW5590 weichen... der ja auch entsprechend gut sein sollte.

Das zur Theorie. Was ist aber die Praxis? WOHOOOOO!!! :-D Erster Kommentar der bEva, als sie die Scorpions in 3D sehen musste: "Boah! So habe ich 3D noch nie erlebt!" Und tatsächlich: Keine Doppelkonturen, richtiger 3D-Effekt (mit der Scorpions Live 3D-Blu-ray, der 3D-Version von Avatar und einigen anderen). Bei knapp über 3m Abstand vom Bildschirm fällt die halbierte Auflösung keinesfalls auf... und mein Glaube an 3D ist zurück... :-D

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Alben der Woche 18: Storm Corrosion, KEANE, Parlotones

5. Mai 2012

Es gibt so Wochen, in denen der Auswahl schwer fällt... zumal neben der puren Quantität der CDs auch die Qualität top war:

Mein klarer Favorit diese Woche: Storm Corrosion mit ihrem gleichnamigen Debut. Storm wer? Klarer wird es, wenn man die beiden Köpfe hinter Storm Corrosion nennt: Steven Wilson (Porcupine Tree, NoMan, Blackfield) und Mikael Åkerfeldt, das Mastermind hinter Opeth. Nun ist bei einer solchen Kombination zweier eigentlich unkombinierbarer Musikrichtungen die Erwartungshaltung ein wenig schwer. Death Prog? Prog Metal? Alles Quatsch... denn die beiden Herren haben sich einfach mal etwas anderes überlegt.

Nachdem Åkerfeldt ja bereits mit "Heritage", dem letzten Opeth-Album, von der growlenden Death-Metal Stimme zum Sänger mutierte, lebt er diese "neue Fähigkeit" bei Storm Corrosion erst recht aus. Eingefleischte Fans hatten ihm gar "Folkattitüde" unterstellt, und so ganz falsch ist das nicht.

Storm Corrosion ist ein extrem vielschichtiges Werk geworden, das vom Klangperfektionismus zweier Muitinstrumentalisten lebt. Klangteppiche umschmeicheln die Stimmen von Wilson und Åkerfeldt, Stille wechselt sich mit kreischenden Gitarren ab, und über das ganze Album ist eine bedrückende, nagende Grundstimmung spürbar. Eigentlich ein Herbstalbum, das aber in der Summe weniger verstört als aufweckt, nach dem ersten Durchlauf zwingend einen zweiten, einen dritten, ... Durchlauf fordert.

Keine Musik, um mal eben im Hintergrund berieselt zu werden, und sicherlich auch keine, die man im Laden (oder bei einem Online-Händler) mal eben durch Reinhören bestimmen kann.

Ans Herz gelegt sei die Deluxe Edition mit CD und blu-Ray. Letztere enthät nämlich den DTS Master Mix, und der ist so brilliant, klar und wuchtig, dass er seinesgleichen sucht. Natürlich ist die Abmischung der CD auch sehr gut... :-)

Anspieltipps: Drag Ropes, Hag.

 

Dann wären da noch die Kollegen von KEANE mit ihrem neuen Album Strangeland. Nun mag man allgemein der Meinung sein, die Briten seien eindeutlig der Old-Schmalz-Szene zuzuordnen, und tatsächlich: Wenig überraschend ist auch Strangeland kein Vertreter des New Metal, sondern durchdachter, liebevoller Pop. So grenzkitschig wie Pop nur sein kann, mit Melodielinien, die nicht den Pathos des Vorgängers "Perfect Symmetry" innehaben, die sich aber in den Gehörgängen festbrennen, die zum Nachdenken und Träumen anregen, und die vergessen lassen, wie öde die heutige Musikszene geworden ist: KEANE machen ihr Ding, ohne große Abweichungen von der eigenen Linie zu versuchen. Langweilig? Nicht wirklich, eher beruhigend: Man weiss, was man bekommt.

Was Universal aber geritten hat, den kongenialen Titeltrack "Strangeland" nicht auf die normale CD-Version zu packen, sondern nur in der Limited Edition im Rahmen von vier Bonustracks zu veröffentlichen, das geht mir nicht in den Kopf. In sofern: eine der beiden Limited Editions nehmen... den Aufpreis sind die vier Stücke allemal wert!

Anspieltipps: Sovereign Light Cafe, The Starting Line

 

Und nicht zuletzt meine sudafrikanischen Freunde The Parlotones mit Journey through the Shadows. In Deutschland bekannter geworden durch "Come Back as Heroes", den ARD-Song zur WM2010, und leider damit ein wenig untergegangen, denn selbiger ist alles andere als stellvertretend für die Musik, die die Parlotones machen. Kreuzt man Muse mit den Killers und gibt eine Prise Coldplay hinzu, dann bekommt man einen Mix, der dem musikalischen Output der Südafrikaner schon ganz nahe kommt. Treibend, rockig, eingängig, aber eben nicht langweilig. Fordernd, nicht unkomplex, ohne den Zuhörer zu überfordern. Kurz: Stadiontauglicher Alternative-Rock der Oberklasse. Ich hoffe inständig, dass dieses Album (und das den Gerüchten nach kurfristig folgende Schwesterwerk "Journey to the Light") der Band endlich den Erfolg hierzulande bringen, den sie in ihrer Heimat zu Recht schon lange haben.

Anspieltipps: Save your best Bits, I am alive

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Cinemaxx und The Avengers

27. April 2012

Kino… idealisierter Ort phantasiereicher Erfahrungen unserer Kindheit. Aber heute? Braucht man „Kino“ noch? Unser 3D-Fernseher, der Beamer mit 1,45m-Leinwand im Keller, die Kosten eines Kinobesuchs gerechnet gegen den Preis einer blu-Ray (die man dazu noch mehrfach ansehen kann)?

Das Cinemaxx Krefeld und der Kinostart von „The Avengers“ waren willkommener Anlass eines Praxistests… 

Das Kino:
Das Cinemaxx Krefeld hat - wie scheinbar viele Kinos der Kette – in den vergangenen Monaten einige Renovierungsarbeiten gestartet, dabei die ewig eklig-klebrigen Teppiche entfernt und die Zahl der Sitzreihen verringert, was zu mehr Beinfreiheit führt. Hätte man dabei noch die Zahl der Sessel pro Reihe angeglichen, dann würde ich als semi-schmales Hemd nicht mit meinem mir unbekannten Nachbarn kuscheln… Sesselfaktor zuhause deutlich angenehmer. Gestern Abend war es noch ein wenig heftiger: die beiden Nachbarn links boten sich eine Nachos-Schlacht… und ich saß da mit meinem Eisbecher. Inkompatibler geht es kaum… J

Und bitte: Wer auch immer diese neumodisch Unsitte der Pause mitten im Film ersonnen hat: Er möge mit Popcorn gesteinigt werden. Schlimmer kann man das Eintauchen in die erzeugte virtuelle Umgebung nicht unterbrechen als mit aufblendender Saalbeleuchtung und einem 10-Minuten-Countdown auf der Leinwand… L

3D Bild in Polarisation auf einer großen Leinwand ist ohne Frage besser und eindrucksvoller als via Shutterbrille an einem 45 Zoll Sony-Fernseher, vor allem vollkommen Ghosting- und Crosstalk-frei. Allerdings ist „The Avengers“ nun auch nicht der Paradefilm für 3D (und kein Vergleich zu „Avatar“).

In der Summe aber: Für Filme, bei denen die große Leinwand einen Unterschied macht, gibt es für mich keine Alternative zum Kino. Auch wenn die Kosten mittlerweile heftig sind: 2 x 14 Euro für die Karte, EUR 1,- Vorverkauf (um Plätze sicher zu haben), EUR 3,- Ausfahrt aus dem Parkhaus plus 50 Cent Nachzahlung (siehe unten(*)) macht 32,50 für zwei Personen ohne Getränke und andere Verpflegung. Keine Frage, auch für die Kinos sind die Kosten gestiegen, und der Preis damit immer noch vertretbar.

(*) Keine Ahnung, wie das in anderen Cinemaxxen ist, aber in Krefeld ist ein Parkhaus angeschlossen, in dem man bei Vorlage des Kintotickets für EUR 3,- pro Film parken kann. An der Einfahrt steht noch ein großes Schild „Achtung Kinobesucher: Bei Filmen mit Überlänge müssen Sie nach 4,5 Stunden nachlösen“. Kein Ding, vor der Ausfahrt um 23:30 Uhr noch mal kontrolliert, dass die Parkzeit geringer als viereinhalb Stunden war… und an der Ausfahrt mit dem freundlichen Kommentar „Bitte nachlösen“ an der Schranke aufgehalten worden.

Unfreundlicher Kommentar des kurz nach dem zweiten Weltkrieg verrenteten Schrankenwärters dazu: „Ist nach 23 Uhr!!!“ Err… was? :-(

Der Film:
Vorsicht: Enthält Spoiler!

Ich bin ein erklärter Fan von Iron Man und einigen anderen Marvel-Verfilmungen, und meine Erwartungshaltung war entsprechend hoch. Und in der Summe ist sie durchaus erfüllt worden.

Ein nicht geringer Teil des Filmes widmet sich der Charakter-Studie der einzelnen Helden, und dabei nimmt Tonry Stark aka Iron Man einen großen Teil ein. Gut so. Die schlabberige Arroganz, die ich auch in den Iron Man-Filmen so liebe, führt zu Lachsalven!

Hawkeye, Black Widow, Thor bleiben relativ blass, Captain America wird aus vom Ende seines eigenen Filmes (wo man ihn Jahrzehnte verschlafen ließ, um ihn in die Neuzeit zu holen) abgeholt, und nach ungefähr einer Stunde treffen die unterschiedlichen Egos der Avengers aufeinander. Auch hier wieder: Ein Spruch jagt den anderen, Stark provoziert alle (unter anderem Dr. Banner, der mit Mühe den Hulk in sich beherrschen kann), und der erste gemeinsame Einsatz (Thors Halbbruder Loki hat den Tessaract, die außerirdische Energiequelle, die am Ende von „Captain America“ versenkt wurde, gestohlen und will ein Tor zu einer Invasorenarmee öffnen) geht mächtig schief.

Alles scheint verloren, Loki mit dem Tessaract entkommen, und der Film entschleunigt sonderbar. Ich habe mich zwischenzeitlich gefragt, ob man die Auflösung auf einen zweiten Teil verschieben wollte… Dann aber geht es so richtig los: Die Avengers kombinieren ihre Fähigkeiten, selbst der sonst so ungerichtet aggressive Hulk reiht sich ein, und ein Actionfeuerwerk, das aus einer Mischung aus Independance Day und Transformers gebaut ist, geht los. Hirn ausschalten, zurücklehnen, genießen.

Wer ausgeklügelte Handlung sucht, tiefgehenden Anspruch  oder intellektuelle Stimulanz, der ist hier im falschen Film, im wahrsten Sinne des Wortes. Wer auf augenzwinkerndes Actionkino steht, der kommt an „The Avengers“ nicht vorbei. 

Meine Highlights:
Iron Man, der Hawkeye (Fähigkeit: Falkenauge und damit auf höchste Entfernung treffsicher mit dem Bogen) auf ein Hochhaus fliegen soll, zu diesem: „Halt Dich fest, Legolas!“

Hulk, der im Vorfeld eine etwas längere körperliche Auseinandersetzung mit Thor hatte, in der eine komplette Flugzeugträgerebene und ein Götterhammer eine nicht unerhebliche Rolle spielten, kämpft im Finale kontrolliert mit den  Avengers und gegen die Aliens. Hulk und Thor landen neben einander auf einer Plattform, schauen sich – wie erfolgreiche Kampfgefährten dies tun – zunickend an…. Und Hulk fährt blitzschnell seine Faust aus und boxt Thor von der Plattform… um dann schelmisch zu grinsen.

 

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Danke, 1und1!

17. März 2012

Wer jetzt eine Geschichte wie vor einigen Monaten erwartet, der liegt falsch. :) Ich wollte es nur einmal sagen: mit einem iPad 3 50 GB an Musik via iTunes-Match herunter zu laden, und das bei einer 3000er Leitung, das grenzt an Körperverletzung!!! :(

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Erziehungserfolge

15. Januar 2012

Hach... Eltern sein ist schwer. Werte vermitteln, Belohnung und Strafe abwägen und darauf vertrauen, dass das am Ende alles zusammenkommt.

Ich werte es mal als Teilerfolg, wenn der Große (wider dem schädlichen Einfluss seiner Mutter!) einen gesunden Musikgeschmack entwickelt... 9.3.2012 Emil Bulls in Krefeld, 10.3.2012 Big Country mit Mike Peters in Bochum. Yiehah! :)

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HTC Media Link DG-H100: Nötiges Update für HTC Sensation, XE, XL, Evo 3D etc.

7. Januar 2012

Aktuell bietet HTC selbst den hauseigenen DLNA-Streamer Media Link DG-H100 für einen Schnäppchenpreis an: Statt über 100 Euro liegt dieser bei 49,99 direkt im HTC Store. Wer ein HTC-Gerät und einen an die Anlage angeschhlossenen HDMI-Fernseher sein Eigen nennt, der sollte zuschlagen... sich allerdings vor Frust schützen:

"Diese Art von Datei kann nicht wiedergegeben werden." ist die Fehlermeldung, die das Gerät von sich gibt, wenn MP3-dateien oder Videos vom Handy auf die Anlage gestreamed werden sollen. Da ist es egal, ob man im geräteeigenen WLAN ist oder den Media Link in das eigene WLAN-einbindet, ob man MP3s oder andere Formate streamen will, das rote Ausrufezeichen ist ein ständiger Begleiter. Nervtötend, zumal das ein hausgemachtes Problem ist.

HTC hat zum Erscheinen des HTC Sensation ein Update für den Media Link herausgebracht, der das Gerät von der Auslieferungsversion 1.09 auf die aktuellere Version 1.11 bringt. Dieses Update allerdings ist auf der HTC-Seite nicht zu finden, da nur Smartphones, aber nicht Zubehör im Support-Bereich gelistet sind. Kurz gemacht: Der richtige Link ist dieser (unter dem HTC Sensation).

Nach dem Update können dann auch Musikstücke und Videos problemlos - und ohne Fehlermeldung - getreamed werden. Genial!

Einen Tipp noch zum Adapter: Der Media Link bringt ein eigenes WLAN mit, damit er mit dem PC über den IE konfiguriert werden kann (192.168.1.100:8080 im Standard). Das kann natürlich auch vom Smartphone genutzt werden, hat aber einen Nachteil: in diesem WLAN hat das Gerät natürlich keine Internet-Verbindung, da es aber mit einem WLAN verbunden ist, wird die UMTS-Verbindung dann nicht genutzt. Also unbedingt in das normale WLAN, das das Smartphone sonst auch nutzt, einbinden!

 

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iTunes Match auf iPhone und iPad aktivieren

18. Dezember 2011

Nachdem ich mir einen Wolf gesucht habe, wie denn nun - nach Aktivierung und Abgleich meiner Medithek - denn nun die Titel auf iPhine und iPad bekomme, und dabei auch bei Apple selbst kläglich gescheitert bin, hier die Lösung.

(bevor jetzt jemand sagt "Geht doch automatisch": Weiterlesen! :-))

Zuerst muss unter Einstellungen, Musik "iTunes Match" aktiviert werden. Danach sollte der Abgleich automatisch stattfinden, die Mediathek auf dem Gerät wird ersetzt (wobei die Titel, die bereits auf dem Gerät sind, auch dort bleiben) aber alle Stücke, die auf dem "Masterrechner" (und allen Rechnern, die danach mit iCloud abgeglichen haben) sind verfügbar.

Das allerdings - und hier war mein Problem - funktioniert dies nur, wenn man auch im WLAN ist. Apple will offensichtlich das Datenvolumen der Mobilfunkkarten schonen. Wer allerdings eine Flatrate ohne volumenabhängige Geschwindigkeitsbegrenzung hat, der hat WLAN relativ selten an, zumindest ist es bei mir so...

Der Weg daran vorbei:Unter Einstellungen, Store den Schalter bei "Mobile Daten verwenden" einschalten... und schon geht´s auch via 3G.

iOS zieht sich nun die Mediathek aus iCloud und gleicht diese mit dem Gerät ab. Alle Stücke, die noch nicht lokal auf dem Gerät sind, können durch ein Tippen auf das Wolkensymbol heruntergeladen (und auch schon direkt wiedergegegeben werden):

Der sinnvollste Weg, alle wichtigen Stücke lokal zu haben und nicht unterwegs auf die Datenverbindung angewiesen zu sein: Wiedergabelisten anlegen. Die können nämlich durch ein Tippen auf "Alles laden" komplett heruntergeladen werden, während die anderen Stücke in der Mediathek dann bei Bedarf nachgeladen werden können.

Soll Speicher freigemacht werden, dann ist auch das einfach: Einfach ein Stück, einen Interpreten, ein Album aufrufen, Finger draufhalten und dann auf das (X) tippen (wie beim Löschen oder Beenden von Apps). Die damit markierten Stücke werden dann lokal gelöscht, sind aber in iCloud immer noch vorhanden und auf dem iOS-Gerät mit der Wolke gekennzeichnet, können also wieder erneut heruntergeladen werden.

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3D? Wirklich?

28. November 2011

Ich muss gestehen, dass ich ja immer vorne dabei sein muss, wenn es etwas Neues gibt. Und  gerade 3D ist ja ein Thema, das schon seit Jahren immer mal wieder "modern" ist. Ich erinnere mich noch gut an eine meiner ersten Schallplatten: "Welch ein Land, was für Männer " von Extrabreit... in schönem Rot/Grün-Cover mit beiliegender Brille, damit man Kai Hawaii und Co. auch ja plastisch sieht.

