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"Einschreiben? Abschreiben": Diese und andere Wirrungen bei eBay und Amazon und der Deutschen Pest)

3. Dezember 2018

Oh Mann... lange war es ruhig um die manchmal doch fragwürdigen Käuferpraktiken bei diversen Online-Auktionshäusern. Und kurz vor Ende des Jahres kommen sie wieder aus ihren Löchern gekrochen... Gruselig.

Vorab die Erklärung des Titels: Ich habe aus Kostengründen das erste Mal zwei Sendungen, die vom Wert so genau zwischen Brief und Paket lagen, als Einschreiben verschickt. Trackbar und versichert, ist doch großartig. Oder? Nein, ist es nicht. Das erste Paket (eine 200GB microSD-Karte) wurde vom Käufer angemahnt, mit ausführlicher Beschreibung:

Ware nicht da!

Nun schlug mein ordnungsliebendes Herz in frohem Rhythmus: Verfolgungsnummer raus, "Zugestellt am 12.11.", das dem Käufer mitgeteilt, Haken dran. Einige Tage später wurde dieser dann konkreter. Nicht:

Ware nicht da!

Erneut mitgeteilt, Nachforschung bei der Post aufgemacht und die Fallnummer dem Käufer mitgeteilt. zu Abwechslung gab es dann statt wortkarger Antwort einfach einen A-Z Garantieantrag mit dem Kommentar 

Ich habe die SD Karte leider nicht erhalten auch der Nachweis ohne Namen das er abgeliefert wurde ließ ihn mich nicht finden

Cool aber die professionelle Zustellbestätigung der Kollegen von der Deutschen Post, die ähnlichen Wert wie die mündliche Aussage hat:

Ich bin gespannt.... Amazon prüft noch. Em Ende heißt das vermutlich "abgeschreiben". Ärgerlich vor allem deshalb, weil die zweite Sendung (Dreierset blu-Rays) ebenso "verschollen" ist. Die habe ich dann gleich auf meine Kosten gutgeschrieben, denn was auch immer die Ursache sein mag, ob Betrug des Kunden oder tatsächlicher Verlust: Durchsetzen werde ich davon nichts können. Also: lieber EUR 1,20 mehr investieren und ein Paket buchen. :(

Nun aber zu den "lustigen" Erlebnissen:

 

Kommunikation ist alles und Worte nichts

Ich hatte ja oben schon kurz meinen sprachlich eher unidirektionalen Käufer zitiert, der mit Dreiwortsätzen, quasi den Keinohrhasen der Kommunikation, einen Sachverhalt darstellen wollte. Nun könnte man meinen, das sei ein Einzelfall gewesen, aber mitnichten. Stellvertretend für viele andere hier die Kommunikation mit dem Käufer meines iPad Pro (ersetzt durch das Neue):

Siehe da, nach 12 Tagen und drei Ballwechseln war es dann doch möglich "Ich brauche eine Rechnung auf meinen Namen." zu schreiben. Prima, kann ich, mach ich auch. Gerne beim nächsten Mal auch schneller, wenn ich meine Kristallkugel beiseite lassen kann und direkt weiß, worum es geht... :)

 

Aber geht doch?!

Ich bin ja bisher fast nie auf die Nase gefallen, wenn ich Dinge gebraucht bei eBay oder amazon gekauft habe. Wenn da "TOP" steht und der Käufer ein entsprechendes Bewertungsprofil hat, dann passt das meistens. Meistens... denn gerade wurde ich einen Besseren belehrt.

Gekauft Bang & Olufsen Beoplay E8 "True Wireless InEars", von einem Verkäufer mit 100% positiven Bewertungen im mittleren 600er-Bereich. Da kann nichts schief gehen, oder? Kann doch! Angekommen ist - Achtung, nichts zu Essen in der Nähe liegen haben, zart besaitete Seelen sollten wegschauen - das hier:

Kann man machen, muss man aber nicht. Gut, also die Rücksendung angefordert (wegen Abweichung von der Beschreibung, denn als "TOP" lasse ich das nicht durchgehen). Reaktion des Verkäufers:

Okay. Stinken und Versifftsein sind nicht wichtig, weil sie gehen ja. "TOP" im Sinne von "Tropfen Ohrschmalz Passt"? :-/

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Eine Lanze für die Telekom...

29. Juni 2012

Gestern hätte ich noch gesagt "In den Hintern", heute bin ich da ein wenig entspannter... :-)

Nach dem wunderbaren Halb-Wechsel von 1&1 zur Telekom (und damit von einer 3000er Leitung zu einer vermeintlichen 16000er mit Entertain) und dem Ergebnis, dass die Leistung mit 16000 einfach nicht synchron werden wollte und darum auf 6000 gebremst werden musste, war ich schon im "Glas halb voll"-Modus: 6000 ist immerhin doppelt so viel wie 3000... :-(

Als am Dienstag dann der Techniker vor der Tür stand und als erstes fragte "Wer hat Ihnen denn gesagt, dass Sie Entertain nutzen können?!" war meine Erwartungshaltung ganz unten. Das Durchmessen der Leitung an der Dose und am Übergabepunkt ergab: Keine 16000. Das wars dann wohl... warum noch am Verteiler von dem Haus nachmessen und die Niederlage besiegeln? Ganz einfach: Weil auch da keine 16000 ankamen... und damit klar war: Nicht mein Problem, sondern das der Telekom! :-)

Nach zwei neuen Leitungswegen und ausbleibendem Erfolg war klar: Der Port war´s, zumal der Techniker aus der Vermittlungsstelle bis zu meinem Router volle Geschwindigkeit durchmessen konnte, wenn er selbigen umging.Ein Auftrag zum Tausch der Baugruppe war das Ergebnis, der sollte gestern im Laufe des Tages erfolgen. Solange blieb mein Anschluss gebremst.

Heute morgen dann kurze Diskussion mit der Technik ("Wieso? Port hat ein Softwareupdate bekommen, der läuft jetzt auf 16000?" "Ja, aber wenn mein Anschluss noch auf 6000 gedrosselt ist, nützt mir das nix..." "Ooooops..." :-D) und schon ist das Internet schnell und das Fernsehen scharf...

Tja, so schnell kann´s gehen... :-D

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DSL-Terror

26. Juni 2012

Fragen, die das Leben, die Telekom und 1&1 so schrieben:

Warum ist der 1&1-DSL-Anschluss seit gestern, 12:30 abgeschaltet, der der Telekom (die beide Schaltungen macht) aber bis heute morgen noch nicht aufgeschaltet?

Warum hat der Telekom DSL-Anschluss nach Aktivwerden eines Technikers statt der Qualität eines 16.000er nur die eines 6.000er-Anschlusses?

Warum bestätigen die Auftragsannehmenden der Telekom immer eine Handynummer als Rückrufnummer, die Techniker rufen dann aber stattdessen auf der Haupt-Festnetznummer des Anschlusses zurück?

Warum versuche ich gestern den ganzen Tag, der Telekom den nicht funktionierenden Anschluss mitzuteilen, werde dabei auf heute vertröstet, bekomme heute Morgen dann aber erst für morgen einen Technikertermin?

Und, zum krönenden Abschluss für den Moment, warum bekomme ich heute eine Rechnung von 1&1 für DSL des kommenden Monats, wenn der Anschluss seit gestern bestätigt gekündigt ist?!

Und nein... ich erwarte keine Antworten. Besser nicht. :-(

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Umlaute beim Kindle Touch

25. April 2012

Mit dem Kindle Touch WLAN und dem Kindle Touch WLAN + 3G hat amazon jetzt auch eine Kindle-Generation im Programm, die über eine Softtastatur verfügt und dazu noch deutsche Benutzerführung mitbringt. Damit können Texte - beispielsweise in die Suchmaske - eingegeben werden, nur fehlen auf dieser Softtastatur die Umlaute.

Kein Problem: Wie bei vielen Smartphones können diese eingegeben werden, wenn man länger den entsprechenden Grundbuchstaben gedrückt hält (zum Beispiel "a"). Kurze Zeit danach erscheint über dem Buchstaben eine Liste mit den verschiedenen Umlauten, aus der dann das gewünschte (hier das "ä") ausgewählt wird.

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Die ewige LTE-Diskussion

22. März 2012

Manchmal komme ich mir zurück versetzt in die Zeiten des TAED-Systems und der Frühstücks-Cerealien. Keiner wusste, was es bedeutete, aber wenn man es häufiger hörte, musste es was Wichtiges und Erstrebenswertes sein... :)

Mit den ersten Geräten, die LTE unterstützten, ist in den vergangenen Wochen die Diskussion um Netze, Nutzbarkeit und Notwendigkeit mit voller Wucht entbrannt. Als Apple dann noch bei der Vorstellung des "neuen iPad" (ehemals "iPad 3") LTE ankündigte und sich herausstellte, dass die im iPad verwendeten Chips die Frequenzen in Deutschland nicht unterstützen würden, war das Chaos perfekt.

Mal im Ernst die Frage: Brauche ich LTE in einem mobilen Gerät?

1.) Auslastung/Versorgung
LTE ist in Deutschland gerade im Ausbau. Wer sich die Karten einmal ansieht, der erkennt schnell, dass es eben die bisher schlecht mit DSL versorgten, meist ländlichen Gebiete sind, die mit LTE-Basistationen versorgt werden. Logisch, denn dort wird der - für die Netzbetreiber mit immensem technischen Aufwand verbundene - Ausbau der technischen Infrastruktur gefördert (weil es billiger ist, diese zu schaffen, als entsprechende DSL-Infratruktur dort hinzubekommen). Quintessenz: Wer auf dem Land lebt, hat eher was von LTE als in der Stadt (wo die Netze bereits bis HDSPA+ hochgehen).

2.) Die Nutzung
LTE ist deutlich schneller als DSL, das ist einer der Werbesprüche. Nun ist das zum einen eine Aussage, die recht relativ ist, denn jeder Mobilsurfer kennt das Problem: Die tatsächliche Geschwindigkeit ist nur teilweise von der Infrastruktur abhängig, viel mehr noch aber von der Auslastung der Zelle. Wie viele Anwender datensurfen gerade? Wie werden die Datenslots verteilt?

Nun kommt noch dazu, dass die empfundene Surfgeschwindigkeit nicht nur abhängig vom Datendurchsatz ist, sondern auch noch andere Faktoren (z.B. der DNS-Lookup, also das Umwandeln der Web-Adresse in eine IP-Adresse) mitspielen. Diese werden aber nicht schneller, wenn der Datendurchsatz höher ist... LTE macht meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man großen Datenmengen durch den Äther schiebt, nicht für das Standard-Surfen. Was macht aber der Normalanwender mit seinem Smartphone? Richtig... Surfen.

3. Nebenfaktoren
Höherer Datendurchsatz heisst auch höherer Akkuverbrauch, zumindest ist dies bei LTE der Fall. Die Geräte, die bisher auf dem Markt sind, kommen unter LTE gerade mal einen halben Tag über die Runden. Für ein Smartphone vollkommen inakzeptabel.

Für mich habe ich die Frag oben eindeutig mit einem "Nein" beantwortet. Und das nicht, weil es noch kein LTE Windows Phone gibt, sondern, weil es nicht der Nutzung eines Smartphones entspricht. Einen WLAN-Accesspoint mit LTE für das Surfen mit einem Notebook unterwegs, das kann ich mir schon eher vorstellen. In einem Smartphone - das theoretisch ja auch über Tethering als WLAN-Accesspoint genutzt werden könnte - macht es auf Grund des Akkuverbrauchs einfach keinen Sinn... und damit die Diskussion eigentlich auch nciht so richtig... :D

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Gurkentruppe, Teil 2

12. Juli 2011

Nein, ich meine nicht die Deutsche Damen-Fußballnationalmannschaft, sondern die Kollegen von 1&1. Seit zwei Wochen ist mein DSL-Anschluss gestört, das interessiert aber so recht niemanden. Ich habe in meinem Leben schon viel an negativem Kundenservice erlebt, aber das toppt alles.

Ausführlich zu lesen hier.

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DellAware, oder Selbsterkenntnis adelt

9. September 2010

Nachdem mein ausführlicher Test des Dell Streak online war, hatte ich Dell nochmal separat darüber in Kenntnis gesetzt (vorherige Kontaktversuche waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt)... und erhalte im Handumdrehen eine Antwort der Pressestelle. Und nach Rücksprache gar die Aussage, dass die Kritik "absolut fair und ausgewogen" sei. Hut ab. Passiert selten!

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DELLetantismus par exellance: Dell Streak

6. September 2010

Nee, nee, nee. Das kanns nicht sein. Nachdem Dell in den vergangenen Jahren wenig im mobilen Markt geleistet hat und nach den ersten X30 Axims das Engagement gar ganz einstellte, so war Michael Dell´s Ankündigung neuer mobiler Geräte Ausgangspunkt für einen bunten Strauss an Spekulationen. Irgendwie wissen wir bis heute noch nicht sicher, ob es Windows Phone 7-Geräte von Dell geben wird, aber zumindest das erste Android-Gerät ist mit dem Dell Strak auf dem Markt.

Und ganz ehrlich: Bei aller Begeisterung für Design und das 5 Zoll-Display (der Streak ist eher mini-Tablet als Maxi-Smartphone) frage ich mich doch, was Dell sich gedacht hat, als die Software qualitätsgesichert wurde (womit ich sagen will, dass ich eher anzweifle, dass sie das überhaupt wurde).

Der Twitter-Client: Nach der Umstellung von Twitters Authentifizierung auf OAuth am 31.8.10 nicht mehr nutzbar. Der Facebook-Client: Zeigt zwar als Widget die aktuellen Nachrichten an, lässt aber keine sinnvolle Weiterbearbeitung zu. EMail per Exchange? Nur per WebDAV, wer echt mit einem Exchange arbeiten muss, dem bleibt keine Alternative als eine Mischung aus RoadSync und Touchdown zu konfigurieren. Apropos Touchdown: die 2.0-Version ist vorinstalliert und mit Widgets für den Startscreen auch hübsch. Plötzlich zeigt der Android Market an, dass es ein Update gäbe. Wer kritikos draufklickt, der bekommt eine Uraltversion 1.6 installiert... und alle Widgets gehen nicht mehr.

Aua.... hoffen wir, dass das Android 2.1-Update, das in UK schon in der Auslieferung ist, diese Probleme behebt und keine neuen bringt... :-(

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Age and Reason oder "Technik entzaubert"

4. September 2010

Gestern Abend mit dem Kollegen Wiseman beim Cappuccino  ins Grübeln geraten: Technik ist schön. Aber der unbedingte Reiz vergeht mit der Zeit. War früher ein neues Gerät immer ein technisch-virtueller, nichts desto Trotz befriedigender Höhepunkt, so blubbert die Begeisterung heutzutage im Normalfall nur noch so vor sich hin. Klar, es gibt Ausnahmen - bei mir Windows Phone 7 vor einer Woche - aber das Gros der Geräte verursacht nur noch ein leicht genervtes "Okay, richten wir´s mal ein, damit der Praxistest möglich ist".

Jammern auf hohem Niveau, keine Frage, wir sind ja selbst am Reizüberfluss schuld. Schade aber ist es doch... :-$

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vodafone von der Bahn übernommen

27. August 2010

Kann gar nicht anders sein. Zum zweiten Mal in diesem Monat hat vodafone massive Probleme mit dem UMTS-Netz (in NRW momentan im kompletten 4er-Postleitzahlenbereich einfach weg).

Grund diesmal: "Die Unwetter". Err... was? Wenns regnet, kann ich nicht surfen? Demnächst müssen die Sendemasten noch zum Austausch der Radlager in die Werkstatt, und dann stellen sie ab 30 Grad Aussentemperatur den Dienst ein, oder was?! :-((

Update: Passend dazu kalauerte gerade eine Kollegin "Ich habe gerade versucht, meinen Freund Spiderman übers Handy anzurufen. Ging nicht... kein Netz!" :-)

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Livescribe hinter einem Proxy mit Authentifizierung

20. Mai 2010

Am vergangenen langen Wochenende hatte ich während eines Einkaufsbummels der schon lange nagenden Versuchung nach einem Livescribe-Stift nachgegeben. Wer ihn nicht kennt: Vom Grundsatz her ist dieser ein etwas überdimensionierter Kuli, der einen eingebauten Speicher von 2 oder 4GB hat und auf Anoto-Papier schreibt. Das Papier ist mit fast unsichtbaren Minipunkten versehen, die von der unter der Mine installierten Minikamera des Stiftes aufgenommen werden und so millimetergenau die Position des Stiftes mit aufnehmen.

An PC oder Mac angeschlossen können dann die geschriebenen Notizen übertragen, verwaltet und in Text umgewandelt werden. Die Codierung des Papiers enthält dazu noch die Information, welcher Notizblock und welche Seite gerade verwendet wird. Jeder Schreibblock (vom A5-Ringbuch über den kleinen Notizblock zum Moleskin) hat auf jeder Seite Steuerelemente, mit denen beispielsweise durch einen Tipp eine Audioaufnahme (die später genau der Stelle, an der man dann geschrieben hat, zugeordnet wird), einen Taschenrechner und weitere Zusatzfunktionen aktiviert.

Spielerei? Für mich nicht (nur)! Ich schreibe aus Gewohnheit bei allen wichtigen Meetings Kernpunkte mit, auch wenn ich nicht selbst Protokoll führen muss. Wie oft kommt es dann aber vor, dass der Protokollführer in der Diskussion abgelenkt war und bestimmte Themen nicht oder nur teilweise mitbekommen und aufgeschrieben hat. Wenn dann die Diskussion noch schnell und dialogorientiert geführt wird, dann kann fast nur eine Audioaufnahme helfen. Also: Pen raus, Themen mitschreiben, bei komplexeren Diskussionsfäden Aufnahme einschalten und dann am Desktop die Notizen in Text umwandeln und dem Protokollführer zur Verfügung stellen … Audiodateien können einfach in AAC (Mac, PC), WAV, MP4 (nur PC) umgewandelt und ebenfalls mitgeschickt werden.

Zuhause funktioniert alles prima, Sinn macht es aber auch, die firmenbezogenen Protokolle auch auf dem Firmenrechner zu haben. Die Installation auf dem Desktop kein Problem (dank freundliche Unterstützung eines Admins, denn ohna lokale Adminrechte geht das nicht), allerdings zeigt sich eine Sicherheitsfunktion des Stiftes als Hinderungsgrund im Firmennetzwerk: Der Stift wird immer an einen (kostenlosen) Livescribe-Account gekoppelt, und dieser wird vor Übertragung der Notizen abgefragt, damit nur der berechtigte Benutzer – beispielsweise bei einem Verlust wichtig – an die Daten kommt. Mittlerweile unterstützt die Software auch die Nutzung eines Proxys, wird allerdings die Proxy-Authentifizierung benötigt, dann bricht die Kommunikation immer mit einer Fehlermeldung, man könne nicht auf das Internet zugreifen, ab.

Livescribe selbst schliesst in seiner Knowledgebase in einem solchen Fall, man könne den Stift nicht einsetzen. Pustekuchen! Die Lösung ist einfach und kann auch ohne Admin-Rechte umgesetzt werden:

Im Programmverzeichnis findet sich die Datei Livescribe Desktop.exe.config. In diese muss nach dem ersten Programmstart ans Ende, vor dem schließenden </configuration> folgendes Code Snippet eingefügt werden:

<system.net>

<defaultProxy enabled=“true“ useDefaultCredentials=“true“>

<proxy usesystemdefault=“true“/>

</defaultProxy>

</system.net>

Dieses weist das Programm an, für die Internetverbindung die Standardauthentifizierung des Desktops am Proxy zu verwenden (sprich: die Anmeldedaten am System weiterzureichen).

Geht doch… :-D

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Der Fluch der Rechtschreibkorrektur oder: Warum T9 ausgesproche T(Nein) heisst

28. April 2010

Gerade bei Touchscreen-Geräten bin ich unendlich dankbar für die Rechtschreibkorrektur. Ohne Hardwaretasten ist das Schreiben einer Nachricht während der Fahrt unterwegs eine Herausforderung. Wenn das Gerät dann sinnvoll korrigiert (und die aktuellen Geräte haben durchaus ausgeklügelte Algorithmen. Meistens.

Gestern morgen schreibe ich unterwegs eine SMS, die - wie bei mir üblich - nordisch unterkühlt mit "Moin" anfängt. SMS abgeschickt, mit einem letzten Blick auf die Konversationsansicht geschaut... häh?!

Wem habe ich eine Nachricht geschrieben, die mit dem Wort "Mountainbike" anfängt!?!?!? Hab ich nicht... T9 war nur der Meinung, ich wäre der Meinung, einen Freund mit "Mountainbike" statt "Moin" begrüssen zu wollen.

Naja... geguckt hat er aber eher wie Auto... :-D

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Handystress

13. März 2010

"Ey, isch bin nisch Schuld, isch schwör!"

Hat man das nicht schon hunderte von Malen in der seriösen Nachmittagshausfrauen-Fernsehlandschaft gehört? Na klaaaaar, sag ich nur! Fünf Handyverträge, Kosten nicht im Blick, und schon lockt die Privatinsolvenz. Und wer zahlts? Ich... unter anderem. Ich, der ich meine Kosten detailliert unter Kontrolle halte!

Ja sch...e, das war wohl nix.

Erst schaue ich unbedarft in meine Rechnungsvoransicht bei vodafone, um horrende 432 Euro vorzufinden:

Die Würze liegt im Wort "Ausland". Für 210,32 zeichnet hier die bEva verantwortlich, die mit ihrer Sehnsucht nach des Gatten Stimme für das eine oder andere Telefongespräch zu 1,69 pro Minute gesorgt hat (Wenn irgendjemand jetzt was von "Skype" sagt, gibts was auf die Backen. Telefoniert habe ich meist unterwegs. Und gerne erinnere ich mich an Buddy Christian und sein "Hallo? Hörst Du mich? Ah, jetzt seh ich Dich. Du miach auch? Hallo? Haaaallooo?!" mit seiner Holden... :-D)

Konnte ich mich da noch rausreden, dann wirds bei den 199,52 problematischer... vom Twittern, Foursquaren und Mails abrufen hatte die bEva nun wahrlich wenig. Nrrg... war auch schon mal billiger (im letzten Jahr waren es immerhin nur EUR 300! :-))

Bitter dann der Blick aufs Konto gestern. Irgendwie fehlten mir gefühlte 1000 Euro. Peanuts für die einen, durchaus relevante Beträge für die anderen. Eine genauere Durchsicht durch die Posten offenbarte den Übertäter: O2 mit EUR 1342,49....

Jetzt zähl ich 1 und 1 zusammen und schrecke zusammen: "Welches Gerät hattest Du noch mit in den USA?" (Keins. Nur den iPAQ Glisten, den ich da gekauft hatte, und der hatte auch eine vodafone-Karte drin und war nur per WLAN online.). Was aber... Halt! O2 habe ich nur den Pre, den ich Anfang Januar im Zuge der "Hammertarif und Touchstone Gratis"-Aktion gekauft hatte, und schon war der Übeltäter gefunden. Allerdings "sollte" der eigentlich eine Datenflat haben, eine verkrüppelte zwar (bis 200MB/Monat mit HSDPA-, dann mit GPRS-Geschwindigkeit), aber trotzdem eine Flat. Ein Blick in die Unterlagen aber belehrte mich eines besseren: "Handy Online" heisst nicht "Online-Flat", sondern *wasweissich*. Unter "Online" stand dann "Internet by time". Und das wiederum heisst: EUR 1342,49. Wann immer eines meiner Geräte an ist, ist es online, Exchange-Server und Push-Verbindung sei Dank.

Kinder, ich sage Euch: Heiss und kalt ist nix dagegen...!

Allerdings nur kurz: Hut ab! O2 hat innerhalb von zwei Minuten den Tarif auf die eigentlich gebuchte Flatrate umgestellt, mir überlassen, ob sie zurück überweisen oder ich die Lastschrift zurück hole (letzteres, keine Frage!) und mir den "echten" Rechnungsbetrag zur Überweisung genannt (38 Euro... ha!). Puuuuh... :-/

Ich? Handykosten? Kontrolle? Ich bin mal eben still... :-)

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Test des Palm Pre

21. Oktober 2009

Auch wenn ich mittlerweile arg angesickt bin, wenn es um einen bestimmten O2-Shop in Krefeld geht (mehr dazu später), so habe ich doch eine gewisse Begeisterung für den Palm Pre als Gerät aufgebaut, seitdem ich ihn Anfang vergangener Woche bekommen habe. Zeit genug also, einen ausführlichen Test zu veröffentlichen. Bitteschööööön... :-)

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Palm Pre und Exchange zum Laufen bekommen

13. Oktober 2009

Wer dieses Blog schon eine Zeit liest, der kennt meine grundsätzlichen Probleme rund um "mal eben". Wann immer ich in engem Zeitkorsett entscheide, dass ich irgendetwas "mal eben" machen kann, geht es in die Hose. So auch heute.

