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Der Wulff im Schafspelz?

22. Dezember 2011

Oh Mann... ich verweise auf meinen Beitrag vom 15.12.. Und stelle fest, dass es alles noch schlimmer ist.

Ja. Unser Bundespräsident hat einen Hauskredit von der Frau eines Freundes angenommen. Ob nun deren greiser Gatte daran mitgewirkt hat oder nicht (in der Generation macht die Frau doch eh das, was der Mann sagt, oder? Seufz!). Hat der einen Vorteil davon gehabt? Hat er nicht (zumindest habe ich all dem geistigen Verdauungsbrei, den ich bisher lesen musste, davon nix gefunden). Doch, Verzeihung: Er hat mehr Zinsen dafür bekommen als die maroden Banken auch nur in den kühnsten Träumen gegeben hätten.

Und hui! Er ist in der Villa seines Freundes Maschmeyer untergekommen. Mal abgesehen davon, dass der mit der Ferres doch eh schon genug gestraft ist: Hat er einen Vorteil davon gehabt? Auch darüber finde ich nichts.

Wenn die feiste Rhetoriklawine mit Kanzlerallüren davon redet, dass "Wulff damit zur Politikverdrossenheit beiträgt", dann bedeutet "beitragen" doch nur, dass diese schon vorhanden ist, und gerade jener Verbalmasturbator ist einer Verursacher dessen.

Und auch die Forrest Gump von Berlin, diese sich auf der Zielgeraden verlaufene Grünen-Plage, beweist mit schlafwandlerischer Sicherheit einmal mehr eine geistige Inkontinenz sondersgleichen, wenn sie das Fehlen von Fakten mit gestammeltem „Ich kann keine Tatsachen anführen, aber ich halte es für lebensfremd" zu überdecken versucht.

Wundert sich noch irgendjemand, dass das Volk Politik nur noch als Posse eines Provinztheaters betrachtet und nicht mehr als die Macht, die die Geschicke dieses Landes lenkt? Ich jedenfalls nicht...

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Kindermund...

18. Dezember 2011

Voice of Germany, Battle zwischen Annika und Ivy, der farbigen Abiturientin. Die Entscheidung: Spaaaaaaaaaannung...

Da plappert der Kleine hinein: "Ich wette auf die ohne Schokoladengesicht!!!"

Err... Oooops? :-)

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iTunes Match auf iPhone und iPad aktivieren

18. Dezember 2011

Nachdem ich mir einen Wolf gesucht habe, wie denn nun - nach Aktivierung und Abgleich meiner Medithek - denn nun die Titel auf iPhine und iPad bekomme, und dabei auch bei Apple selbst kläglich gescheitert bin, hier die Lösung.

(bevor jetzt jemand sagt "Geht doch automatisch": Weiterlesen! :-))

Zuerst muss unter Einstellungen, Musik "iTunes Match" aktiviert werden. Danach sollte der Abgleich automatisch stattfinden, die Mediathek auf dem Gerät wird ersetzt (wobei die Titel, die bereits auf dem Gerät sind, auch dort bleiben) aber alle Stücke, die auf dem "Masterrechner" (und allen Rechnern, die danach mit iCloud abgeglichen haben) sind verfügbar.

Das allerdings - und hier war mein Problem - funktioniert dies nur, wenn man auch im WLAN ist. Apple will offensichtlich das Datenvolumen der Mobilfunkkarten schonen. Wer allerdings eine Flatrate ohne volumenabhängige Geschwindigkeitsbegrenzung hat, der hat WLAN relativ selten an, zumindest ist es bei mir so...

Der Weg daran vorbei:Unter Einstellungen, Store den Schalter bei "Mobile Daten verwenden" einschalten... und schon geht´s auch via 3G.

iOS zieht sich nun die Mediathek aus iCloud und gleicht diese mit dem Gerät ab. Alle Stücke, die noch nicht lokal auf dem Gerät sind, können durch ein Tippen auf das Wolkensymbol heruntergeladen (und auch schon direkt wiedergegegeben werden):

Der sinnvollste Weg, alle wichtigen Stücke lokal zu haben und nicht unterwegs auf die Datenverbindung angewiesen zu sein: Wiedergabelisten anlegen. Die können nämlich durch ein Tippen auf "Alles laden" komplett heruntergeladen werden, während die anderen Stücke in der Mediathek dann bei Bedarf nachgeladen werden können.

Soll Speicher freigemacht werden, dann ist auch das einfach: Einfach ein Stück, einen Interpreten, ein Album aufrufen, Finger draufhalten und dann auf das (X) tippen (wie beim Löschen oder Beenden von Apps). Die damit markierten Stücke werden dann lokal gelöscht, sind aber in iCloud immer noch vorhanden und auf dem iOS-Gerät mit der Wolke gekennzeichnet, können also wieder erneut heruntergeladen werden.

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Ich fühle mich wie die FDP...

16. Dezember 2011

... nahezu totaler Stimmverlust... :-/

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Der Volksseele Zorn ist unergründlich

15. Dezember 2011

Ich weiß, dass ich mich damit gegen die allgemeine Meinung stelle, aber sei es drum. Was in den vergangenen Wochen und Monaten medial in diesem Land geschieht, das ist zugleich bar jeder Vernunft und erinnert mich an Hetzjagden aus lang vergessen geglaubten Tagen.

Ja, es geht um den gefallenen Freiherrn von und zu Guttenberg. Es geht nicht darum, dass schlampiges wissenschaftliches Arbeiten akzeptabel ist (auch wenn es meiner Erfahrung nach nicht unüblich ist). Es geht auch nicht darum, dass ich den werten Herrn und seine TV-versessene Adels-Barbie sonderlich mochte.  Und eigentlich, eigentlich geht es nicht einmal nur um ihn.