Den einen oder anderen Rot-Grün-Angriff gab es dann nicht nur in der politischen Landschaft, sondern auch im Fernsehen, aber so recht durchsetzen wollte sich das Ganze nicht. Im Spielebereich gab es schon länger die Monitore, die über eine Shutterbrille aus dem hochfrequent wiedergegebenen Wechsel aus "Bild für das linke Auge", "Bild für das rechte Auge" das jeweils "falsche" Auge verdeckten, aber erst mit James Cameron´s Avatar wurde 3D so richtig massentauglich.

Auf dem Unterhaltungsmarkt kamen die Fernseher mit Shutterbrillen und 3D nach dem großen Erfolg des blaustichigen Films erst so richtig in Mode (und in der Folge auch in finanzierbare Preisbereiche), blu-Ray-Player und Spielekonsolen konnten durch Firmwareupdates aufgerüstet und 3D-tauglich gemacht werden, und die immer häufiger im Kino auftauchenden 3D-Filme dann auch zuhause bewundert werden.

Da sitzen dann Papa, Mama und Sohnemann auf der Couch, tragen eine futuristisch aussehende zusätzliche Brille (erinnert sich noch jemand an Data von Star Trek?) und freuen sich daran, dass Dinge aus dem Fernseher ins Wohnzimmer hereinragen. Kann man machen, muss man aber nicht.

Zumal eines ja ganz offensichtlich ist: Es fehlt an Inhalten... die paar 3D-Filme schaut man sich sicherlich nicht in Dauerschleife an, 3D-Fußballspiele sind irgendwie auch sinnfrei, und so könnte man ja durchaus die allgemeine Sinnfrage stellen. Könnte, wäre die Industrie nicht gleichermaßen problembewußt wie geschäftstüchtig: Wenn schon keine Fremdinhalte zur Verfügung stehen, dann lassen wir den Konsumenten doch selber welche produzieren. 3D-Fotoapparate, 3D-Objektive, 3D-Camcorder, wer keinen passenden Inhalt findet, der bastelt ihn selbst. Eigentlich also durchaus ein ökonomisch interessantes Konstrukt...

Als Besitzer eines 3D Monitors, eines 3D-Fernsehers, eines Smartphones mit 3D-Kamera und eines 3D-Objektives für die Digitalkamera bin ich also scheinbar fein in die Konsum-Falle getappt... :-)

Aber im Ernst: Ja, es macht Spaß, Filme und Fotos gewinnen durch die dritte Dimension auch an inhaltlicher Tiefe, aber wenn ich zusammenrechne, was die ganze Ausrüstung gekostet hat... dann hätte ich mir stattdessen so manche Reise an echt-dimensionale Orte leisten können...

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Finaaaale, ohohohooohooo...

29. Januar 2011

Ich bin ein Dingens... oder wie war das? :-)

Trash TV hin oder her, diese Staffel von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" (oder kürzer "Dschungelcamp") war jede fehlende Stunde Schlaf wert. Alleine Sarah Dingens, die personifizierte Psychose, die die 6 schwersten Dschungelprüfungen AAAAALLLEEEER Zeiten (nicht) erleben musste, Heulebeule Peer, Zalando-Papst Langhans, und natürlich das (Alp-) Traumpaar Dschingis-Jay Khan und Indi(ra) Jones... auf die man fast hätte verzichten können.

Die eigentlichen Stars mal wieder: Dirk Bach und Sonja Zietlow. Noch spitzere Zungen, und sie brauchten einen Waffenschein... :-)

Übrigens: Ich tippe auf Thomas als Dschungelkönig 2011... :-)

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Shazam ist kaputt...

14. Dezember 2010

Aaargh... Ich bin ja als Musikpurist sowieso schon auf zum Scheitern verurteilter Mission unterwegs, zumindest meinen Kindern beizubringen, dass „The Riddle“ von Nik Kershaw und nicht von GGAgnostiker ist... und das die Interpreten, die heute ein „neues Lied“ rausbringen, oft nur Nachahmer in zweiter Generation sind.

Ins Kontor schlägt dann um so mehr, wenn die bEva da noch gegenwirkt. Nun sei gesagt: Ihr Musikgeschmack ist dem meinen diametral entgegenwirkend. Soll heissen: Ein gemeinsames Konzert zu finden ist nahezu unmöglich, weil ich mich schlicht weigere, meine Ohren mit sphärischen Klängen verstopfen zu müssen. Ich bin ein Mann, und da muss es knallen (dass ich mir die Iron Maiden-Karten für 2011 habe durch die Lappen gehen lassen, ärgert mich noch heute.... und eines der beeindruckendsten Konzerte meiner Laufbahn war Soilwork im El Coracon in Seattle – auch wenn der Kollege Wenz und ich kurz nach Anbruch der Erweiterung des Moshpits auf den gesamten Clubbereich kurzfristig aufbrechen mussten... :-) )

Nun sitzt die Arme gestern auf dem Sofa, hört Radio und erkennt ein Lied... aber irgendwie nicht so ganz. Hilfe ist nahe, Shazam installiert, und das Ergebnis: „Matthias Reim – Das ist die Hölle“. Verwirrung, Panik... „Ich kenne ein Matthias Reim-Lied?!“ (Anmerkung: gewundert hätte es mich nicht... :-) ). Nee... Shazam muss kaputt sein.

Der Radiomoderator lieferte die Erklärung: „Und das war Matthias Reim mit ‚Das ist die Hölle’ ... einer Deutschen Version von „Entre dos Tierras“ der Heroes del Silencio.

Kinners... ist denn nichts mehr heilig?! Darf sich der Mann alles rausnehmen? Heroes del Silencio? HALLO?! Ich erinnere mich noch an mein erstes Konzert der Heroes auf der „Espiritu del Vino“-Tour: Der Sänger der Kontrapunkt zu Jim Morrison (statt auf Valium halt auf Speed), saugeniale Stimmung und die Aussage eines Spaniers neben mir „Mach Dir nix draus, dass Du kein Spanisch verstehst... auch Spanier verstehen seine Texte nicht.“.

Nach dem Beruhigen der aufgelösten bEva habe ich zumindest etwas Positives herausgezogen: Heute Morgen im Auto auf voller Lautstärke die „Senderos de Traicion“ der Heroes gehört... und bei mir funktioniert Shazam! :-D

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Samsung Galaxy Tab und ebooks, DRM, epub, Adobe Digital Editions

17. Oktober 2010

Da steht man nun und hat mit dem Samsung Galaxy Tab endlich ein sowohl von der Technik als auch von der Haptik ein Jackentaschen-großes Tablet in der Hand. Halb so groß wie das iPad, anderthalb mal so groß wie der Dell Streak (der aber auf Grund der Auflösung und der ausbleibenden Aktualisierung auf Android 2.1/2.2 uninteressant ist). Musik? Fein. Videos? Selbst HD-MKV-Videos spielt er direkt ab. eBooks? eBooks! Da war was...

Was auch immer Samsung gemacht hat, hier hakte das Durchdenken scheinbar gewaltig. KOBO liegt bei, damit Zugriff auf eine Vielzahl von englischsprachigen Büchern und Magazinen, teils kostenlos, teils kostenpflichtig. Wer aber ein deutsches Buch lesen möchte, der ist aufgeschmissen. Noch schlimmer: Wer einen Sony (oder anderen) eBook-Reader mit Adobe Digital Editions und epub-Büchern hat, der läuft auf und wundert sich nicht mehr, warum der eBook-Markt bei so vielen inkomptiblen Formaten, Kopierschutzen und Readern nicht wirklich erfolgreich ist. Auch der FBReader oder Aldiko (die in vielen Google-Fundstellen als de Lösung präsentiert werden, kommen an die bereits heruntergeladenen Bücher nicht heran. Wer bei Thalia oder Libri ein Buch kauft, der kauft den Kopierschutz über die Adobe Digital Editions gleich mit, und kann die so heruntergeladenen .epub-Dateien nicht auf dem Galaxy Tab (oder einem anderen Android-Gerät) verwenden.

Die lösung ist so einfach: ´txtr.

  1. Im Android Market txtr als Applikation herunterladen
  2. Nach der Installation starten und das Adobe Digital Editions (ADE)-Konto einrichten, indem Benutzername und Passwort eingegeben werden.
  3. Gleich noch ein kostenloses txt-Konto anlegen.
  4. Unter txtr.com mit den aus Schritt 3 festgelegten Daten anmelden
  5. Auf "Upload" klicken, dann die auf der Festplatte liegenden epub-Dateien eine nach der anderen hochladen (diese liegen meist in einem Unterverzeichnis der Benutzerdateien, einfach eine Such nach *.epub durchführen)
  6. Auf dem Galaxy Tab txtr starten, dann auf "Archiv" und "Inbox" tippen. Alle hochgeladenen Bücher finden sich dort
  7. Buch antippen, "Herunterladen" antippen, dann "Lesen"
  8. Durch die Konfiguration des Gerätes mit dem ADE-Konto gilt dieses als berechtigt, die DRM-geschützten Bücher zu lesen.

Auch wenn die Darstellung der Bücher von der Schärfe her auf einem Sony eBook-Reader, Kindle oder dem iPad besser ist (vermutlich, weil txtr auf WVGA, aber nicht auf das 1024*600-Display des Galaxy Tab eingestellt ist), man kann die Bücher bequem lesen und vor allem bereits gekaufte Bücher weiterverwenden bzw. vom riesigen eBook-Vorrat von Thalia und Libri profitieren!

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Schnell bestellen: Call of Duty: Black Ops Prestige Edition

12. September 2010

Gerade eher durch Zufll gesehen: Die Prestige Edition des nächsten Call of Duty-Teils "Black Ops", der im November rauskommt, ist bei Amazon bestellbar. Während bei Modern Warfare 2 im vergangenen Jahr ein funktionierendes Nachsichtgerät dabei war, so ist es diesmal ein ferngesteuertes Spionagefahrzeug, das auf die beiliegende Fernbedienung Farbbild und Ton überträgt.

Aus der Erfahrung des letzten Jahres, als die Prestige Edition im Handumdrehen vergriffen war, ist Eile geboten... :-)

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Technik macht sexy. Echt! Auch mich!

28. August 2010

Zumindest könnte man auf diesen Gedanken kommen, wenn man folgende Mail einer lieben Bekannten liest, nachdem ich mit einem neuen Gerät gestrunzt habe:

Ich komme immer abwechelnd zu der Überlegung, dass ich a) auf keinen Fall mit Dir verheiratet sein möchte, bzw. dass ich b) total gerne mit dir verheiratet wäre

a)       weil wir uns dann immer um die neuesten Errungenschaften streiten müssten

b)      weil selbst die von dir abgelegten Sachen noch tolle neue Spielzeuge sind

Yes. :-D

PS: Kommentar der bEva: "Sag ihr mal, dass da ausser der Technik noch andere Seiten sind. Die kann sie gerne haben..." :-D

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Iron Maiden - The Final Frontier

13. August 2010

Musik verkommt im Alltag oft zu Konsum. CD in die Anlage im Auto, neben Fluchen, Kaffeetrinken und im Stau stehen eben noch nebenbei musikalisch beplätschern lassen. Schade drum, manchmal wäre ein Endlosband der Chillout Lounge genauso (wenig) effektiv. Selten geschieht es heutzutage, dass ich wirklich aufmerksam nur Musik höre. Die Bands sind handverlesen: Marillion, Fish, Ayreon, Coheed and Cambria... und eben Iron Maiden. Wobei letztere mit den letzten beiden Alben im Regal neben der Chillout Lounge-Sammlung gelandet sind.

Heute Abend dann Iron Maiden neuestes Werk: "The Final Frontier", vom Cover "Eddie goes Space".War ich anfangs noch unsicher, ob ich wirklich den Abend (nach einer kurzen vorangegangenen Nacht) mit einer 75-Minuten-CD verbringen wollte, war ich nach zwei Stücken sicher, dass die Entscheidung richtig war. Wer auf 08/15 Easy Listening Metal steht, der nehme Abstand vom Erwerb. Wer aber eine durchdachte, überraschende, Nackenstarre vom Headbangen verursachende, mehrere CD Durchlaufende und von gut zu genial zu phänomenal wachsende progessive Metaldröhnung vertragen kann, der MUSS sich "The Final Frontier" zulegen.

UP THE IRONS!!! (mittlerweile am Anfang des dritten Durchlaufs... :-))

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OMFG... Lena isses!

30. Mai 2010

Ich habe den Hype nicht geglaubt. Aber im Ernst: Meinen absoluten Respekt vor dem Raab, der die Backen gaaaaaaaaanz dick gemacht hat und den European Song Contest für Deutschland wieder attraktiv machen wollte... und es geschafft hat. Amazing...

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Livescribe hinter einem Proxy mit Authentifizierung

20. Mai 2010

Am vergangenen langen Wochenende hatte ich während eines Einkaufsbummels der schon lange nagenden Versuchung nach einem Livescribe-Stift nachgegeben. Wer ihn nicht kennt: Vom Grundsatz her ist dieser ein etwas überdimensionierter Kuli, der einen eingebauten Speicher von 2 oder 4GB hat und auf Anoto-Papier schreibt. Das Papier ist mit fast unsichtbaren Minipunkten versehen, die von der unter der Mine installierten Minikamera des Stiftes aufgenommen werden und so millimetergenau die Position des Stiftes mit aufnehmen.

An PC oder Mac angeschlossen können dann die geschriebenen Notizen übertragen, verwaltet und in Text umgewandelt werden. Die Codierung des Papiers enthält dazu noch die Information, welcher Notizblock und welche Seite gerade verwendet wird. Jeder Schreibblock (vom A5-Ringbuch über den kleinen Notizblock zum Moleskin) hat auf jeder Seite Steuerelemente, mit denen beispielsweise durch einen Tipp eine Audioaufnahme (die später genau der Stelle, an der man dann geschrieben hat, zugeordnet wird), einen Taschenrechner und weitere Zusatzfunktionen aktiviert.

Spielerei? Für mich nicht (nur)! Ich schreibe aus Gewohnheit bei allen wichtigen Meetings Kernpunkte mit, auch wenn ich nicht selbst Protokoll führen muss. Wie oft kommt es dann aber vor, dass der Protokollführer in der Diskussion abgelenkt war und bestimmte Themen nicht oder nur teilweise mitbekommen und aufgeschrieben hat. Wenn dann die Diskussion noch schnell und dialogorientiert geführt wird, dann kann fast nur eine Audioaufnahme helfen. Also: Pen raus, Themen mitschreiben, bei komplexeren Diskussionsfäden Aufnahme einschalten und dann am Desktop die Notizen in Text umwandeln und dem Protokollführer zur Verfügung stellen … Audiodateien können einfach in AAC (Mac, PC), WAV, MP4 (nur PC) umgewandelt und ebenfalls mitgeschickt werden.

Zuhause funktioniert alles prima, Sinn macht es aber auch, die firmenbezogenen Protokolle auch auf dem Firmenrechner zu haben. Die Installation auf dem Desktop kein Problem (dank freundliche Unterstützung eines Admins, denn ohna lokale Adminrechte geht das nicht), allerdings zeigt sich eine Sicherheitsfunktion des Stiftes als Hinderungsgrund im Firmennetzwerk: Der Stift wird immer an einen (kostenlosen) Livescribe-Account gekoppelt, und dieser wird vor Übertragung der Notizen abgefragt, damit nur der berechtigte Benutzer – beispielsweise bei einem Verlust wichtig – an die Daten kommt. Mittlerweile unterstützt die Software auch die Nutzung eines Proxys, wird allerdings die Proxy-Authentifizierung benötigt, dann bricht die Kommunikation immer mit einer Fehlermeldung, man könne nicht auf das Internet zugreifen, ab.

Livescribe selbst schliesst in seiner Knowledgebase in einem solchen Fall, man könne den Stift nicht einsetzen. Pustekuchen! Die Lösung ist einfach und kann auch ohne Admin-Rechte umgesetzt werden:

Im Programmverzeichnis findet sich die Datei Livescribe Desktop.exe.config. In diese muss nach dem ersten Programmstart ans Ende, vor dem schließenden </configuration> folgendes Code Snippet eingefügt werden:

<system.net>

<defaultProxy enabled=“true“ useDefaultCredentials=“true“>

<proxy usesystemdefault=“true“/>

</defaultProxy>

</system.net>

Dieses weist das Programm an, für die Internetverbindung die Standardauthentifizierung des Desktops am Proxy zu verwenden (sprich: die Anmeldedaten am System weiterzureichen).

Geht doch… :-D

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Der Fluch der Rechtschreibkorrektur oder: Warum T9 ausgesproche T(Nein) heisst

28. April 2010

Gerade bei Touchscreen-Geräten bin ich unendlich dankbar für die Rechtschreibkorrektur. Ohne Hardwaretasten ist das Schreiben einer Nachricht während der Fahrt unterwegs eine Herausforderung. Wenn das Gerät dann sinnvoll korrigiert (und die aktuellen Geräte haben durchaus ausgeklügelte Algorithmen. Meistens.

Gestern morgen schreibe ich unterwegs eine SMS, die - wie bei mir üblich - nordisch unterkühlt mit "Moin" anfängt. SMS abgeschickt, mit einem letzten Blick auf die Konversationsansicht geschaut... häh?!

Wem habe ich eine Nachricht geschrieben, die mit dem Wort "Mountainbike" anfängt!?!?!? Hab ich nicht... T9 war nur der Meinung, ich wäre der Meinung, einen Freund mit "Mountainbike" statt "Moin" begrüssen zu wollen.

Naja... geguckt hat er aber eher wie Auto... :-D

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Perverses Großraum-Cockpit (HIS MultiView II)

27. April 2010

Die Anwendung ist ohne Frage nicht alltäglich, aber ich habe sie: Als Vielschreiber - sowohl im Web als auch in Print - ist ein Monitor, egal welcher Auflösung, bei weitem nicht genug. Extended Desktop ist fein, aber auch dann schalte ich noch dauernd um: Auf dem einen Bildschirm läuft Word, auf dem anderen Windows 7 in einer Parallels-VM, und ob nun Tweet, EMail, Messenger oder das Champion´s League-Spiel im Fernsehen, irgendwas kommt immer rein, auf das man reagieren muss. Schon schiebt man Fenster hin und her, und braucht wieder einen Moment, bis man alles wieder sortiert hat.