Vollkommen unvorbereitet betrete ich einen O2-Shop, sehe ein Ausstellungsstück des Palm Pre, nehme es in die Hand... und bin wider meiner Vorsätze gebannt. Wahrscheinlich hätte ich mich ja noch beherrscht, aber nachdem der Shopinhaber meinte "Kann ich erst ab morgen verkaufen" (zeigt auf das O2-Werbeplakat mit dem Aufdruck "Ab 13.10.2009 exklusiv bei O2") war mein Jagdtrieb geweckt. 5 Minuten später waren wird uns mit "Bar zahlen, Rechnung schick ich nach, dann kann ich ihn erst morgen buchen" einig... :-)

Das "male eben" war dann der Versuch der Einrichtung des Exchange-Zugangs. WebOS ist ... sagen wir mal ... gewöhnungsbedürftig, egal, ob man vorher ein Windows Mobile-Gerät, ein iPhone oder eine Symbian-Telefonzelle hatte. Grundsätzlich war das Postfach schnell eingerichtet, grundsätzlich der Frustfaktor aber auch schnell hoch: "Das Zertifikat ist ungültig oder Datum und Uhrzeit stimmen nicht" war die Meldung des Tages... und auch nach einer Stunde Wühlen durch die englischen Foren der Mitleidenden in den USA (die seit einigen Monaten bereits in den Genuß des Palm Pre kommen) war mir klar, dass es am Zertifikat liegt, was bei meinem Server ein selbst generiertes ist. Nach einigem weiteren Suchen und Ausprobieren hier meine Lösung, um den Exchange ActiveSync (EAS) zum Laufen zu bekommen:

1.) Bereitstellen des Root-Zertifikats

Der Pre besteht darauf, das Root-Zertifikat des Servers (und nicht des Exchange) zu haben. Gut gelaufen, wenn der Admin direkt das Root-Zertifikat exportiert hat (das dann natürlich auch für den Exchange gilt), schlecht, wenn nicht. Hier ist ggf. eine Abstimmung mit dem Serveradministrator von Nöten, der das Zertifikt als Datei erstellen muss.

2.) OWA funktioniert nicht zur Zertifikatsinstallation

Klassischer, aber (zumindest bei mir) wenig hilfreicher Tipp: Den Server im Outlook Web Access (OWA) ansurfen und dort das Zertifikat bei der Zertifikatswarnung akzeptieren. OWA funktioniert, EAS aber immer noch nicht.

3.) Mailen des Zertifikats

Hat man einmal das Zertifikat (in Form einer Datei der Endung ".cer"), dann muss es auf den Pre gelangen. Auch hier wieder ein für mich erfolgloser, aber oft gelesener Weg: In das Hauptverzeichnis des Wechseldatenträgers (aka Speicher des Pre) legen und neu starten.

Der funktionierende Weg ist gar noch einfacher: Einfach eine Mail mit der Zertifikatsdatei als Anhang senden, am besten an ein Freemail-Postfach (bei mir Yahoo), denn der Exchange bzw. OWA verweigert eine solche Datei als "unsichere Anlage". Ist aber das Freemail-Postfach auf dem Pre konfiguriert, dann kann es abgerufen werden, dann der Anhang geöffnet werden. Es öffnet sich automatisch der Zertfikatsmanager des Pre, dort das Zertifikat akzeptieren, einmal neu starten, EAS neu einrichten und freuen... :-D

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Otoplastiken... oder Knete im Ohr

26. August 2009

Uiuiuiui... ich habe ja schon viel erlebt, aber es gibt immer noch Dinge, die ich bisher noch nicht hatte. Bis gestern gehörte dazu Knete im Ohr, auch wenn mein kleiner Sohn durchaus ernst zu nehmende Ansätze gezeigt hatte, das einfach mal auszuprobieren. Aber so stelle ich mir das tatsächlich vor...

Was war passiert? Nach Jochens begeistertem Bericht über die beyerdynamic DTX-50 und MMX-100 individual, meiner doch durchaus ausgeprägten Musikleidenschaft und der Tatsache, dass ich beim Singen mit einem Sennheiser ew3000 Beltpack kabellos unterwegs bin, aber immer wieder mit dem richtigen Kopfhörer kämpfe (oder besser: Ich kämpfe gegen die rausfallenden, schlecht sitzenden etc.) musste Abhilfe her. Diese in Form der beyerdynamic MMX-100, die die Ergänzung der DTX 100 um die Freisprechfunktion für iPhone und Co. sind. "Individual" bedeutet in dem Fall, dass den Kopfhörern ein Gutschein für die Erstellung einer Otoplastik beiliegt.

Exakt hier kommt die Knete ins Spiel... in Zusammenarbeit mit der Firma Kind, einem der führenden Anbieter rund um Hören und technische Hilfsmittel mit über 400 Niederlassungen in Deutschland, wird ein Abdruck der Ohren gemacht... von Innen versteht sich! :-D

Ein Stück Watte wird an einen Faden gebunden, der im Ohr versenkt und dann kontrolliert, ob der daraus entstehende Pfropfen dicht sitzt. Dann wird aus zwei Komponenten (die tatsächlich wie Knete aussehen) eine Masse zusammengematscht und diese dann vorsichtig mit einer riesigen Spritze ins Ohr gedrückt. Erst ins eine, dann ins andere, und dann herrscht herrliche Ruhe. Bis der Techniker dann wild gestikulierend und überlaut redend versucht, den Delinquenten zum Öffnen des Mundes zu bewegen... ist die Masse hart geworden, dann muss der Unterdruck, der beim Herausziehen des dicht abschliessenden Blocks entsteht, Ausgleich finden.

Die Abdrücke werden zusammen mit den weiteren Daten (welche Farbe sollen die Otoplastiken haben (Transparent, Weiss, Schwarz), welcher Kopfhörer soll nachher hinein kommen, soll ein Ventilationkanal gelegt werden, um Luft und einen geringen Teil an Umgebungsgeräuschen durchzulassen) ans Labor geschickt und dort final gefertigt. Nach ca. 10 bis 12 Tagen kommen die fertigen Otoplastiken dann wieder zurück an den Händler und können abgeholt werden.

Ich sag´s Euch: Es ist ein komisches Gefühl, die Ohren voller Knete zu haben. Ich werde zuhause erst einmal alle Knete-Vorräte der Kinder konfiszieren... man weiss ja nie! :-D

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Der sanfte Klang der Erreichbarkeit

12. August 2009

Keine Sorge... ich fang jetzt nicht mit Esoterik und Barlounge-Weichspül-Schmusemusik an... :)

Exchange Server haben kein einfaches Leben... und das Jahr 2009 wächst sich zum Jahr der Serverpest aus: Der meine hauchte (wie hier zu lesen) sein virtuelles Leben bereits Ende Januar aus, meine neue Mailheimat auf Joe´s Exchange vor zwei Wochen.

Der ein oder andere mag nun sagen "Wo ist das Problem? Im Outlook sind doch alle Daten? Und Mails können per POP3 abgefragt werden?". Richtig. Das macht mit einem PC Sinn. In meiner Konfiguration allerdings ist es ungefähr so sinnvoll wie Herr der Ringe auf einem Handydisplay.

Drei Notebooks, ein Mac, drei mobile Geräte im (wechselseitigen) ständigen Einsatz. Wie also stelle ich sicher, dass ein eingetragener Termin oder ein geänderter Kontakt auf die anderen Geräte kommt? (Wer jetzt "Mit einem Exchange Server" antwortet, der sollte sich auf schnelles Laufen einstellen!!! :-) ).

Dass das Abfragen von Mails per POP3 (mit der Einschränkung, dass die Mails auf dem Server bleiben müssen, damit sie später wieder auf den Exchange kommen und damit jede popelige SPAM-Mail auf jedes Gerät heruntergeladen wird, man dauernd 50 neue Mails angezeigt bekommt, weil man ein anderes Gerät benutzt, obwohl man auf einem anderen schon die Mails gelesen oder gelöscht hat) schmerzhaft sein kann, können Exchange-Unbeleckte nicht mal annähernd erahnen.

Und deshalb auch nicht das Gefühl, wenn man nach anbindung an den neuen Exchange am Schreibtisch sitzt und innerhalb von Sekundenbruchteilen der PC klingelt und drei mobile Geräte (Touch Pro2, HTC Hero und iPhone) düdeln, weil eine neue Mail eingegangen ist.

Da verzeiht man ausch schon mal, dass das wieder eine SPAM-Mail war... :-D

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Telekom, DSL und mangelnde Vorbereitung

6. August 2009

Mensch, manchmal hasse ich es, ein Gutmensch zu sein. Fragt mich jemand nach Hilfe, dann kann ich kaum nein sagen. So geschehen bei einem entfernten Bekannten, der nach dem Umzug seine Telefonanlage nicht zum Laufen bekam (allerdings auch offen kommunizierte "Das ist nicht mein Ding.").

Wer kennt die Leiden eines Umzugs und die damit verbundene Profilierungssucht der Telekom als unfähigstem Netzanbieter nicht? Also: Trotz proppevollem Terminkalender und wunderschönem Wetter ins Auto gesetzt und die fast 50km gefahren. Was finde ich aber vor? Einen Wust aus Netzteilen, Kabel und Geräten, unsortiert und ungekennzeichnet. Keine Zugangsdaten DSL oder ISDN, die ISDN MSN´s irgendwo verbuddelt, zwei Telefondosen im Haus, von denen nicht klar ist, welche geschaltet sein sollte... und auf die Frage "Warum lässte denn keinen Techniker kommen?" kommt "Der kostet doch Geld!".

Nach Telefonat mit der Hotline und danach wundersam funktionierendem ISDN (der Splitter aber funktioniert immer noch nicht) habe ich zumindest die Basistelefonie eingerichtet. Später kommt dann ein Techniker. Und wenn der Geld kostet: Sei´s drum! :-(

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iPhone 3GS - Ein Meilenstein?

21. Juni 2009

Eines muss man Apple und T-Mobile ja zu Gute halten: Die wissen, wie man einen Marktstart zelebriert und optimal ausnutzt. Und sie lassen es sich etwas kosten. Wer vorbestellt hatte (wie ich direkt nach der Infomail von T-Mobile ... ich schäm mich ja auch, dass meine Beherrschung knappe 15 Sekunden angehalten hat... :-)) wurde dann plötzlich am Donnerstag angerufen, wann er am Freitag (19 Juni, der Tag des Marktstarts) zuhause sei, man wolle per Kurier das 3GS vorbeibringen. Und genau im Zeitfenster kam der Bote auch. Schön der Kommmentar auf meine Frage, ob es nicht schön sei, heute mal nur grinsende Empfänger zu haben:

"Stimmt... zumal wir sonst nur die gelben Briefe, also Vollstreckungsurteile und Zustellurkunden verteilen..." Aua... :-D

Tja, nun hab ichs zwei Tage... und bin mal wieder nur gemässigt eurphorisch. Warum? Weil die Features, die das 3GS von einem auf OS 3.0 aktualisierten Gerät unterscheiden, nicht wirklich der Reisser sind. Die Kernpunkte im Folgenden:

1.) Gerätedesign

Ich werde es nicht begreifen... vom 2G zum 3G hat Apple einen signifikanten Unterschied im Gehäusedesign vorgenommen. Wer das neue Gerät hatte, der hatte schon auf den ersten Blick ein neues Gerät. Nicht so beim 3GS: Es sieht auf den Punkt so aus wie das 3G. Und ganz ehrlich: Auf die in Millimeterbruchteilen gesetzte interne Modellnummer kann man nun wirklich nicht schauen.

2.) Der Kompass

Eine der grossen Änderungen des 3GS zum 3G: Sowohl als eigene Applikation als auch integriert in die Kartenanwendung wird nun die Ausrichtung des iPhones angezeigt. Wichtig dabei: das Gerät waagerecht zu halten und natürlich gerade in Blickrichtung. Nette Idee (vor allem im Kartenmodus), Umsetzung suboptimal. Fixiere ich die Position, drehe mich dann exakt in die Ecke, die vorher als Norden angezeigt wurde, dann ist die Nadel +/- 15 Grad an "Norden" vorbei. Und das draussen, ohne ernsthaft zu vermutende Einflussfaktoren auf den Magnetismus. Hmmmmh...

3.) Die Sprachsteuerung 

Der iPhone-Fetischist jubelte, der Windows Mobile-Anwender wunderte sich: Sprachsteuerung? Hui... ein solch revolutionäres Feature (auf anderen Plattformen ein alter Hut)... Auch hier: Gut gedacht, unbefriedigend umgesetzt. Drückt man den Menükopf (das viereckige Ding unten in der Mitte) länger, dann kann man den Namen des Anzufufenden sprechen (funktioniert klasse, hat der Kontakt mehrere Nummern, dann kann man per Sprache die Art der Nummer auswählen) oder die Rufnummer einsprechen. Während das alles recht gut funktioniert, gerät das, was eigentlich revolutionär wäre, zum Fiasko:

"Spiele Album xxx", "Spiele Interpret YYY", die Sprachanwahl von Musik, das wäre etwas, was dem iPhone als Multimediamaschine ein Alleinstellungsmerkmal verleihen würde, aber auch das, was eher unbefriedigend formuliert - wenn man es freundlich sagen will.

Das liegt vor allem daran, dass die meisten Titel und Interpreten englische Namen haben, und die Spracherkennung sich wiederum auf die eingestellte Landessprache einstellt. Die Konsequenz: Alle Namen müssen verkrampft Deutsch ausgesprochen werden, und selbst dann ist die Erkennungsrate schlecht.

4.) Die Kamera, der Fokuspunkt und die Videos

Da kann ich nicht meckern... :-) Allerdings sind drei Megapixel und Videoaufnahmen nicht unbedingt etwas, was für ein Gerät von 2009  bemerkenswert ist.

5.) HSUPA und der Rest des "S"

Das "S" steht für Speed. Und tatsächlich ist das 3GS im Vergleich zum 3G spürbar, wenn auch nicht revolutionär schneller (was aber daran liegt, dass auch das 3G von der Bediengeschwindigkeit schon fix war). Im direkten Vergleich zwischen 3G und 3GS erkenne ich aber in der Datengeschwindigkeit wenig Unterschied... und das in Düsseldorf, mit guter Netzversorgung. 

Naja, und dann wären da noch die Features, die auch die alten iPhones mit dem Update auf OS 3.0  bekommen können: Versand von MMS, die Zwischenablage... siehe oben: Gerät von 2009. :-(

In der Summe ist das 3GS nicht schlecht. Es macht Spass, die 32GB sind ein Schritt nach vorne, nur: Der Wechsel vom 3G aufs 3GS ist für mich (vor allem auf Grund der verfallenden Preise für die 3GS) nur dann sinnvoll, wenn man sowieso eine Vetragsverlängerung vor der Nase hat.

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"A Wise Man´s Words" oder "Wo sind die Innovationen?" (Update 21.2.)

18. Februar 2009

Der Kollege Wiseman - von mir sehr ob seines Sachverstandes und seiner Eloquenz geschätzt - schreibt in seinem lesenswerten Blog über die mobile Zukunft und den schmerzlich vermissten Grad an Innovation lamentiert. Das kann ich einfach nicht unkommentiert lassen:

Kleiner, leistungsfähiger und einfacher zu bedienen, so sieht die Zukunft des Mobiltelefons aus. Doch der Raum für Innovationen ist begrenzt. Wo der größere Bildschirm ist, bleibt kein Platz für eine passable Tastatur, es sei denn unter ihm. Dann aber wird das Ding wieder dicker und hängt in der Brusttasche wie Blei. Ergonomisch ist alles eh eine Katastrophe: Ein Gerät, dessen Formfaktor heutzutage kaum mehr zum Telefonieren taugt, wird zum Surrogat des persönlichen Computers. Aber als solches hat es sich ja längst bewährt. Darauf wird sich ausgeruht und munter kopiert, was sich angeblich bewährt hat. Doch im Grunde haben wir uns nur an die Unzulänglichkeit gewöhnt. Mobiles Leben mit dem Defizit. Das passt zur Rezession.

Aua... mir ist noch sehr gut der Kommentar meines geschätzten Widerparts im Kopf: „Die innovative Fallhöhe passt unter den Teppich!“. Das allein lässt ja bereits eine gewisse Innovationsresistenz und Unbeweglichkeit gegen die Vereinigung unterschiedlicher Anwendungen in einem Gerät erkennen: Das Mobiltelefon ist tot, es leben die Converged Devices! Sicher: jedes einzelne Gerät ist kleiner als die funktionale Summe, und jedes einzelne Gerät passt in EINE Hemdtasche... leider aber hat das Hemd (nicht nur das letzte) nicht so viele Taschen, wie man Geräte hat: Die Kamera in die linke Hosentasche, das Mobiltelefon in die Hemdtasche, das Mininotebook in den Rucksack, den PDA in die... welche Tasche war jetzt gerade noch übrig?

In bester Kienzle/Hauser-Manier geht es weiter:

Das kann ich so nicht unkommentiert lassen. Selbstverständlich geht es nicht darum, das Mobiltelefon wieder in möglichst viele Geräte aufzusplitten. Die Kombination ist durchaus gut und sinnvoll. Wer aber ein praktikables Allroundgerät anbieten möchte, sollte sich über neue Bedienvarianten ein wenig mehr Gedanken machen. Da gibt es meines Erachtens noch enormes Entwicklungspotential. Ob mit numerischem Block, alphabetischem Knöpfchenspiel oder Qwertz-Tastatur im Achtelformat, ein Tippvergnügen stellt sich bei aller Fingerfertigkeit nicht ein. Und auch der Touchscreen kann lediglich unter dem Gesichtspunkt des kleineren Übels als große Alternative gefeiert werden: Nach der Ära des Plastikgriffels erscheint hier schon der simple Fingerdruck als ergonomische Revolution. Das ist mir auch mit spitzen Fingern definitiv zu kurz gegriffen.

Mein lieber Ray, so alt der Kommentar mit den beiden Gläsern ist, so treffend ist er immer wieder. Statt das Glas halb leer zu sehen und über die Grösse der Tastatur zu meckern, kann man alternativ auch einfach anerkennen, wie viel Technik und Funktionalität auf so kleinem Raum Platz hat. Übertragen: „So ein Netbook ist doof, auf meinem 24 Zoll-Monitor bekomme ich viel mehr Fenster nebeneinander!“ sagt ja auch niemand? Und wenn, dann wird er belächelt. Einfach deshalb, weil ein Netbook eine andere Klientel ansprechen soll als ein Powernotebook oder ein Desktop-PC... genauso wie ein Smartphone andere Nutzer anspricht als eine „mobile Telefonzelle ohne Zusatzfunktionen“. Vergleiche ich mein erstes Mobiltelefon von 1992 mit meinem ersten PDA, dem ersten Smartphone bis hin zu heutigen Geräten wie dem HTC Touch HD, dann ist die Entwicklung der Ergonomie und des allgemeinen Bedienkomforts bemerkenswert.

Bin ich Waldorf? Oder Stadler? Wie oder wer auch immer, der Kollege Wiseman meint noch eins drauf setzen zu müssen und kommentiert:

Nun, ich denke, dass ich bei meiner Analyse nicht zu tief ins Glas geschaut habe, weder ins halbvolle, noch ins halbleere. Eher habe ich über den rosaroten Brillenrand der Technikbegeisterung hinweg den Blick auf den täglichen Gebrauch der Alleskönner gelenkt. Und da ist es meines Erachtens tatsächlich so, dass die Bedienung so kompliziert ist, dass viele Besitzer der Allrounder nicht einmal die Hälfte der Funktionen nutzen, meist nicht einmal kennen. Und das, obwohl sie sie gut brauchen können, wenn sie sie gebrauchen könnten.

Aber das scheint momentan im Fokus der Entwickler, zumindest in dem der Vermarkter kein vorherrschender Aspekt zu sein. Statt dessen heißt die Krönung, nach der alle streben, jetzt Gestensteuerung und Multitouch: Bildschirmstreicheln mit zwei Fingern, mehr darf der Kommunikant momentan nicht erwarten. Und da es so schön und innovativ ist und niemandem etwas Besseres einfällt, machen alle das Gleiche. Man mag es wenden wie man will: Es bleibt ein Fingerspitzenspiel für Grobmotoriker.

Da wird der Notbehelf zum Kult. Ob die Betriebssysteme von Apples iPhone oder RIMs Blackberry, ob Nokia Symbian, Windows Mobile, Palm WebOS oder Google Android: Bei der Benutzung steht die Fingerübung vor dem Erfolg. Erfahrene Anwender erkennt man den an den entschiedenen Gesten und der unendlichen Leichtigkeit, mit der er sich durch Menüs, Befehle und Eingaben tasten. Alle anderen tapsen eher unbeholfen durchs Glücksspiel der technischen Highlights.

Hmmmh... vielleicht nicht zu tief ins Glas geschaut, zumindest aber zu viele Eierlikör-Berliner an Weiberfastnacht konsumiert? Die Argumente zumindest würden jeder technokratischen Büttenrede Ehre machen!

Warum fühle ich mich bloss an die Kuh erinnert, die die Fahrradklingel mangels Daumen verpönt? Kult oder nicht Kult: Die Fingerbedienbarkeit hat die Art, wie mobile Geräte bedient werden, revolutioniert. Ungefähr so wie die Servolenkung das Autofahren. Auch die möchte niemand mehr missen (bzw. legt sich mit einer Sehnenscheidenentzündung darnieder, wenn er ein Auto ohne fahren muss), käme aber nie auf den Gedanken, ihre Erfindung als „Notbehelf“ zu bezeichnen. Und ganz abgesehen davon: Nicht nur Multitouch, sondern auch die Sprachbedienung (wie beim HP iPAQ Voice Messenger, der selbst gesprochene Kontakte ohne Lernen der Sprachpattern erkennt, oder Microsoft´s Recite, Sprachnotizen, die dann nach gesprochenen Suchbegriffen durchsucht werden können und vieles mehr vereinfachen die Bedienung der Mobiltelefone.

Und das Totschlagargument schlechthin, ich kann es nicht mehr hören: "viel zu viele Funktionen <schniff> bin überfordert <grein>". Reden wir nun von Ergonomie oder von Innovation? Will ich ein Telefon oder ein Smartphone? Wer sich für die hier in der Kritik stehenden Smartphones entscheidet, der sollte wissen, dass er die Approximation der eierlegenden Wollmilchsau erwirbt, mit all ihren Macken und Möglichkeiten. Dass sich hohe technische Integration, geringe Grösse und hoher Bedienkomfort in einem gleichschenkligen Dreieck mit fixer Kantenlänge befinden, ist eigentlich einsichtig... Weiter gehts:

Die Servolenkung und andere technische Entwicklungen, die das Autofahren komfortabler und sicherer machen, arbeiten weitgehend ohne das aktive Zutun des Anwenders. Das ist ein wichtiger Aspekt, auf den Entwickler in der Automobilbranche achten. Nur was einfach funktioniert, kann im Alltag problemlos zum Einsatz kommen. Lenkunterstützung, Bremskontrolle und Rückfahrsicherheitssysteme müssen nicht erst vom Fahrer bedient werden, sondern sie bedienen den Fahrer. Das ist leider bei unseren Kleincomputern nicht der Fall. Hier muss der Nutzer nicht nur bedienen, er muss zuvor auch lernen, konfigurieren, testen.

Selbst wenn alle Grundfunktionen laufen, gibt es - selbst für Profis - immer wieder unerklärliche Stillstände des Systems, Fehlfunktionen oder einfach nicht zu behebende Unzulänglichkeiten, angefangen von Leistungs- und Speicherengpässen bis hin zu Problemen, die durch eine simple Grenzüberschreitung hervorgerufen werden. Wo kämen wir hin, wenn unsere Autos bei jedem Grenzübergang neu konfiguriert werden müssten, und sei es nur aus dem Grund, dass keine automatische Kostenfalle entsteht? Da hilft weder Multitouch noch Spracherkennung.