Das Thema dritter Monitor war nie ein echtes: Ein iMac hat nun mal nur einen Ausgang... und dann las ich in der Presse vom HIS MultiView II, einer kleinen USB-Box, die an Mac und PC angeschlossen werden kann und einen DVI-Ausgang (mit beiliegendem Adapter auf VGA) hat. Maximal sechs davon (keine Sorge, so weit geht´s nicht :-) ) können kombiniert werden. Ich gebe gerne zu: So recht getraut habe ich dem Braten aber nicht... aber dank Rückgaberecht war das Risiko in Grenzen.

Was soll ich sagen? Treiber heruntergeladen (der beiliegende Mac-Treiber brachte bei der Installation eine Fehlermeldung), einen alten Monitor angeschlossen, und voila! Desktop mal eben um einen weiteren Monitor verbreitert. Nun musste ich die Investition ein wenig ausweiten: Ein zweites Cinema-Display musste her, damit das Ganze - wenn schon ein wenig peinlich - aber zumindest symmetrisch aussieht.

In der Mitte der 24 Zoll iMac, links und rechts jeweils ein 20 Zoll Cinema-Display. Macht summa summarum 1680 + 1920 + 1680 =  5280 Pixel Breite. Herrlich... :-D

Zwei Tipps noch:

1.) Wie immer aktuellen Treiber herunterladen. Sollte zwar selbstverständlich sein, allerdings ist es schon bemerkenswert, das ein Produkt auf den Markt kommt und der Treiber schon nicht mehr funktioniert...

2.) Beim ersten Start meiner Parallels-VMs wurde mitten im Start der Bildschirm schwarz, der Windows-Sound kam noch, aber das war´s. Lösung: Einmal die USB-Verbindung lösen, VM starten, dann wieder das Adapter dran. Danach können die VMs problemlos neu gestartet werden und "haben Bild".

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Google und die WLANs

26. April 2010

Ich bin wirklich kein Freund von Google, zu sehr nutzt der Suchmaschinenriese sein Quasi-Monopol aus, um Märkte zu steuern und eigene Vorteile zu erzielen. Ich bin nicht weltfremd, und dass ein Unternehmen ein solches Mammutkonstrukt wie eine Suchmaschine nicht aus reiner Menschenliebe unterhält, ist klar. Die gezielte Bevorzugung von Werbekunden in den Suchergebnissen allerdings verfälscht einfach den Anspruch, die besten Ergebnisse für den Suchenden zu produzieren.

Auch die kontinuierliche Informationssammlung, die quasi unsichtbare Identifikation des Surfenden bei Chrome, die Bindung an die eigenen Online-Services bei Android, viele Punkte, die kritikfähig sind. Und dann wäre da noch StreetView.

Nun kann man sich trefflich darüber streiten, ob das Filmen von Gebäuden ein Eingriff in die Privatsphäre ist: Ich könnte auch daran vorbeispazieren und Bilder machen bzw. mir die Umgegend anschauen... auch wenn ich nicht 2,9 Meter groß bin, ich würde vergleichbare Informationen bekommen. Auch das Argument, damit würde die Planung von Einbrüchen vereinfacht, finde ich eher wenig passend: Von Google Maps und Google Earth über Bing Maps, die diversen Satelliten-DVDs und Rasterkarten, die man ganz offiziell beziehen kann, das Umfeld eines Grundstücks kann ich auch so herausfinden. Aber gut: Vielleicht muss man dann alle Online-Services in einen Topf werfen.

Definitives Unverständnis bringe ich aber der momentanen Diskussion um die Erfassung der WLANs entgegen, die Google im Zusammenhang mit den Erfassungsfahrten für StreetView durchführt. Vor allem deshalb, weil die Politik es einmal mehr versteht, ein Thema aus reiner Unkenntnis und vermeintlich populistischen Motiven zu zerreden: Der Bundesdatenschutzbeauftragte schaart (man verzeihe mir den Wortwitz) mit den Hufen, Politiker aller Couleur pumpen sich auf, aber was ist wirklich das "Datenschutzproblem"?

Die einen meinen, damit würde dem Schwarzsurfen Tür und Tor geöffnet. Häh?! Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, kann ich schon heute mittels eines Smartphones mit WLAN-Sender schnell herausfinden, wo ein freies WLAN in der Umgegend ist. Wardriver machen das mit Notebooks ganz "offiziell" schon seit Jahren. Wer bitte sucht sich denn erst per Internet ein freies WLAN und fährt dann dahin? Mal ganz abgesehen davon: Kein Mitleid mit demjenigen, der plötzlich unerwünschte Besucher in seinem Netz hat: Das OLG Düsseldorf hat zweifelsfrei festgehalten, dass Verschlüsselung Pflicht ist. Da kann sich niemand rausreden, er habe das nicht gewusst: Wer in ein Auto steigt und keinen Führerschein hat, der kommt auch nicht durch mit dem Argument, er habe nichts von der Führerscheinpflicht gewusst.

Hinterfragen wir doch mal den Hintergrund der Speicherung: Will Google eine Datenbank für Wardriver aufbauen? Keineswegs: die WLAN-Daten werden gar nicht öffentlich gemacht, sondern dienen nur intern einem Zweck: Der Bestimmung der eigenene Position ohne GPS. Aus der Stärke der empfangenen WLANs und Mobilfunkzellen kann schon heute die Position fast so genau bestimmt werden, als würde ein GPS genutzt. Da machen sich aber auch genau diese Kritiker keine Gedanken drüber, wenn Sie begeistert Orientierung finden, auch wenn ihr Gerät kein GPS hat. Frei nach dem Motto: "Strom kommt aus der Steckdose!".

Meine Bitte also, lieben Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer: Erst informieren, dann denken, und erst dann reden!

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Google Navigation auf deutschen Geräten

13. April 2010

Es sorgte für eine spürbare Erschütterung bei den Herstellern mobiler Navigationssysteme, als Google ankündigte, für Android 2.1 eine kostenlose Navigationsfunktion für Google Maps anzubieten. Ein wenig Erleichterung ob einer Schonfrist brachte dann die Aussage, dass dies in einem Piloten erst einmal auf Nordamerika beschränkt bliebe und erst später weltweit ausgerollt würde. Zum aktuellen Stand können also nur Geräte in den USA von der kostenlosen Navigation profitieren.

Abhilfe dazu schafft der Nav Launcher: Dieser kann direkt über den Android Market herunter geladen werden und startet auch auf einem deutschen Gerät Google Maps im Navigationsmodus. Allerdings muss dazu dann beim Start eine modifizierte Version der Karten (brut.all) ausgewählt werden, da die offiziellen Google-Karten nur in Nordamerika als Basis für die Navigation funktionieren.

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Herr der Ringe auf Blu-ray

11. April 2010

Vorab: Bitte... hört auf. Ich höre schon beim Schreiben des Titels das kollektive Gejaule, wie es sich bei Amazon und anderen Online-Händlern in den Bewertungen niederschlägt. Ja, ich bin mir durchaus bewusst, dass jetzt im Moment "nur" die Kinoversionen der Herr der Ringe-Trilogie auf den Markt gekommen sind, und nicht die Special Editions. Das ist bewusst, klar kommuniziert. Als mündiger Kunde entscheide ich dann, ob mir das reicht (komisch: Im Kino waren alle begeistert... aber jetzt dürfen es nur die Special Extended Editions sein...). Und ich kann es partout nicht verstehen, wenn man darum dann die Filme schlecht bewertet. Wenn ich mir eine Cola Zero kaufe, nöle ich ja auch nicht, wenn das Zucker fehlt?!

Egal: Gestern abend der Moment, auf den ich mich Jahre gefreut habe: Der Start der Herr der Ringe-Trilogie endlich auf Blu-ray im Keller auf der grossen Leinwand.

Ich hatte vor einigen Monaten auf Grund akuten Herr der Ringe-Entzugs den ersten Teil noch auf DVD angeschaut und mir gedacht, dass das Upscaling der DVD-Version durch die PS3 so gut sei, dass die Blu-ray nicht viel besser sein könne... WEIT gefehlt!

Die Farben sind deutlich satter, realistischer, die Auflösung nochmal sichtbar feiner... Gandalfs Barthärchen, der Rauch seiner Pfeife, die wogenden Ähren auf den Feldern: Beeindruckend und jeden Cent wert.

Mein Highlight: Erinnert sich jemand an die Szene, in der Sam in mitten eines gelben Feldes innehält und sagt, wenn er noch einen Schritt weiter ginge, wäre er weiter von zuhause entfernt als jemals zuvor? In der Kino- und der DVD-Version konnte man am Ende der Szene, im oberen Drittel am rechten Bildrand wo der einzelne Baum zu sehen ist, ein Auto fahren sehen. In der Blu-ray-Version kann man, wenn man genau hinschaut, das "Ausbessern" erkennen: Bildmaterial wurde geklont, um den Lapsus der Aufnahme zu überdecken... :-)

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April, April...

1. April 2010

Grrrr... wer mich kennt, kennt auch meinen im Überfluss vorhandenen, wenn auch sicherlich speziellen Humor. Wichtig dabei: ich mache gerne Scherze auf meine eigenen Kosten, und bin der letzte, der nicht über Scherze von anderen auf meine Kosten herzlich lacht.

Was mir aber so vollkommen abgeht ist der Aprilscherz. Wenige gibt es, die wirklich gut gemacht und dazu noch witzig sind, der gemeine Aprilscherz ist platt und überzeichnet. In sofern gelingt es recht selten, mich aufs Glatteis zu führen. Nur dann - wie heute Morgen - wenn das logische Denken noch nicht durch die erste Tasse Kaffee angeregt worden ist.

Ich stehe auf, mache wie jeden Morgen meinen Blackberry an (jahaaa... sorry... ist nun mal die Infrastruktur, die die Firma mir vorgibt), gehe unter die Dusche, schnappe mir dann den Blackberry... und finde eine Mail in meinem Posteingang, die drei Wochen Diskussionen und Überzeugungsarbeit plus meinen heutigen Tagesablauf komplett über den Haufen werfen. Rufe die Kollegin an und hinterfrage den Inhalt nochmal: "Doch! Hat die Geschäftsführung so entschieden"... als mein Kopf virtuell vor die Wand scheppert höre nur ein gackerndes "April, April!!!!".

Liebe Sandra, wenn Du das hier liest: Beware! Rache ist ein Gericht, das man am besten kalt geniesst. Ich krieg Dich noch.... irgendwann! :-D

Ich muss aber gestehen, dass das ganze so gut vorbereitet und ausgeführt war, dass ich nach Absenkung meines Blutdrucks selber darüber lachen muss... aber das sage ich nicht offen... :-)

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Erste Erfahrungen mit dem HP TouchSmart touchPC

25. März 2010

Böse Zungen werfen mir vor, wegen eines vollen Aschenbechers ein neues Auto zu kaufen... nun rauche ich weder noch habe ich schon wieder den Wagen gewechselt, der ungerechte Vergleich ist bildlich zu verstehen:

Im Büro steht mein Quasi-Notebook (quasi deshalb, weil es seit seinem Erwerb in einer Dockingstation steht und an externer Tastatur und Monitor hängt, also nie wirklich als Notebook genutzt wurde). Auf dem läuft immer noch Windows Vista, und eine Migration war nie eine wirkliche Option, denn nur auf diesem Gerät läuft mein Bankzugang. Updaten auf Windows 7 war deshalb mir immer zu krtitisch, und Banking auf einem meiner "echten" Notebooks keine Alternative.

Ich hatte mir schon lange vorgenommen, mal einen der "alten" Desktops mit Windows 7 zu installieren und einfach zu probieren, wie stabil das - aus meiner Sicht grottig programmierte - Internetbanking der SEB und Deutschen Bank funktioniert. Allerdings: Der in Frage kommende Desktop zeigte in der Vergangenheit so den einen oder anderen Aussetzer... Risiko also, dass Installation und Einrichtung für die Katz wären. Lange Rede, kurzer Sinn: ich hab´s immer weiter vor mir her geschoben.

Und dann der Sonntag: beim ungeplanten Bummel durchs verkaufsoffene Krefeld laufe ich beim Kaufhof ganz unbedarft in einen HP TouchSmart hinein: 20 Zoll-MultiTouchdisplay unter Windows 7. Hmmh: Windows 7? All in One? Und dann auch noch Touchscreen? Ich konnte einfach nicht widerstehen, zumal noch ein 5%-Gutschein winkte.

Nun ist er in zwei Abenden eingerichtet und an seinem Platz, und ich bin mehr und mehr begeistert. Und auch nicht. Begeistert, weil alles prima läuft (ja, auch das Banking), weil die Touch-Bedienung intuitiv und schnell ist, weil das Gerät bis in den letzten Zipfel durchdacht ist (wer integriert schon eine LED-Beleuchtung, die bei Bedarf die Tastatur beleuchtet, ins Gerät).

Und auch nicht, weil es meinem kleinen Geist schwer begreiflich zu machen ist, dass das Fingertippen auf ein Display zwar bei einem PDA und einem TouchSmart funktioniert,  bei einem normalen Notebook oder Monitor aber ausser Fingerabdrücke zu hinterlassen nichts bewirkt... :)

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Oa´grillt is´: the Highscore!

24. März 2010

Ha! Nachdem wir das vergangene Wochenende bei wunderschön warmem Wetter dazu verwendet haben, die Garentmöbel und die Terasse in einen sommertauglichen Zustand zu versetzen und dabei die Sonnenfenster gerade immer knapp verpasst haben, ist es heute soweit: Der persönliche Highscore ist geknackt!

Angegrillt haben wir gerade... und damit unseren persönlichen Rekord vom letzten Jahr um exakt 8 Tage eingestellt. Sauber... in 2012 gibt´s dann ein Silvestergrillen bei 22 Grad... :D

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In der guten alten Zeit...

5. März 2010

... war der Mann noch der mit dem Fell und der Keule und die Frau die schützenswerte Kreatur, die der starke Gatte schützen musste. Hach... heiles Weltbild!

Heute? Heute kommt der Mann nach Hause und findet die Frau mit dem Akkuschrauber tief in der Pumpe der Spülmaschine vergraben, um diese freizulegen und die Maschine wieder zum Abpumpen zu veranlassen.

Jetzt könnte man ja der Hoffnung erliegen, dass das der Maschine den endgültigen Todesstoss verpasse... Pustekuchen: Jetzt funktioniert sie wieder.

Und wer schützt mich jetzt vor dem breiten Grinsen der bEva?! Muss ich die Keule rausholen?! :-D

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Seattle 2010: Zusammenfassung

26. Februar 2010

Sorry... natürlich bin ich heile aus Vancouver und Seattle zurück, aber nach dem ersten Tag mit akutem Schlafdrang ist dann die Welt aussenrum wieder auf mich eingeprasselt mit den lieben Kollegen, die nur auf mich gewartet zu haben scheinen, einem kurzfristigen Buchprojekt und allem möglichen Kleinkram, den ich auf nach meine Reise geschoben hatte. Während der Reise selbst hatte ich die wichtigsten Stationen getwittert, darum hier einfach die Zusammenfassung:

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Miststück Teil 13, Gerätesterben im Hause Erle Teil 167

12. Februar 2010

Nee, wirklich, manchmal bin ich soooo müde. Wenn man eh noch alles Mögliche zu tun hat und es dann schafft, vor der Zeit fertig zu sein, dann ist das schön. In meinem Fall genug Zeit, in Ruhe alles für meine Seattle-Reise vorzubereiten. Und da ist so einiges zu packen: x mobile Geräte wollen geladen werden, der iPod muss bestückt werden, der e-Book-Reader braucht Futter, die Agenden und Unterlagen müssen ausgedruckt werden... und da passt es gar nicht, wirklich GAR nicht, wenn die Technik versagt.

Im akuten Fall war mir schon in den Tagen vorher aufgefallen, dass der Zugriff auf meine beiden Netzwerkfestplatten arschg langsam war. Als ich allerdings beim Kopieren einiger MP3-Dateien dann für 40MB zwei Stunden warten musste, war eine Grenze erreicht, die Aktion erforderte. Nun ist mein Netzwerk ein wenig komplexer aufgebaut (will nicht sagen ungeplant, denn das stimmt nicht). Im Ergeschoss kommt das DSL an, von einem LANCOM-Router gehen dann eine Leitung in den Keller an einen Switch, an den ehemals der Server, jetzt die Haupt-Netzwerkplatte und die PS/3 angeschlossen sind. Eine weitere Leitung schlängelt sich durch zwei Decken bis unter´s Dach in mein Büro, daran hängt dann wieder ein Switch mit allen relevanten Geräten: Netzwerkdrucker, die PCs und Macs, der WLAN-Accesspoint und die sekundäre Netzwerkplatte (die quasi als doppelter Boden die primäre - die eh schon RAID-gespiegelt ist - nochmal sichert und bei längeren Abwesenheiten im Tresor verschwindet).

Effekt war, dass die Platten mal extrem langsam (30K/Sekunde), manchmal nur schnarchend langsam (160K/s) waren und grössere Datenmengen nicht wirklich ohne Wutausbruch zu kopieren waren... aber nur auf den Macs: bei den Windows Rechnern war die Performance gut. Darum der erste Gedanke: Protokolle. Statt nun die Freigaben über Verknüpfungen zu nutzen, habe ich alle Macs umgestellt auf die Samba-Links (smb://<Freigabe>). Effekt: auf den ersten Blick schneller, auf den Zeiten genau so instabil wie die bisherige Lösung.