Und weiter: Was die Bedienung nicht hergibt, spiegelt sich in den Funktionen: Sicherlich ist es heutzutage möglich mit Telefoncomputern Kalender und Kontakte abzugleichen, SMS und Mails zu empfangen. Alles bestens, solange wir die Daten nicht erfassen müssen. Anderenfalls beginnt das Glücksspiel der Kommunikation. Wer wollte schon im Ernst behaupten, dass längere Mails, in denen es zudem um schwierigere Zusammenhänge geht, sich problemlos mit angespitzten Fingern grapschen oder Kunststoffstäbchen griffeln ließen.

Man mag mir unterstellen, dass ich nicht zwischen "automobil" und "ultramobil" unterscheiden kann, gleichwohl ist der Anspruch beider Entwicklungen identisch: Dem Anwender das Leben einfacher machen. Ob das nun funktioniert, hängt sicher zu einem Teil von der Ausgestaltung ab, allerdings nowch viel mehr von der Affinität des potentiellen Nutzers zur Technik und deren Umsetzung: Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tempomaten und meinen verklärt debilen Blick, als ich mit partout keine Anwendung vorstellen konnte. Heute mag ich ihn nicht mehr missen (den Tempomaten, nicht den Blick!), nachdem ich sowohl Bedienung als auch Anwendungsbeispiele erkannt habe.

Gut polemisiert, Herr Wiseman, und GM zitiert, die auf Bill Gates´s Argument des viel höheren Innovationsgrades der IT im Vergleich zur Autoindustrie mit eben jedem "Wenn man bestimmte Manöver durchführt, wie z.B. eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern, neu zu starten. Man müsste dann den Motor erneut installieren." antworteten (zugegeben, diese Presserklärung wird gern zitiert, ist aber Fiktion). Bleiben wir bei der Autoindustrie (und vergessen aus aktuellem Anlass die Mutter aller Befürchtungen in Bochum): Wie viele Rückrufaktionen wurden in den letzten Jahren für aktuelle Fahrzeuge ausgerufen? In anderen Bereichen: Wie viele Updates gab es für die aktuelle Version von Nero oder einer beliebigen anderen Software? Heute ist kein Produkt mehr perfekt, übergreifend über alle Produktkategorien und Hersteller. Das liegt an der viel kürzeren time to market, ohne die ein Produkt schon beim Marktstart veraltet wäre, am durch die Globalisierung und unterschiedliche Lohnniveaus begünstigten Kostendruck... nicht aber an der Komplexität oder der mangelnden Kundenorientierung.

Wenn ich einen iPOD nutze, dann erwarte ich auch nicht die klangliche Brillanz meiner 6000 Euro-Protz-High-Fidelity-Stereoanlage, sondern akzeptiere diese die Funktionalität nicht behindernde Einschränkung als Preis für die Portabilität. Auch als „Messaging-Maschine“ muss ein mobiles Gerät mehreren Ansprüchen genügen: mobil (und damit klein und leicht) muss es sein, funktional aber auch. Wer eine Schreibmaschinentastatur in Originalgröße erwartet, der muss dann auch eine entsprechende Größe des Gerätes in Kauf nehmen. Was waren es für goldene Zeiten, als wir noch Reiseschreibmaschinen als Maß aller Dinge priesen! Und nebenbei: Die Fähigkeit (oder der Mangel daran), komplexe Sachverhalte als Derivat der eigenen Gedanken zu formulieren hängt nicht von der Größe der Tastatur ab... eher von der des Intellekts. :-)

Ein wenig fehlt mir jetzt der rote Faden in der Argumentation, wenn ich dann lese:

Im Folgenden erklärt Andreas Erle, dass er den Tempomaten verstanden hat und nutzt, und dass auch bei Automobilen und anderem Rückrufaktionen an der Tagesordnung seien. Ich verstehe zwar nicht ganz, was das mit einer grundsätzlichen Kritik an der unausgereiften, wiewohl gefeierten Bedienung von funktionsstarken Mobiltelefonen zu tun hat, will ihn aber dennoch in voller Länge zitieren:

Erst geht die Kritik gegen die Grösse und Klobigkeit, dann geht es gegen die Bedienbarkeit (die natürlich in gewisser Weise proportional zur Grösse ist), dann um die Ergonomie (dito), dann um die Anfälligkeit gegen technische Mängel (die. siehe Rückrufaktion bei Fahrzeugen oder Bugfixes bei Software, ein allgemeines Problem ist)... mir scheint´s langsam wie ein allgemeines Traktat gegen eine Gattung von Geräten, nicht wie konstruktive und zielgerichtete Kritik. Weiter geht´s:

Gut das sich so ein Smartphone auch als Telefon nutzen lässt, wenn‘s kompliziert wird. Wörtliche Rede erweist sich bisweilen doch als die einfachste und direkteste Kommunikationsvariante. Dennoch: Die Palette der Funktionen, die heutzutage  kleine Kommunikations-Computern vereinen, ist beeindruckend. Und es geht mir mitnichten darum, diese Stärke herunterzureden.

Doch bei aller technischer Fülle haperts nach wie vor an der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Selbstverständlich ist dies kein Grund für eine Rückrufaktion, da die mangelhafte Steuerung ja keinen Defekt darstellt. Und das ist der Fehler, den ich bemängel. Doch ohne wenn und aber: Dass sich mit Mobiltelefonen heute die gesamte Online-Bandbreite nutzen lässt, wollen ich trotz aller Handicaps nicht unterschätzen und vor allem nicht missen.

Das gilt selbst unter der Voraussetzung, dass Internetseiten im Spielkartenformat statt eines Informationsmediums eher eine Beschäftigungstherapie darstellen. Wer es geschafft hat, die Adresse korrekt einzutippen, die Seite auf lesbares Maß zu vergrößern und den interessanten Bereich anzupeilen, der kann tatsächlich unter ununterbrochenem Rollen lesen, was interessiert.

Trotz aller Einschränkungen: Immerhin sind wir immer drin im Online-Universum. Und so wundert es nicht, dass die besten Telefonanwendungen sich auf den vernetzten Einsatz beziehen. Denn auch wenn Text-, Tabellen- und Bildbearbeitungen zum Standardrepertoire jedes Taschencomputers gehören, sie sind eher ein Notbehelf, geeignet zur Anzeige, vielleicht noch für kleine Änderungen, nicht ernsthaft aber zur Eingabe langer Buchstaben, Ziffern und Gestaltungsbefehle.

Zudem ist es fraglich, warum solche Anwendungen, die meist nur bei empfangenen Dokumenten zum Einsatz kommen, auf dem Gerät selbst installiert sein müssen. Das gilt ebenso für alles, was üppig Kapazität kostet. Während Adressen und Termine nur wenig Speicherplatz beanspruchen und ebenso wie wichtige Mails auch offline zur Verfügung stehen sollten, braucht es für Bild und Tondokumente eigentlich nur einen Zwischenspeicher, in dem das Gerät  Fotos oder Videos, Diktate oder Dokumente aufnimmt bis sie im Web-Space gespeichert werden. Die Lösung: Immer mehr Funktionen werden ins Datennetz ausgelagert. Das vor allem zeigte der Mobile World Congress in Barcelona.

Willkommen im Jahre 1981. IBM hat gerade den ersten Personal Computer auf den Markt gebracht, Speicher ist teuer, Rechenkapazität rar. Beschränken wir uns also auf das Wesentliche... oder nicht? Nein, heutzutage haben mobile Geräte die Kapazitäten kleiner PCs und sollen vor allem diejenigen unterstützen, die wahrlich mobil sein wollen. „Können Sie mal eben in meiner Kalkulation den Fehler suchen?“ „Können Sie mal eben das Bild absegnen“? Halten wir´s mit unseren transatlantischen Nachbarn und antworten laut „YES, we CAN!“. Die Frage ist noch nicht, ob der Benutzer Excel, Word, Powerpoint und wie sie alle heißen benutzen MUSS, die beruhigende Tatsache ist, dass er es KANN. Wer einmal unterwegs nervös zuckend die Minuten gezählt hat, bis er zuhause die wichtigste Datei seines Berufslebens lesen konnte, wird dies niemals wieder in Zweifel stellen. Wer die sonst unproduktive  Wartezeit im Zug damit verbracht hat, schon mal die Mails abzuarbeiten und damit zuhause wirklich Feierabend zu haben, der schüttelt bei der hier befürworteten Beschneidung von „unnützen“ Funktionen heftig mit dem Kopf.

Gerade Barcelona hat gezeigt, wie schnell wir uns bewegen, wie nahe wir dem hehren Ziel, Bedienbarkeit und Funktionalität zu kombinieren, schon sind: Der HTC Touch Diamond 2, das Toshiba TG01, die Verquickung von einem hohen Technologiestandard und intuitiver Bedienung manifestiert sich nicht in Studien, sondern in greifbaren Produkten. Es ist schade, dass Kritiker oft der Kritik wegen kritisieren: Statt ob der Dunkelheit im Tunnel zu kritisieren, sollte viel öfter anerkannt werden, dass man ohne den Tunnel gar nicht erst durch den Berg käme und das Licht am Ende des selben rasend schnell näher kommt.

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Kurzsservice beim Webhoster

13. Februar 2009

Oh, Mann... gerade habe ich mich geistig (wenn auch noch nicht physisch) von 1&1 verabschiedet und bin guter Dinge, dass ich eine neue Heimat für meine Seiten gefunden habe (auf der die WorldofPPC.net bereits liegt), da ärgern die mich mit einer nun zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden auftretenden Nichterreichbarkeit des SQL-Servers, auf dem die Datenbank des CMS liegt. Nach meiner detaillierten Fehlerbeschreibung kam gerade (nach nur 40 Minuten, Respekt!) folgende minimalistische Antwort:

Guten Tag Herr Erle,

geht wieder.

Viele Grüße aus Nürnberg

Err... danke. Aber ein wenig mehr Details hätten mich durchaus begeistert? :-)

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Done...

31. Januar 2009

Drei Notebooks, ein PC, vier virtuelle Maschinen und drei PDAs (sch... vier... den der bEva muss ich mir noch vornehmen) sind auf den neuen Exchange umgestellt und in Sync. Ich allerdings komplett out of Sync... nachdem ich gestern Abend mal wieder heute Morgen ins Bett bin, bin ich bürokompatibel im 06:15 wach geworden. Wuäääh... :-(

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Scheiden tut weh...

30. Januar 2009

`... so eine ver%!§)$(% Decksk!"§%!

Ich versuche ja nun wirklich ein gewisses sprachliches Niveau zu halten und mich auch im Falle von persönlicher Angegrätztheit gewählt auszudrücken. Nach dreieinhalb Stunden Schlaf aber verweigere ich mich diesem hehren Anspruch an mich selbst. Sch"§($=! Ko"$!"§$%!!!

Jetzt geht´s mir besser... :-)

Gestern abend, nach einem langen Tag im Büro, nach einigen Updates der Seite und  - dank des "Baguette-Tags" bei der bevorzugten Pizzeria - Vorfreude auf das Abendessen und die Couch stelle ich fest, dass ich vom Macbook nicht mehr ins Internet komme.

Nach einem Neustart, der Erkenntnis, dass auch mein Touch HD den Exchange nicht mehr erreicht und dem beglückenden Bewusstsein, dass es diesmal NICHT 1&1 sind, die das Problem über einen DSL-Ausfall verursachen, habe ich mich eben mal in den Keller gemacht. Der Server war an, allerdings auch per Remote Desktop nicht erreichbar... also habe ich ihn ausgeschaltet. Hätte ich das mal gelassen!!!

Der erste Einschaltversuch zeigte ungefähr so viel Wirkung wie Konjunkturpaket 1 und 2 zusammen, nämlich nullkommakeine. Auch zwei und drei nicht, plötzlich geht der Server an. Yippeeeeh! Auf dem Weg nach oben (an den mittlerweile angekommenen Baguettes und einer verständnisvollen, aber hungrigen bEva vorbei) stelle ich fest, dass ich den Server nicht pingen kann. Gehe wieder runter, Server aus. Gleiches Spiel wie beim ersten, zweiten und dritten Versuch, irgendwann kommt er... und fährt komplett hoch. Alle Rechner kommen ins Netz, der Exchange ist da. Und ich Idiot gehe nochmal in den Keller, um den Rest des Chaos aufzuräumen... und stehe ohnmächtig daneben, als eine kleine Stichflamme aus dem Netzteil den Raum mit einem faden Geruch nach verbrannten Schuhsohlen und begrabenen Hoffnungen auf einen ruhigen Abend erfüllt. Sicherung raus, Server tot. R.I.P.

Der einzige Grund, warum ich in solchen Situationen nicht mit dem 20 Kilo-Fäustel auf meine Hardware losgehe, ist die Gewissheit, dass in all der Sch... das Schicksal immer noch eine kleine Münze versteckt. Und in diesem Fall war es mein lieber, alter Freund und MVP-Kollege Joe, der damals den Server eingerichtet hatte und wider Erwartung nicht in der Weltgeschichte für Spielberg unterwegs, sondern brav zuhause in Krefeld im Bett war... oder besser: 10 Minuten nach meinem Hilferuf nicht mehr in selbigem, sondern in meinem Keller. DANKE, mein Freund!!!

Vier Stunden später ist der !§$%"§$-Server abgebaut, die Platte in einem externen Gehäuse lauffähig, DHCP und DNS liegen nicht mehr auf dem Server, sondern wieder im Router, VOIP war (wider meiner Befürchtung) sowieso autark vom Server, und alle Exchange-Postfächer sind auf einen anderen Server umgezogen.  Alle mobilen Geräte haben das neue Zertifikat und sind auf den neuen Server umgestellt... die Kerndinge waren um 02:30 abgeschlossen.

Was bleibt ist die Aufgabe, alle virtuellen und physischen Maschinen aus der (dank abgerauchtem Domänencontroller nicht mehr vorhandenen) Domäne zu holen und in der Folge alle Profile entsprechen zu mirgrieren. Schönes Wochenende... :-(

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Erster Post unter Windows 7

10. Januar 2009

Während Villa Wenz noch lädt, wird in Villa Erle schon gesurft... :-D

Soderle, nach einigen Problemen bin ich jetzt online unter Windows 7.  Für alle Parallels-Mitleidenden: Es geht! Ladet Euch in jedem Fall den aktuellen Build von Parallels 4.0 (3810)  herunter. Mit anderen Versionen von Parallels hängt die Installation sich auf. Nach durchgeführter Installation auf jeden Fall die Parallels Tools installieren, vorher sind Soundkarte und Netzwerkkarte (bzw. deren durchgerouteten virtuellen Entsprechungen) nicht verfügbar.

Dann manuell die Auflösung einstellen, und das war´s... :-)

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Keynote der CES

9. Januar 2009

15 lange Jahre lang hat Bill Gates die Keynote der CES, der weltweit grössten Elektronikmesse, gehalten. Dieses Jahr das erste Mal Steve Ballmer. Ich habe beide im direkten Vergleich gesehen, und Steve ist definitiv der grössere Entertainer. Alleine seine beiden Einstiegslästereien über die zeitgleich in Las Vegas stattfindende Pornomesse (oder war´s doch die Macworld... :-D ) („Bill hat mir gesagt, es sind zwei Messen, geh bloss zur richtigen!!!“) und Yahoo („Jerry Yang fragt dauernd nach, warum ich seine Facebook-Anfragen ignoriere“, Seitenhieb auf den entmachteten Yahoo-CEO, der damals das Übernahmeangebot von Microsoft ignoriert hatte) waren den Blick schon wert.

Leider allerdings hat sich für Windows Mobile nicht wirklich viel aus der Keynote ablesen lassen: Viel rund um die Errungenschaften von 2008 und die Planungen für Windows 7 in diesem Jahr, aber ausser der Erwähnung des neuen Pocket Internet Explorers, der bald auf allen mobilen Geräten vorinstalliert sein soll, gab es nicht wirklich Neues.

Naja... Im Stillen Grosses bewirken, das war schon immer die Maxime unserer Helden... in diesem Sinne warten wir ab...

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Ich bin im Fernseeeeehn...

5. Januar 2009

:-D

Anfang November schon aufgezeichnet, zigfach unbestimmt verschoben und gestern eher durch Zufall (oder besser: wegen nicht mehr stillstehendem Telefon) gesehen: Hier findet Ihr den Beitrag in der Aktuellen Stunde (unter "Mein Handy, das unbekannte Wesen") mit meinen (gekürzten) O-Tönen.

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Sorry, 1&1... das war nix!

17. Dezember 2008

Es tut mir ja sooooo leid... da ruft mich der 1&1 Kundenservice an, um mich als "langjährigen, guten Hosting-Kunden" zu lobhudeln. Und ich hab´s nicht gewürdigt. Das Gespräch in Rohform:

1&1: "Herr Erle, sie sind ja schon lange bei uns Kunde der Hosting-Produkte...."

Ich: "... wenn ich unterbrechen darf: nicht mehr lange."

1&1: "[Pause] Emm... warum?"

Ich: "Weil ich seit Monaten darauf warte, dass Sie bei meinem Microsoft-Hostingpaket endlich auf .net 3.5 umstellen... nicht mal das letzte Patch für .net 2 ist eingespielt."

1&1: "Da kann ich jetzt nichts zu sagen!"

Ich: "<Ach wirklich. Wundert mich nicht. zu dem Thema habe ich noch nie eine Aussage bekommen.> Dann geben Sie´s einfach mal weiter. Aber sorry, Sie wollten mir was Gutes tun, sonst hätten Sie nicht angerufen?"

1&1: "Ja, Ihnen als treuem Hosting-Kunden wollten wir einen Monat kostenlos unsere Hosted Exchange-Lösung ..."

Ich: "... wenn ich unterbrechen darf: Ich habe einen eigenen Exchange-Server im Keller!"

1&1: "[Pause] Emm... dann einen schönen Abend!"

Irgendwie tat er mir leid... :-D

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Von Hasenohren und Nasenfaktor: Nabaztag, RFID und mirror

13. Dezember 2008

Nix verstanden? Macht nix... das kommt. :-D

Die bEva hatte mir zum Geburtstag einen Nabaztag:tag geschenkt. Das halbe Jahr, das "Hasi" (wie ihn mein Kleiner liebevoll nennt) jetzt bei uns ist, hat so die eine oder andere Situation schon für Lacher gesorgt. Von den Kommentaren, die er zwischendurch bringt ("Bitte! Setz mich nicht bei ebay rein!!!", "Mir geht´s heute nicht so gut... ob´s an meinen Ohren liegt? Oder habe ich mich an einer Email verschluckt?") bis hin zu den vollkommen konsternierten Blicken von Besuchern, denen Hasi plötzlich die Zeit ansagt oder die aktuellen Nachrichten vorliest. RSS Feeds kommen über den Lautsprecher, die Wettervorhersage wird angesagt, er macht TaiChi, spielt mit seinen Lichtern und dreht seine Ohren.

Jetzt kann man durchaus sagen, dass das technischer Schnickschnack ist... da stehe ich zu und genau aus dem Grunde finde ich´s klasse. Und auch genau aus dem Grunde bin ich bei violet, dem Hersteller des Nabaztag, in deren Email-Verteiler registriert.

Gerade ist mir:ror rausgekommen, und ich musste einfach zuschlagen. Was ist mir:ror? Kurz gefasst: Ein System zur Steuerung eines PCs und des Nazbatag mittels RFID-Chips. Der Datenschützer schüttelt sich, der Telekom-Adresshandels-Geschädigte kratzt sich an der Stirn, und der Rest fragt sich internetkonform: "WTF"? :-D

RFID ist eine Identifikationsmethode: In einem Gegenstand findet sich ein erst einmal passiver Chip, der ohne entsprechendes Lesegerät gar nichts macht... vor allem, weil er keine eigene Stromversorgung hat. Erst wenn ein entsprechendes Lesegerät in eine relativ kurze Reichweite kommt, versorgen die von diesem ausgestrahlten Mikrowellen den Chip mit Energie und animieren ihn dazu, seine ID zu senden. Diese ID ist weltweit einmalig, damit ist der Chip eineindeutig identifizierbar.

In der Industrie, für die RFID entwickelt wurde, wird das Verfahren verwendet, um eine Verfolgung von Lieferungen, Waren, Containern durchzuführen: Verlässt der Container den Hof des Absenders, dann kann er ohne Anhalten des LKWs gescannt werden. Rollt er dann im Hafen ein, passiert das selbe, damit ist er über den gesamten Verkehrsweg verfolgbar.

Der Handel hat sich das schnell ebenfalls als hilfreiches Verfahren identifiziert: Die Kasse kann die Ware direkt scannen, im Warenwirtschaftssystem kann der Bestand gebucht werden, der Kunde könnte durchaus auch direkt in seinen Kühlschrank "buchen", alle sind glücklich.

Alle? Nein, nicht alle: Datenschützer weisen massiv auf die Gefahren hin: Das in der Apotheke gekaufte Medikament wird plötzlich zum Identifizerungsmerkmal für die Gesundheit des Käufers, Daten, die ganz persönlich sind, werden vermischt und lassen für Unberechtigte Rückschlüsse auf persönliche Verhältnisse und andere schützeswerte Daten zu.

Soweit die Theorie... was aber hat das mit dem Nabaztag und dem mir:ror zu tun? Die von Violet verwendeten ztamps (Aufkleber mit integrierten RFID-Chips) können vom Nabaztag "erschnüffelt" werden (indem man den Chip an dessen Nase hält) und vom mir:ror, der ein USB-Leser für RFID-Chips ist, ebenfalls erkannt werden. Dazu gibt es noch die nano:tags, mini-Hasen mit integrierten RFID-Chips. Hält man einen der Chips vor einen der Leser, dann kann man unteschiedlichste Aktionen konfigurieren, die dann automatisch ausgeführt werden:

Vom Versenden einer Mail über den Abruf von Informationsdiensten bis zum Start beliebiger Programme auf einem PC, violet bringt als Standardbeispiel den Regenschirm: Bringt man an diesem ein ztamp an und hält ihn dann an eines der Lesegeräte, dann ruft er die Wettervorhersage ab und spielt sie laut ab.

Bei uns ganz konkret: Der Grosse hat einen der mini-Hasen... wenn er aus der Schule nach Hause kommt, dann hält er diesen vor die Nase unseres Nazbatag. Der wiederum macht automatisch folgendes:

1.) Er schickt eine Mail an meine Frau und mich, dass Lukas zuhause ist.

2.) Er begrüsst Lukas mit "Hallo Lukas, schön, dass Du da bist!"

3.) Er spielt die aktuelle Wettervorhersage ab.

4.) Er spielt etwaige Nachrichten ab, die wir an die Email-Adresse des kleinen Hasen geschickt haben... wir können also auch kurzfristig noch Nachrichten hinterlassen, dass das Essen in der Mikrowelle ist, ich später komme, was auch immer.

Nein... falsch gedacht: Erstens ist der Fall, dass er alleine hier ist, eher selten, zeitens kommunizieren wir familienintern durchaus auch noch anders als elektronisch... :-D

Anderes Beispiel: Ich habe an mein RSA-Token einen ztamp angebracht. Wenn ich mich ins Büro einloggen will, dann lege ich das Token einfach auf den mir:ror, der Internet Explorer startet automatisch und lädt die Übergabeseite in die Firma. An der Tasche meiner Digitalkamera ist ein ztamp, wenn ich diese auf den Leser lege, dann startet automatisch Corel Draw.

Zusammengefasst mit den Worten von violet: "Bringing everyday things to the internet..."

Spielerei? Vielleicht... aber eine nützliche...

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Ich habs getan...

29. November 2008

... und der Samaschke ist Schuld daran ... :-)

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Ich habe schon immer mit dem Macbook Air geliebäugelt, aber ehrlich gesagt immer den Preis als bitter gesehen. Nun bietet Apple mir ein refurbishtes an (sprich: einen aufgearbeiteten Rückläufer)... und bei dem Preis konnte ich einfach nicht mehr "Nein" sagen. Ich muss nur aufpassen, dass es nicht mit dem Geschenkpapier in den Papiermüll landet... :-D

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PHPBBMan

29. Oktober 2008

Autsch. Ich hasse es, von Dingen abhängig zu sein, die ich nicht 100% beherrsche. Nein. Ich rede nicht von der bEva, da habe ich mittlerweile aufgegeben. :-)

Die Erfahrungen mit den Deppen eines bekannten deutschen Hosters (die 1 und 1 nicht zusammenzählen können, sorry für den flachen Wortwitz...) haben mich dazu bewogen, massiv über Alternativen nachzudenken. Dazu gehört, dass ich mein Forum auf einen anderen Webspace migrieren muss. Ich... migrieren... PHPBB... Tarzan... Jane... :-(

Wie auch immer: Zwei Nächte investiert und die Befriedigung gewonnen, auch sowas ohne externe Hilfe hinzubekommen. Auch schön... :-)

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Der Service von 1&1 Teil II

26. Oktober 2008

Inkompetenz hat einen Namen... siehe oben.

Nach zwei längeren Ausfällen des bei 1&1 gehosteten Webservers wegen Hardwareproblemen war die WOPPC einen Tag verfügbar... jetzt wieder nicht mehr. Auf Nachfrage: "Wir hatten Hardwareprobleme, die Domains werden gerade auf einen neuen Server umgezogen."

Die Kopie der Daten und Datenbanken dauert mal eben 8-12 Stunden. Statt das nachts zu machen, legt man gegen 10:00 Uhr morgens los... um 09:15 war die Seite noch erreichbar.

Sorry... :-(

Update 26.10., 17:30: Es reicht. Endgültig. Die Seite ist seit 10 Minuten wieder zugreifbar... leider aber nur schreibgeschützt:

[17:45:10] 213 103031

[17:45:10] MDTM mobile.htm

[17:45:10] 213 20081025114817

[17:45:10] Source File: Size=102764, SizeUnit=Byte, Time=2008-10-26T13:49:48, TimeFormat=Exact

[17:45:10] Destination File: Size=103031, SizeUnit=Byte, Time=2008-10-25T11:48:17, TimeFormat=Exact

[17:45:10] RecentTime=2008-10-26T16:44:40

[17:45:10] No rule matched. Default Action="Overwrite".

[17:45:10] PASV

[17:45:10] 227 Entering Passive Mode (82,165,89,176,245,146).

[17:45:10] Opening data connection to ....

[17:45:11] STOR mobile.htm

[17:45:11] 550 mobile.htm: Read-only file system

[17:45:11] 0 bytes transferred. (0 Bytes/s) (26 ms)

[17:45:11] Transfer failed.

Nicht nur, dass ich keinen FTP-Zugriff auf die Seite habe: Der angebliche "Serverumzug" von heute Morgen war laut Aussagen des Supports eine Luftnummer, die Seiten sind immer noch auf dem alten Server und der hat seit einer Stunde einen File System Error. Sorry: Das ist für mich Betrug am Kunden!

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Der Service von 1&1

24. Oktober 2008

Ich bin seit meiner ersten Internetseite bei 1&1. Mögen sie ein wenig teurer sein als die Konkurrenten, Service und Verfügbarkeit haben das immer wett gemacht. Bisher...

Es kann nicht sein, dass eine Hälfte meiner Webseiten (unter anderem die WOPPC) mittlerweile mit (un-)schöner Regelmässigkeit nicht zu erreichen sind. Und schon gar nicht kann die Situation von gestern sein:

Von 14:00 bis heute Morgen gegen 08:00 sind alle Seiten nicht erreichbar. Schon gestern abend gegen 18:00 hatte ich den "Platin-Support" angerufen (wer ihn nicht kennt, das ist der, wo man einen dedizierten Ansprechpartner hat, der nie da ist und alle zwei Wochen wechselt) und nachgefragt: "Wir haben auf dem Server, auf dem Ihre Präsenzen liegen, ein Hardwareproblem. Die Technik ist dran".

Okay: Präsenzen... welch toller Begriff. Wird nur ad absurdum geführt, wenn die Präsenzen dauernd eben nicht präsent sind. :-(

Selbe Aussage um 21:00 Uhr. Sorry: Wie lange dauert es, einen Server neu aufzubauen? Abgesehen davon, dass ich von meinem Hoster einer Grösse von 1&1 erwarte, dass er vorkonfigurierte Blades hat, die er einschiebt, die Daten restored und fertig. Um 23:00 Uhr dann: "Die Hardware ist ausgetauscht, jetzt läuft nur noch ein Filesystem-Check. Dauert zwischen einer halben Stunde und vier Stunden"... was bedeutet, dass ich heute Nacht keine vier Stunden geschlafen haben kann, denn um 07:00 lief der immer noch... und er dauert ja maximal vier Stunden. Und die Aussage war die selbe.

Wenn ich dann noch bedenke, dass Puretec immer noch auf 2003er Server setzt und mich seit Monaten mit meiner Nachfrage nach .NET 3.0 bzw. 3.5 mit der Aussage "Wenn Microsoft das neue Serverbetriebssystem zur Verfügung stellt" abspeist (Windows Server 2008 ist u.a. in der Windows Server 2008 Datacenter Edition seit Monaten verfügbar!), dann fange ich langsam an zu überlegen, den Hoster zu wechseln. Vor allem, wenn die Aussage von heute Nacht ("Im vierten Quartal 2008") sich als nicht zutreffend herausstellen sollte.

Vorschläge?

/Update vom 24.10., 12:00: Die Seite ist wieder weg... und wieder ist es ein Hardwarefehler. Die spinnen doch...!

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Lenovo/IBM Service für Thinkpads

18. Oktober 2008

Puuh! Ich hatte ja von meinem zickigen Thinkpad berichtet, und von meiner Frustration, daß das kleine Miststück nicht stabil starten wollte. Ich hatte es vor einer knappen Woche zu IBM geschickt, mit dem Glück, daß noch bis Ende Oktober Garantie darauf war.

Die Aussage von IBM am Telefon beim Melden des Fehlers: "Ist ein Software- Problem." Interessant, wenn das Gerät mehrfach neu und nackt installiert wird und dam nach jedem längeren Ausschalten nicht mehr starten kann, dann ist diese Aussage eher bedenklich, In sofern war ich gespannt, was im Endeffekt bei der Reparatur raus kam.

Alle Sorge umsonst: Board getauscht, Festplatte getauscht, und im Moment läuft alles wie geschmiert.

Für diejenigen unter Euch, die in die Situation kommen, ein IBM bzw. Lenovo Thinkpad einschicken müssen:

IBM Repair Center

c/o GEODIS

Harzstr. 1

64646 Heppenheim

01805-253558

Unter Lenovo.de kann online der Garantiestatus abgefragt werden, eine Rechnung wird nur benötigt, wenn die Händlergarantie länger als die Herstellergarantie ist.

Hat Service Auswirkungen auf das Kaufverhalten? Definitiv... Mein nächstes "normales" Notebook wird ein Lenovo!

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Releasetermine

10. Oktober 2008

Was ist bloss los? Es mag meine spezielle "Situation" sein, der ich mit einer Vertragsverlängerung bei vodafone dran bin und darauf warte, eines der neuen, interessanten Windows Mobile-Geräte wie das Sony Ericsson XPERIA X1 oder den Palm Treo Pro subventioniert zu nehmen.

Unabhängig davon aber: Der Treo Pro, lange von Palm selbst immer wieder mit dem Verweis auf vodafone beworben, ist auf dem Markt, aber vodafone weiss noch von nichts (das Gerät steht immer noch als "Bald erhältlich" in einem separaten Bereich der Webseite). Dito das XPERIA X1: Der 30. September sollte der Tag der Tage sein, mittlerweile ist es Mitte Oktober und weder O2 noch vodafone haben das Gerät im Programm (auch hier wieder "Bald erhältlich"), geschweige denn ein anderer Online-Händler.

Es nervt... ich bin schon jemand, dem die "Vorfreude" recht wichtig ist, aber wenn sich Termine so hinter dem Horizont verstecken, dann ist die auch nur noch relativ. Zumal zumindest die Verschiebung des X1 für mich eine Warnhinweis ist, der auf Probleme in den abschliessenden Test schliessen lässt... da das Gerät eben auch in keinem anderen Channel verfügbar ist.

Hach... ist das so schwer, ein Gerät zeitgerecht, in der entsprechenden Qualität auf den Markt zu bringen?

Meinen Treo Pro habe ich im freien Handel gekauft, meine Vertragsverlängerung mit einem Touch Diamond abgeschlossen und das X! kann mir gestohlen bleiben... bis es auf dem Markt ist... :-)

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Eine Woche Urlaub für...

5. Oktober 2008

... die Tonne den Tablet.

Ich hatte Anfang letzten Monats einen IBM Tabelt X41 ersteigert. Super Zustand, viel Zubehör, und von den "momentanen" Tablets für mich der interessanteste. weil gut ausgestattet und schön klein. Zwar teurer als ein eee oder Acer One, dafür aber auch um Längen leistungsfähiger.

Endlich mal eine positive Erfahrung: Netter Verkäufer, schneller Kontakt, Ware genau im angegebenen Zustand. Eigentlich hätte ich also zufrieden sein können... wenn nicht Mitte der vergangenen Woche plötzlich der Systemstart zum Glücksspiel geworden wäre. "c:\windows\system32\config\system fehlerhaft oder beschädigt." ist das Wort der Stunde... und nichts hilft als das Einlegen einer Windows-CD und die Reparatur. Ja. ich weiss, es gibt einen KB-Artikel, aber wer will ernsthaft manuell an der Registry basteln?!

Das bescheuerte: Starte ich das System "nur" neu oder lasse es kurz aus, ist alles prima. Bleibt der Rechner aber ein paar Minuten oder gar über Nacht aus, kommt der Fehler wieder.

Google sagt, dass der Fehler an einer defekten Windows Registry liegt, die beispielsweise beim Herunterfahren des Systems nicht vollständig geschrieben wurde. Das kann  ein Problem des Caches sein, der Systemeinstellungen, ...

Ich habe Windows XP neu installiert, die Platte formatiert, neu partitioniert, davor virengescannt... nix. Vorgestern dann Vista installiert (in der Hoffnung, dass es irgendwie an XP liegt)... Der positive Aspekt: Vista rennt wie Schmitz Kätzchen auf dem X41... werde ich also wieder installieren. Der negative: Nach Installation und einer nacht Pause: Der selbe Effekt. Nochmal neu installiert, komplett blank gelassen ausser den Updates: Selbes Problem.

Heute habe ich dann den Verkäufer kontaktiert: Gottseidank hat das Gerät noch bis Ende diesen Monats Garantie.. soll Lenovo sich damit auseinandersetzen. Meinen verschwendeten Urlaub (den ich nach diesem Chaos dringend brauchte) gibt mir keine zurück...

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HTC Touch Diamond vs. Touch Pro

22. September 2008

Ich hatte ja schon kurz von meiner "Enttäuschung" über den HTC Touch Pro berichtet. Die lag gar nicht mal daran, dass es ein schlechtes Gerät ist, sondern ein Stück weit an meiner eigenen Erwartungshaltung. Nicht umsonst ist der Touch Pro nicht "Diamond Touch Pro" genannt worden, auch wenn das Äußere und die Oberfläche schon deutlich daran erinnern. Mir ist er einfach zu dick, auch wenn ich eine Tastatur brauche, der Preis dafür ist mir zu hoch und aus dem Grunde das Gerät auch wieder auf dem Weg in die heimeligen Arme von Amazon. Empfehlung an HTC: nennt ihn um in "HTC TyTN III"... das passt besser.

Nun sass ich da, ich armer Tor, und hatte nur noch meinen HTC Touch. Oder besser: Den Touch der bEva. Nachdem ich meinen Diamond nämlich damals bekommen hatte, war direkt der virtuelle Finger darauf gelegt worden: "Wenn Du den abgibst, krieg ich ihn.". Naja... und stattdessen habe ich dann beim Erhalt des Pro Ihren Touch genommen und mit mindestens einem weinenden Auge auf den Diamond verzichtet.

Vorgestern dann, die bEva auf dem Weg nach Hause und mitten im Gespräch im Nirvana verschwunden, lästerte ich dann "Dann nimm doch Deinen Touch wieder!" {Pause] "Wenn Du mich so fragst, hab ich auch schon überlegt..."

Ich habe ein wenig gezickt, gemeckert und genölt, und dann innerlich jubilierend meinen Diamond wieder in Empfang genommen... :-D

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The Eraser - oder: Wer braucht schon seinen Posteingang?

17. September 2008

Aaaargh... einer dieser Tage. Irgendwie stach mich zwischen zwei Terminen und innerhalb eines Telefongesprächs der drängende Gedanke "Du könntest mal Deinen Posteingang aufräumen"... im Sinne von "So viele gelöschte Mails." Und da ich ein Mann der Tat bin, habe ich diesen Gedanken direkt umgesetzt. Es wunderte mich zwar ein wenig, dass nach dem Löschen noch neue gelöschte Mails hinzugekommen ware, aber schliesslich hatte ich in einem Rutsch ja auch noch die Entwürfe gekillt. Ha! Ordnung! So muss es sein.

Der erste Anruf einer Kollegin: "Du hast gekündigt?!" Err... was? "Naja, Du löschst alle Deine Mails..." Hmmmh. Manchmal sind Frauen sonderbar...

Der zweite Anruf machte mich dann wirklich stutzig: "Wenn Du meine Mail von gestern schon ungelesen löschst, hast Du das Dokument wenigstens vorher gelesen?!"

Okay. Ich sehe ein, man sollte vor dem Löschen aller Mails kontrollieren, ob man auch den gewünschten Ordner ausgesucht hat. Löschen direkt in der Inbox ist doof... noch doofer aber allerdings, danach die gelöschten Objekte direkt noch zu löschen.

Ich warte nun geduldig, bis die Bänder aus dem Archiv hier eintrudeln und der Restore auf mein Exchange-Postfach durch ist. Dooooh! :-(

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Datenschutzskandal im iPhone! (oder auch nicht)

12. September 2008

Um Gottes Willen! Das iPhone macht andauernd Screenshots von den Programmen, die der Benutzer gerade verwendet. Damit bin ich als Anwender gläsern, nachvollziehbar. Gefahr, Gefahr!!!

Bitte: Den Abschnitt da oben versteht als Satire. Auslöser ist dieser Artikel, den mir ein Bekannter gerade per Mail hat zukommen lassen. Hintergrund: Das iPhone "schrumpft" das aktuelle Fenster immer, wenn man mit der Raute-Taste ins Hauptmenü geht. Dieser Effekt kann aber nur erreicht werden, wenn ein Screenshot des aktuellen Fensters gemacht wird, der dann immer weiter verkleinert wird. Die so "abfotografierten" Momentaufnahmen der laufenden Programme werden dann intern gelöscht. Soweit die Fakten.

Aaaaaber (und hier driftet´s meiner Meinung nach arg in Richtung Orwell/1984/Area 51/Kennedy-Tot/die Mondlandung war ein Fake-Verschwörungstheorien ab): Der Anwender hat ja gar keinen Zugang zu den Bildern... und eine gelöschte Datei ist ja nie so ganz wirklich echt gelöscht. Und damit könnte man dann ja ein Gerät ausspähen (was angeblich von Strafverfolgungsbehörden schon gemacht wurde).

Ich sag´s mal so: Ich bin "ein wenig" im Thema... und mir sträuben sich die Haare bei dieser Argumentation:

1.) Wenn irgendjemand externen Zugriff auf ein iPhone bekommt, dann sind die vermeintlich schlecht gelöschten Screenshots ein geringes Problem... zumal Email-Verkehr, Webzugriffe und Telefonprotokolle ja ´eh nachvollziehbar sind. Was soll also der Aufstand?

2.) "Der Benutzer hat aber keinen Zugriff auf diese Dateien": Hallo?!!? Der Benutzer hat beim iPhone Zugriff auf rein gaaaaaar nichts, was nicht selbst erstellte Bilder sind. Weder auf Protokolldaten, auf Logs, auf Benutzerdatenbanken. Das ist das Credo des iPhones: Alles gekapselt, alles für den Benutzer verborgen. Sorry, dann reden wir hier nicht von einem Problem der "geheimen Screenshots", sondern von einem allgemeinen Problem des iPhones (was ich selbst kritisiere, aber der Zusammenhang ist bräsig).

Ich bin der letzte, der sich nicht über Apple´s "Du darfst es kaufen, ich will es kontrollieren"-Politik aufregt. Keine Frage. Ein wenig Apple-Bashing tut auch immer mal wieder gut. In dem Fall aber empfinde ich es als übelste Art von halbgarem Boulevard-Journalismus. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich das in dem Zusammenhang mal sagen würde.

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Das bessere iPhone? Test des Samsung Omnia SGH-i900

12. September 2008

Okay. Ich nehme die Watsche. Der Vergleich von iPhone mit Gerät X nervt mittlerweile. Allerdings: Kaum ein Gerät fordert dies so heraus wie das Samsung Omnia SGH-i900. Sowohl vom Design als auch von der Ausstattung her.

Und leider... leider ist das Ergebnis meines Tests zweischneidig. Ja, das Omnia setzt das um, was das iPhone bietet, das Design ist klasse, die integrierten Menüs setzen Windows Mobile in eine echte Touch-Bedienung um, die Haptik ist schlichtweg genial, Akkulebensdauer fast die doppelte vom iPhone (was heute mit der Firmware 2.1 ja begradigt werden soll). Aaaaaaber: Ein Gerät. das mindestens einmal am Tag in den ewigen Schlaf geht und sich (obwohl es im Hintergrund noch weiterläuft) nicht mehr einschalten lässt, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Vielleicht reissts ja der HTC Touch HD raus... :-D

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Vista und die XBOX

7. September 2008

Ich gebe zu: Daran hatte ich nicht gedacht. Mein guter Freund Dirk hatte zwar immer mal wieder von der XBOX als Media Center Extender gesprochen, ich mir aber keinerlei Gedanken darüber gemacht. Freitag hatte ich die XBOX ohne direkten Netzwerkanschluss aufgebaut (weil das Kabel vom zentralen Hub im Keller mit dem Server noch einmal quer in den grossen Keller musste). Kaum hatte ich das gestern nachgeholt und war an meinem Rechner oben (seines Zeichens unter anderem Media Center unter Vista Ultimate) sah ich ein Popup: "In Ihrem Netzwerk wurde ein Media Center Extender gefunden. Soll dieser jetzt konfiguriert werden?"

Jahaaaa... :-) Nullkommanix waren XBOX und PC verbunden, und endlich kann ich oben über DVB-T aufnehmen und unten über den Beamer die Aufzeichnungen ansehen. Und das alles vollautomatisch. Danke, Microsoft.. :-D

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Google lernt von Microsoft: Android und Chrome

3. September 2008

Mal ganz ehrlich: Im Moment erinnert es mich an ein Possenspiel: "Google attackiert Microsoft."

Alle brüllen gegen den Riesen aus Redmond. Porprietär sei er, Marktbeherrschung strebe er an, ein Imperium des Bösen sei sein Ziel... und Datenschutz, das sei ja ein Fremdwort, alle Informationen werden gesammelt zum gläsernen, willenlosen Computernutzer. Da kann man sich schonmal zu einer trutzigen Allianz des Widerstands zusammenrotten und undifferenziert moppern und hetzen. Alle ins gleiche Horn und ein jeder lauter als der andere.

Natürlich hält dies niemanden davon ab, sich im Hintergrund einfach mal damit zu beschäftigen, wie man auch am Erfolg partizipieren kann... und gerade bei Google hat man offensichtlich Blut geleckt.

Da wäre zum einen der schnöde Angriff auf Windows Mobile mit Android, der "Open Handset Alliance" von 33 Herstellern. Da geht es nicht um Weltherrschaft, ganz bescheiden lässt Eric Schmidt, CEO von Google, sein Ziel verlauten: "Es geht darum, auf Tausenden verschiedenen Handys präsent zu sein". Ah, ja. Da scheint die Tatsache, dass man mit HTC den Standardhersteller von Windows Mobile-Geräten mit an Bord hat, noch eine Randnotiz zu sein. Aber braucht der Markt ein weiteres, proprietäres Mobil-Betriebssystem? Neben Symbian, dem iPhone OS und Windows Mobile (die ganzen Eigenlösungen mal ausgelassen) hat der Markt sicherlich nicht unbedingt auf ein im Vorfeld schon als wandelndes Sicherheitsrisiko klassifiziertes Betriebssystem gewartet.

Dann gestern der (little) "Big Bang": Ein eigener Browser von Google, Chrome genannt, ist als Testversion verfügbar. Revolutionär ist er: Das Surfen lässt sich anonymisieren (aber nicht vor Google), man benötigt keine extra Suchfunktion mehr (klar, wer Google surft, der auch Google sucht), und schnell ist er auch noch, schliesslich basiert er ebenso auf dem Webkit wie der Apple Safari. Und dank Google Gears, einem eigenen Software-Framework, kann man auf unerwünschte "Drittherstellersoftware" wie Silverlight (Microsoft) und Flash (Adobe) verzichten.

Lest Ihr noch mit? Verzicht auf allgemeine Technologien, hin zu "Services aus einer Hand". Allerdings würde ich da eher sagen "hin zu Servern in einer Hand". Alles liegt sicher bei Google. Und bitte: Google als Weltmarktführer im Search Engine- und Web Advertising-Bereich ist ja genau der verlässliche Partner, dem ich all meine Daten zu meinem Surfverhalten überlassen möchte, gell? Glaubt da irgendjemand noch daran, dass das alles aus reinem Gutmenschtum resultiert? Honi soit qui mal y pense... ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Für mich (ganz persönlich, subjektiv, meine Meinung, und in diesem Land ist die Äusserung derselben noch frei!) sind Android, Chrome und Co. die trojanischen Pferde der kommenden Jahre. Vorsicht ist geboten!

Und um das scheinheilige Microsoft-Bashing noch kurz zu kommentieren: Gerade Google, der Verein, der ein solchen Verwirrspiel rund um das Page Ranking in der hauseigenen Suchmaschine macht, der beschwert sich über den proprietären Ansatz vieler Microsoft-Technologien? Ah ja... :-D

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Windows Mobile und die Touch-Bedienung des iPhones

25. August 2008

Auch wenn der Vergleich in vielen Bereichen mittlerweile angegriffen erscheint: Für viele Anwender ist das Apple iPhone das Maß aller Dinge, wenn es um die Bedienbarkeit eines mobilen Gerätes geht.

Dies liegt nicht nur, aber doch zu einem großen Teil daran, dass das Display des iPhones mit dem Finger ganz fein bedienbar ist. Versucht man eine ähnliche Genauigkeit mit einem Windows Mobile-Gerät zu erreichen, dann ist dies kaum möglich.

Ist also Apple technologisch so weit voraus, wie die Befürworter auf Grund dieser Tatsache behaupten?

Wie in vielen „Glaubenskriegen“, in denen es scheinbar nur eine „richtige“ Seite gibt, liegt die Antwort irgendwo dazwischen. Was selten betrachtet wird: Ein iPhone ist auf Grund der beim Display verwendeten Technik nicht über einen Stift bedienbar, feine, ganz genau gezielte Berührungen sind somit relativ schwierig, weil die Position des „angetippten“ Punktes quasi nur gemittelt werden kann.

Jetzt könnte man sagen, dass das relativ egal wäre, wenn man komplett auf eine Touch-Bedienung umstellen würde. Leider ist dies aber nicht möglich bzw. nicht realistisch, denn es gibt Märkte, die eine Stiftbedienung erfordern (vor allem im fernen Osten). Da bleibt nur die Lösung, das Beste aus der Situation zu machen und unter Beibehaltung der Stiftbedienbarkeit soviel Fingerbedienbarkeit wie eben möglich zu implementieren.

Vergleicht man beispielsweise den HTC Touch Diamond mit dem iPhone, dann fallen zwei Dinge ins Auge:

1.) Reaktion des Geräts:

Das iPhone reagiert sichtbar schneller und direkter auf die Gesten des Benutzers. Dies hat natürlich auch einen Hintergrund: Windows Mobile differenziert zwischen einem Tippen des Stiftes und einem „Anklicken“ mit dem Finger, einfach zu verdeutlichen an einem Beispiel: In einer Listendarstellung (ob nun im Windows Explorer oder im Internet Explorer/Opera) kann ein Streichen mit dem Finger zwei Funktionen haben: Zum einen kann der Anwender mehrere Einträge markieren wollen, vielleicht will er aber auch nur durch die Liste Rollen. Während Windows Mobile beides erlaubt, beschränkt sich das iPhone auf die Funktion des Rollens und kann natürlich direkter reagieren.

2.) Präzision:

Auch wieder an einem Beispiel: Findet man nach dem Tippen eines Textes eine Fehler und muss mitten in den Text hinein springen, um diesen zu korrigieren, dann funktioniert das bei einem Windows Mobile-Gerät mit dem Stift oder Fingernagel problemlos.  Beim iPhone drückt man den Finger aufs Display, erhält dann eine Lupe über den Textabschnitt und muss durch Druckverlagerung mit dem Finger den Cursor positionieren. Auch hier ist der Grund wieder die Technik: das iPhone nimmt die Berührung von Bereichen auf und kann keine  präzisen Positionsangaben weitermelden.