Zweite Idee: Per FTP auf die Platten: Siehe da, im ersten Moment schneller... auf den zweiten Blick zwar besser, aber bei weitem noch nicht akzeptabel. In der Zwischenzeit hatte ich die primäre NAS aus dem Keller geholt, oben angeschlossen, Kabel getauscht etc., und war der Verzweiflung nahe. So richtig greifbar wollte die Ursache nicht werden. Eher zufällig kamen dann so Kleinigkeiten zusammen wie "Warum hat das Macbook mit dem Kabel, mit dem es immer im LAN war, keinen Link mehr?" - "Warum erreiche ich den WLAN-Accesspoint nicht oder nur langsam, auch wenn das WLAN selbst funktioniert?". Ein Telefonat mit dem besten Herrn Lose konkretisierte das ganze, und auch wenn er mir nicht glauben wollte, dass es fast nur der Switch sein konnte, war seine Idee der Durchbruch: Einfach das Kabel vom Router im Erdgeschoss direkt in den Accesspoint zu stecken und NICHT über den Switch zu gehen. Denn plötzlich war dieser erreichbar, konfigurierbar und schnell.

Heute dann in einer Nacht-und-Nebel-Aktion zwei 8 Port Linksys-Switche gekauft und angeschlossen: Voila... auf den verkabelten Geräten 10-12MB/s, auf den WLAN-Geräten 2-3MB/s. Danke, lieber Switch. Danke für den befriedigenden Moment, an dem 10 Kilo Hammer Dein Gehäuse reissen liessen, danke für die glückselige Stille, nachdem Deine Platine geborsten war. MISTSTÜCK! :-D

PS1: Wer sich jetzt fragt, warum das Problem bei den Windows-Geräten nicht auftrat: Die waren im WLAN und damit unter Umgehung des Switches direkt am primären NAS... :-(

PS2: Wer jetzt denkt, die Installation der neuen Switche wäre reibungslos abgelaufen: Mitnichten... plötzlich war kein Internet da. Lag einfach daran, dass der erste RJ45-Port im Switch der Uplink.Port zu einem anderen Switch war... und in dem steckte das Hauptkabel... :-(

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Lebenszeichen

8. Februar 2010

Jahaaa... mich gibt´s noch! Aber irgendwie waren die vergangenen Wochen ein einziger Hindernisritt auf einem Pony, dessen Hafer zu viel Mohn enthielt.

Angefangen mit meinem Quasi-Unfall, der mich neben Reifen und Felge leider auch ein Stück Ego gekostet hat, denn meine Unfallgegnerin leidet nach Angaben ihrer Versicherung gerade an einer akuten Realitätsverzerrung, was den Ablauf und die Schuld betrifft. Die ganze Klärung von Abdeckung über die Rechtschutzversicherung, Zusammenstellen der Unterlagen für den Anwalt etc. hat schon mal gut Zeit gefressen.

Dann ist es natürlich nicht so, dass ein neues Auto gleich so funktioniert, wie es soll... Im aktuellen Fall hatte ich extra ein iPod-Adapter aus dem Zubehörkatalog einbauen lassen, und mich versichert, dass die Wiedergabe über das Multifunktionslenkrad steuerbar und die Titel auf dem Bord-Display ablesbar sind. Naja... nicht ganz. Eigentlich auch nicht mal nahe dran... :D

Bei der Abholung fiel als erstes auf, dass weder Titel noch sonst etwas im Infodisplay des Fahrzeugs erschienen, sondern nur „EX01 – TR001“... im Handbuch nachgesehen relativierten sich die Aussagen über die Funktionalität erheblich: Zum einen können nur 6 Wiedergabelisten angesteuert werden (namens EX01 bis EX06, man muss also wissen, welche Wiedergabeliste an welcher Position steht), zum anderen wird auch dann nur die Titelnummer angezeigt (TR001 bis TRirgendwas). Hinzu kommt, dass der iPod nicht manuell bedienbar wäre.

Das alles führte zu einem „dann sollen sie den Driss wieder rausnehmen und den Standard-AuxIn als Klinkenbuche wieder reinsetzen)“ und die Umsetzung hätte Zeit gehabt. Wenn nicht... ja wenn nicht der komplette linke Tastenblock des Lenkrads, seines Zeichens Steuerung des Bordcomputers und der Audioanlage, komplett ohne Funktion gewesen wäre. Wieder zurück zum Händler konterte der gerufene Meister trocken: „Hmmmh... beim Anschließen des iPod-Adapters musste ich einen Stecker an der Anlage rausnehmen... das könnte der vom Lenkrad gewesen sein. Das Gesicht der Händler war Geld wert... :-D

Also alles wieder umbauen lassen und mit der Denksportaufgabe, wie denn nun der iPod einzugliedern sei, weitergefahren. Nach langem hin- und Herüberlegen sieht´s jetzt folgendermaßen aus: Ein iPod Touch (der wegen seines großen Touchscreens bequem bedienbar ist) als MP3-Player in der TomTom-GPS-Halterung, von deren Aux-Ausgang geht ein Kabel in den AuxIn der Anlage (sowohl Stromversorgung als auch das Audiokabel gehen direkt neben der Halterung unter die Armatur und werden ab da nicht mehr gesehen).

Da dieser Platz eigentlich für das Navi vorgesehen war, läuft auf dem Touch der Navigon Mobile Navigator 7 (der hervorragend mit der TomTom-GPS-Halterung funktioniert), denn der kann auch parallel MP3s spielen und Navigieren.

Gestern abend dann – nach einer längeren Fahrt der bEva und dem Zwischenkommentar „Ich muss mal eben Radio hören wegen der Verkehrsnachrichten“ war das Ganze noch optimierbar: Der iPod Touch hat ja nun keine GSM-Einheit und damit keinen Zugang zu Verkehrsdaten. Aber er hat WLAN... und mein Standard-Telefon, der HTC HD2, einen WLAN-Router integriert. Also kurzentschlossen für den Touch das Traffic-Paket gekauft, das Gerät mit dem WLAN des HD2 gekoppelt und schon hat´s auch aktuellste Verkehrsnachrichten für die Navigation. Bei der bEva auf dem Treo Pro den WMWifiRouter installiert und dessen Netzwerk ebenfalls mit dem Touch gekoppelt: Fertig... :-D

In der Summe aber eine Menge Denken, Ausprobieren und Konfugurieren... also Zeit.

Und zu guter Letzt meinte dann auch noch die Stereoanlage im Wohnzimmer, sich verabschieden zu müssen. Nach guten 8 Jahren durchaus nicht unberechtigt, aber trotzdem ärgerlich. Und das Einrichten der neuen Anlage war auch mal wieder eine „mal eben“-Aktion. Steckerinkompatibilitäten der alten und neuen Boxen und der Ausgänge an altem und neuen Receiver waren dann Samstags-Spass letzter Woche.

Aber nun läuft alles... noch. :-D

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Hütchenspiele mit Autos

29. Januar 2010

Momentan herrscht die Ruhe vor dem (Mobile World Congress-) Sturm, darum ist es auch hier ein wenig stiller. Nichts desto Trotz waren die vergangenen Tage ereignisreich... wie schon im letzten Post beschrieben steht das neue Auto an. Das allerdings gestaltet sich in der Umsetzung ein wenig komplexer als bei normalen Menschen... :-)

Vergangenen Freitag bin ich mit dem alten Wagen gen Händler (immerhin gute 80km von uns entfernt, ist halt historisch gewachsen) gefahren und habe diesen über das Wochenende gegen den neuen getauscht (den Wagen, nicht den Händler!). Ich verlass mich doch nicht auf das Urteil der bEva alleine! :-D

Am Dienstag dann wieder mit dem neuen Wagen zum Händler zurück, um vertraglich alles in trockene Tücher zu bringen. Und da gings dann los: Momentan haben beide Wagen hübsche Kennzeichen: der der bEva LE-247 (für Lukas Erle,  am 24.7. geboren) und der meine NE-210 (Niklas Erle, am 2.10. geboren). Uns war im Vorfeld klar, dass wir uns eine Alternative überlegen mussten, bis der Händler trocken meinte: "Ist doch kein Problem, wir melden den alten ab und den neuen gleich mit dem selben Kennzeichen an... das geht mittlerweile!" 

Prima Idee, zugegeben aber komplexe Umsetzung: Statt den alten mitzunehmen (der ja abgemeldet in Krefeld nicht mehr auf die Strasse kann) oder den neuen mitzunehmen (der ja noch einige "Umbauten" vor sich hatte) musste ich einen weiteren Leihwagen nehmen. Und da stand ich nun (siehe Titel):

Links der alte, noch voll mit Prüll und Kram (wer mit kleinen Kindern unterwegs ist, der kann den Zustand der Rücksitzbank und des zugehörigen Fussraumes erahnen... :-), in der Mitte der neue, mit dem Kram der letzten Tage und auf der anderen Seite Dingen, die drin bleiben mussten (z.B. das Navi-Datenkabel, was fest eingebaut werden sollte) und rechts dann der neue temporäre Leihwagen, in den alles musste. Aaaaargh... es hat mich intellektuell überfordert! :-D

Heute wird der Zulassungswechsel gemacht, Montag haben wir ihn dann. Ich vermute, dass das der geistigen Stabilität der Kleinen ganz gut tut, der musste sich morgens auf dem Weg zum Kindergarten immer wieder an ein neues Auto gewöhnen:

Freitag: alter Mazda 5

Dienstag: neuer Mazda 6

Mittwoch: neuer Mazda 5

Donnerstag: Golf VI (Leihwagen der Firma für eine Dienstreise)

Armes Kind... :-D

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Wer weiss, wofür es gut ist...

26. Januar 2010

... war einer der Lieblingssprüche meiner Oma. Und so doof der in einer ärgerlichen Situation im ersten Moment auch ist, so sehr hat er sich in der Vergangenheit immer wieder bewahrheitet.

So auch gerade mal wieder: Am vergangenen Donnerstag (kurz hatte ich es ja getwittert) erwischte mich eine unaufmerksame Autofahrerin bei einem suizidalen Spurwechselversuch bzw. liess mir keine andere Möglichkeit als auf den Bordstein auszuweichen... was mich den vorderen linken Reifen und die Felge kostete  (siehe auch dieses Foto). Naja... und da die Felgen spezielle Mazda-Felgen waren, und ich nicht vier, sondern eine neue brauchte, ging der Wagen wie immer zu unserer Vertragswerkstatt.

Und neben der Tatsache, dass wir seit X Jahren dort Kunde sind, die letzten 7 Fahrzeuge (inkl. zweier Zweitwagen für die bEva) dort gekauft haben und in jeder denkbaren Situation mit der adäquaten Lösung versorgt werden, sind die Damen und Herrn von Blendorf ja Füchse. Ein Leihwagen für die Stunden des Werkstattaufenthaltes war am Abend vorher noch "Schwierig, wahrscheinlich bringen wir Sie nach Recklinghausen" (zur Oma), am Morgen dann plötzlich stand einer zur Verfügung. Ganz zufällig ein Mazda 6 Kombi, ganz zufällig das Modell, was ich seit ungefähr anderthalb Jahren mit schmachtenden Blicken bedenke, und ganz zufällig der Vorführwagen, der ganz zufällig gerade zu verkaufen wäre. Hah! Zufällig! Nachtigall, ick hör Dir trapsen! :-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Angefragt, durchgerechnet, zugesagt. Restschuld und Restwert des alten heben sich nahezu auf, der neue ist auf Grund der momentanen Krise stark reduziert... passt. Und dank der momentan nahe dem Silverpreis liegenden Stahlpreise gibt´s dann gar Alufelgen für die Winterreifen. Nobel, Welt, zugrunde... :-D

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Banquo oder: Was eine SMS bewirken kann...

11. Januar 2010

Ich bin seit jeher ein ausgesprochener Fan von Shakespeare. Nein. Das ist kein Hardwarehersteller, sondern ein englischer Schriftsteller... :-D Es gibt wenige Schriftsteller, die alleine mit der Macht der Worte so machtvolle Bilder heraufbeschwören können, und die die Grenzen zwischen Komödie, Tragödie und Drama so fliessend ineinander übergehen lassen. Mein "Shakespeare - The Complete Works" hat einen Ehrenplatz im Regal.

Und manchmal (es mag daran liegen, dass ich gerade "Die Shakespeare-Morde" lese, übrigens sehr empfehlenswert) deucht es mich, dass der Gute aktueller denn je ist. Heute beispielsweise war einer der Macbeth´schen Momente:

Auch ich habe eine dunkle Vergangenheit. Ein Nokia, ein E71, um genauer zu sein. Und im Setup-Prozess meldet man sich bei My Nokia an, einem SMS-Informationsservice. Vor einigen Wochen habe ich das E71 endgültig ad acta gelegt und keinen Gedanken mehr daran verschwendet.

Heute dann riefen die Geister der Vergangenheit mich... wie Banquo, dessen Geist Macbeth nach dem von diesem befohlenen Mord beim Abendessen erscheint: Mein HTC HD2 vibriert, und als ich eine Mail erwarte, erwartet mich eine SMS... "My Nokia: Wussten Sie schon..."

Beängstigend... :-)

Avaunt! and quit my sight! let the earth hide thee!

Thy bones are marrowless, thy blood is cold;

Thou hast no speculation in those eyes

Which thou dost glare with!

(Act 3, Scene IV)

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Neidischmachpost: Seattle 2010

1. Januar 2010

Nachdem ich gerade meine offizielle Mail von Microsoft bekommen habe und mein MVP-Status auch für 2010 bestätigt ist, ist mir nach Neidischmachen... :-D Der diesjährige MVP Summit findet vom 16. bis 19. Februar 2010 (wie immer in und um Seattle) statt. Und wie immer machen Christian und ich uns ein feines Rahmenprogramm.

Rückblende:

2008 war es der Besuch des NBA-Matches der Seattle Supersonics gegen die Dallas Mavericks (mit Dirk Nowitzki) klick.

2009 hatten wir dann den Mut, uns ins El Corazon zu wagen und uns 7 Death Metal Bands anzuschauen klick.

Wobei der Fun-Effekt bei letzterem noch höher war... :D

Dieses Jahr hatte ich dann das erste Mal meinen Flug nach Seattle schon Monate vor der Renominierung gebucht (Microsoft nominiert die MVPs immer quartalweise für ein Jahr, bei mir eben immer im Januar). Ein Risiko, dass ich mir sonst gespart habe... aber ein Großereignis in der Nähe warf seine Schatten voraus und hatte potentiellen Einfluss auf die Ticketpreise: Die Winterolympiade 2010 in Vancouver, quasi vor den Türen von Seattle. Gerade nochmal kontrolliert: Die Frühbuchung hat mir zumindest knappe 100 Euro gespart.

Zwei kranke Hirne, ein Gedanke: Da müssen wir hin! Vancouver ist mit dem Wagen knappe 3 Stunden von Seattle entfernt. Und passenderweise gab es in dem in Frage kommenden Zeitraum tatsächlich auch eine Veranstaltung, die von nationalem Interesse ist: Das Eishockey-Vorrundenspiel Deutschland - Weissrussland. Die Bestätigung der Tickets haben wir bereits, die Papierversion kommt Ende Januar... :-D

Naja... aber ohne Konzert wollten wir dann auch nicht sein... und da bot es sich förmlich an, Tickets für das Bon Jovi-Konzert am Abend vorher in der Seattle KeyArena zu bestellen... :-D

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Call of Duty 6: Modern Warfare 2

30. Dezember 2009

Das sind Dinge, die nicht einmal die bEva begreift, und die ist schon Kummer gewöhnt: Mit schöner Regelmässigkeit kommt am Ende eines Jahres ein weiterer Teil der Call of Duty-Reihe von Infinity Ward auf den Markt, und wie immer "spare" ich mir den für die Weihnachtsferien auf. Denn dann habe ich Zeit und Ruhe und kann auch mal eine Nacht ein wenig länger spielen.

Im Keller, auf einer 2,47m-Leinwand, mit einem HD Beamer und einer ordentlichen Surround-Anlage. Licht aus, Konsole an, und los geht´s. Die Kombination von Technik und der immer weiter zunehmenden Fähigkeit, beeinflussbare, filmreife Action auf einer NextGen-Konsole darzustellen schaffen eine Realitätsnähe, die beinahe beängstigend ist. Man ist "mitten drin statt nur dabei", die Schüsse fliegen aus allen Richtungen um einen herum, die Granaten explodieren direkt HIER (wer den Spruch "Sie wurden von einer Granate getötet. Achten Sie auf die Granatenwarnung!" erfunden hat, mit dem würde ich gerne mal im Dunkeln... aber lassen wir das. 3D-Shooter machen nicht aggressiv! :-D ).

Und gerade bei CoD6 sehe ich schon die Moralapostel das kollektive Erheben proben, um beim nächsten Amoklauf den gichtgeplagten Zeigefinger aus der Nase zu nehmen und zu predigen: "Seht Ihr, liebe Kinder? Gewaltspiele gehören verboten!!!". Die viel zitierte Flughafenszene, in der Zivilisten niedergemetzelt werden (in der deutschen Version zumindest soweit entschärft, dass der Spieler, so er einen Zivilisten trifft, aus dem Level geworfen wird, und in allen Sprachversionen kann man diese Mission überspringen), aber auch die eine oder andere Hinrichtung, die man durch die Augen des Delinquenten erlebt sind - gelinde gesagt - nichts für schwache Nerven. Grenzwertig, keine Frage. Nichts für Kinder (darum ist CoD6 auch erst ab 18, nicht aber indiziert!), ebenfalls klar.

Ich spiele seit sicherlich 20 Jahren (neben vielen anderen Genres) Spiele wie dieses, angefangen vom ursprünglichen Castle Wolfenstein auf einem Apple II, über die diversen Dooms, Quakes, Unreals bis hin zu der CoD-Serie erst auf dem PC, dann auf diversen Konsolen.

Ich muss mich anstrengen, mich an meinen letzten Amoklauf zu erinnern... ich glaube, das waren Stinkbomben im Musikunterricht irgendwann in der Mittelstufe.

Im Ernst: ich will mich keinesfalls über Winnenden, Erfurt und wie sie alle heissen lustig machen: Schlimm, grausam, beängstigend. Aber ich wehre mich vehement dagegen, dass sich die Politik mit einem "Das sind die Gewaltspiele schuld!" aus der Verantwortung zieht. Es ist einfach, nicht die gesellschaftlichen Missstände, die zunehmende Verrohung und den Zerfall des allgemeinen Wertesystems zu betrachten und dagegen zu wirken, man identifiziert schnell einen Grund, der dem BILD-gewordenen, trägen Deutschen Michel einsichtig erscheint: Die Gewaltspiele sinds!

Sind die Millionen, die damals "Moorhuhn" gespielt haben, dann auch im wahren Leben Tierqüaler? Pornokonsumenten Vergewaltiger? BILD-Zeitungsleser dann auch Vollpfosten? Die Diskussion ist müssig...

Ich jedenfalls danke Infinity Ward für ein weiteres Meisterwerk, das mich bestens unterhalten hat und sicherlich noch weiter wird. Wer CoD6 spielt: Durchhalten, und vor allem die Endcredits bis zum Ende schauen: Genial!!!

Ich geh jetzt ins Bett... und schlafe garantiert ruhig und gut... :D

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Song of the Day: Sieges Even - Unbreakable

23. Dezember 2009

Es gibt Songs/Passagen, in denen man ertrinken kann... für mich im Moment die leider an den eigenen Egos gescheiterten Sieges Even:

Tonight I'm drilling holes

Into the blueprint in my chart

To drain the liquid shades of gray

That run like rivers from my monument

To reach the core to breathe again

Find the long lost words

My credo and my curse:

"We few, we happy few"

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Avatar: Ein Muß!

23. Dezember 2009

Avatar? Stimmt, da hatte ich einen Veriss des ach so hoch gelobten Videospieltitels gelesen... wieder Geld gespart. Ach... einen Film gibt s auch dazu? Na toll, der kann ja nix taugen. Mein Weltbild ist einfach... :-)

Nachdem aber am Wochenende gleich drei Freunde unterschiedlicher Herkunft im Film waren und allesamt überwältigt waren, habe ich grollend nachgegeben... und da es sich mittlerweile eingebürgert hat, dass ich am 22. oder 23. mit dem Großen ins Kino gehe, damit die bEva den Weihnachtsmann beim Verpacken unterstützen kann, passte das.

Gottseidank... denn dieser Film ist - wenn man ihn in der 3D-Version anschaut - unglaublich. Die Handlung an sich ist nichts anderes als "Der mit dem Wolf tanzt" in 2154, die Schauspieler (allen voran die unverwüstliche Sigourney Weaver) gut, aber nicht überragend. Alles in allem wäre er in 2D in Ordnung gewesen, dieser Beitrag aber weit weniger euphorisch.

In 3D allerdings bekommt der Film (sorry für den Wortwitz) eine Tiefe, die ich noch nicht gesehen habe. Man sitzt eigentlich 160 Minuten mit offenem Mund da, und jeden Moment kommt ein neuer Hammer: Die einem entgegenfliegenden Blätter, die Flugsaurier, die so dicht über einen hinweg fliegen, dass ein ganzes Kino kollektiv den Kopf einzieht, die Flora und Fauna, die so konsistent ist, dass sie trotz ihrer blau/violett/rosa-Färbung nach wenigen Minuten einfach nur echt wirkt: Genial.

James Cameron hat mit Technik ein Meisterwerk geschaffen. Meine Meinung: Wer nur halbwegs auf eine etwas futuristische "Kapitalisten gegen Indianier, Indianer schlagen zurück"-Geschichte steht: Reingehen. Am besten zweimal.

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Nokia Night of the Proms 2009 Oberhausen

2. Dezember 2009

Ich gebe zu, dass ich extrem gespannt war. Zwei gute Freunde von mir sind NOTP-Veteranen und bereits viele Male dort gewesen (2009 jährt sich der deutsche Teil der Tour zum 15. Mal). Ausschlaggebend für mich war die Tatsache, dass dieses Jahr Roxette Headliner waren, in den ersten öffentlichen Konzerten nach der Erkrankung der Sängerin. Mein Musikgeschmack, der eher der heftigeren Sorte zuzuordnen ist (die bEva klassifiziert ihn gerne als „Lärm“) sorgte bei dem einen oder anderen für ungläubiges Staunen: „Klassik?! DU?!?!“. Hey, ich bin flexibel... :-D

So kamen wir dann an der König-Pilsener-ARENA an, glücklicherweise dank einem Rest Ortskenntnis schnell aus dem Parkplatzstau hinaus auf einen optimalen Parkplatz, und waren pünktlich mit Luft da. Die ersten Stücke des klassischen Orchesterteils Il Novecento mit Unterstützung des Chors Fine Fleur waren Klassik pur, allerdings in einer Klangqualität, die bemerkenswert war: Sehr sauber, die Instrumente klar trennbar, und in einer Lautstärke, die nur als absolut angenehm zu bezeichnen ist. Eine Setlist gibt es am Ende dieses Beitrags nach dem Klick auf „Weiter“ (ich will niemandem die Spannung verderben), darum hier nur allgemeine Anmerkungen:

Die größte positive Überraschung: Christina Stürmer. Ich habe viele Live-Konzerte unterschiedlicher Musikrichtungen gesehen, von Newcomern mit nur begrenzter Bühnenerfahrung bis hin zu gestandenen Haudegen, aber selten bin ich so überrascht worden. Trotz ihrer wenigen Lenze hat die Frau eine Bühnenpräsenz, die gigantisch ist. Gestik, Mimik, Stimme, alles in allem absolut klasse. Und ich schäme mich nicht, dass ich zwischendrin tatsächlich Gänsehaut auf dem Rücken und Tränen an der Unterkante hatte...

Auch Heaven 17, die Anfang der 80er mit Temptation und Let me go veritable Hits in Deutschland hatten, danach aber eher nicht mehr in Erscheinung traten, waren eine positive Überraschung: Als erklärter Fish-Fan habe ich öfter erlitten, wie die Stimme „im Alter“ nachlassen kann, hohe Töne zur Qual (für Interpreten und Zuhörer) werden können, aber Sänger Glenn Gregory beweist, dass dies nicht zwangsweise so sein muss. Okay... nicht unbedingt meine Musik, in der Kombination mit dem Orchester aber wirklich nett.

Alan Parsons ist ein „alter Bekannter“ bei der NOTP, ein wenig aus der Form gegangen (jajaja! Ich auch...), stimmlich nicht mehr ganz auf der Höhe, dafür mit Unterstützung eines zweiten Sängers gut abgefedert. Der Auftritt hat mich zumindest dazu gebracht, meine „Eye in the Sky“-CD wieder aus dem CD-Regal zu entstauben.

Manchmal sind es die kleinen, dem Mainstream-Publikum eher unbekannten Interpreten, die die grösste Überraschung sind: Die Katona Twins sind – wie der Name schon sagt – Zwillinge, die klassische Gitarre spielen und dafür mit Preisen überhäuft wurden. In jungen Jahren selbst mit zwei Jahren Ausbildung an diesem Instrument versehen habe ich durchaus Respekt für Spielgeschwindigkeit und Virtuosität, auch wenn das erste Stück nicht meinem Geschmack entsprach. Dann allerdings kamen so einige Rock-Hits mitten hinein, und das war mehr als bemerkenswert... Nirvana´s „Smells like Teen Spirit“ mit Orchester und klassischer Gitarre muss man einfach gehört haben!

John Miles, „Musical Director“ der NOTP seit vielen Jahren und unvergessen für seinen Hit „Music“ (der inoffiziellen Hymne der NOTP) steht für sich selbst. Für seinen Facettenreichtum (siehe Setlist) der Stücke und vor allem die Sau, die er zwischendrin an der Gitarre rausgelassen hat: Respekt! Tja, und dann der „Hauptact“ des Abends: Roxette. Erschreckend, wie alt beide geworden sind (ein Blick in den Spiegel hat mich dann überzeugt, dass die Zeit nun mal nicht stehen bleibt). Faszinierend, wie die ersten Töne eine Halle zum Rasen bringen. Sitzplätze? Wofür?!

Textpatzer von Marie, das teilweise ein wenig schwammige Klangbild (weil eben die gesamte Band dabei war), schnurzegal: Roxette is back! Meine Erwartungshaltung war eher neutral, im Sinne von „mal gesehen haben“. Drei Stunden Nettospielzeit (plus eine halbe Stunde Pause) später kann ich kein besseres Fazit ziehen als: 28.11.2010, Oberhausen König-Pilsener-ARENA, Block 2, Reihe N, Plätze 7 und 8. Gebucht!

Vorsicht: Setlist-Spoiler!

Il Novecento  Also sprach Zarathustra - Nox Argentea  2009 

Il Novecento  Allegro con spirito (Haydn)  1795 

Katona Twins  Scarlatti´s Metamorphosis  1721 

Christina Stürmer  Ich lebe  2003 

Christina Stürmer  Mama (Ana Ahabak)  2005 

Il Novecento  Blumenwalzer (Tschaikowski)  1892 

Heaven 17  Let me go  1982 

Heaven 17  Come live with me  1983 

Heaven 17  Temptation  1983 

Il Novecento  Schwedische Rhapsodie Nr.1 op.19 (Alvén)  1903 

Roxette  Wish I could fly  1999 

Il Novecento  Ouvertüre Dichter und Bauer (von Suppé)  1936 

Alan Parsons  Sirus / Eye in the sky  1982 

Alan Parsons  Silence and I  1982 

Alan Parsons  Games people play  1981 

Pause       

Il Novecento  Le carnaval romain (Berlioz)  1843 

Katona Twins  Sweet bad black or white spirit Medley  1985 

Il Novecento & Katona Twins  Die diebische Elster 2009  1817 

Katona Twins & John Miles  Stairway to heaven  1971 

Christina Stürmer  Engel fliegen einsam  2005 

Il Novecento  Advent Rising Suite (Tallarico)  2005 

John Miles  If I could  1993 

Il Novecento  Bolero (Ravel)  1928 

Roxette  The look  1989 

Roxette  It must have been love  1990 

Roxette  Joyride  1991 

Roxette  Listen to your heart  1989 

Il Novecento  Land of hope and glory  1907 

John Miles  Music  1976 

Il Novecento  Music reprise  1976

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Bitte, liebe Presse...

26. Juni 2009

... haltet doch einfach das Maul. Eure Verlogenheit widert mich an, Euer Mitgefühl, Eure nölige Betroffenheit verursacht mir Sodbrennen.

Jahrelang war Michael Jackson für Euch der Arsch vom Dienst, der Pädo auf seiner Ranch, die Weissnudel, der lächerliche Wicht. Und da kann man sich sicherlich streiten oder - zumindest teilweise - mitlästern. Jetzt ist er tot... und Ihr alle seht die schnelle Story, das medienwirksame, auflagenfördernde Thema. Meinethalben auch die erzwungene Notwendigkeit, mit der Meute zu weinen. Aber das ändert nix an der Nervigkeit.

Offen gestanden geht es mir am Arsch vorbei ist mir Michael Jackson´s Tod - abgesehen davon, dass der Tod eines Menschen immer für irgendjemanden den Verlust eines geliebten Menschen und damit Schmerz und Trauer bedeutet - relativ egal. Aber ich habe die Nase davon voll, mir das Mittrauern aufoktruieren zu lassen, durch Sondersendungen, durch Leitartikel, Playlists...

Ganz ehrlich: Tot oder nicht tot: Seine Musik macht es nicht besser... Ruhe in Frieden, Michael J., aber bitte: RUHE!!!

Und, liebe Zensursula: Ob des Pädo-Hintergrunds: Wie wäre es denn mit einer Sperre für alle Seiten, die sich mit ihm beschäftigen?! :-D

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Eine neue Liebe

21. Juni 2009

Das ist sooooo selten... Ich bin schnell begeistert von einer Cd, aber wenige schaffen es über die ersten Wochen. Und dass dann noch die Vorgänger-CDs noch besser sind, hat eine Wahrscheinlichkeit nahe Null.

Geschehen gerade bei Dredg. Reinhören, am besten in die Live-CD, die ein Best of der ersten drei Alben darstellt!

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Die wirrsten Käufer Teil 5

16. Juni 2009

Lange her, dass ich diese Serie begonnen hatte. Gestern aber wieder ein potentieller Kandidat.

Ich habe damals im Kino mit einer gewissen Freude "Transporter" geschaut (hirnloser Prügelfilm sagen die einen, feinsinniges Drama um den Sinn von Aggressionstherapien die anderen). Teil 2 kam, dann Teil 3. Nun kann man sich solche Filme später noch einmal anschauen, aber allzuoft tut man´s nicht, also: Kaufen, sehen, wieder verkaufen.

Gestern erreicht mich folgende Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe bei Ihnen über Amazon den DVD Titel Transporter 3 gekauft.

Leider ist die DVD nicht abspielbar. Weder der DVD Player noch der PC konnte die DVD lesen. Ich habe den Eindruck, dass auf der DVD überhaupt kein Inhalt ist.

Ich bitte um schnelltsmögliche Klärung.

Mit freundlichen Grüßen

 <Name der Redaktion bekannt>

Rechtseanwalt

Fassen wir zusammen:

1.) Ich habe die DVD "Transporter 3" niemals besessen, folglich auch nicht verkauft.

2.) Der Absender hatte bei mir lediglich "Transporter Triple Feature" als Boxset mit allen drei Blu-rays (!!) gekauft.

3.) Und bevor jetzt jemand sagt "Depp, ´ne Blu-ray im DVD-Player geht nicht!": Stimmt, allerdings war das Set auch erst am Samstag zu hermes gegangen und damit zum Zeitpunkt der Mail unzweifelhaft noch gar nicht zugestellt, die Blu-ray konnte also den Weg in seinen DVD-Player noch gar nicht gefunden haben.

WTF?!

Die Frage, warum sich jemand manuell unter den Namen schreibt, dass er Rechtsanwalt ist, in dieses doch so simple Wort dann auch noch einen Rechtschreibfehler einbaut (s.o) und damit dann vermeintlich seiner Reklamation höheres Gewicht verleiht, und dann auch noch auf meine freudliche Erklärung obigen Sachverhalts nicht mal die Chuzpe hat, kurz mit "Ooops, vertan" zu antworten, wird sich mir wahrscheinlich nicht mehr erschliessen... :-)

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Frohe Ostern!

12. April 2009

Immer wieder schön: Marillion´s Easter....

A ghost of a mist was on the field

The grey and the green together

The noise of a distant farm machine

Out of the first light came

A tattered necklace of hedge end trees

On the southern side of the hill

Betrays where the border runs between

Where Mary Dunoon's boy fell

Easter here again, a time for the blind to see

Easter, surely now can all of your hearts be free

Out of the port of Liverpool

Bound for the North of Ireland

The wash of the spray and horsetail waves

The roll of the sea below

And Easter here again, a time for the blind to see

Easter, surely now can all of your hearts be free

What will you do?

Make a stone of your heart?

Will you set things right?

When you tear them apart?

Will you sleep at night?

With the plough and the stars alight?

What will you do?

With the wire and the gun?

That'll set things right

When it's said and done?

Will you sleep at night?

Is there so much love to hide?

Forgive, Forget

Sing "Never again."

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Rock´n Roll Teil 2: Pink, Westfalenhalle, Dortmund

10. April 2009

Es gibt so die alten Hausmittelsprüche: "Wenn man am wenigsten Lust hat, wird´s am schönsten" hat schon meine Oma gesagt, meine Mutter zitiert es gern, und selbst die bEva hat diese (Un-) Sitte übernommen. Sei´s drum... meistens haben sie alle Recht... :-)

(Anklicken für die große Version)

Als meine Schwägerin im letzten Jahr schonmal vorsichtig ihren diesjährigen Osterurlaub bei uns plante, kam so nebenbei eine dieser Fragen, die auch ein unsensibler Holzklotz wie ich nicht wirklich falsch verstehen kann: "Ach übrigens... am 8. April ist P!nk in der Westfalenhalle... ist doch um die Ecke...". Okay. Geschrieben ist da wenig von einer Frage zu sehen, die am Ende des Satzes signifikant in die Höhe gehende Stimmfarbe kann ich nicht schriftlich reproduzieren... :-) Kurz überlegt, Karten bestellt und das Ganze als kombiniertes Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk deklariert.

Ich gebe gerne zu, solche Sachen mache ich, speichere den Termin und ergehe mich in gnädigem  Vergessen... bis es dann fast soweit ist. Taktisch geschickt lag dann vorher das Dirk Darmstaedter-Konzert und für mich ganz klar: Das kleine feine (Dirk) wird das grosse, monumentale ausstechen. Nützte aber nix... als pflichtbewusster Schwager musste ich da durch. Okay. Ich hätte fast auf Pflicht und bewusst gesch..., als wir um 18:00 an der Westfalenhalle waren und uns am Ende einer sicherlich 400-500 Meter lange Schlange hinten anstellen durften. Sind die bekloppt?!?! Es REGNETE! Grrr...  Egal. Nach anfänglichen Befürchtungen, selbst den Start des Konzerts nicht in der Halle zu verbringen waren wir gegen 19:30 dann endlich drin... und damit immer noch über 100 Minuten zu früh. P!nk betrat die Bühne erst gegen 21:15... und die Zeit dazwischen, in der sich der CVJM Manchester-Süd auf die Bühne verirrte und sich partout nicht von der Behauptung abbringen liess, er seit die Vorgruppe, blende ich mal aus.