In der Summe gibt es Vor- und Nachteile für beide Bedienmodelle. Nach häufigen Wechseln zwischen iPhone und Windows Mobile-Gerät in den letzten Wochen stellen sich für mich genau zwei Faktoren heraus: Die Bedienung des iPhones ist intuitiver, weil es direkt und verzögerungslos reagiert... aber für viele Tätigkeiten ist es viel zu ungenau.

Windows Mobile wiederum punktet genau an der Stelle: Will ich einen Link aus einer Liste auswählen oder präzise im Text navigieren, dann ist Windows Mobile deutlich im Vorsprung... unterstützt aber trotzdem auch die Fingernavigation, spätestens seit TouchFLO 3D auch einer Form, die intuitiv ist und Spass macht.

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... und nicht nur ich!

21. August 2008

Langsam kann Apple einem ja wirklich leid tun. Das iPhone 2G bei weitem unter den erwarteten Verkaufszahlen zurückgeblieben, aber zumindest gut beleumundet, das 3G ein angeblicher Verkaufsschlager, aber bitter in der Kritik. Und eben nicht nur in meiner!

Das gerade veröffentlichte Update auf die Firmware-Version 2.0.2 war wohl ein Schuss in den Ofen: Probleme mit der Stabilität von UMTS-Verbindungen und Telefonaten sollten behoben werden, stattdessen berichten viele User von jetzt erst recht bestehenden Problemen. Ich hatte die Beschwerden gottseidank vorher gelesen und die Installation gar nicht erst durchgeführt.

Ich frage mich nur: Hat der allgemeine Schlendrian jetzt auch bei Apple Einzug gehalten, oder wie kann dieser massive Qualitätsverlust erklärt werden?!

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Nase voll...

20. August 2008

... vom iPhone. Depp wie ich bin hatte ich es gestern zwar in die Dock gestellt, aber das (sonst am PC steckende) USB-Kabel nicht drin gehabt. Konsequenz: Heute morgen voller Motivation das iPhone rausgenommen und in die Hemdtasche gesteckt... und erst unterwegs den roten Balken und die Warnung "Nur noch 10% Batterieladung" gesehen. Danke!

In der Summe: Das iPhone hält gerade mal über einen Tag durch. Mit ausgeschaltetem WLAN, gestern gerade mal einer Viertelstunde Telefonie. Wer erzählte da grossmäulig was von "Akkulaufzeit drastisch gesteigert"? Hä?! :-(

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Kommando zurück: Dock Connector des iPhone 3G

17. August 2008

Och nee... es gibt Momente, an denen ich die Lust verliere. Ich hatte mehrfach positiv darüber geschrieben, dass Apple ja seit Urzeiten den Dock Connector, den Pfostenstecker unten am iPod/iPhone, nicht geändert hat. Hätte ich die Klappe gehalten: beim iPhone 3G hat Apple scheinbar gedacht, eine kleine Änderung würde den Kohl schon nicht fett machen.

Offensichtlich ist ein PIN anders belegt, denn alles mögliche an Zubehör (unter anderem, und das ist besonders ärgerlich, das Pioneer CD-IB100 II, das das Radio im Wagen meiner Frau die iPods/iPhones mit dem Radio verbindet) funktioniert zwar, das 3G verweigert aber das Laden. Ein iPod nano, das iPhone 2G, alle haben kein Problem... nur das 3G. Und das ebenfalls mit einem alten Netzteil und einem Harman Kardon Drive & Play.

Grrrrrrrrrr... :-(

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Stabilität des iPhones 3G vs. Windows Mobile

15. August 2008

Ich bin beruhigt. Die immerwährenden Meckereien über die Instabilität von Windows Mobile sind die eine Seite. Und ich gebe zu, dass ich vermehrt unwirsch darauf reagiere: Zum einen hat jedes System seine Schwächen (und Windows Mobile nicht "besonders" viele), zum anderen kann man mit wenig Nachforschung fast immer eine Zusatzapplikation eines Drittherstellers dafür verantwortlich machen... und eben nicht das Betriebssystem. Das ist aber natürlich aufwändig, viel einfacher ist es, einfach mal wieder auf Windows einzuschlagen (merkt man mir an, dass ich gerade wieder eine frucht- und ergebnislose Diskussion zum Thema hinter mir habe?!)

Apple wiederum präsentiert sich ja immer als Heilsbringer sowohl im Bereich der Security als auch im Bereich der Stabilität und Performance. Und gerade das ist etwas, was mich am iPhone 3G vermehrt nervt: Es ruckelt, es stockt, es hängt sich teilweise auf. Und das ganz "blank", ohne installierte Zusatzprogramme (wo man fairerweise das selbe Argument für AppStore-Applikationen gelten lassen müssten wie bei Dritthersteller-Applikationen unter Windows Mobile).

Einen absolut lesenwerten Artikel dazu findet man hier... und den Aussagen kann ich zu 100% zustimmen. Der Titel "Congratulations Apple, you made the iPhone less stable than Windows Mobile" trifft es da hervorragend.

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Weihnachten... Weihnachten?!

11. August 2008

Der von mir sehr geschätzte Shopblogger Björn Harste merkt ja regelmässig Monate vor Ostern bzw. Weihnachten an, dass er schon mit der entsprechenden Ware konfrontiert wird. Da sage ich mir noch: Im Handel muss das so sein. Frühzeitig disponieren, zeitgerecht präsentieren und am besten alles verkaufen. Allerdings vermute ich, dass auch er mir beipflichten würde, dass der August ein eher unüblicher Monat für Weihnachtsankündigungen ist... so wie die, die mir gerade von Parrot auf den virtuellen Schreibtisch flattert:

PRESSEINFORMATION

I’m dreaming of a Black Christmas

Parrot füllt den Gabentisch mit Geschenken in stilvollem Schwarz

München, 11. August 2008 – Weiße Weihnacht ist Schnee von gestern: In diesem Jahr steht elegantes und schlichtes Schwarz im Vordergrund. Parrot, der Spezialist für kabellose Geräte rund um die Mobiltelefonie, bietet passend dazu eine umfangreiche Produktpalette. Vom formvollendeten digitalen Bilderrahmen über klangvolle Lautsprechersysteme bis hin zu handlichen Freisprechanlagen ist für jeden das richtige Weihnachtspräsent in schickem Schwarz dabei.

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Der Multimediagap iPhone/Windows Mobile

11. August 2008

Einer der Punkte, bei denen Windows Mobile im Hinblick auf "Qualität" wirklich noch nacharbeiten muss, ist der der Multimediaanwendungen. Ich kenne keinen Benutzer, der den Windows Media Player tatsächlich als komfortabel und schick betrachtet, viele aber nutzen ihn natürlich doch: MP3s und andere Mediendateien gibt er ja auch problemlos wieder.

Apple hat mit der iPod-Anwendung (die auf iPhone und iPod Touch gleich ist)  eine runde, stabile und schicke Anwendung geschaffen, mit der das Heraussuchen der Musik, die man gerade hören möchte und die Bedienung der Wiedergabe einfach Spass machen. Keines der mir bekannten Windows Mobile Drittanwender-Tools ist vergleichbar, ausser vielleicht der Medienwiedergabe am HTC Touch Diamond, die sich stark am iPod orientiert.

Nun man man vom "Prinzip iTunes" halten, was man will. Zugegeben: Es ist deutlich handhabbarer, einfach MP3s auf eine Speicherkarte zu kopieren, auf dem Windows Mobile-Gerät automatisch die Medienbibliothek aktualisieren zu lassen und zu hören. Und auch die Tatsache, dass der iTunes-Store DRM-geschützte Musik anbietet und damit die Verwendung arg eingeschränkt ist, ist bekannt und sorgt nur bedingt für Begeisterung.

Für mich ohne Frage aber ist das Ganze ein Paradebeispiel für die saubere Integration und Umsetzung verschiedener Dienste: Ich habe am Samstag Billy Bragg Complete 1 & 2 bei iTunes gekauft, während ich im Kinokeller einen Film ansah.  Knappe 200 Musikstücke waren herunterzuladen, alles per WLAN auf das iPhone. Mittendrin im zweiten Paket brach die Verbindung ab (Keller ist halt Keller). Was nun? Kein Problem: Beim Anschluss des iPhones an den PC wurden erst die bereits heruntergeladenen Musikstücke auf den PC geladen, dann die noch fehlenden am PC von iTunes heruntergeladen und dann wiederum aufs iPhone kopiert. Ohne Verluste, in genau richtiger Reihenfolge, sauber eben.

BTW: Kaum jemand kennt Billy Bragg in Deutschland. Dabei ist der Mann (vor allem nur mit Gitarre und Mikro bewaffnet) einfach nur genial. Bitter, zynisch, den virtuellen Finger in die Wunden unserer Gesellschaft legend. Vor Jahren hatte er mit "Waiting for the Great Leap Forward" ein Lied rund um die Rückständigkeit des Kommunismus und das Warten auf Fortschritte geschrieben, was mittlerweile von den Anspielungen lang veraltet ist. Wer Zugang zu iTunes hat: Hört Euch die aktualisierte Version auf die heutige Zeit aus "Live in London" an: Zum Brüllen komisch!

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Wo zum /=(%&%$% ist das A2DP-Profil beim iPhone 3G?!

9. August 2008

Oder besser: Wie konnte ich Depp zum zweiten Mal drauf hineinfallen, ungesehen zu akzeptieren, dass Apple ENDLICH mal Standards bedient? Falsch gehofft... kein A2DP-Profil im iPhone 3G und damit auch keine Möglichkeit, ohne Zusatz-Hardware kabelllos Musik zu hören. Gottseidank funktioniert mein Jaybird JB-200 wenigstens damit... :-(

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Enttäuscht... :-(

9. August 2008

Jetzt habe ich einen Tag mit dem iPhone 3G verbracht... und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ich hätte vielleicht auf den freundlichen Hinweis des T-Mobile-Mitarbeiters der Hotline hören sollen: "Wenn Sie kein GPS brauchen, dann reicht auch das 2.0-Update für das iPhone 2G!". Die Aussage hatte ich zwar mit "damit habe ich auch noch kein UMTS" abgetan, aber in der Summe hat er nicht wirklich unrecht... :-(

Die ersten Eindrücke: Es hat sich im System so gut wie nichts geändert. Schlimmer noch: rein subjektiv ist es langsamer geworden in der Reaktion auf Benutzereingaben. Genau das also, was man beim HTC Touch Diamond so bemängelt hat und was HTC mit dem ersten Update abgestellt hat. Das ist absolut untypisch für Apple...

Was hilfreich ist (wenngleich auch nur für den Firmenanwender und Geeks wie beispielsweise mich... :-) ) ist die Anbindung an einen Exchange-Server mit Push-Funktionalität. Und im Gegensatz zu den diversen "Tests" funktioniert das stabil und ohne Aufhängen, zumindest in den jetzt zwei Tagen, in denen meins kontinuierlich online ist.

Das GPS ist eine prinzipiell feine Sache. Aber eben auch nur prinzipiell. Momentan beschränkt sich der Einsatz auf die zum iPhone gehörende Karten-Anwendung. Suuuuuuper... der Kreis, der bisher nur eine aus Funkzellen und WLAN-Stationen interpolierte Position anzeigte, wird jetzt (wenn die "Ortungsdienste" eingeschaltet sind) durch einen blauen Punkt mit der aktuellen GPS-Position ersetzt. Das wars... Auch wenn TomTom bereits an einer Version des TomTom Navigators für das iPhone arbeitet, der Praxisnutzen ist noch gering... und auch das ist so untypisch für Apple: Gerade das GPS ist ja das "Hardware-Unterscheidungsmerkmal" zum iPhone 2G, und damit besonders hervorzuheben... was aber eben nicht passiert.

UMTS ist fein, aber für mich immer noch kein solcher Faktor (zumal es bei allen Smartphones mittlerweile Standard ist). Zugegeben, im Vergleich mit dem 2G ist der Aufbau von Internet-Seiten deutlich schneller.

Wohl die grösste Enttäuschung: Der App Store. Einer meiner Kritikpunkte am iPhone 2G im Vergleich zu einem jeden Windows Mobile-Gerät war ja die Tatsache, dass Apple die Installation von Zusatzsoftware komplett unterbunden hatte. Seit dem Erscheinen des SDK sind hunderte Applikationen entstanden, die nun - wieder fein unter der Kontrolle von Apple - im App Store, quasi einem iTunes Store für Programme angeboten werden.  Von der Grundidee nicht mal schlecht, zumal man unterwegs eine ansprechende und funktionale GUI hat, mit der man mal eben ein Programm herunterladen kann. Bitter dabei: Viele der Programme sind schlicht in einem Beta-Stadium. iRSS, ein RSS-Reader, hängt sich dauernd auf, wenn er einen Feed updated, Crash Nitro Race (ein hochoffizielles Spiel!) ruckelt wie eine Diashow, ich könnte noch viele Beispiele aufzeigen. Und die meisten Programme kosten zwischen EUR 7,99 und 10,99, können aber nicht ausprobiert werden. Katze im Sack und Frust auf dem Gerät sind vorprogrammiert... :-(

T-Mobile wirbt damit, dass das iPhone 3G das "sich am schnellsten verkaufende Mobiltelefon ist". Das mag sein, und fairerweise ist auf Grund der Preisanpassungen (ich habe für mein 16GB iPhone 3G EUR 269,- bezahlt) und der "offeneren" Tarife das Interesse deutlich höher als beim iPhone 2G, und vergleicht man den entsprechenden iPod Touch (mit 16GB bei Amazon ca. EUR 340,-), dann ist der Gerätepreis in Relation zur Leistung.

Zurück zur Enttäuschung: Wer ein iPhone 2G hat, der kann durch das Update auf 2.0 fast alles machen, was das 3G auch kann (Datenübertragungen durch den Geschwindigkeitsunterschied GPRS/EDGE und UMTS mal ausgenommen). Ein wenig verschieben wird sich dies, wenn echte Navigationsapplikationen verfügbar sind, denn momentan ist die reine Positionsanzeige eher unpeppig....

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Blogphone

8. August 2008

Nett... Ein Vorteil des AppStores von Apple für alle 2.0er iPhones ist die Tatsache, dass man bloggen und RSS-Feeds lesen kann... :) Oder besser: Die Programme dazu downloaden kann.

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Die Leiden eines Autors

8. August 2008

Ich weiss gemau, dass ich eher kollektives "Butzbutzbutz" ernten werde als ehrliches Mitleid, aber sei´s drum ... :-D

Es ist da, mein iPhone 3G. Und irgendwie hat es es geschafft, zwei Tage eingepackt liegen zu bleiben, zu viel war zu tun. Gestern nun war ein wenig Zeit, wobei "ein wenig" ein wenig falsch betrachtet scheint. Ich bin jemand, der schon sehr gerne möglichst optimal arbeitet, und so war die Tatsache, dass mein nächstes Buchprojekt iPhone/iPod Touch betrifft und die, dass ich mit MEINEM neuen iPhone die selben Schritte durchführen muss, die ich für den Einsteiger beschreiben muss, Grund genug, innezuhalten.

Ich habe mich dann ungerne, aber logisch korrekt entschieden, die Schritte, die man nur bei einem neuen, nackten Gerät durchführen kann, auch direkt mitzudokumentieren. Ist ja nicht viel (ich sag nur "ein wenig"!). Als da wären: Installation von iTunes. Moment... dann muss ich aber vorweg Screenshots vom Update machen, ansonsten geht mir die "Eine neue Version..."-Meldung verloren. Dann wäre da noch die Aktivierung des iPhones, zu der man allerdings die SIM-KArte einlegen und die Verbindung aufbauen muss. Und zu guter letzt ist ja der Anschluss an sich auch nur die halbe Miete, denn danach meint iTunes ja noch, man müsse eine Apple-ID anlegen. Habe ich schon, muss ich aber auch beschreiben.

Lange Rede, kurzer Sinn: gerechnet hatte ich mit zwei Stunden und 8-10 Seiten, geworden sind es 4 Stunden und 18 Seiten. "Spielen" mit dem Gerät beschränkte sich dann auf schnelle Einstellung der Exchange- Zugangsdaten (und der Freude, endlich auch mal auf einem nicht-Windows Mobile-Gerät Elemente gepushed zu bekommen).

Man hat´s schon schwer... :-D

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Danke, danke, danke... :-D

2. August 2008

Ich bin ein Feind der Jahrestage, aber ich freue mich über jeden der dann an mich denkt (und nicht wegen der Pflicht, zu gratulieren)!

Die bEva hat es geschafft, mich zu überraschen. Mir etwas zu schenken, womit ich zum einen nicht rechne und zum anderen auch noch Spass dran habe, ist zugegeben nahezu unmöglich. Das ist einer der Gründe, warum ich Geburtstage hasse: Ich suche mir Dinge aus, die dann wieder den Schenken-Wollenden übergeben werden die mich dann wiederum damit überraschen. Das erinnert mich an Mr. Bean... :-(

Zurück zur bEva: Einen Nabaztag/tag hat sie mir geschenkt. Am besten zu beschreiben mit dem Aufdruck auf dem Karton: "Es war einmal ein Kaninchen, das ganz einzigartig aussah. Und daher bekam es den Namen NABAZTAG. Eines Tages verspeiste es eine WLAN-Karte und war plötzlich mit dem Internet verbunden."

Und mit dieser Verbindung liest es RSS-Feeds, die News der tagesschau, das Wetter, benachrichtigt mich über neue Mails (per IMAP auf meinem Exchange nachsehend), dreht seine Ohren, blinkt wild mit seinen LEDs und macht, wenn es Langeweile hat, Taichi. Und zwischendrin spielt es einfach aus guter Laune mal ein Liedchen... es hat hat seinen eigenen Kopf.

Wir haben heute hier teilweise heulend vor Lachen auf dem Boden gelegen. Mein Highlight: "<Dingelding> NEEEEEIN! Ich will nicht wieder in den Kasten zurück! <Dingelding>". :-D

Ich hab nix gemacht! Wirklich! Es stand und steht neben der Couch. Ich hab ihm versprochen, dass es ein eigenes Regal an der Wand bekommt... da war es beruhigt. Puuh! :-D

PS: Zur Vernetzung: Wie mag es heissen? Richtig: worldofppc :-D

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Der Fön mit vodafone, Teil II

30. Juli 2008

... nachdem die Zahl der Zugriffe auf meine Leidensgeschichte mit vodafone und der Zustellung des Treo 500 in den letzten Tagen hohe Zugriffzahlen hat, und ich gerade selber wieder den sprichwörtlichen Fön bekomme, hier ein Hinweis für alle Mitleidenden: Der Status einer Bestellung ist momentan nicht im Internet abfragbar (O-Ton Bestellhotline: "Die Webseite ist kaputt, ich weiss"), die Bestellnummer wird angeblich nciht gefunden.

Lösung: Eine Mail an shop(at)vodafone.de mit der Bestellnummer, und der Status wird relativ zeitnah mitgeteilt.

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Ich habs getan...

29. Juli 2008

... das, was ich schon seit dem 11. Juli 2008 mannhaft verneine: Ein iPhone 3G bestellt.  Noch gestern nachmittag habe ich auf die lästerliche Frage meiner Eltern, wann ich es denn hätte, mit empörter Entrüstung reagiert: "So´n Quatsch, das kann doch kaum mehr als das erste iPhone, und immerhin habe ich meinen iPhone-Vertrag noch bis November 2009 an den Backen!".

Wie kam´s dazu? Ganz einfach... zufällig bin ich gestern auf die T-Mobile-Seite gegangen und las plötzlich etwas von "Für Bestandskunden" ... "Update" und war dann doch interessiert. Und tatsächlich: Als Käufer des ersten iPhones bei T-Mobile gibt es eine Variante, die durchaus interessant ist: Der bestehende Vertrag wird mit 15 Euro pro Monat pauschal abgegolten (bei mir 15 * EUR 15,- = EUR 225,-), und die Vertragslaufzeit einfach wieder auf 24 Monate verlängert. Da kostet in meinem Complete S das 16GB iPhone 3G nochmal EUR 249,95. Und weiter durchdacht: Kostet mich jetzt EUR 475,-, für die ich aber mein altes iPhone "übrig" und damit wiederverkaufbar habe. Finde ich fair und damit (trotz Lieferzeit) einen gangbaren Weg. Einer Neuauflage meines Vergleiches Windows Mobile/iPhone in Gestalt HTC Touch Diamond vs. iPhone 3G steht also nichts im Wege.

... wobei die Refinanzierung des neuen iPhones durch den Verkauf des alten irgendwie nur bedingt funktioniert... letzteres musste die bEva sich direkt unter den Nagel reissen. Grob abgeschreckt durch "das ist aber SIMLocked auf T-Mobile", aber ich bin ja nicht so. Ich habe gestern mein altes 1.1.4er iPhone innerhalb von 5 Minuten mit ZiPhone unlocked... und damit der bEva die Möglichkeit gegeben, es auch mit ihrer vodafone-Karte zu nutzen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass sie ihren HTC Touch weiter nutzt... :-D

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Probleme mit A2DP bei Windows Mobile 6.1

4. Juli 2008

... gibt es eigentlich nicht... zumindest, wenn man der Google-Suche glauben darf. Trotzdem hatte ich bei meinem HTC s100 Headset und sowohl meinem HTX KAiser/TyTN II als auch meinem HTC Touch Diamond (beide mit WM 6.1) das Problem, dass der eigentlich hochauflösende Stereoklang nur auf einer Seite kam. Kleinster gemeinsamer Nenner beider Geräte: WM6.1, und beim einem WM5 MDA Pro funktioniert die Stereowiedergabe einwandfrei.

Leider aber gab es keinerlei Lösungen für dieses Problem, eigentlich ein Indiz dafür, dass es gar nicht existiert. Nach einem Hardreset dann die viel zu offensichtliche Lösung: Auf beiden Geräten setze ich den CommMgr ein, ein kleines Tool, das gesteuert durch Kalender oder Funkzellen Profile setzt... und unter anderem auch den BT-Sender steuert... offensichtlich aber unter Verlust des A2DP-Profils. Beim einen ein Hardreset, beim anderen die Deinstallation, und die Musik ist wieder über Bluetooth und in Stereo... :-)

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Datendösel oder "Don´t push it, baby!"

19. Mai 2008

Immer das selbe... und offensichtlich nicht nur, wenn ich in Seattle bin. Gestern wechsle ich den PDA, mache mich mit Hund und kleinem Sohn auf in den Park und wundere mich beim nach Hause kommen, warum ich Mails im Outlook, aber nicht auf dem PDA habe.

Manuell gesynced, Mails sind da. Neue Mail an mich selbst geschrieben, im Outlook da, am PDA nicht. Manuell gesynced, Mail ist da. Das ganze Spiel inklusive runterfahren und neustarten des PDAs, Wechsel des PDAs eine halbe Stunde gespielt. Gottseidank habe ich vor dem Neustart des Servers (der es ja schliesslich auch hätte sein können, wenn nicht gepushed wird, kann auch nicht empfangen werden) festgestellt, das parallel die UMTS-Verbindung immer mal wieder zusammenbrach. Die wiederum ist aber die Basis des Pushens neuer Elemente. Da kommen dann so neue, noch nie gesehene Fehlermeldungen wie "Überprüfen Sie ID und Kennwort, oder wählen Sie den Authentifizierungstyp ggf. neu aus". Ein Anruf bei der vodafone-Hotline dann brachte die (unbefriedigende) Lösung: Die Datendienste sind gestört... man arbeitet dran.

Warum muss sowas eigentlich immer passieren, wenn ich gerade etwas tue, das potentiell "schuld" sein könnte? :-(

Störungen in den Datendiensten können immer mal wieder passieren. Allerdings: Dass diese nicht von gestern gegen 1700 bis heute um 09:00 zu lösen sind, und ein weiterer Anruf bei der Hotline ergibt, dass sie "gegen frühen Abend" mit der Lösung rechnen, ist bitter. Manuell synchronisieren zu müssen ist so ... so... vorsintflutlich... :-D

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Mangelnde Innovationen oder „Wir hinken immer hinterher“

8. Mai 2008

Die Pressekonferenz von HTC zum HTC Touch Diamond hat wieder eine Diskussion losgebrochen, die eigentlich gar nicht neu ist. Als ich im April in Redmond mit vielen weiteren Experten zusammen saß, war auch das Thema. „Windows Mobile hinkt immer hinter der Konkurrenz hinterher.“

Der Touch Diamond ist da ein schönes Anschauungsobjekt: Als am 09.11.2007 das iPhone auf den Markt kam, waren alle voller Lob über seine Haptik, die Medienwiedergabe, die Gestenbedienung am Display. Ohne den Begriff „iPhone-Killer“ in den Mund nehmen zu wollen, aber genau das kommt dem geneigten Betrachter beim Diamond in den Sinn. 4GB Festspeicher, Touch 3D mit Gesten, Medienwiedergabe massiv „aufgehübscht“, all das kommt auf die Windows Mobile-Plattform... nur eben ein Dreivierteljahr später. Konsequenz im Eindruck: Eben jenes „hinter den Trends herlaufen“.

Aber ist das so? Meiner Meinung nach ist es ein Vergleich (verzeiht mir den unfreiwilligen Wortwitz) von Äpfeln und Birnen. Sicherlich ist in der Vergangenheit der Fokus für Windows Mobile als mobiles Betriebssystem und die entsprechenden Geräte weniger die Haptik und ausgeklügelte Bedienung gewesen, sondern platt und einfach die Funktionalität. Man kann sich trefflich streiten ob nun das iPhone, ein Nokia oder ein Windows Mobile-Gerät „besser“ oder „innovativer“ sind – denn das liegt im subjektiven Empfinden des Benutzers und seiner Anwendungen -, aber eines ist sicherlich unstrittig: Es gibt keine Plattform, die früher funktionale Innovationen umsetzt als Windows Mobile. Nehmen wir die Synchronisation mit einem Exchange-Server. Das iPhone bekommt sie auf massives Drängen des Markes ein Dreivierteljahr nach Marktstart, auch die diversen Nokias haben erst nach langer Zeit die entsprechende Microsoft-Technologie lizensiert.

„Das interessiert aber den Privatanwender nicht!“? Richtig ist, dass kaum ein Privatanwender einen Exchange Server zuhause stehen hat. Richtig ist aber auch, dass der Markt der „Hosted Exchanges“ bei allen Internet- und Email-Anbietern in den letzten Jahren massiv geboomed ist. Warum nur?

Nehmen wir stattdessen Consumer-Anwendungen: GPS-Navigation, Anfang 2001 auf dem Pocket PC mit der ersten Destinator-Version etabliert, findet langsam den Weg auf andere Systeme: Nokia hat es entdeckt, Apple ziert sich noch. Wer in der Dämmerung auf der Autobahn aufmerksam in die Cockpits vorbeifahrender Autos schaut, der erkennt eines ganz schnell: Navigation ist ein Riesenthema. Und, nehmen wir die Nischenanbieter aus der Kalkulation, das Gros der Geräte hat Windows CE .NET an Bord, entweder als Unterbau für Windows Mobile oder als Betriebssystem der diversen PNAs. Auch hier: Windows Mobile hat den Trend gesetzt, statt ihm hinterherzulaufen.

Nächstes Beispiel: Die ersten Windows Mobile-Versionen war sicherlich visuell spartanisch, dafür gab es aber von Anfang an eine Vielzahl von Zusatzprogrammen. Und hier reden wir nicht von dem kleinen Spielchen für zwischendurch, sondern von einem Spektrum, das sich vom Entertainment-Bereich über Produktivitätstools (wie Projektplanung, Mindmapping, flexible Datenbanken, Lagerhaltung) bis hin zu Freizeitanwendungen wie Reiseführern, Geocaching- Anwendungen, Fitnessplanern erstreckt. Keine mobile Plattform hat so viele unterschiedliche Programme zur Verfügung, die auf ein und dem selben Gerät situativ eingesetzt werden können. Nokia/Symbian/UIQ? Nicht zu vernachlässigen, aber alleine auf Grund der Softwarearchitektur nicht vergleichbar. Das iPhone? Apple hat sich vermeintlich erfolgreich durchgesetzt, den Kuchen ganz alleine aufzuessen und ein System geschaffen, das abgeschottet vor Drittherstellern einen festen Satz an Anwendungen integriert hat, aber nur über offizielle ROM-Updates erweitert werden kann (Jailbreak – für den nicht iPhone-Befallenen die mühsame Befreiung des iPhones von den Apple-Restriktionen – mal außen vor). So recht gelungen ist dieses Robinson-Prinzip aber nicht: Recht schnell schob Steve Jobs die Ankündigung eines SDKs, einer Softwareentwicklungsumgebung für das iPhone, hinterher. Genützt hat es nichts, denn die Verkaufszahlen sind nach dem Erstverkaufsboom alles andere als zufriedenstellend.

Diese Ausführungen theoretischer Natur umgesetzt in ein Praxisbeispiel: Ich bin sicherlich sehr Technik-affin und unabhängig von meiner Überzeugung, dass Windows Mobile in der Summe die überlegene Plattform ist, gerne zu Ausflügen auf andere Plattformen bereit. Das iPhone war somit eine logische und quasi unvermeidliche Anschaffung. Und ich muss zugeben, es hat Spaß gemacht, sich mit einem haptisch und ergonomisch „besonderen“ Gerät zu beschäftigen – einfach, weil es im Vergleich zu den Windows Mobile Geräten etwas neues, ungewohntes war. Nach kurzer Zeit aber hat sich die Begeisterung des Neuen soweit abgenutzt, dass das „Spielen“ mit dem Gerät einem „Nutzen“ weicht. Und genau da war für mich die Zäsur, die das iPhone mehr und mehr auf den Schreibtisch verbannt hat: Ohne Erweiterbarkeit, ohne Navigation, ohne vernünftige Anbindung, all die Faktoren also, die ein Windows Mobile-Gerät seit jeher mitbringt, nützen Design und Ergonomie in der Praxis nicht wirklich viel.

Und um auf den Ausgang wieder zurückzukommen: Wenn ein System, das funktional deutlich vor der Konkurrenz sitzt, sich die Muße leistet und auch vom Design und der Bedienbarkeit zu den Mitbewerbern aufschließt, dann ist dies für mich ein weiterer Ausbau der dieses Vorsprungs und nicht ein „Hinterherhinken“.

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Von der Morbus Seatella oder "Warum immer dann?!"

19. April 2008

Grrrr... immer, aber auch wirklich immer, wenn ich beim Summit bin, knappe 9000 km von meinem Server entfernt, dann passiert irgendwas:

Im ersten Jahr hatte ich gerade meinen Exchange-Server neu, und bekomme direkt am ersten Tag keine Mails mehr. Sehr offensichtlich dadurch, dass die Mailbox normalerweise platzt, wenn ich morgens aufstehe: Durch die 9 Stunden Zeitverschiebung ist der Tag in Deutschland schon fast zuende und die Haupt-Maillast versandt. Dank Remote-Desktop hatte ich dann irgendwann den PopConn-Dienst neu gestartet, das Problem gelöst und zuhause dann gaaaaaanz schnell auf GFI Mail Essentials umgestellt.

Im letzten Jahr kam ich dann plötzlich nicht mehr per VPN nach Hause, auch der Web Access zum Exchange klappte immer wieder nicht: Da hatte dann DynDNS auf Grund von DoS-Angriffen Probleme, die aktuelle IP-Adresse zu bekommen und damit hinkte die Weiterleitung immer ein paar Stunden hinterher. Und da bei mir der IP-Wechsel durch Trennung seitens des Routers um 0430 unserer Zeit stattfindet ... Mailaufkommen ... Zeitverschiebung ... Ihr könnt es Euch denken...

Dieses Jahr dann ein Highlight: Die Bilder des Blogs hatte ich auf der WOPPC abgelegt, was auch vollkommen unproblematisch über SmartFTP funktionierte. Am letzten Abend, als ich "mal eben" (ich werde diesen Begriff nun ensgültig aus meinem Wortschatz verbannen!!!) die Bilder Party im EMP hochladen wollte, brach die Übertragung immer wieder ab. Natürlich ohne direkt sichtbare Fehlermeldung. Nachdem ich dann aber auch weder per anderem FTP-Programm noch per IE Dateien hochladen konnte, habe ich intensiver nachgeforscht: "Server replied: Your FTP quota exceeded" war die Meldung in den Logs. Eine kurze Kontrolle der 1&1-Konfigkonsole brachte das:

Cool!!! Puretec/1&1 bietet für einen lächerlich geringen Preis 2TB Webspace an... Hätte ich gerne ausgenutzt und entsprechend viele Dateien hochgeladen, aber leider ging das ja gerade nicht... :-D

Ich bin eigentlich überzeugt vom Platin-Service von 1&1 und habe mich vertrauensvoll noch in der Nacht an dorthin gewandt, als das Problem nach einigen Stunden noch nicht weg war. Genauer gesagt: Um 4 Uhr meiner Zeit (also um 13:00 deutscher Zeit). Die Reaktion war bereits nach dem Aufstehen (also zwei Stunden später) da:

"Sehr geehrter Herr Erle,

wir haben ein Überprüfungstool "angestoßen". Sobald wir weitere Infos haben, woran es "klemmt", bekommen Sie eine weitere Rückmeldung von uns."

Eine weitere Nachfrage drei Stunden später ergab:

"Sehr geehrter Herr Erle,

der Fall ist aktuell noch zur Prüfung bei den Administratoren -- wir hatten gestern mit dem HostingServer Schwierigkeiten, anscheinend hat sich hier im System ein Fehler eingeschlichen - der Fix der von mir angestossen wurde, hatte keine Besserung zur Folge.

Wir halten Sie auf jeden Fall auf dem Laufenden."


Kommunikation: Klasse. Leider die Problemlösung nicht... als ich auf dem Weg zum Flughafen ins Forum wollte, war die ganze Seite nicht mehr verfügbar. Ein Anruf ergab, dass man mit dem Server Probleme habe und daran arbeite. Also eher schlimmer als besser geworden.

Als ich in Kopenhagen aus dem Flieger gekommen bin, war die Seite wieder da, und auch der FTP-Zugang wieder funktional. Gehört habe ich aber bisher vom Support immer noch nichts.

Problemlösung: Klasse. Leider die Kommunikation nicht... :-( Es kann nicht sein, dass ich nachfragen muss, was mit meinem Problem gerade ist. Natürlich braucht eine Analyse einer Fehlersituation Zeit, keine Frage, aber ich erwarte von einem "Platinservice" ein anderes Kommunikationsverhalten!

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Preisverfall beim iPhone und Magenta-Wahn

9. April 2008

... da hat wohl jemand seine geplanten Verkaufszahlen massiv unterschritten, was? Kein Wunder...

Wer dieser Tage in seinen Briefkasten schaut und (kein "Keine Werbung"-Schild vorausgesetzt) den aktuellen T-Mobile-Prospekt zur Hand nimmt, der könnte fast vermuten, der Konzern in Magenta wolle das iPhone zum Volkshandy küren (wollen sie natürlich nicht, wegen der "Volksaktie" steht man schliesslich gerade vor dem Kadi). Da sackt der Preis plötzlich ins Bodenlose... und plötzlich und unerwartet lässt man gar bei den Tarifen mit sich reden: Mit dem Complete S kann der Einsteiger für EUR 29,- 50 Minuten telefonieren, 100MB im Monat surfen und den Rest bezahlen.

Das ist zwar im Vergleich zum bisher "kleinsten" Tarif zwar unverschämt teuer leistungslos abgespeckt, aber hat einen Vorteil: Man kann die Kosten mal eben um 20 Euro pro Monat senken ... auch wenn man Bestandskunde ist und wie ich das iPhone nur nebenbei nutzt. Danke!

Eher verwunderlich mutet allerdings ein vermeintlicher Aprilscherz an: Mir schwant, dass die Kollegen der Rechtsabteilungen von T-Mobile und Apple die ausgebliebenen iPhone-Gewinne in einer regelmässigen Pokerrunde beweinen und dabei bierselig austauschen, wen man noch so verklagen und abmahnen könnte. Unstrittig sind die Apfelmännchen da unglaublich kreativ... und die Kollegen in Magenta üben noch. So kann man über den Unterlassungsanspruch gegen Engadget Mobile eigentlich nur lachen: Der T-Konzern beansprucht die Farbe Magenta als Identifikationsmerkmal für seine Konzerntöchter, und die Wahl eines magentafarbenen "mobile" auf der US-amerikanischen Mobility-Seite verletzt damit Rechte von T-Mobile.

Wikipedia sagt dazu: "Das Telekommunikationsunternehmen Deutsche Telekom AG hat die Farbe Magenta (RAL-4010) als Farbmarke für Waren und Dienstleistungen aus dem Bereich der Telekommunikation unter der Registernummer 39552630.2 registrieren lassen. Konkurrierende Unternehmen können daher bei Einsatz dieser Farbe in der Werbung abgemahnt werden. Das Corporate Design ist seit der Privatisierung 1995 gänzlich auf diese Farbe ausgerichtet, auch die Hörer an Telefonzellen sind magenta. Die Deutsche Telekom versucht seit Jahren, ihre Marke gerichtlich schützen zu lassen, und erzielte damit Erfolge sogar vor dem Bundesgerichtshof.[1]"

Rein rechtlich also sicherlich vertretbar, sachlich betrachtet aber gegenüber einer Internetseite, die wie kaum eine andere die Trends des mobilen Marktes födert und dem interessierten Leser zugänglich macht, stil- und sinnlos!

Lasst mich denken: Woran erinnert Magenta nochmal, wenn man die Presse der letzten Monate verfolgt? Prozess vermeintlich geprellter Anleger gegen die Volksaktie, Doping im Radsport ... Vorsichtig formuliert also schon per se dumm von Engadget, überhaupt diese Farbe zu benutzen ... :-D

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Roter Alarm beim OQO 02/e2?

19. März 2008

Manche Dinge sind so frustrierend wie planbar: Verschicke ich ein Paket aus unserer Postfiliale (Shop im Shop, das "Zukunftsmodell"!) mit Sondermerkmalen, dann kann ich es auch gleich zum Empfänger tragen. So geschehen am vergangenen Samstag: Mein OQO Model 02 UMPC musste (oder durfte) einem Model e2 weichen (mit integriertem HSDPA und 64GB SSD statt Festplatte). Und wie immer wollen Spielzeuge finanziert sein, und so bezog "weichen" implizit "verkauft werden" mit ein. Da nun nicht von unerheblichem Wert war der "Zusatzservice" einer Höherversicherung nötig.

Eingeliefert am Samstag um 10:26, und statt am Montag oder Dienstag zugestellt zu werden ändert sich der Status nicht. Auch wenn ich das mittlerweile kenne, es macht es nicht besser, und gerade bei einem solchen Wert wird man unruhig... und erleichtert, als der Empfänger eine Mail schickt, aus der der Erhalt des Geräts zu lesen ist.

Weniger erleichtert allerdings, weil der Inhalt der Mail nicht ein freudiges "Ist da!", sondern ein frustriertes "Warum geht der denn nicht an?" ist. In einem Telefonat erweist sich mein erster Gedanke (und meine Hoffnung), der Akku sei leer, als Trugschluss: die Ladeanzeige im Akku selbst weist ihn als dreiviertel voll aus.

Der entscheidende Hinweis: "Die Power-LED leuchtet rot!"... das klingt nicht gut, aber irgendwie hatte ich was im Kopf, dass das das Verhalten ist, wenn die Festplatte erschütttert wird und zur Vorsicht das System eingefroren wird. Allerdings ist das bei einem ausgeschalteten System unwahrscheinlich bzw. schwer nachvollziehbar. Eine Suche auf der OQO-Seite bestätigte den Verdacht:

"The illuminated power button turns red when your computer's active drop detect feature is activated."

Wie aber soll man das auflösen, wenn das Gerät aus ist? Akku raus und wieder rein brachte nichts, und so stieg der Frustfaktor. Am Ende mein letzter Ratschlag: Akku mal eine Minute draussen lassen und dann nochmal einlegen. Was war die Freude am anderen Ende der Leitung gross, als es endlich funktionierte und das Gerät hochfuhr!

... und was war die Freude an meinem Ende erst gross... :-D Zumindest weiss ich jetzt, warum die Zustellung 5 Tage gedauert hat. Wenn man erst noch ausführlich Fussball mit Paketen spielt, dann mag das sein. Danke!!! :-(

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Der Fluch der modernen Technik...

17. März 2008

Ich bin ein Technikspielkind, keine Frage. Und in meinem Umfeld (und zu dem zähle ich ich Euch anonyme Leser dieses Blogs auch) wundert das niemanden mehr. Und mehr noch: Ich spiele nicht nur mit meinen Gadgets, ich suche ihnen auch praktische Anwendungen.

Zugegeben: Das unterscheidet den ambitionierten Webseiten-Betreiber vom Feld-, Wald- und Wiesen-Kunden. Der kauft sich ein Handy zum Telefonieren. Und nicht als Spielzeug, von dem er nach Stunden feststellt, dass es auch telefonieren kann. Okay, es sei denn, er nimmt ein iPhone... :-D

Gerade geschehen mit dem Haicom HI-601VT. Das ist nämlich ein geniales kleines Stück Technik, aber auch der Alptraum eines jeden Datenschützers, oder besser: Big Brother in Reinform. Man setze es ins Auto, starte es, und kann jederzeit die aktuelle Position abfragen. Für sich alleine genommen ist das nichts neues. Wohl aber die Tatsache, dass man dafür keinen kostenpflichtigen Dienst verwenden muss, sondern es wie zu Zeiten der Akustikkoppler einfach von einem beliebigen Telefon aus anruft und dann über ein Tonsignal die Position kontinuierlich geliefert bekommt, diese mit einem kleinen Empfänger über den Hörer "auffängt". Der Empfänger wiederum spielt Bluetooth-GPS und sendet die Postion beispielsweise an einen PDA mit einem Mobile Navigator oder TomTom Navigator. Auf dessen Display sieht man dann die jeweils aktuelle Position des Fahrzeugs.

Nun ist meine Frau gestern von Krefeld nach Passau zu ihren Eltern gefahren, und irgendwie fand ich die Idee gut,immer sehen zu können, wo sie gerade ist. Also kurz abgestimmt, dass das Ding im Auto ist, und auch die beste Ehefrau von allen (bEva) fand die Idee gut. Zumindest solange, bis folgender Dialog sich per Handy zu Autotelefon entwickelte:

Ich: Schatz?! Willst Du unbedingt ein Knöllchen?

Sie: Wieso?

Ich: Du bist gerade auf die A1 gefahren. Da ist 80 bei Regen, es regnet wie aus Eimern und Du fährst 122!

Sie: <zensiert>

Die kurzzeitige Verstimmung war schnell vergessen, als es das nächste technische Problem zu lösen galt. Die bEva war glücklich darüber, über unser Harman Kardon Drive&Play und ihren iPOD Touch Hörbücher hören zu können.Eigentlich geht das nicht, weil die Kategorie "Hörbücher" erst nach dem D&P eingeführt wurde, das System sie aber nicht anzeigt. Geht man aber hin und fügt ein Hörbuch einer Wiedergabeliste hinzu, dann funktioniert es. Hatte mich gestern nachmittag eine Stunde gekostet, das alles so rauszufinden und auszuprobieren. Warum auch immer, just unterwegs wollte das gewünschte Hörbuch einfach nicht spielen. Leider ein bekanntes Problem, das man zwischendrin mal den Netzstecker ziehen muss, damit sich iPOD und D&P synchronisieren.

Sie: Hattest Du das Hörbuch ausprobiert?

Nein. Ich habe aus Spass eine Stunde zwischen Notebook, Auto und verregneter Auffahrt verbracht!

Ich: Klar, das ging. Wieso?

Sie: Es zeigt immer nur das Synchronsiations-Symbol an.

Ich: Dann zieh einmal den Strom-Stecker .

Sie: Und wie mache ich den Ton an?

Ich: ?!?! Läuft es denn?

Sie: Ja, jetzt schon, aber ich höre nichts.

Lasse ich sie es selbst merken und beisse stumm in den Hörer, oder kläre ich sie über das Offensichtliche auf?!

Ich: Schatz? Was machst Du gerade?

Sie: Telefonieren, warum?

Ich: ... über die Freisprecheinrichtung?

Sie: NATÜRLICH! Warum?

Ich: ... weil die vielleicht das Radio stumm schaltet?!

Technikbegeisterung und vor allem das souveräne Beherrschen der selben kann für Aussenstehende beziehungsweise unfreiwillig Beteiligte manchmal schon frustrierend sein. Für die souverän Beherrschenden allerdings ein Quell steter Freude... :-D

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Ich liebe Apple! Und das iPhone!

25. Februar 2008

Erstes Ziel erreicht: Der Kollege Samaschke liegt mit Maulsperre und verdrehten Augen längs über der Tastatur... :-D

Wer dieses Blog regelmässig liest, der wird sich ein wenig weniger eindrucksvoll, aber nichts desto Trotz wundern, was mich zu dieser untypisch eurphorischen Aussage bringt. Ganz einfach: Mein Wochenende. Bzw. der Geburtstag meines Schwiegervaters. Aber von Anfang an:

Mein Schwiegervater ist auf den iPOD-Trip gekommen (ganz ohne meinen Einfluss, ehrlich, und er nutzt sonst auch seinen von mir empfohlenen MDA Vario II!), und so bot es sich an, zum Geburtstag Zubehör zu schenken. Surfen durch das Amazon-Angebot brachte erstaunliches zu Tage: Das Harman-Kardon Drive&Play, ein ausgeklügeltes System zur Wiedergabe von Musik eines iPOD über die Auto-Stereoanlage. inkl. Design-Fernbedienung und Display. Das Ganze statt für über EUR 250,- für unter EUR 40,-. Und irgendwie ist es dann passiert, dass statt einem Exemplar zwei in den Einkaufskorb rutschten.  

Geglaubt hat sie´s wohl nicht ganz, aber so recht wollte ihr auch kein Gegenargument einfallen... :-D

Kurz auf den Titel eingegangen: Ich liebe Apple deshalb, weil man offensichtlich seit Jahren den selben Bus verwendet. Das Drive&Play, eigentlich für die älteren iPODs konstruiert, funktioniert laut Google (und seit dem Wochenende meiner eigenen Erfahrung) hervorragend mit den neuesten Geräten, so dem iPhone und dem iPOD Touch.  Zugegeben: alle sind von Apple, man kann diesen Vergleich also nicht uneingeschränkt zu Windows Mobile ziehen, aber wenn ich mir aktuell beispielsweise das Samsung SGH-i780 anschaue, das wider allen Standards einen vollkommen propriertären Stecker verwendet, dann ist das schon bedenklich.

Zurück zum Drive&Play: Das Leben ist ja nicht sooo kompliziert. Das Drive&Play hat einen FM-Sender... zumindest nominell. Soll heissen: im Gerät eine Frequenz einstellen, im Radio die selbe Frequenz suchen, und schon geniesst man kabellos und ohne "Basteln" die vom iPOD wiedergegebene Musik. Pustekuchen. Da in Deutschland eine Verwendung von Radiofrequenzen nicht zulässig ist, überträgt das Drive&Play das Signal über ein Antennenkabel.

Kommen wir zum Anwendungsbereich: Ich fahre einen Mazda 5 ... und wie alle Mazdas hat der ein Systemradio. Wunderbar in der Mittelkonsole montiert, mit separatem Display, modular aufgebaut (bei mir mit dem MP3-CD-Wechsler, aber ohne Tape bzw. MD-Modul). Zum einen also aufwandsmässig schon ein wenig umfangreicher, vor allem aber: ohne Aux-Eingang, der die schönere Alternative zur mit Qualitätsverlusten behafteten Übertragung über das Antennenkabel.

Auch hier: Google sei dank! Hier findet sich eine hervorragende Anleitung, wie man die Mittelkonsole eines M5 ohne Macken und Kratzer auf bekommt, und der von Sylfex gefertigte AuxMod ist genau das Stück Technik, was noch fehlt: Eine kleine Platine, die in den Busstecker des Mazda-Systemradios gesteckt wird und diesem vorgaukelt, es ein ein Tapedeck. Statt des Cassettenlaufwerks allerdings enthält es einen simplen 3.5mm Klinkenstecker.