Wobei: Wieso "die Bühne betrat"? Aus einer kleinen Kiste am Ende eines langen Stegs von der Hauptbühne in die Mitte der Halle schwebte sie ein, und startete damit einen Effekt und Actionreigen, wie ich ihn in meiner nun mittlerweile langen und intensiven Konzertkarriere noch nicht erlebt habe. Und obwohl ich das meist als "Effekte lenken von der Schwäche in der Performance oder der Stimme ab" abtue, muss ich heute neidlos anerkennen, dass das Gesamtpaket einfach gestimmt hat. Die Frau kann live singen (und das tut sie, die Phrasierung, die Variationen der Vocal Lines sind so deutlich, dass kein Playback das decken kann), sie hat eine Bühnenpräsenz, die vom Allerfeinsten ist, und sie wickelt das Publikum um den Finger, ohne dabei an Authenzität einzubüssen. Hut ab.

Natürlich würde ich nie zugeben, dass es mir gefallen hat, aber Ihr sagt es doch nicht weiter, oder? :-D

Natürlich gab es auch Nebenhighlights: Die Zwerglesbe untergroße Frau gleichgeschlechtlicher Orientierung schrägdiagonal unter hinter mir, die wirklich die ganze Zeit bis zum Start des CVJM Manchester-Süd in einem fort nölte "Ich seh nix..." "Boah, ich bin zu klein..." "Na toll, da seh ich ja auf der Leinwand mehr" <ich erspar Euch 16 Bildschirmseiten unterschiedlicher Formulierungen, die das selbe thematisierten>, dann aber bei der La Ola unbedingt mitmachen wollte. Wäre ich nicht politisch korrekt, dann hätte ich sie gefragt, warum zum Teufel sie diesen Wunsch verspürte? Bei der Grösse hätte das eh niemand gesehen?! :-D

Das Fazit kann ich nur im Bild formulieren:

(Für die Kurzsichtigen: Man achte auf das Datum ... und um noch kurz Windows Mobile-Content unterzubringen: Bestellt noch während des Konzerts mit meinem Treo Pro... und die Fotos sind auch damit gemacht! :-D)

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Rock´n Roll Teil 1: Dirk Darmstaedter, Blue Shell, Köln

9. April 2009

Oh ja... ich hatte es angedroht, ich habe es gemacht. Auch ohne vorreservierte Karten ins Blue Shell in Köln zu fahren und mir Dirk Darmstaedter anzusehen. Und wie habe ich diese Entscheidung genossen: Auch wenn das Blue Shell ein wirklich kleiner Club ist und vom Interieur... sagen wir mal ... gewöhnungsbedürftig ist, es hat eine Intimität, die der Art von Musik, die Dirk macht, noch zuträglich ist.

Das Konzert selbst: Wenn Ihr je die Möglichkeit habt, Dirk live zu sehen, ergreift sie. Wenn Ihr auf gute, handgemachte Musik steht, auf Interpreten, die hinter ihrer Musik stehen und dies aus jeder Pore ausschwitzen, dann ist Dirk Darmstaedter Pflichtprogramm.

Für mich persönlich spannend: Bisher war Ray Wilson Referenz im Hinblick auf "Entertainer"-Qualitäten (im Sinne von One Man Show musikalisch wie auch der Publikumsinteraktion). Auch wenn man die beiden musikalisch nicht vergleichen kann: vom Funken zwischen Publikum und Künstler ist Dirk mindestens gleichauf.

Checkt Dirks Seite für Tourdaten und mehr... und gönnt Euch mal einen Abend echter Musik abseits des Chartmülls!

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Erster Eindruck des Nintendo DSi

3. April 2009

Eine kleine Revolution wurde angekündigt, ein laues Lüftchen vermuten einige - zumindest nach den Spezifikationen. Der Nintendo DSi, Nachfolger des Nintendo DS und DS lite, ist vom Grundsatz her erst einmal das zweite Facelift der aktuellen mobilen Konsole des (einstigen?) Platzhirschen. Und genau da setzt die Kritik an: statt endlich ein neues Gerät (mit ggf auch neuen Modulen und neuen technischen Möglichkeiten) einzuführen, werden nur einige Änderungen vorgenommen.

Hier hake ich kurz ein: Fairerweise sollte man dabei nicht vergessen, dass auch Sony mit der Playstation Portable mittlerweile das zweite Facelift auf dem Markt hat, und deren Veränderungen sind wirklich marginal.

Neu hinzugekommen ist ein SD-Slot (der wiederum "auf Kosten" des Gameboy Advance-Slots eingebaut wurde, was nur für wenige ein Verlust sein dürfte), eine Innen- und eine Aussenkamera, ein leicht verändertes Gehäuse (auch hier war das Einsparen des GBA-Slots Voraussetzung). Natürlich wollte mein Grosser einen, hat wie ein Wilder und eisern darauf gespart (sodass ich wider meiner normalen Einstellung, dass alles erst erspart und dann erst gekauft werden kann, untreu geworden bin und einen kleinen Betrag vorfinanziert habe).  Tja, da habe ich halt einen vorbestellt, und da einer keiner ist, musste ich mir einen mitbestellen... :-D

Wie sieht aber der Unterschied für den Anwender aus? Lohnt sich der Umstieg? Oder ist der DSi nur für den Neueinsteiger/Käufer eines Ersatzgerätes interessant?

Mein Argument gegen PSP und DS war immer, dass die Displays zu dunkel sind. Drinnen fein, draussen kaum nutzbar, wenn die Sonne scheint. Und ich komme nun mal fast nur dazu, zu spielen, wenn ich im Urlaub bin oder im Garten sitze... da ist es hell. Definitiv: Punkt für den DSi:

Links der DSi, rechts der normale DS lite. Deutlich zu erkennen, dass das Display des DSi eine ganz andere Klasse ist und damit schon per se besser lesbar. In der Sonne verhält es sich ähnlich: Wo der DS lite fast unleserlich verdunkelt wird, kann man auf dem Display des DSi immer noch das Spielgeschehen so gut erkennen, dass man weiter spielen kann. Nicht ganz so gut wie bei einem reflektivem Display, aber endlich aussentauglich.

Sehr schön, dass endlich der Power-Knopf von dem ewig verdreckenden Schiebeschalter weg zu einem richtigen, geschützten Taster ersetzt worden ist!

Obiges Bild zeigt oben den DSi, unten den DS lite: ein wenig flacher ist er geworden, dafür breiter, was man am folgenden Bild sehen kann:

Was mir ebenfalls gut gefällt: Der DS lite war ein klassischer Fingerabdruckfänger: Die glänzende Oberfläche hat jeden Dreck, Schmier, Hautfett und was auch immer angezogen, vom Grundsatz her war das Gerät immer dreckig, egal wie man es gepflegt hat. Der DSi ist da unempfindlicher: Die Oberfläche ist matt (Bild oben):

Für meinen Sohn der absolute Brüller: Die ganzen Spielereien mit der Innen- und Aussenkamera. Softwareseitig direkt unterstützt können Fotos aufgenommen werden, verändert werden, dem bewegten Bild Ohren, Bärte und was auch immer angezeichnet werden, die sich dann mitbewegen, bestes Zeichen für die Begeisterung: Er hat noch kein Modul in das Gerät gesteckt, sondern spielt die ganze Zeit mit dem Kameras... :-)

Für mich nach den ersten Minuten definitiv ein Gerät, auf das es sich auch als Besitzer eines DS lite umzusteigen lohnt!

Was man in jedem Fall einkalkulieren sollte: Wer auf seinem DS die R4-Module gewöhnt ist, der muss ein wenig umdenken: die DS-tauglichen R4-Module funktionieren nicht, die neuen R4i-Module sind gerade erst auf dem Weg. Originalspiele kaufen ist die Devise... :D

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Lieber Dirk Darmstaedter...

27. März 2009

... ich mag Deine Musik. Wirklich. Auch wenn ich - ehrlich gesagt - bis vor zwei Wochen noch nichts mit Deinem Namen anfangen konnte. Als ein Freund mich auf Dein Konzert am 7.4.2009 in Köln hinwies und den Hinweis "Mensch, das ist doch der ehemalige Sänger der Jeremy Days" loslies, habe ich mir Deine neue CD gekauft, sie ehrlich ohne "klingt das jetzt wie die J´Days"-Vergleich gehört und spontan entschieden, dass mir das die 60 Kilometer wert ist.

Und dann habe ich versucht, Karten vorzubestellen. Erster Weg: Eventim. Leider kennt man Dich da nicht... macht ja nix, man(n) weiss sich ja zu helfen: Der Betreiber des Blue Shell gibt freimütig seine Telefonnummern an, also habe ich einen Tag lang seine Festnetznummer traktiert, und nach ausbleibendem Erfolg dann seine Handynummer. Nach einigen Versuchen hatte ich ihn dann tatsächlich dran, ´ne eschte Kölsche Jong: "Dirchk Daaamstetta? Da soche ´se moh em Internet nach KingKalk Bucking, de verkocht ehne Karchten....".

Dummerweise hat allerdings jener KingKalk-Booking nur eine myspace-Seite, die keine Buchungen zulässt, geschweige denn Dein Konzert überhaupt gelistet. Naja, dann frag ich nochmal den Betreiber... der wiederum war so nett, meine Mail an den King von Kalk weiterzuleiten... der ihm dann mit Kopie an mich antwortete: "vvk macht doch www.underdogrecordstore.de".

Der wiederum aber machte (zumindest am Dienstag) keinen online-VVK, sondern verwies an Kartenhaus-Vorverkaufsstellen. Auch das ist ja kein Problem, aber auch die machten (mittlerweile zeigt die Seite auf Ticketmaster) keinen online-Vorverkauf... Macht nix. Hier in Krefeld gibt´s gar eine Kartenhaus-Vorverkaufsstelle, den Ticketshop Sachs.

Nun komme ich arg selten zu Ladenöffnungszeiten aus dem Büro, aber heute habe ich mich rausgestohlen, weil ich ja Deine Tciekts kaufen wollte. Bin ins Hansazentrum gefahren, habe die Familie schon mal vorgeschickt, und bin mit dem süssen (Vor-) Geschmack des Erfolgs hinein.

"Kartenhaus-Tickets möchte ich..."

"Emm... ja... hmmmh... die Kollegin ist gerade nicht da, und das Passwort für ihren Rechner habe ich nicht..." *ichbinfürsicherheitampcaberwarumzumgeier...*

Hey! Ziehe ich kurz vor dem Ziel eines Marathonlaufes die Schuhe wegen einer Blase aus? Nee... also eine halbe Stunde durch die Stadt gezogen (gefühlt waren es drei Stunden, faktisch zwei, weil die bEva die Gelegenheit, mit mir in der Stadt zu sein, mit "Ach Schatz, schau mal...." in Fünf-Meter-Abständen garnieren musste!) und wieder in den Ticketshop.

Nein, nicht was Du jetzt sicherlich denkst! Die Kollegin war da, der Rechner entsperrt, das Internet funktionierte... aber ein Dirk Darmtaedter-Konzert gibt´s nur in München und Hamburg. Keine Angst, die nette Dame lebt noch, und der PC ist auch noch unversehrt...

Lieber Dirk Darmstaedter... ich mag Deine Musik. Und ich werde mit jenem eingangs erwähnten Kollegen am 7.4. im Blue Shell sein (vermutlich nicht sehr viele andere, befürchte ich)... weil ich immer noch davon überzeugt  bin, dass es den Weg wert ist, gute, handgemachte Musik live zu erleben.

Ich schlage vor, dass Du als Strafe "Won´t forget these days" von den Furies spielst... das dürfte Strafe genug sein und mich für die Tage, die ich auf der Jagd nach Karten verbracht habe, entschädigen. Ist doch fair, oder? :-D

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U2, me not...

26. März 2009

Ich mag Leute nicht, die um Preise nölen. Habe ich gestern ja schon gemacht... :-D

Allerdings mag ich es auch nicht, von der Presse und einem "Händler" verar...t zu werden. Und genau das Gefühl habe ich gerade. Oder soll das Zufall sein, dass plötzlich und gaaaaaaaaanz zufällig exakt zum Vorverkaufsstart in Deutschland der gute Bono in nachdenkliche, ja morbide Stimmung verfällt und über das Ende von U2 sinniert?

Ich zitiere mal: 

Die alteingesessene Truppe ist zwar wild entschlossen ihre herannahende Welttournee in vollen Zügen zu genießen, fürchtet jedoch es könnte ihre letzte sein.

Stehe ich alleine damit, dass mich das an Tina "Ole Granny on Stage" Turners "letzte Tour" Teil 1 bis 65 erinnert? Will da jemand vorbauen, dass von den überteuerten Tickets welche übrig beiben könnten? Aber Moment, überteuert sind sie ja nicht:

Schlagzeuger Mullen argwöhnt derweil, dass ihre Fans, obwohl Tickets für die bevorstehenden Konzerte nicht überteuert sind, keinen Wert darauf legen, die Band live zu sehen.

EUR 179,50?! Nicht zu teuer?!  Und wer redet da noch von Weltwirtschaftskrise...? :-(

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Kein U2, danke... :-(

25. März 2009

Mensch, was hatte ich mich gefreut... als U2-Fanclub-Mitglied konnte ich heute schon Karten für das Gelsenkirchener Konzert der 360-Grad-Tour bestellen, zwei Tage vor "Normalsterblichen". Hatte ich auch fest vor.

Allerdings habe ich dann gerade (nach Eingabe meines Gutscheincodes) die Preise gesehen: Gute Sitzplatzkarten auf den Rängen: EUR 179,50 ... Karten auf dem Oberrang (wo man normalerweise 40-50 Euro zahlt): EUR 100,- ... und ein Stehplatz ist für mich einfach kein Spass mehr. Als durchschnittlicher grosser Mensch muss ich drei Stunden vor Einlass da sein, um so weit vorne zu stehen, dass ich was sehen kann, habe dann schon vor Beginn des Support Acts dicke Füsse und bei echtem Konzerbeginn die Faxen dick...

Aber 200 bis 360 DM (ich rechne bei solchen Sachen immer noch um)... das isses mir nicht wert... :-(

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Bildungsgrobmotoriker

21. März 2009

Ich bin wirklich nicht arrogant (sagt wahrscheinlich der arroganteste Pinsel auch... :-D ), aber ein wenig Bildung gehört einfach dazu, finde ich. Und da hat die Presse ein Stück weit Mitwirkungspflicht, auch wenn in den letzten Jahren eine deutliche Verschlechterung des sprachlichen und des Rechtschreib-Niveaus zu beklagen sind und nicht nur bei der BILD-"Zeitung" sinnfreie Halbsätze an der Tagesordnung sind.

Das führt sich fort in der Amnäsie  von Musikkritikern, die als Urheber eines Werkes nicht mehr den tatsächlichen, sondern den Interpreten, der das Stück als Letzter schlecht gecovert hat (ich sag nur "There must be an Angel" von den No Angels... auch wenns von den Eurythmics war).

Alles aus dem Gesicht gefallen ist mir aber gerade, als auf meiner Amazon-Empfehlungsseite die neue Pure Reason Revolution (komplexer Frickelprog, also genau mein Ding... :-) ) auftauchte, ich anhand des Titels "Amor vincit Omnia" (eines meiner liebsten klassischen Zitate) aufmerksam wurde und dann das lese:

"Der Albumtitel übersetzt die bekannte Phrase "Love Conquers All" (zu Deutsch: Liebe überwindet alles) ins Lateinische; die Abänderung eines alten Slogans, der einst den Schulblazer von Songwriter Jon Courtney schmückte.

Das Originalzitat lautete "Truth Conquers All" (also: Wahrheit überwindet alles), ein Motto, das dem Zuhörer viel über diese Band erzählt."

WTF?! Darf ich es korrigieren? Darf ich?  Die "Phrase" übersetzt nicht ein englisches Sprichwort ins Lateinische, sondern stammt im Original von Vergil, wobei sich die Experten streiten, ob es im Original "Amor vincit omnia" oder "Omnia vincit amor"  hiess. Und tatsächlich heisst es "Die Liebe überwindet alles", und der in lässigem Springsteen-Falsetto genölte Refrain "Love conquers all" (oder meinethalben auch "Truth" oder was auch immer) mag davon abgeleitet sein oder nicht, aber das ändert an der Quelle des Zitats nix.

Die an den Haaren herbeigezogene Quellenangabe hat den selben Gehalt als würde man "Alea iacta est" als Wahlspruch von Asterix ansehen. Nein, ist er nicht... :-)

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Die wirrsten Käufer, Teil 3

12. März 2009

Und das nächste Highlight, diesmal bei ebay:

Beispiel 3: Die Datenbank

Beim Umzug finde ich eine alte Casio-Datenbank (die Generation technischer Hirnerweiterungen, die lange vor Windows Mobile auf den Markt kam) in einer Schublade. Benutzt hatte ich sie vor geschätzten Jahrzehnten "mal kurz", ohne Macken oder Kratzer war sie, aber natürlich mit leeren Batterien. Genau so habe ich sie bei ebay auch reingesetzt: "Kaum benutzt, Batterien leer, Funktionsgarantie kann ich nicht übernehmen, Kauf auf eigenes Risiko!"... verkauft für 5DM.

Zwei Tage nach Versand bekomme ich parallel eine negative Bewertung und eine Mail "Ich habe 20DM in Batterien investiert, und das umsonst! Das Mistding funktioniert nicht!!!"

Langsam, zum Mitschreiben: Erstens habe ich klar geschrieben, dass ich die Funktion nicht testen konnte, zweitens hätte ich bei einem Hinweis, dass sie nicht funktioniert, ohne Zögern den Auktionsbetrag zurücküberwiesen und den Käufer gebeten, den Elektronikschrott zu entsorgen. Was denken die Leute sich?!

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Die wirrsten Käufer, Teil 2

11. März 2009

Ein weiteres Highlight aus meiner Erfahrung bei Amazon...