Ich gebe gerne zu: Ich bin schon handwerklich begabt, gerade an den letzten beiden Wochenenden habe ich eine Holzterasse in den Vorgarten gesetzt, Abschlussstücke zugesägt, eine Trennwand in den Boden gerammt, "grobmotorisches" würden übel meinende Zeitgenossen sagen. Mir gefällt der Begriff "semifiligran-handwerkliches" besser... :-D

Was mir aber gar nicht liegt, ist das "Herumspielen" an der Elektronik...! Nichts desto Trotz war nach knapp zwei Stunden komplett alles erledigt. AuxMod eingebaut, Drive&Play eingebaut, alle Kabel unsichtbar verlegt und natürlich technisch einsatzbereit.

Zwei kleine Episoden am Rande: Alles war eingebaut, immer wieder hatte ich  zwischendrin probiert, dass der iPOD auch seine Musik wiedergab, kein Problem. Dann habe ich auf CD umgeschaltet: Totenstille. Radio: Totenstille. Was daran lag, dass der iPOD voll aufgedreht war (zu dem Zeitpunkt noch per Klinkenkabel und nicht per Busstecker angeschlossen), das Radio entsprechend auf Lautstärke "1" stand.

Nachdem die Mittelkonsole wieder eingesetzt und verschraubt war und über die Anlage schon Musik lief, tippte ich auf den Knopf für die Klimaautomatik: Nix tat sich. Nach einer Schrecksekunde die Auflösung: Die Zündung war in der ersten Raste, somit die Bordstromversorgung an. Die Bordelektronik (und damit auch die Klimaanlage) funktionieren aber erst in der zweiten Raste... :-(

Somit fungieren sowohl mein iPhone als auf der iPOD Touch meiner Frau als MP3-Player im Auto, unsichtbar verlegt, bequem bedienbar und mit sattem Klang. Das iPhone mault zwar, es wäre ein Zubehör angeschlossen und der Flugmodus wäre zu empfehlen, ignoriert man das aber, dann telefoniert das iPhone sogar über die Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

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Sony Vaio VGN-TZ21 und vodafone

3. Februar 2008

Ich hasse strategische Partnerschaften. Mein Sony Vaio VGN-TZ21 hatte ich mir vor allem deshalb ausgesucht, weil es neben seiner geringen Größe (und dem damit einhergehenden ebenfalls geringen Gewicht) ein WWAN-Modul integriert hat. Soll heissen: SIM-Karte rein, und schon ist man mit GPRS, UMTS oder HSDPA online, je nachdem, was das Netz hergibt. Ich hatte extra noch nachgeschaut, dass das Modul (das von Option stammt, wie die HSDPA-Connect-Cards ebenfalls) nicht SIMLocked ist, denn Sony propagiert ja mit Web´n Walk einen Dienst von T-Mobile. Nichts zu finden, und auch die Hotline sagt ganz klar, dass es keinen SIMLock gibt.

Kaum kommt das Gerät hier an, da entpuppt sich diese Aussage als ... richtig. Leider aber auch als quasi unbrauchbar: Das Modul ist frei für alle Netze... aber die Software ist nur für T-Mobile-Karten dabei. Soll heissen: vodafone-Karte (die ich nun mal als reine Datenkarte mit 200MB im Monat habe) rein, Software starten ... und die Meldung akzeptieren, dass die falsche Karte drinnen ist. Zum Zeitpunkt des Kaufes gab auch Google nix her, höchstens ein paar unschöne Tools für Linux. Konsequenz: Meine alte T-Mobile-Karte reaktiviert, Volumen gebucht und geärgert.

Heute ist mir der Kragen geplatzt... und ich habe rumprobiert. Nachdem Sony auf der Vista-Treiber-Seite nichts an Software für das Modul zum Download bereit stellt, aber einen "Downgrade auf XP" anbietet (alle Vista-Hasser rollen jetzt sich auf dem Rücken und trommeln mit den Fäusten auf dem Boden vor Lachen...) habe ich auch dort mal gesucht. Und siehe da: da findet sich ein Globetrotter-WWAN-Treiberpaket. Heruntergeladen, vorsichtshalber mal einen Wiederherstellungspunkt gesetzt, installiert... und es funktioniert! Nicht mal die T-Mobile Software habe ich deinstalliert, und die Globetrotter Software erkennt sogar anhand der SIM-Karte den vodafone-APN web.vodafone.de.

Für alle Mitleidenden: Hier Hauptkategorie Vaio Notebooks, Modellkategorie VGN-TZ und Modell VGN-TZ21WN/B eingeben, auf XP Downgrade, dann Produktnummer und Seriennummer vom Boden des Geräts, dann wie WWAN-Software herunterladen, installieren und freuen!

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Vista = (V)ieles (I)st (S)chön (T)rotz (A)llem

3. Februar 2008

Ich bin ja seit über einem Jahr unbelehrbar... schon als die erste Release-Version verfügbar war (noch nicht im Handel, aber für MSDN-Abonnenten zum Download bereit) habe ich Vista installiert. Erst (ein wenig feige) auf meinem Sony Vaio VGN-TX1, als das funktionierte, auf meinem Hauptrechner, einem LG S1 Pro. Alles fein... auch wenn so die eine oder andere Software zickte, visuell und von der Performance hat mich Vista schon nicht unglücklich gelassen. Nein, ich spiele nicht... dafür habe ich eine PS3 und eine Wii. Und nein, es macht mir auch nix, wenn ich mal ein wenig warten muss. :-)

Stück für Stück kamen dann auch Updates und Patches für die Programme, die noch nicht unter Vista liefen (Online-Banking, Fingerprint Reader etc.) und seit einem halben Jahr bin ich zufrieden. Auch mein OQO Model 02 habe ich direkt mit Vista genommen, und mein "Travel Notebook", ein Sony Vaio TZ21 auch. So summieren sich hier 2 Vista Ultimate und zwei Vista Business-Systeme. Selbst meine Frau, sonst eher intolerant gegenüber "Das sieht jetzt alles anders aus", hat sich mittlerweile daran gewöhnt.

Alles fein also... bis heute. Ich habe vor einiger Zeit eine Sony HD-Kamera gekauft, die im AVCHD-Format in 1440*1080 aufzeichnet, das ganze auf eine Blu-ray oder AVCHD-DVD gebrannt und mit der PS3 auf einer Leinwand wiedergegeben ist atemberaubend.

Nun will der Perfektionist in mir aber eben nicht nur den Film bzw. die Sequenzen brennen, sondern das Ganze noch mit einem vernünftigen DVD-Menü untermalen, Übergänge hineinbringen, etc. Für die Bearbeitung ist Sony´s Vegas Pro ein geniales Programm, das problemlos auch die eher noch unüblichen AVCHD-Dateien bearbeiten kann (soll wohl sein, Programm und Dateiformat kommen schliesslich von Sony)... deren zugehöriger DVD-Architect kann zwar wunderbar Inhalte professionell bis hin zur Preproduktion aufbereiten.... aber keine AVCHDs brennen. ULeads/Corels VideoStudio 11.5 war ein Schuss in den Ofen... aber halt: Nero kann ja in der Version 8 echtes Authoring von Blu-rays und AVCHDs!

Ich hätte es wissen sollen: Aus dem Hause Ahead/Nero ist noch nie etwas gekommen, das stabiler läuft als Symantecs/Nortons hauseigener Virus Virensoftware ... aber ich werde ja nicht klug. Wenn ich mal ein Wochenende frei habe, muss ich es mit Fehlversuchen verschwenden. Dummbatz!

Mit Vegas einen Film geschnitten/erstellt, in Nero Vision importiert, dort gebrannt und in die PS3 eingelegt: fein. Dann die Kür: In Nero Vision ein Menü erstellt, und dahinter den Film gelegt: fein... dachte ich. Es ging mir dann ja nur noch um das Menü! Als ich der besten, mittlerweile ob meiner gesamttägigen Abwesenheit leicht nörgeligen besten Ehefrau von allen das Endergebnis präsentieren will, gehts natürlich vom Menü auch in den Film. Und der hat zwischendrin einfach mal ein paar Sekunden schwarzen Bildschirm... mal hier, mal da. Die verwendete Datei aber ist sauber, die selbe Datei mit Sonys Picture Motion Browser gebrannt läuft sauber.

Kann sich jetzt jeder denken, wie die Begeisterung jener lnbEva ausgefallen ist... :-(

Ungelogene und unübertriebene 12 DVDs später (mit unterschiedlichen Einstellungen) keine Änderung. Irgendwann habe ich in meinem Frust Nero 8 auf meinem XP-Rechner (3GHz Pentium 4, mein "Tonstudio" und darum mit XP) installiert.... und es läuft auf Anhieb.

Es ist mir schnurzegal, ob es an Vista oder Nero liegt... warum können solche einfachen Dinge nicht einfach laufen!? Und warum beende ich einen verschwendeten Tag damit, auch noch einen sinnlosen BLOG-Eintrag zu schreiben? Ach ja... geteiltes Leid ist halbes Leid... :-)

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Firmware 1.1.3: iPhone "navigiert"

17. Januar 2008

Ah, ja. Apple hat vorgestern die Firmware 1.1.3 für das iPhone verfügbar gemacht. Alle freuen sich. Alle? Nicht alle, in einer kleinen, rechtsfreien Zone ertönt Gewimmer. Hat Apple es doch geschafft, die Unlock/Jailbreak der iPhones mit der neuen Firmware nicht nur zunichte zu machen, sondern gar auch bei einem Rollback auf die 1.1.2 zu unterbinden. Ich weiss schon, warum ich mir den Stress von Anfang an nicht angetan habe... :-D

Ansonsten mag der ungeneigte Rezensent durchaus zu der Meinung gelangen, Apple habe dieses Update nur aus diesem Grunde veröffentlicht. Die sonstigen Neuerungen sind nett, aber irgendwie ziehen sie nur Funktionalität nach, die eigentlich schon vorher erwartet worden wären:

  • Google Maps kann jetzt die aktuelle Position anzeigen (nein, nicht zu früh freuen: statt den seriellen Bluetooth-Dienst zu integrieren und damit ein GPS zugänglich zumachen, greift man auf Zelleninfos vom Netz und bekannte WLANs zu... die Positionsbestimmung ist ungefähr so genau wie "Dicker Finger auf 1:100000-Karte"). Und ungefähr 70% der Zeit nur verfügbar: Der Algorithmus braucht mehrere Bezugpunkte, um die Position zu mitteln. Macht also wenig Sinn, wenn man in einer einzigen Funkzelle steht...

  • Auch Verkehrsinformationen kann man sich anzeigen lassen. Ist mir zwar noch nie gelungen, aber zumindest kann man es aktivieren und sich an staufreier Fahrt freuen, wenn man im Stau steht... oder so.

  • SMS können jetzt auch an Gruppen von Empfängern gesendet werden.

  • Das Hauptmenü kann umgeordnet werden, sowohl die Anordnung der Elemente im Menü als auch die derer im Dock kann durch Verschieben beeinflusst werden. Nett animiert: Beginnt man damit, zittern alle Symbole, als wenn sie Angst hätten. Sollen sie auch :-)

  • Wirklich nett: Internet-Links können als Symbole ins Menü gelegt werden. So kann man wenigstens das Menü mal auf eine volle Seite füllen... und spart sich den Aufruf des Safari, um eine bestimmte Seite aufzurufen.

  • plus noch ein paar Kleinigkeiten, die kaum erwähnenswert sind.

Wenn jetzt noch irgendjemand über fehlende Neuerungen von Windows Mobile 5 auf 6 meckert, dann schrei ich... im Vergleich zu obiger Firmware war das ein Quantensprung! :-D

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Mein iPhone und ich...

18. Dezember 2007

... haben mittlerweile ein gestörtes Verhältnis.

Nein... das liegt nicht daran, dass es das falsche Betriebssystem hat, eigentlich mehr daran, dass das Betriebssystem, das es hat, nicht das macht, was das richtige macht... :-D

Soll heissen: Nachdem das "Uiuiuiui, so ein schickes Spielzeug" abgeklungen war, kommen mir die "Schwächen" im Vergleich zu Windows Mobile erst so richtig in den Sinn. Ich mag pervers sein, aber ich bin so daran gewöhnt, meine Mails gepushed zu bekommen, dass es mich rasend macht, dass es nur alle 15 Minuten (als kleinstes Intervall) meinen Exchange abfragt. Das führt dazu, dass ich alle 5 Minuten manuell abfrage (iPhone an, Slider betätigen, um ins Menü zu kommen, auf Mails klicken und warten...). Schebbich...

Und ansonsten: so schön der Safari ist, mittlerweile habe ich dann doch einige Seiten, auf die ich einfach nicht komme, weil ich mich anmelden muss (z.B. das Navigon Betatest-Forum). Credentials werden angenommen, aber Safari geht wieder zur Login-Seite zurück. Auf einem Windows Mobile-Gerät mit dem PIE oder dem Opera Mobile kein Problem.

Oder das Entsperren der SIM: Hat man einmal beim Start falsch geklickt und nicht "Entsperren" gewählt, dann hat man einen semihübschen roten Punkt am Telefon-Symbol. Nun denkt sich der geneigte Benutzer, er müsse einfach draufklicken und könne dann irgendwie die PIN eingeben und das Telefon aktivieren. Er denkt... aber fälschlicherweise. Ausschalten und wieder einschalten ist die Alternative.

Vom Coolness-Effekt her lässt es auch nach: Einen XDA Star herauszunehmen und ganz locker dessen Tastatur aufzuschieben führt zu deutlich glänzenderen Augen beim Gegenüber als das iPhone, das scheinbar durch seine Medienpräsenz "langweilig"geworden ist.

Und nachdem ich den iPOD Touch für meine Frau als Weihnachtsgeschenk besorgt habe und damit das unbetritten geniale Bedienkonzept in einem deutlich günstigeren Gerät (als MP3-Player, Picture Viewer, etc.) sehe, kann ich meine Entscheidung vm 9. November eigentlich nur noch anzweifeln...

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Gar nicht witzig....

4. Dezember 2007

.... finde ich diese Meldung. Da entscheidet das Hamburger Landgericht, dass der Netlock und der exklusive Vertrieb des iPhones bei T-Mobile rechtmässig sind. Wo wind wir denn? Kann es sein, dass da eine Lobby stärker war als die andere? Oder die Fischköppe die Düsseldorfer Fröhlichkeit nicht leiden konnten? Bah... auch Hamburg liegt also auf der schäl Sick... aber auf der anderen!

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Telekomiker, die nächste: iPhone Unlock ad absurdum

4. Dezember 2007

Okay... es sind nicht die Telekomiker, sondern die von T-Mobile. Die aber halten sich für mindestens ebenso komisch, ehrlich!

Ich bin nun einer der ersten Besteller des iPhones gewesen, und damit habe ich meinen T-Mobile-iPhone-Schnäppchen-Vertrag an den sprichwörtlichen Backen. Kein Problem, die Entscheidung habe ich wissentlich getroffen. Und ich weiss nicht, ob ich beim "Alternativangebot" von 999,- ohne Vertrag eher schwach geworden wäre.

Was ich allerdings schon erwarte, ist die Entsperrung meines  iPhones. Nicht, dass ich es momentan mit meiner normalen vodafone-Karte nutzen würde (wofür habe ich schliesslich Inklusivminuten und -volumen), aber ich will die Möglichkeit haben.

Ein Anruf bei der Hotline  offenbart das ganze Grauen: ".... leider erst für Kunden, die das Gerät ab dem 19.11. gekauft haben.... " (dem Datum der einstweiligen Verfügung). Man konnte der armen Frau förmlich anhören, dass sie auf meinen Ausraster wartete... der blieb aber aus. Die Hotline kann nichts dafür, und aus formalrechtlicher Sicht kann ich es sogar verstehen: Solange die einstweilige Verfügung nur einstweilig ist, versucht T-Mobile noch zu retten, was zu retten ist. Allerdings ist der Grad der Kundenunfreundlichkeit, der sich damit offenbart, selbst für dieses Unternehmen ein Highlight.

Auf der anderen Seite: Offenbar wissen die Kollegen in Magenta nicht mal, wie man´s richtig macht: Die Berichte über Falschaussagen, trotzdem nicht funktionierende iPhones in anderen Ländern, etc. häufen sich. Business as usual also... :-D

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Der grosse Lauschangriff

28. November 2007

Die Diskussion um den "Bundestrojaner" schwelt schon Monate, in den letzten Wochen ist sie durch die Entscheidung unserer Staatsführung (aus der Historie bietet sich StaFü als Abkürzung an) nochmal angefacht worden. Nun dürfen also Verbindungsdaten, E-Mails, Telefonate "auf Verdacht" abgehört werden und Daten auf Vorrat gespeichert werden. Wie auch immer sich ein solcher Verdacht zusammensetzen mag, das steht in den Sternen....

Deutschland hat schon bei der Umsetzung der Europäischen Datenschutzrichtlinie erst dann reagiert, als die EU die ausgebliebene Umsetzung in Länderrecht mit hohen Strafen zu ahnden drohte... und daraus ein Bundesdatenschutzgesetz gebaut, das an Unlesbarkeit, Öffnungsklauseln und Unstimmigkeiten selbst im bundesdeutschen Gesetzesdschungel seinesgleichen sucht. Zwei Dinge aber hat man klar formuliert:

§3a BDSG schreibt die Datenvermeidung und Datensparsamkeit vor, postuliert also die Verpflichtung, so wenig Daten wie eben möglich zu erheben. Da passt eine Vorratsdatenspeicherung überhaupt nicht ins Konzept...

§4 BDSG definiert die Zulässigkeit der Datenerhebung von personenbezogenen Daten (und Verbindungsdaten gleich welcher Form zählen unzweifelhaft dazu), §28 die Zulässigkeit der Nutzung personenbezogener Daten inkl. deren Zweckbindung. Gerade letzterer Paragraph lässt keinen Spielraum, Verbindungdaten anders als zum definierten Zweck (nämlich der Abrechnung) zu nutzen.

Leider ist §4 einer der Paragraphen, die eine der unglücklichen Öffnungsklauseln enthalten: " [...] zulässig, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet [....]". Fassen wir es zusammen: aus Datenschutzsicht und dem zugrunde liegenden Gesetzeswerk unzulässig, darum bauen wir uns ein neues Gesetz, dass dies aushebelt?

Ich kann es einsehen, dass bei konkreten Hinweisen auf terroristische Akte, Schwerstverbrechen, etc. der Staat bzw. seine Exekutive konkret, zeitlich begrenzt und überwacht Zugriff auf Daten bekommt, die ihn sonst nicht zu interessieren haben. Datenschutz kann nicht als "Täterschutz" missbraucht werden, wie ihm ja immer wieder gerne unterstellt wird.

Ich kann nicht einsehen, dass der Staat bzw. seine Legislative sich Gesetze schaffen, um ungeliebte Gesetze so zu drehen und wenden, wie es gerade in den Kram passt. Und noch weniger kann ich es einsehen, dass es zulässig ist, Millionen von Menschen, die miteinander kommunizieren, unter einen Generalverdacht zu setzen, bei Themen wie beispielsweise der Verhältnismässigkeit der Mittel in Entführungsfällen aber streng Gesetze, sie bestehen, einzuhalten.

Missbrauch ist kaum zu unterbinden, aber Missbrauch, der potentiell zum Schaden einer Person führt, auszuschliessen und Missbrauch, der zum Schaden einer Vielzahl von unbedarften Anwendern führt, in Kauf zu nehmen, das ist bar jeder Logik und gegen die ethische Aufgabenstellung eines so genannten "Volksvertreters".

Und wie der Kollege Samaschke bereits schreibt: Die ersten Wildwüchse zeigen sich schon... warum diese Daten nicht gleich dazu verwenden, Urheberrrechtsverstösse zu verfolgen? Schliesslich ist doch jeder, der sich im Internet bewegt, ein Musikpirat, der sich MP3s und die neuesten Filme saugt, wo er nur kann, und im Gegenzug die neueste Software zum Download bereitstellt, oder?!

Ich bin alles andere als ein "linker Spinner" und Vertreter der "legal, illegal, scheissvollkommen egal"-Philosophie, hier aber platzt mir der Kragen. Als Webseitenbetreiber muss ich gaaaaaanz fein aufpassen, was ich mit den Logdaten meines Servers mache, und darf sie prinzipiell nur für die Fehlersuche/Intrusion Detection nutzen. Als "Staatsbetreiber" küre ich das Gesetz des Monats und bin fein raus. Das ist Willkür...!

Inmitten einer hitzigen Diskussion um dieses Thema kommt die beste Ehefrau von allen und wirft trocken in die Runde: "Wo ist denn das Problem? Wer nichts zu verbergen hat, der hat doch auch nichts zu befürchten?!" Betretenes Schweigen.... nur nicht definierbar, ob´s ein Schock der Un- oder der Erkenntnis war oder ein Aufbäumen der eigenen Paranoia...

Disclaimer: Dies ist kein juristischer Artikel, keine Rechtsberatung, sondern meine eigene, freie Meinung. Die, zumindest die, maße ich mir an zu behalten, wenn mein informationelles Selbstbestimmungsrecht schon mit Füßen getreten wird. :-(

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Aua! vodafone und T-Mobile auf dem Spielplatz

22. November 2007

Hmmmh. Auch ich hab mich ja geärgert, dass T-Mobile das iPhone so eng an sich bindet und es mit Knebelverträgen und nicht aufhebbarem Netlock einschränkt. Hat sich scheinbar auch vodafone gedacht und eine einstweilige Verfügung gegen T-Mobile erwirkt. Diese stellt fest, das die Bindung rechtwidrig ist, andere Carrier also auch die Chance haben müssen, das Gerät zu verkaufen. Jetzt reagiert T-Mobile: Für schlappe EUR 999,- kann man nun laut Spiegel das Technikspielzeug erwerben, ohne Kartenvertrag... und ab dem 19.11. verkaufte iPhones müssen kostenlos entsperrt werden.

Liebe T-Mobiler: Auch wenn Ihr gegen diese entscheidung Widerspruch einlegt, habt Ihr doch sicher die Leute vergessen, die in den ersten 10 Tagen zugeschlagen haben... die sollen nicht in den Genuss des Unlocks kommen? Ich glaub es setzt aus... Ich denke, das klären wir, gell? :-D

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Tellerblick und Tellerminen

13. November 2007

Ich bin immer wieder fasziniert. Man sollte doch davon ausgehen, dass wir alle erwachsene, intelligente, Menschen mit einem breiten Horizont sind. Oder?

Scheinbar nicht.... (wobei sich diese Aussage auf „alle“ bezieht... mathematisch negiert „nicht alle“ = „mindestens einer nicht“ :-D )

Ich habe es geahnt, weil die Erfahrung meist ein guter Lehrmeister ist. Wie kann ich es wagen, ein Nicht-Windows-Mobile-Gerät überhaupt nur zu erwähnen? Schon 2003 war alleine die Erwähnung des Erwerbs eines Sony Clie UX50 (Böse! Palm-OS!) in den News

15.-16.11.2003:

Auch wenn´s mir wieder dumme Sprüche einbringt: Heute angekommen ist mein Sony Clié UX50, ein winziger Organizer mit Tastatur, WLAN, Bluetooth, Digicam, einem hochauflösenden Display. "Manko": Palm OS 5.2....

Quelle stetiger Freude. Von „Verräter“ über „Scheiss-Seite, ich will hier was über Pocket PCs lesen!“ bis hin zu wüsten Beschimpfungen war alles dabei. Jetzt, fast auf den Tag genau vier Jahre später, fühl ich mich gerade so ein wenig wie in einer Zeitmaschine. Wie konnte ich vergessen, dass ich mich ja nur, ausschliesslich, ausnahmslos mit Windows Mobile beschäftigen darf? Asche auf mein Haupt! Dabei habe ich doch nur erwähnt, dass ich mir das iPhone (Böse! Apple/Linux!) zugelegt habe. Die Qualität einiger Rückmeldungen (die ganz mutig von Freemail-Accounts mit kryptischen Namen verfasst sind) ist ähnlich.

Mein absoluter Liebling aber ist die Mail von Jens K. aus N., der zumindest den Mut hatte, mit seinem normalen Mailaccount zu schreiben:

 

„Sehr geehrter Herr Erle!

Mit Verwunderung habe ich in den letzten Wochen die Häufung der Erwähnungen des Apple iPhone auf Ihrer sonst sehr guten Webseite zur Kenntnis genommen. [....] Wenn Sie sich wieder besinnen und Ihre Berichterstattung auf Windows Mobile-Geräte beschränken, können Sie mich gerne informieren. In der Zwischenzeit werde ich meinen Informationsbedarf anderweitig befriedigen. [....]“

Emm....

„Lieber Herr K.! (oder darf ich Jens sagen?)