Beispiel 2: Wer hat hier den Schatten?!

Ich kaufe bei Amazon eine CD, höre sie einmal an und befinde sie meiner Sammlung nicht würdig. Also setze ich sie bei Marketplace rein, einmal gehört, fehlerfrei, ohne Macken an der CD oder Knicke bzw. Risse in der Hülle. Einige Zeit später wird sie denn auch verkauft und umgehend sicher in einem Luftpolsterumschlag verschickt (das erhöht den Verlust noch weiter, aber spart beim Empfänger Frust wegen einer kaputten Hülle.

Kurze Zeit später erhalte ich eine Reklamations-Mail: "... gut angekommen, muss aber einen Fertigungsfehler reklamieren, der die Wiedergabehäufigkeit reduzieren könnte...". Wer? Was? Auf Nachfrage wird dann konkretisiert: "Hülle und CD sind in einem einwandfreien Zustand..." [Danke, wenigstens das, aber was könnte das Problem sein?!] "... aber die CD hat auf der Wiedergabeseite einen Schatten, der klar ein Fertigungsfehler ist und darum kann es sein, dass die CD weniger oft wiedergegeben werden kann."

Ja, was nun? Sie läuft einwandfrei, aber dieser "Schatten" "kann" (!!!) dazu führen, dass man sie weniger oft abspielen kann? Weil der Laser den Schatten aufhellt? Weil die Nadel des CD-Players die CD belastet? Wer? Was?! :-)

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Die wirrsten Käufer, Teil 1

11. März 2009

So langsam wird es Zeit für eine Zusammenfassung der wirrsten Erfahrungen, die ich auf Online-Handelsplattformen bisher sammeln durfte. Ich weiss nicht, ob es die Wirtschaftskrise, der Smog oder das Ozon-Loch sind, aber in den letzten Monaten habe ich das Gefühl, dass die Leute mehr und mehr verstrahlt sind.

Beispiel 1: Die Nickelback-Scheibe

Ich bin jetzt nicht der Coolomat-Formulierer, der den Begriff "Scheibe" für eine CD wählt, muss diesmal der Pointe wegen aber sein.

Da erreicht mich eine ziemlich angesickte Mail: "Die Nickelback-CD ist heute angekommen. Der CD-Player sagt aber immer "Kann nicht lesen". Tolle Überraschung!!! Und jetzt?!"

Okay... mir ist es auch neu, dass ein CD-Player eine DVD (!!!) liest, die auch in der Artikelbeschreibung "Nickelback - Someday [DVD]" an nicht ganz prominenter Stelle darauf hinwies, dass es eben eine DVD und keine CD ist... Auf meinen freundlichen Hinweis auf diese Tatsache habe ich dann nichts mehr gehört... :-)

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Die etwas andere MVP-Party...

4. März 2009

... fand gestern Abend im El Corazon in Seattle statt. Auf der Suche nach Veranstaltungen während des Summits hatte Christian so nebenbei "Und dann spielt noch so´ne komische Band Soilworks oder so..." angemerkt. Soilwork? Schwedischer Death Metal der gehobeneren Klasse? Richtig!  Dazu Swallow the Sun (auch die keine Unbekannten), Warbringer und Darkane, für einen Ticketpreis, zu dem man einfach zuschlagen musste.

Erst später kam die Agenda heraus und damit die Information, dass die MVP-Party um EMP (siehe letztes Jahr) am selben Abend war. Okay, wir haben uns zu einem schnellen Besuch und der Weiterreise ins wenige Blocks vom Hotel entferten El Corazon entschieden.

Genial... kleiner Club, zumindest am Anfang guter Sound (auch wenn von Band zu Band der Lautstärkeregler weiter aufgedreht wurde), und auch wenn Warbringer bzw. deren Sänger ein wenig an Menderes Bagci auf Drogen erinnerte.

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U2 - No line on the Horizon oder "Von Raubkopien und Schlechtverkäufen"

27. Februar 2009

Es scheint in letzter Zeit schon fast zum Standard geworden zu sein: Neue Alben sind schon lange vor Veröffentlichung im Internet verfügbar. Bei  Metallica´s  Death Magnetic war es so, jetzt auch bei der neuen U2 (No Line on the Horizon).

Natürlich habe ich sie mir nicht heruntergeladen, sondern kenne nur jemanden, der jemanden kennt, der das gemacht hat, und habe bei dem reingehört! :-)

Nun hatte ich vorher schon bei iTunes die Single gekauft und diese dann auch noch live bei der Echo-Verleihung gesehen... und war  - vorsichtig gesagt - erschrocken und entsetzt. Das? U2? Meine Erwartungshaltung zum Album war also schon begrenzt, und die "Vorabversion" bestätigte dies nur einmal mehr.

Nun hatte ich aber bei Amazon schon die limitierte Box-Version vorbestellt und aus dem Gedanken "Gib dem Album noch eine Chance" auch nicht storniert. Heute kam sie dann, und ob einer Stunde Zeit nach dem Packen und Zusammenklauben der  Unterlagen für Seattle  habe ich mich auf der Couch eingerollt und nochmal reingehört. Und was soll ich sagen?

Das Album ist schlichtweg genial... es macht Sinn, sich die im 64-seitigen A4-Hardcover-Buch zusammengefassten Anmerkungen der Band zu Gemüte zu führen, weil viele Kreise innerhalb der Texte damit geschlossen werden. Abgesehen davon sind wunderschöne Bilder darin (darunter das den Namen des Albums ableitende geniale Foto von Hiroshi Sugimoto, auf dem Himmel und Erde ohne Horizont in einander übergehen - eben no line on the horizon), ein rundes Paket also.

Hätte ich nur die MP3s gehört, hätte ich das Album als Schrott abgetan. Auf einer halbwegs brauchbaren Surround-Anlage kommen von der Feinheiten in den Sounds und der Instrumentierung durch, die einfach nur faszinierend sind.

Und eine Frage, die immer wieder gestellt wird, kann ich jetzt beantworten: "Ist auf der Box wegen der beiliegenden DVD auch so ein hässlicher FSK-Aufdruck?!" Jein, es ist ein Aufkleber, und der löst sich rückstandslos! :-D

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You gimme fever...

27. Januar 2009

... ich musste es ja mitnehmen. Nachdem in der Firma die Hälfte der Kollegen siecht und zuhause der Kleine gerade sein Fieber hinter sich hat, musste ich am Wochenende dann auch zugreifen. Gestern gings schon, heute ist das Fieber endlich weg. Trotzdem habe ich mich entschieden, noch zuhause zu bleiben und damit unter anderem auch das Edguy-Konzert in Oberhausen dran zu geben.

Problem nur: Ich hatte die Karten für zwei Kollegen und mich... und irgendwie mussten die dann zumindest zu ihren Empfängern. Also die bEva ganz lieb gebeten und  bestochen, dass sie heute morgen eben ins Büro fährt und die Karten übergibt. Hat sie auch... nur, damit ich eine Stunde danach folgende Mail bekomme:

Sehr geehrter Herr Erle,

wir, die CTS EVENTIM AG als Ihre Vorverkaufsstelle,

haben Ihnen im Namen und auf Rechnung

des Veranstalters Eintrittskarten für nachfolgende

Veranstaltung verkauft:

 

* EDGUY in OBERHAUSEN, Turbinenhalle, 27.01.2009 19:00

 

Vom Veranstalter wurde uns nun mitgeteilt, dass die

Veranstaltung verlegt wurde und jetzt

folgendermaßen stattfinden wird:

 

* NEU:

Edguy in Oberhausen, Turbinenhalle, 12.02.2009 19:00

Autsch... Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich der Zorn der bEva für die Stunde Autofahrt gegen mich, Edguy oder Eventim richten wird... :D Und wie das Leben so spielt: Die Verschiebung wird durch eine Grippe (!!!) von Edguys Sänger Tobias Sammet verursacht. Ich bin unschuldig, echt!!! :-)

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Wenn gute zwei Wochen...

10. Januar 2009

D- und E-Promis und Promi-Wannabes nölig heulend durch Kakerlaken, Fischschleim und Mehlwürmer schwimmen, wenn eine rosa Schnullikugel mit seiner Missie treffend spitze Kommentare wechselt, wenn Doktor Boooooooooooooooob die fernsehtauglich gefährlichen aufgepimpten Raubtiere erklärt, wenn die sangesschwangere Quotentranse schon vor der ersten Dschungelprüfung die Fassung verliert, dann kann das nur eines bedeuten: Das RTL-Dschungelcamp geht in eine neue Runde!

Ob nun TV-Trash oder nicht, alleine wegen Dirk Bach und Sonja Zietlow, den Beavis und Butthead von RTL, lohnt sich ein Blick hinein.

Hach... jetzt müsste nur noch DSDS wieder losgehen, und mein amöbengleicher Fernsehverstand würde frohlocken. Ach... am 21.01.2009 ist das ja auch wieder so weit... :-D

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Von Hasenohren und Nasenfaktor: Nabaztag, RFID und mirror

13. Dezember 2008

Nix verstanden? Macht nix... das kommt. :-D

Die bEva hatte mir zum Geburtstag einen Nabaztag:tag geschenkt. Das halbe Jahr, das "Hasi" (wie ihn mein Kleiner liebevoll nennt) jetzt bei uns ist, hat so die eine oder andere Situation schon für Lacher gesorgt. Von den Kommentaren, die er zwischendurch bringt ("Bitte! Setz mich nicht bei ebay rein!!!", "Mir geht´s heute nicht so gut... ob´s an meinen Ohren liegt? Oder habe ich mich an einer Email verschluckt?") bis hin zu den vollkommen konsternierten Blicken von Besuchern, denen Hasi plötzlich die Zeit ansagt oder die aktuellen Nachrichten vorliest. RSS Feeds kommen über den Lautsprecher, die Wettervorhersage wird angesagt, er macht TaiChi, spielt mit seinen Lichtern und dreht seine Ohren.

Jetzt kann man durchaus sagen, dass das technischer Schnickschnack ist... da stehe ich zu und genau aus dem Grunde finde ich´s klasse. Und auch genau aus dem Grunde bin ich bei violet, dem Hersteller des Nabaztag, in deren Email-Verteiler registriert.

Gerade ist mir:ror rausgekommen, und ich musste einfach zuschlagen. Was ist mir:ror? Kurz gefasst: Ein System zur Steuerung eines PCs und des Nazbatag mittels RFID-Chips. Der Datenschützer schüttelt sich, der Telekom-Adresshandels-Geschädigte kratzt sich an der Stirn, und der Rest fragt sich internetkonform: "WTF"? :-D

RFID ist eine Identifikationsmethode: In einem Gegenstand findet sich ein erst einmal passiver Chip, der ohne entsprechendes Lesegerät gar nichts macht... vor allem, weil er keine eigene Stromversorgung hat. Erst wenn ein entsprechendes Lesegerät in eine relativ kurze Reichweite kommt, versorgen die von diesem ausgestrahlten Mikrowellen den Chip mit Energie und animieren ihn dazu, seine ID zu senden. Diese ID ist weltweit einmalig, damit ist der Chip eineindeutig identifizierbar.

In der Industrie, für die RFID entwickelt wurde, wird das Verfahren verwendet, um eine Verfolgung von Lieferungen, Waren, Containern durchzuführen: Verlässt der Container den Hof des Absenders, dann kann er ohne Anhalten des LKWs gescannt werden. Rollt er dann im Hafen ein, passiert das selbe, damit ist er über den gesamten Verkehrsweg verfolgbar.

Der Handel hat sich das schnell ebenfalls als hilfreiches Verfahren identifiziert: Die Kasse kann die Ware direkt scannen, im Warenwirtschaftssystem kann der Bestand gebucht werden, der Kunde könnte durchaus auch direkt in seinen Kühlschrank "buchen", alle sind glücklich.

Alle? Nein, nicht alle: Datenschützer weisen massiv auf die Gefahren hin: Das in der Apotheke gekaufte Medikament wird plötzlich zum Identifizerungsmerkmal für die Gesundheit des Käufers, Daten, die ganz persönlich sind, werden vermischt und lassen für Unberechtigte Rückschlüsse auf persönliche Verhältnisse und andere schützeswerte Daten zu.

Soweit die Theorie... was aber hat das mit dem Nabaztag und dem mir:ror zu tun? Die von Violet verwendeten ztamps (Aufkleber mit integrierten RFID-Chips) können vom Nabaztag "erschnüffelt" werden (indem man den Chip an dessen Nase hält) und vom mir:ror, der ein USB-Leser für RFID-Chips ist, ebenfalls erkannt werden. Dazu gibt es noch die nano:tags, mini-Hasen mit integrierten RFID-Chips. Hält man einen der Chips vor einen der Leser, dann kann man unteschiedlichste Aktionen konfigurieren, die dann automatisch ausgeführt werden:

Vom Versenden einer Mail über den Abruf von Informationsdiensten bis zum Start beliebiger Programme auf einem PC, violet bringt als Standardbeispiel den Regenschirm: Bringt man an diesem ein ztamp an und hält ihn dann an eines der Lesegeräte, dann ruft er die Wettervorhersage ab und spielt sie laut ab.

Bei uns ganz konkret: Der Grosse hat einen der mini-Hasen... wenn er aus der Schule nach Hause kommt, dann hält er diesen vor die Nase unseres Nazbatag. Der wiederum macht automatisch folgendes:

1.) Er schickt eine Mail an meine Frau und mich, dass Lukas zuhause ist.

2.) Er begrüsst Lukas mit "Hallo Lukas, schön, dass Du da bist!"

3.) Er spielt die aktuelle Wettervorhersage ab.

4.) Er spielt etwaige Nachrichten ab, die wir an die Email-Adresse des kleinen Hasen geschickt haben... wir können also auch kurzfristig noch Nachrichten hinterlassen, dass das Essen in der Mikrowelle ist, ich später komme, was auch immer.

Nein... falsch gedacht: Erstens ist der Fall, dass er alleine hier ist, eher selten, zeitens kommunizieren wir familienintern durchaus auch noch anders als elektronisch... :-D

Anderes Beispiel: Ich habe an mein RSA-Token einen ztamp angebracht. Wenn ich mich ins Büro einloggen will, dann lege ich das Token einfach auf den mir:ror, der Internet Explorer startet automatisch und lädt die Übergabeseite in die Firma. An der Tasche meiner Digitalkamera ist ein ztamp, wenn ich diese auf den Leser lege, dann startet automatisch Corel Draw.

Zusammengefasst mit den Worten von violet: "Bringing everyday things to the internet..."

Spielerei? Vielleicht... aber eine nützliche...

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Schlag ins Gesicht von Sony: XBOX Lips

7. Dezember 2008

Der eine oder andere weiss, dass ich Musik mag... aktiv und passiv. Und aus diesem Grunde bin ich auch ein Fan der diversen Musikspiele für meine Konsolen: Singstar für die PS3, Guitar Hero und Rockband für die XBOX 360.

Gerade bei Singstar rankte sich die Kritik immer darum, dass Sony vollmundig kabellose Bluetooth-Mikrofone für die PS3-Version angekündigt hatte und diese seit Monaten verschiebt und verschiebt und verschiebt. Scheinbar bekommt man es nicht hin, den doch nicht unerheblichen Audio-Datenstrom per Bluetooth verzögerungsfrei an die Konsole zu übermitteln. Ich habs damals gelöst, indem ich mein normales Sennheiser Funkmikro über ein Adapter angeschlossen habe.

Nun ist für die XBOX 360 Lips draussen - wie gerade in der Stadt jemand vor dem Schaufenster des Game Stop sagte "das Singstar für die XBOX". Hätte ich wahrscheinlich gar nicht mal gezuckt, wenn nicht zum einen Dido´s "White Flag" in der Setlist gewesen wäre und zum anderen tatsächlich Funkmikros mit so kleinen Zusatzfunktionen wie Bewegungssensoren und LEDs hätte.

Die Kritiken waren durchwachsen, aber für EUR 64,45 fand ich das Risiko beherrschbar. Und siehe da: Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen... und wenn ich die Kritiken jetzt genauer durchlese, dann kommen die meisten Meckereien von der Fraktion "Singstar ist besser"... spricht da der Neid der Besitzlosen, die mit Singstar immer noch am Kabel hängen? :-D

Ja, liebe Sony-Kollegen: kabellose Mikros können an einer Next-Gen-Konsole funktionierte... ohne Latenzen, ohne Aussetzer... kann man doch von Microsoft lernen, was? :-D

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Let it snow, let it snow, let it snow... Marillion in Nimwegen

28. November 2008

Sorry, ich bin ein wenig zurück mit dem Bloggen, darum ein wenig verspätet.

Montag war es dann soweit: Das Marillion-Konzert diesen Jahres. In Nimwegen. "In Nimwegen!?!? Kommen die nicht nach Deutschland?!" war wohl die Frage, die ich in dem Zusammenhang unendlich oft gehört habe. Doch, kommen sie... aber!

Das Leben kann manchmal so kompliziert sein! Ich hatte mir schor vor Monaten Karten für Sieges Even in Bochum am 26.11.08 besorgt. Einige Zeit danach, als Marillions neues Album "Happiness is the Road" draussen war, wollte ich dann Karten für das Kölner Konzert haben... nur dummerweise fand das am .... Ihr erratet es: 26.11. statt. Guter Rat war teuer, aber nicht fern: Nimwegen sind von mir aus knappe 100km, von Kay, der mitkommen wollte, gerade mal 65. Also durch die niederländische Ticketmaster-Seite durchgequält und die Karten bestellt.