Natürlich schmerzt mich Ihre Enttäuschung über die mir zu Recht vorgeworfene Sinnverwirrung, und gerne lade ich Sie auf eine komplett von bösen Konkurrenzprodukten gereinigte World of PPC ein. Allerdings musste ich Ihrem Mailheader entnehmen, dass Sie Ihre Anfrage von einem Mozilla-Mailclient geschrieben haben. Im Zuge der Bereinigungsarbeiten habe ich natürlich auch den Zugang für alle Browser ausser den MS Internet Explorer 7 gesperrt... und damit auch für den Firefox. Man sollte ja konsequent sein!“

 

Ruhig Blut: Weder habe ich diese Antwort geschrieben noch irgendetwas an der World of PPC geändert.... aber diese Reaktion war ungefähr das, was mir nach dem ersten Lesen dieser Mail spontan durch den Kopf ging.

Kinder, geht´s noch!? Ich bin seit Jahren nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik, mit der Erfahrung der unterschiedlichsten Geräte in den denkbar heterogensten Infrastrukturen davon überzeugt, dass Windows Mobile die überlegene mobile Plattform ist. Aaaaaaber: das ist nicht der Fall, weil es „in“, „hip“, „modern“ ist, sondern weil ich immer wieder über den Tellerrand schaue und mir die Konkurrenz anschaue und sie objektiv vergleiche. Nur so kann man zum einen Argumente finden, die auch den Anwender alternativer Systeme davon überzeugen, Windows Mobile eine Chance zu geben, zum anderen aber auch daran arbeiten, die Plattform zu verbessern und Funktionalitäten aufzunehmen, die „noch fehlen“.

Und aus diesem Grund, lieber Jens K., werde ich voller Freude und Motivation sogar den Frevel begehen und iPhone und den XDA Star miteinander vergleichen. So. :-D

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Harry Potter und das iPhone Teil 2: Kommando zurück

9. November 2007

Wenn mir Harry Potter über den Weg läuft, dann mach ich ihm den Voldemort... oder so. Hatte ich hier noch stolz berichtet, dass trotz plötzlichem Disapparieren von iPhones und Warenkörben die Bestellung am 09.11. nachts recht reibungslos funktioniert hatte, so muss ich mich korrigieren. Ich gebe zu, ich bin ein skeptischer Mensch... und wenn man mir schreibt, meine Bestellung sei eingegangen und ich würde noch eine Email bekommen, die dies bestätigt, dann warte ich auch drauf. Habe ich getan. Bis heute Morgen. Geduldig (weil ich wie ein Stein geschlafen habe nach meinem mitternächtlichen Einkaufsbummel).

Nachdem dann aber immer noch nichts im Posteingang war, hab ich mal die Servicenummer angerufen. Geduldig. Der Mann war freundlich. Und dann die nächste Servicenummer. Geduldig, der Mann konnte ja nichts dafür. Dann kam seine Antwort auf meine Frage, wo denn meine Bestellbestätigung wäre. Ungeduldig, weil er die Frage scheinbar schon mindestens deutlich über 40 Male beantwortet hatte.

"Ja, äääh... wir hatten da wohl ein Problem"

(Ich weiss. Disapparierende iPhones, Warenkörbe und Kassiererinnen. Ich war dabei. Danke.)

"Geben Sie mir mal Ihre Postleitzahl. Und die Strasse."

(Macht mich das skeptisch, wenn die Bestellnummer, die ich ja habe, nicht interessiert? Ja, das macht es!)

"Das dachte ich mir ..."

(Nun sag schon... trau Dich... los!!!!!!)

"Die Bestellungen von heute Nacht sind noch nicht im System. Sollen wohl demnächst eingespielt werden."

"Das heisst also: Derjenige, der heute morgen gemütlich nach dem Frühstück angerufen und bestellt hat, ist bereits im System, und der Depp, der heute Nacht online bestellt hat, darf sich irgendwann dahinter einreihen?"

"Das sieht so aus."

Ich habe das Gespräch beendet. Geduldig. Kann ja niemand was für, wenn ein Zauberleerlehrling nicht nur iPhones, Warenkörbe und Kassiererinnen, sondern auch ganze Bestellungen verschwinden lässt.

Ich war grad im T-Punkt. Geduldig. War leer, die Mitarbeiterin freundlich. Und mein iPhone konstant da, ohne zu verschwinden... wie auch die Kassiererin. Einen Einkaufswagen hab ich aber vorsichtigerweise nicht genommen. Man weiss ja nie.

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Harry Potter und das iPhone

9. November 2007

Sorry. Ich muss nochmal einhaken. Manchmal habe ich das Gefühl, dass je lauter jemand trommelt, desto weniger sich hinter der Trommel befindet. Wenn das stimmt, dann ist das iPhone eine Luftblase. Konnte man sich schon als unschuldiger Kunde des US-amerikanischen Apple-Stores kaum vor euphorischen Ankündigungen zum iPhone schützen, so übernimmt T-Mobile in Deutschland die Rolle des eingeladenen Spammers (eingeladen deshalb, weil man sich fein datenschutzkonform explizit nochmal anmelden musste. Selbst schuld also).

Aber scheinbar ist es ja ein Zaubergerät: Wie einst die Harry Potters wird es pünktlich ab 0:01 Uhr am 09. November verkauft. Sowohl auf der eigens geschaffenen Webseite als auch bei ausgewählten T-Punkten in ganz Deutschland, quasi "Harry Mobile und die Heiligtümer des iPhones".

Und so sitzt man bebend vor seiner Funkuhr und betrachtet das Schleichen der Zeiger (okay, Segmente der Digitalanzeige, aber das Bild mit den Zeigern ist einfach schöner): 21:58 ... 21:59 ... 22:00 ... [...] ... 23:59 ... 00:00 ... die virtuelle Schlange wird immer länger ... 00:01: Und los!

Nun hätte ich mir werbewirksam vorgestellt, dass die Bestellseite uuuuuuuuunsäglich langsam wäre: "T-Mobile-Seite von iPhone-Bestellungen überflutet", da würde doch jede Zeitung/Newsseite frohlocken (vorsichtshalber hätte ich mir schon mal einen kleinen DoS-Angriff bei einem internen Administrator bauen lassen ... nur, um sicher zu gehen :-D )

Aber nichts war. Sie war einfach nicht... sagen wir mal... funktional. Nicht, dass es T-Mobile nicht geschafft hätte, die Seite pünktlich online zu schalten... Bildlich gesprochen hatten sie einfach zu wenige beziehungsweise löchrige Einkaufswagen bereitgestellt. Stellt es Euch so vor: Ihr steht Mittwoch morgens vor dem Aldi Eurer Wahl. Viertel vor Neun habt Ihr schon den Einkaufswagen gesichert und stürmt pünktlich zur Ladenöffnung hinein. Der Stapel der Wunschware ist meterhoch, kein Problem also... Ihr packt sie in den Einkaufswagen, macht Euch auf den Weg zu Kasse... mittendrin schaut Ihr in Euren Einkaufswagen und.... er ist leer. Wieder zurück, ein Paket eingepackt, zur Kasse... plötzlich ist die Kassiererin weg, und kurz danach der Einkaufswagen in nichts aufgelöst: Ihr steht wieder im Laden am Eingang mit leerem Einkaufswagen. Ich hab´ ja wirklich zwischendrin überlegt, ob da nicht irgendwo benannter Zauberschüler sitzt und dauernd ruft "Accio iPhone!!!" :-D

Nach sage und schreibe 17 Minuten und diversen http-Fehlern dann doch noch der Erfolg:

Innerhalb dieser 17 Minuten hatten es der Bestellnummer nach zumindest knapp über 40 Leute geschafft, ungesehen zur Kasse zu apparieren oder Harry kurzzeitig mit dem Cruciatus-Fluch ausser Gefecht zu setzen.

Merke:

  1. Versucht man ein dringendes Problem zu lösen, seinen T-Mobile, T-Online-, DSL- oder VoIP-Anschluss umzumelden, zu aktivieren, funktional zu kriegen, dann laufen die Uhren des Konzerns in Magenta anders als alle anderen. Kann man ein werbewirksames Happening daraus veranstalten, dann ist Pünktlichkeit auf die Sekunde plötzlich höchste Online-Pflicht.

  2. Ich beantrage für die Fortsetzung von "Täglich grüsst das Murmeltier" dringend eine Beteiligung von T-Mobile. Mehr Situationskomik als plötzlich disapparierende iPhones kann auch Bill Murray nicht leisten

  3. Und ich diappariere jetzt auch. Ins Bett. Wenn auch nicht email-bestätigt, so doch mit dem Bewusstsein, einen würdigen Testgegner für dem XDA Star zu haben... und der bitteren Selbsterkenntnis, dass Selbstbeherrschung immer nur solange hält, wie man einen Kauf eh noch nicht tätigen kann...

Update...

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Touch mich an - Der iPhone-Hype

4. November 2007

Ich kann mich noch so gut daran erinnern... so einige Sätze heisse Ohren hat man im jugendlichen Leichtsinn kassiert, weil man wider aller Vernunft dem Reiz des weiblichen Geschlechts nachgegeben hat und forsch gewagt hat, ein wenig zu tatschen.

[Disclaimer: Die oben verwendeten Formulierungen sind in keiner Weise gedacht, den Leser in seiner (oder ihrer) sexuellen Orientierung, seinem (oder ihrem) Selbstverständnis, Selbstbestimmungs- oder Persönlichkeitsrecht zu stören. Sie sind auch kein Verstoss im Sinne von §1 bzw §7 AGG...] :-D

Kaum allerdings präsentiert ein großer Hersteller aus Cupertino ein neues Produkt, da ändern sich solche Normen schlagartig: Ob es daran liegt, dass man heutzutage aus Gründen der political correctness einen Neuanglizismus einführt und stattdessen "antouchen" sagt? Wie auch immer: Das iPhone als Flaggschiff des "Touch Phones" hat schon lange vor seiner echten Markteinführung einen Paradigmenwechsel bei vielen Herstellern hervorgerufen. Plötzlich muss ein neues Gerät einfach fingerbedienbar sein, es muss eine doppelbonbonige Oberfläche haben (man nehme die Symbole von Windows XP, betrachte sie als schwarz/weiss und koloriere sie nach) und am besten ist es dann noch ultradünn, mit unsichtbaren Knöpfen und schwarz oder weiss.

Ganz fix war dabei HTC mit dem Touch (in Deutschland auch von T-Mobile und O2 vertrieben). Flux wurde ein Windows Mobile-Gerät auf den Markt gebracht und eine neue Kategorie "Touchphone" (neben den bekannten Smartphones und Pocket PCs) propagiert. Allerdings so geschickt, dass jener Hersteller aus Cupertino (wider seiner marktbekannten Abmahnwut) die Füsse still hielt.

[Liebe Apple-Anwälte: Ich sag doch gar nichts. Zumindest nichts, was nicht aus allgemeinen Quellen stammt und nachlesbar ist. Zum Beispiel die Abmahnungen gegen meinen wertgeschätzten MVP-Kollegen Paul oder so gewisse rechtliche Unreinheiten im Zusammenhang mit der Namenswahl. In sofern ist doch gar nix passiert...]

Dabei stellt sich heraus, dass man genau diese Funktionalität wie das dem Touch zugrunde liegende TouchFLO auch auf einem normalen Pocket PC realisieren kann, und das aus meiner persönlichen Sicht noch viel angenehmer als auf dem Touch. MobilityFlow machen es mit Touch Commander vor. Ebenso integrieren Spb Software House in ihre neue Version 4.0 von Pocket Plus eine ähnliche Funktionalität, all das auf einer stabilen Plattform. Ich will jetzt nichts gegen das iPhone-OS sagen (eine einfache Google-Suche zum Thema iPhone und Stabilität gibt einen relativ breiten Überblick über Usermeinungen), aber alleine die Tatsache, dass man sich als Windows Benutzer doch ein wenig schwer tut, eine stabile Synchronisation einzurichten (und die Daten nicht zugrunde zu richten) plus das Fehlen einer Anbindung an einen Exchange Server (die auf einem Mac schon schmerzhaft schwierig ist) werfen die Frage auf, was das iPhone denn nun dem Windows Mobile-Benutzer bedeuten soll.

Funktional ist diese Frage nicht ganz so einfach zu beantworten. Telefon? Gibt´s schon (sogar mit Standarddingen bahnbrechenden Neuigkeiten wie UMTS und gar HSDPA, da kann man im Internet surfen, ohne einzuschlafen ... das würde einem iTunes-Client auch nicht schlecht zu Gesicht stehen). Und nicht nur die Windows Mobile-Konkurrenz macht die Möglichkeiten vor (z.B. mit dem HTC Kaiser/TyTN II), auch Nokia hat erkannt, dass ein integriertes GPS durchaus ein willkommenes Ausstattungsmerkmal sein kann. Die Oberfläche? Das ist eine arg subjektive Sichtweise. Der eine mag sie, der andere nicht, und es gibt Hunderte von Themes und Programmen, die die Standard Windows Mobile-Oberfläche pimpen. Multimediafähigkeiten? Viel flexibler ist das schnelle Kopieren von (legal erworbenen!) eigenen MP3s direkt auf eine Speicherkarte, anstatt jedesmal eine Konvertierung in ein proprietäres Format durchführen zu müssen. Aber halt! Auch Apple wäre ja glücklich, wenn man Musik DRM-frei verkaufen könnte (so verstehe ich zumindest diesen Artikel von Apple-CEO Steve Jobs, auch wenn ich ihn im Gesamtzusammenhang des Themas weniger verstehe als die Worte vernehme).

Da bleibt dann fast nur noch das Design. Und ich gebe zu, dass ich, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, bei jeder iPOD-Generation alleine wegen des Designs schwach geworden bin einen Blick riskiert habe. Verpackung, Gerätedesign und Verarbeitung, man packt es ehrfürchtig aus und hält es wie ein Kleinod in der Hand. Zwei Wochen später allerdings ist diese Freude eher ein wenig getrübt... denn die empfindlichen Oberflächen vorn und die wunderschöne, glänzende Chrom-Rückseite sind wenig alltagstauglich und zeigen schneller Spuren des mobilen Lebens als ein Erstteilnehmer des IronMan-Contest.

Was aber durchaus ein positiver Aspekt ist, ist der Druck, der in all diesen Bereichen auf die Konkurrenz ausgeübt wird. Sei es die gerade schon beschriebene Softwareindustrie, die die Fingerbedienbarkeit von Windows Mobile-Geräten plötzlich zum strategischen Ziel erhebt, sei es die Hardwareindustrie, die wie Global Top mit dem G66 oder HTC mit den Verpackungen der Geräte plötzlich Designs auf den Markt bringen, die man bisher schmerzlich vermisst hat, es ist Bewegung im Markt, die vordergründig dazu dient, einer Bedrohung entgegenzuwirken, die genauer beachtet in der Form gar nicht existiert. Sicher wird der eine oder andere Händler, der das iPhone nicht verkaufen kann, in diesem Weihnachtsgeschäft Umsatz einbüssen, dies wird sich aber bei der Flut der neuen HTC- und HP iPAQ-Modelle schnell wieder relativieren.

Was ich am 9. November mit meinem subventionsfähigen T-Mobile-Vertrag mache, sag ich nicht... :-D

[Disclaimer: Apple, iPhone, iPod, iTunes und einige andere in diesem Text verwendete Begriffe sind Markenzeichen von Apple, Inc. Sollen sie auch bleiben!]

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Ich krieg ´nen Fön mit voda-...

31. Oktober 2007

Ich mag vodafone. Wirklich! Ich bin seit langen 14 Jahren überwiegend zufriedener Kunde, auch wenn ich die Tarifpolitik - gerade wenn es um Datentarife geht - schwer verständlich finde. Das trifft allerdings alle deutschen Netzbetreiber. Merke: Wer UMTS-Lizenzen zu teuer ersteigert, der muss sie auch zu teuer vermarkten ... und bekommt noch weniger seiner Investition zurück. Da hat der Mobilcom-Schmid schon ganz recht getan, das sinkende Schiff ... err... wo war ich? Ach ja. vodafone.

Was man vodafone nun wirklich zugute halten muss: Sie sind innovativ. Hatten es die ersten Windows Mobile-Geräte noch schwer, sich bei Netzbetreibern zu positionieren, so ist das heute schon fast anders herum: O2 sichert sich die besten neuen HTC-Geräte exklusiv, T-Mobile MDA´t so vor sich hin, und vodafone vermarktet zum Marktstart die Palm-Geräte exklusiv. Erst der Treo 750v, das allererste Palm-Gerät mit Windows Mobile, jetzt der Treo 500v, das erste Windows Mobile Smartphone von Palm. Und gerade dieser Reiz, ein Gerät des Herstellers, der für seine Hardware berühmt ist (oder war) und dem "richtigen" Betriebssystem, führt bei mir immer zu einem Bestellanfall. Ich kann einfach nicht warten, bis es Pressegeräte gibt, gleich dem Pawlowschen Hund setzt ein drängender Bestelldrang ein, der befriedigt werden muss. Gedrängt, getan, fünf Minuten später kommt die Bestätigungsmail:

Ihre Adresse:

xxxxxxxxxxxxxx

xxxxxxr Str. 106

xxxxxxxxxxxxx

Bestellnummer: 5000758

Belegdatum: 24.10.2007:

Artikel

monatliche

Kosten

einmalige

Kosten

Handy und Tarif

Palm Treo 500v

399.90 €

Ohne Kartenvertrag

 

Versand

Artikel sofort versandfertig

0,00 €

 

Bitte bewahren Sie eine Kopie für Ihre Unterlagen auf.

Vodafone OnlineShop

Sie können den aktuellen Bearbeitungs-Status jederzeit unter diesem Link abfragen: Bearbeitungs-Status

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wohoo... sollte also schnell gehen. Lieferbar ist es, und den Status sehe ich ja auch online. Und so verging der eine Tag, es kam der nächste, und die Neugier trieb mich auf die Tracking-Seite. Kaum gab ich meine Daten (Bestellnummer, Name und Vorname ein), da folgte die Ernüchterung:

 

Bestellstatus

 

 

Liebe Vodafone-Kundin, lieber Vodafone-Kunde,

zu den eingegebenen Daten wurde leider kein Auftrag gefunden.

Bitte überprüfen Sie Ihre Eingaben und versuchen es noch einmal.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihr Vodafone-Team

Okay... "Es kann bis zu 24 Stunden dauern,bis eine Statusänderung sichtbar wird".... allerdings nach mehr als 24 Stunden setzte sich dann ein gewisser Zweifel durch und ich schickte eine Mail ein vodafone. Die Antwort kam prompt:

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Der Lieferschein für Ihre Bestellung wurde soeben geschrieben. Sie erhalten Ihr Paket voraussichtlich am 26.10.07 bzw. am 29.10.07.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Vodafone-Onlineshop

Okay. Freitag wird es eh nicht klappen, dann ist er Montag wenigstens auf jeden Fall da. Ahnt Ihr es schon? Der Freitag geht vorbei, das Wochenende ... und der Montag auch. Also: Wieder eine Mail an den Online-Shop geschickt. Auch hier wieder eine schnelle Antwort, allerdings wieder keine, warum ich den Status nicht online nachverfolgen kann:

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Leider sind vom Hersteller nicht genügend Artikel geliefert worden. Wir erwarten Ende dieser Woche eine größere Lieferung, so dass Sie dann beliefert werden.

Wir bitten die Verzögerung zu entschuldigen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ihr Vodafone-OnlineShop

Hallo? Hatte wir uns nicht gerade darauf geeinigt, dass das Gerät schon in der Fakturierung/Verpackung/dem Rausschicken war?! Ich bin ja eigentlich ein ruhiger Mensch, aber da kocht dann doch ein gutes Stück Ärger hoch. Zumal die Kombination von Falschaussagen eigentlich gar keinen Schluss zulässt, weder, ob die Bestellung wirklich im System ist, noch über ihren Status und jedwede Aussagen. Mit gespitzem virtuellen Bleistift also eine geharnischte Antwort entworfen und gerade abgeschickt, da klingelt das Telefon. "Sag mal, hier steht GLS und will 400 euro von mir für vodafone?!?!?".

Liebe vodafon´ler: Euer Leistungskatalog und Euer normaler Service sind soooo gut. Bitte übertragt das doch auch auf den Shop... und lest bald auf der World of PPC einen entsprechenden Test... :-D

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Kommunikation heute

26. Oktober 2007

Was mich grundsätzlich schon ein wenig nachdenklich stimmt, ist die Art, wie sich Kommunikation in den vergangenen Jahren verändert hat: Mehr und mehr verschiebt sich die früher so gepflegte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht auf die elektronischen Kanäle. Nehmen wir wieder den homo mobilius. Dank Windows Mobile 5 AKU2 (und dem darin enthaltenen Mail and Security Feature Pack MSFP) und seinen Nachfolgern und dank der Tatsache, dass man heutzutage keinen eigenen Exchange-Server mehr braucht, sondern recht günstig fremdgehostete Exchange-Postfächer "mieten" kann, ist er jederzeit erreichbar. Kaum ist eine Mail eingegangen, schon vibrierts in der Hose, und auch bei nicht hosenspezifischen Mails rund um blaue Pillen und Längenoptimierungen des Hoseninhalts ist man elektrisiert.

PDA raus, Mail lesen. War nix wichtiges? Schade. Moment, kann ich doch eben beantworten. Ach ich wollte doch noch...

Jetzt mag man über die Technologieresistenz des jeweiligen Lebensabschnittspartners trefflich lästern, aber auch allgemein: so recht massenkompatibel ist das Verhalten nicht. Je nachdem wie weit diese morbus mobilis fortgeschritten ist, ist fast kein ununterbrochenes Gespräch mehr möglich, kein ruhiges Essen, von "privateren" Themen schweigen wir mal. Während ein Blackberry (wo das Thema Push-Mail eigentlich viel bekannter ist) noch als Manager-Tamagotchi durchgeht und eher ein Business-Problem ist, ist der Pocket PC oder das Smartphone quasi in die Tasche der privaten Jeans implantiert.

Als wenn das nicht schlimm genug wäre: Was bei Windows funktioniert, kann man doch auch mit Windows Mobile machen, das ist auch meine Maxime. Offensichtlich auch die von Microsoft: Anders kann man sich das massive Engagement, Windows Live adäquat auf die mobilen Geräte zu bringen, nicht erklären. Natürlich hat der homo mobilius den Live Messenger auf seiner Heute-Seite... und just nachdem der kurzzeitige Anfall der morbus mobilis abklang und der PDA wieder in der Tasche verschwinden könnte, schlägt genau das ins Kontor:

... mit Joe quatschen... jetzt ist der gerade im Messenger online. Naja, kann ich doch mal eben anchatten ...

Mal ganz abgesehen davon, dass mir bitte mal jemand den visuellen Unterschied zwischen einem Gameboy spielenden Kind und einem mobil chattenden/mailenden Erwachsenen erklären sollte: Welche Qualität hat diese Art der Kommunikation? Um schnell mal eben (vor allem über Zeitzonen hinweg, wo Telefonieren schwierig ist) Dinge abzustimmen mag das reichen, aber privates auf diesem Weg zu klären, ohne die Stilmittel der Gestik, des Tonfalls, etc., kann das ganz gewaltig nach hinten losgehen. Vor allem ist es ein Irrglaube, die Knappheit der Kommunikation würde Zeit sparen... schnell gelangt man in Pingpong-Diskussionen der Art "Hast du was?" "Nee" "Aber Du bist so kurz ab"[...]. Was das an Zeit kostet! Und sein wir mal ehrlich: Verständnis hat spätestens an diesem Punkt kaum ein Umstehender mehr für das eigene Verhalten.

...fertig. "Schatz, wir können weiter... errr... wo bist Du? Haaaaalloooooo!?"

Mobile Kommunikation ist was Feines, und wenn ich unterwegs bin, mag ich mein Push-Mail ebenfalls nicht mehr missen. Mit ein wenig Selbstdisziplinierung und dem Bewusstsein, dass man nicht der Sklave seines Gerätes ist, sondern frei bestimmen kann, wann man auf Nachrichten reagiert und wann man einfach mal den Ausschalter betätigt, lässt sich das durchaus sinnbringend in ein "normales Leben" integrieren.

Ich muss weg. Meine Frau hat mir gerade einen Termin fürs Abendessen geschickt. Das will man ja nicht verpassen... sonst kommt später eine Mail "Hier ist Deine Pizza" mit einer saftigen Frutti di Mare als wenig nahrhaftem Anhang...

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