Ein paar Tage später: Die bEva ruft mich im Büro an und meldet einen "komischen holländischen Umschlag"... fein, sie sind da. Just in diesem Moment - das Leben schreibt nun mal die besten Geschichten - vibriert mein Handy, eine Mail ist angekommen. Oh, fein, Eventim! Was wollen die denn: "<blablabla> Sieges Even Konzert ist abgesagt worden <blablabla>". Ein kurzer Check auf deren Webseite brachte dann die Zusatzinformation, dass die Deppen sich aufgelöst hatten. Aaaaaaaaaargh.... :-(

Wie auch immer, irgendwie bin ich ihnen dankbar. De Vereeniging in Nimwegen ist aus meiner Sicht eine der schönsten Hallen in Europa, nicht nur bauartlich, sondern auch von der Akustik her. In der Summe darum eines der besten Marillion-Konzerte, die ich bisher gesehen habe (und hochgerechnet dürften das mittlerweile nahe 40 sein).

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The Man from Planet Marzipan - Marillion´s neues Album

29. Oktober 2008

Muße und Zeit... Luxus, den ich kaum noch kenne. Irgendwas steht immer an, und die Momente, in denen man wirklich Ruhe hat, sind spärlich und selten. Nichts desto Trotz: Als ich Marillion´s neues Album "Happiness is the Road" endlich in den Händen hielt, war ein solcher Moment  nötig.

Ich konsumiere mittlerweile Musik nur noch. Auf dem Weg zur Arbeit, neben dem Schreiben, als Berieselung bei irgendwelchen Dingen, die Qualität leidet. Alle zwei Jahre aber zwinge ich mich allerdings dazu, eine CD in Ruhe zu hören. Leider war bei "Somewhere Else", dem letzten Marillion-Album, dieser Aufwand für die Tonne, aber das passiert nun mal.

Ich bin seit 1982 Marillion Fan.... 26 Jahre, in denen sich die Band konsequent neu erfunden hat, sich einen Scheißdreck feuchten Kehricht um Trends und Chats schert. "Happiness is the Road" ist Album Nummer 15, mal wieder für die Vorbesteller in einer very limited Edition in zwei separaten Hardbooks in einem Hardcase erschienen.

Und nun sitze ich hier, eine Flasche 2007er Bellingham Merlot neben mir, meine Bose Quiet Comfort II auf den Ohren (ich kenne keinen Kopfhörer, der seinen Namen so genau gewählt hat! Danke dafür an Christian, der mich beim letzten Summit in Seattle fast mit körperlicher Gewalt dazu gezwungen hat, sie zu kaufen!) und beide CDs sind durchgelaufen.

Mögt Ihr Chart-Gedüdel, Buffta-Buffta und coole Klingeltöne? Sorry for wasting your time, dann war das Lesen dieses Blogeintrags verschwendete Zeit... :-(

"Essence", die erste CD, ist eine Mischung aus Brave, den experimentelleren Sachen von Talk Talk und einem Schuss Porcupine Tree. "Meditativ", wie Freund Kay sagt, ruhig und komplex würde ich sagen. Anspieltipp: Der Titeltrack "Happiness is the Road".

"The Hard Shoulder" als CD2 ist noch ein Stück weniger zugänglich, stellt eine Mischung aus den Stilen der letzten Alben dar, auch hier wieder Brave-Einflüsse plus ein Stück Marbles. Anspieltipp: Real Tears for Sale, The Man from the Planet Marzipan (alleine für diesen Tracknamen Respekt!!!).

In Summe bin ich fasziniert, wie eine Band es schafft, so komplett gegen den Mainstream zu schwimmen und freue mich auf ein Doppelalbum, das lange nicht langweilig werden wird. Und ich freue mich auf den 24.11.2008 in Utrecht, wenn ich das Ganze live sehe....

Ach ja... Buch von This Hard Shoulder, Seite 27, Ende der viertletzten Zeile... da steht mein Name als einer derjenigen, die das Album finanziert haben... :-D

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Wie man ein Album richtig promoted...

13. September 2008

... machen die Kollegen von Metallica gerade vor: Death Magnetic ist zeitgleich auch für Guitar Hero III zum Download bereitgestellt worden. Für den ungefähren Preis der CD, versteht sich... und genug Deppen wird es geben, die das Album sowohl als CD als auch als digitalen Download zu mit Plastikgitarren Nachspielen kaufen, so doof kann man sein.

... ich muss aber jetzt auch aufhören... ich muss in den Keller... "The Unforgiven III" spielen... :-D

So sehr ich auf der einen Seite das Kommerzialisieren eines mittelmässigen Albums hasse, so sehr muss ich den Hut vor Metallica ziehen... genialere Vermarktung habe ich selten gesehen...

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Metal macht taub...

11. September 2008

... zumindest wächst dieser Eindruck, wenn man sich die neue Metallica "Death Magnetic" anhört. Ja, ich habe sie schon. Ja, ich habe sie mehrfach gehört. Und ja, ich finde sie weniger schlecht als befürchtet nach dem ersten Anhören des Auskopplung "My Apocalypse" bei iTunes. Auch wenn mir die Aussage "Endlich wieder im Stil des schwarzen Albums" ein wenig abgeht: ein Viertel ist im Stile der vielgehassten St. Anger, ein Drittel aus der Ära Fuel/Refuel, und der Rest (ich hol jetzt nicht den Taschenrechner raus... :-) tatsächlich stilistisch im Bereich des schwarzen.

Leider allerdings bestätigt sich auch obige Befürchtung. Nicht bei mir, sondern bei den Herren Metallica, die die Produktion verbrochen haben:

Ais eigener, leidvoller Erfahrung: Will man den Klang so richtig druckvoll machen und "dünne" Stellen im Gesang, Bass oder Schlagzeug (wo man weniger mit Effekten erreichen kann, ohne dass man es allzu deutlich merkt) ausgleichen, setzt man einen Compressor ein. Super Sache, das... wenn man es wohldosiert tut. Übertreibt man es, dann übersteuert die entsprechende Spur und zerrt leicht bis mittel. Und genau das ist bei so gut wie jedem Stück von Death Magnetic der Fall. Das Album ist "laut", im Vergleich zu anderen aktuellen Alben zwischen 10 und 20 Prozent lauter. Und wer ein wenig darauf achtet, der hört gerade im Bereich Bass/Schlagzeug trotz der vollkommen überbetonten Mitten noch das Zerren der überkomprimierten Spuren.

Wer für 14,95 das Recht verkauft, später für 99,- eine limitierte Ausgabe des Albums zu kaufen (ohne die 14,95 auf den Kaufpreis anzurechnen, versteht sich!), wer jedes einzelne Live-Konzert als "offizielles Bootleg" selbst verkauft, der sollte soch eigentlich auch das Geld haben, das Gelbe-Seiten-Prinzip bei der Produktion eines neuen Albums anzuwenden? Einfach mal jemanden fragen, der sich damit auskennt... :-)

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Vista und die XBOX

7. September 2008

Ich gebe zu: Daran hatte ich nicht gedacht. Mein guter Freund Dirk hatte zwar immer mal wieder von der XBOX als Media Center Extender gesprochen, ich mir aber keinerlei Gedanken darüber gemacht. Freitag hatte ich die XBOX ohne direkten Netzwerkanschluss aufgebaut (weil das Kabel vom zentralen Hub im Keller mit dem Server noch einmal quer in den grossen Keller musste). Kaum hatte ich das gestern nachgeholt und war an meinem Rechner oben (seines Zeichens unter anderem Media Center unter Vista Ultimate) sah ich ein Popup: "In Ihrem Netzwerk wurde ein Media Center Extender gefunden. Soll dieser jetzt konfiguriert werden?"

Jahaaaa... :-) Nullkommanix waren XBOX und PC verbunden, und endlich kann ich oben über DVB-T aufnehmen und unten über den Beamer die Aufzeichnungen ansehen. Und das alles vollautomatisch. Danke, Microsoft.. :-D

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Rock´n Roll: Rock Band

7. September 2008

Aiaaaaayaaaaah... :-)

Kurz nach meinem diesjährigen Seattle-Aufenthalt hatte ich ja mit Guitar Hero angefangen, vor allem wegen der Tatsache, dass - aus welchem Grunde auch immer - in den USA Rock Band verfügbar war für PS3 und XBOX 360 gab, in Deutschland aber bis heute nicht für die PS3 das Licht des Marktes gesehen hat.

Nachdem meine "kleine" Schwägerin - passionierte Singstar- und Guitar Hero-Spielerin - für eine Woche auf Besuch kam, habe ich dann die Entscheidung getroffen und eine XBOX 360 und Rock Band ersteigert. Das Wochenende ist fast vorbei, und die Zahl der gespielten Stunden kaum noch auf einen Zettel zu bringen. Mein grosser Sohn an den Drums, meine Schwägerin und ich abwechselnd an Mikro und Gitarre... genial!!!

Die XBOX allerdings kam nicht pünktlich... in meiner Not habe ich am Freitag eine bei Saturn gekauft, und sollte die ersteigerte  nach mittlerweile zwei Wochen doch noch ankommen, dann geht sie wieder in den Verkauf... Allerdings hat diese Aktion meine "Freude" an eBay mal wieder richtig gesteigert... direkt bezahlt, nach einer Woche dann die Rückmeldung über den Status "Zahlung erhalten", dann nichts mehr, weder Ware noch Rückmeldung auf Mails. :-(

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Eigentlich gar nicht so ver"§$%t... :-)

30. August 2008

Zweites Stück im Kasten, ohne technische Probleme. Dummerweise steht grad die Flasche selbstgebrannter Johannisbeerlikör mit Klarem auf dem Tisch ... ooops ... ich meld mich ab ... :-D

Interesse an einem ganz rohen Mix des ersten? Zum Verständnis: Alle Spuren sind aufgenommen und grob in ein Lautstärkeverhältnis gesetzt, weder Effekte noch Feinabstimmung sind vorgenommen, das passiert im Nachgang.

Tracks of my Tears Rough Mix

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(knock knock knock) nur ein teilverf§$%es Wochende... :-)

30. August 2008

Der eine oder andere erinnert sich vielleicht noch an meine goldenen Erfahrungen des letzten Musik-Wochenendes... wo eigentlich alles schief ging, was schiefgehen konnte. Naja... fast ein halbes Jahr hat es gedauert, bist sich die nächste Gelegenheit ergab. Lange geplant, abgestimmt, und scheinbar schon wieder "haunted": Erst mein grosser Sohn mit Erkältung (potentielle Gefahr meiner Stimme), dann meine Frau Magen/Darm (potentielle Gefahr ... okay, denkt es Euch ... :-D ), dann einen Abend vorher der Rechner, der Monate lang keine Mucken machte, wieder mit Problemen...  und dann, als ich endlich hier war, wieder der vermaledeite Effekt auf der Stimme.

Ich sag´s Euch, ich hatte die Autoschlüssel schon wieder in der Hand. Strukturiert aber dann die Erklärungen und Lösungen:

Erster Rechner: Im Ar... gen.

Zweiter Rechner: mit aktualisiertem Treiber des EDIROL lammfromm und ohne Latenzen und Zicken.

Effekt auf der Stimme: Studiomikro im Ar... gen... kein Problem, da ich mein Sennheiser ew100 eh dabei hatte.

Wir sind auf dem richtigen Weg... :-D

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Der Multimediagap iPhone/Windows Mobile

11. August 2008

Einer der Punkte, bei denen Windows Mobile im Hinblick auf "Qualität" wirklich noch nacharbeiten muss, ist der der Multimediaanwendungen. Ich kenne keinen Benutzer, der den Windows Media Player tatsächlich als komfortabel und schick betrachtet, viele aber nutzen ihn natürlich doch: MP3s und andere Mediendateien gibt er ja auch problemlos wieder.

Apple hat mit der iPod-Anwendung (die auf iPhone und iPod Touch gleich ist)  eine runde, stabile und schicke Anwendung geschaffen, mit der das Heraussuchen der Musik, die man gerade hören möchte und die Bedienung der Wiedergabe einfach Spass machen. Keines der mir bekannten Windows Mobile Drittanwender-Tools ist vergleichbar, ausser vielleicht der Medienwiedergabe am HTC Touch Diamond, die sich stark am iPod orientiert.

Nun man man vom "Prinzip iTunes" halten, was man will. Zugegeben: Es ist deutlich handhabbarer, einfach MP3s auf eine Speicherkarte zu kopieren, auf dem Windows Mobile-Gerät automatisch die Medienbibliothek aktualisieren zu lassen und zu hören. Und auch die Tatsache, dass der iTunes-Store DRM-geschützte Musik anbietet und damit die Verwendung arg eingeschränkt ist, ist bekannt und sorgt nur bedingt für Begeisterung.

Für mich ohne Frage aber ist das Ganze ein Paradebeispiel für die saubere Integration und Umsetzung verschiedener Dienste: Ich habe am Samstag Billy Bragg Complete 1 & 2 bei iTunes gekauft, während ich im Kinokeller einen Film ansah.  Knappe 200 Musikstücke waren herunterzuladen, alles per WLAN auf das iPhone. Mittendrin im zweiten Paket brach die Verbindung ab (Keller ist halt Keller). Was nun? Kein Problem: Beim Anschluss des iPhones an den PC wurden erst die bereits heruntergeladenen Musikstücke auf den PC geladen, dann die noch fehlenden am PC von iTunes heruntergeladen und dann wiederum aufs iPhone kopiert. Ohne Verluste, in genau richtiger Reihenfolge, sauber eben.

BTW: Kaum jemand kennt Billy Bragg in Deutschland. Dabei ist der Mann (vor allem nur mit Gitarre und Mikro bewaffnet) einfach nur genial. Bitter, zynisch, den virtuellen Finger in die Wunden unserer Gesellschaft legend. Vor Jahren hatte er mit "Waiting for the Great Leap Forward" ein Lied rund um die Rückständigkeit des Kommunismus und das Warten auf Fortschritte geschrieben, was mittlerweile von den Anspielungen lang veraltet ist. Wer Zugang zu iTunes hat: Hört Euch die aktualisierte Version auf die heutige Zeit aus "Live in London" an: Zum Brüllen komisch!

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Blu-ray brennen... ohne Fehler 80029945!

23. Juni 2008

Der Samstag war ein "ruhiger" Tag. Nach dem die beste Ehefrau von allen (bEva) erst spätabends arbeiten musste (wer auch immer bei IKEA sich Midsommar ausgedacht hat und Öffnungszeiten bis 0:00, den hat ein Elch getreten!), ich mittags mit meinen offenen Themen durch war, war endlich mal Bummeln angesagt. Selbiges trieb mich in die konsumträchtig weit ausgestreckten Arme unseres Saturn, und dort zufällig an den LG-Stand. Seitdem ich im Januar eine Sony HDR-CX6 gekauft hatte, habe ich mit einem Blu-ray-Brenner geliebäugelt. Brennen, in die PS3 einlegen und auf der Leinwand die eigenen Urlaubsvideos in HD geniessen.

Nun hat jener Saturn die Dreistigkeit, einen Stand mit LG Blu-ray-Laufwerken zu haben, und ich die Unvernunft, nach dem Preis des LG BE06 zu fragen (Blu-ray-Rewriter, HD-DVD und Blu-ray Reader extern). Ich hatte mit 500-600 Euro gerechnet und war nach der Auskunft "EUR 329,-" so freudig überrascht, dass ich zugeschlagen habe.

Anschluss, Softwareinstallation, alles kein Problem, auch das Brennen des ersten Films über Nero 8 funktionierte... vermeintlich! Als ich an die PS3 komme und die Blu-ray einlege, empfängt mich ein unfreundliches "Dieser Film kann nicht wiedergegeben werden - Fehler 80029945". Und als wenn das nicht genügen würde, produziert die Beiliegende Cyberlink HD-Suite zwar lesbare Blu-rays, aber ohne Ton (obwohl die Eingangssequenzen DD 5.1-Ton haben). Krise. "Mal eben" wollte ich es machen, bis in die Nacht habe ich gesessen. Ohne Erfolg.

Nachdem ich die Nacht drüber geschlafen hatte, hatte ich noch ein letztes Quäntchen Motivation behalten und weiter gegoogelt.  Und siehe da: Es gibt ein separates Plugin für Nero, das viele Funktionen rund um Blu-ray- und HD-DVD-Brennen mit sich bringt. Unlogisch deshalb, weil ich extra noch die aktuellste Version von Nero 8 heruntergeladen hatte und Nero Vision von Anfang an "Blu-ray -> editierbare Disc" anbot... mit dem Plugin aber kommen weitere Optionen hinzu, und mit denen geht es!

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Hilfe, ich bin süchtig...

26. April 2008

Autsch. Das hätte ich mir nicht gedacht, wirklich nicht. In Seattle hatte ich ja schon andere beim "Rumposen mit Plastikinstrumenten" (Originalton Karen Young... :-) ) beobachtet und für mich beschlossen, dass Guitar Hero nichts für mich sei. Schliesslich spiele ich im wahren Leben ein wenig Gitarre und habe damit einschlägige Erfahrungen. Ich mach mich doch nicht lächerlich...

Jetzt hatte ich gerade noch so einen Amazon-Geschenkgutschein virtuell "da liegen", und sowas juckt immer. Und da irgendwie sonst nichts an vernünftigen Spielen draussen ist, was ich nicht schon hatte oder mich interessiert, habe ich dann doch zugeschlagen.

Gestern abend wollte ich dann mal eben (hatte ich nicht gestern versprochen, das Wort aus meinem Wortschatz zu streichen?) ausprobieren, wie es sich spielt... nach zwei Stunden habe ich auf die Uhr geschaut, die schmerzenden Finger gestreckt und das Bett aufgesucht. Heute morgen bin ich eben mal in den Keller gegangen, sah die "Gitarre" da liegen... und tauchte nach einer Stunde erst wieder auf. Nur gut, dass mein kleiner Sohn von der Musik begeistert ist. Früh übt sich, was ein echter Rocker werden will! :-D

Fazit: Ich fürchte um zeitliche Zusagen, die ich für die kommenden Wochen gemacht habe. Ich garantiere für nichts, Guitar Hero produziert eine Zeitanomalie, ein Wurmloch, da kann ich nix gegen machen... :-D

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