Der Volksgeifer, die gezielte, genüssliche Vernichtung einer Existenz, die stammtischschwangere Zusammenrottung von Sprach-Assassinen unterschiedlichster Herkunft, das ist unsäglich und lässt eine Tendenz in dieser Gesellschaft erkennen, die diese dem Abgrund in Siebenmeilenstiefeln näher bringt.

Da ist System hinter: Wer immer gerade oben auf ist und den Makel der Eifersüchtigen trägt, als  Hoffnungsträger verschrien zu sein, der kann eigentlich gleich einpacken. Irgendjemand, sei es politischer Gegenspieler, neidischer Nachbar oder enttäuschter Lebensabschnittsgefährte, nutzt die Freiheit des Internets zur breit gefächerten Attacke. Jeder noch so kleine Schmutzkrümel wird ausgegraben, mit Geifer und Galle zu einem stinkenden Klumpen zusammengepresst und aus dem Schutz und der Anonymität des netzneutralen Hinterlandes geworfen. In Echtzeit kann man dann öffentlichkeitswirksam den Einschlag verfolgen, den nächsten Schritt planen und in konzertierten Aktionen jede Verteidigung schon im Keim ersticken.

Rechtlich kaum fassbar,  juristisch bagatellisiert, das Opfer bleibt Opfer, auch wenn es erwiesenermaßen kein Täter war. Kein Sieg, nur das Heil in der Flucht bleibt dann noch übrig, der Rückzug hinter all überall feindliche Linien.

Deutschland, mir graut vor Dir...

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Technik-Petafail

9. Dezember 2011

Es. Kann. Nicht. Sein.

Warum immer, wenn ich so "zwischendurch" ein neues Gerät installiere? WAHAAAARUM?!

Nachdem O2 es endlich geschafft hatte, mit hermes zusammen das Samsung Galaxy Nexus (das erste Gerät mit Android 4.0) auszuliefern, wollte ich nur "schnell" zumindest das Google-Konto und die Apps installieren. Der Exchange war eh noch in seinem (servicepack-induziertem) Schönheitsschlaf, also eben ins WLAN und ab dafür.

Einige Zeit später packe ich die SIM-Karte ins Gerät, tapere nach unten und wundere mich, dass Android 4.0 keine Verbindungsanzeige an der Signalstärke hat. Erst als ich das WLAN-Modul ausschalte, merke ich, dass da was anderes faul ist.... denn es besteht schlicht keine Internetverbindung. Komisch, dass mein iPad und mein HTC Titan online sind (beide mit vodafone-Karte). Also... APN manuell eingetragen, APN zurückgesetzt, neu gestartet, Mobilefunk aus, Mobile Datenverbindung ein und aus...  nix. Bis ich dann mal auf den anderen Geräten die Verbindungen aus- und wieder eingeschaltet habe: "Failed to Authenticate". Aaaaah... Ein Netzproblem.

Und alle im Chor: "WARUM. IMMER. DANN?!"

Wenn das alles gewesen wäre, hätte ich mich einfach dafür gescholten, dass ich nicht an die Lex Vodafone gedacht hatte und mich nicht weiter aufgeregt.

Doch dann lade ich zwei weitere Apps aus dem Android Market... oder besser: Versuche es. Wei-heil... ich dauernd Fehlermeldungen bekomme, der Kauf könne nicht authorisiert werden (nein, die Kreditkarte hat es nicht mit dem Kauf des Nexus ausgeschöpft... :-)), nicht heruntergeladen werden, etc. Neustart, Verbindungscheck... Nichts. Bis dann der Große kam und auf Nachfrage meinte: "Gerade habe ich auch dauernd Fehlermeldungen bekommen..." Aaaaargh!!!

Und weil´s so schön ist nochmal alle im Chor: "WARUM. IMMER. DANN?!" :-(

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Niveau hat man... oder nicht

9. Dezember 2011

Wenn die Kaffeemaschine - nachdem die bEva mir freundlicherweise einen Cappuccino gezapft hatte - "Timeout Niveau" anzeigt, dann ist das doch eindeutig, oder?

Und warum muss ich mich dann rechtfertigen??!? :-D

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Der "beste" eBook-Reader für ältere Menschen

5. Dezember 2011

In den letzten Tagen bin ich mehrfach von Freunden darauf angesprochen worden, dass man dem Vater/der Mutter/Opa/Oma einen eBook-Reader schenken wolle, welcher denn da wohl der Richtige sei. Das ist für uns junges Volk, die wir multimedial ausgestattet sind, mit allen Geräten online und unterwegs, kein Problem. Ältere Menschen aber haben gegebenenfalls nicht die Infrastruktur, nicht das Vertrauen in den Internet-Kauf, nicht den Mut zur Technik etc. Aus diesem Grund habe ich mal die für mich wichtigsten Faktoren und Fragestellungen, die beantwortet werden müssen, zusammengeschrieben:

Grundsätzlich:
Drei Klassen von ebook-Readern sind aktuell auf dem Markt:
- Reine ebook-Reader, die an Läden oder den PC gebunden sind: Thalia Oyo, Sony Reader
- Reine Ebook-Reader, die autark sind: Amazon Kindle
- Tablets, die auch eBook-Reader sind: Android Tablets, iPad

Drei Arten von Infrastruktur für die Bücher:
- Im Laden zu kaufen: Thalia Oyo
- Am PC mit Internetverbindung zu laden: Alle Tablets, Thalia Oyo
- Per Mobilfunk herunterzuladen: Alle Tablets, Amazon Kindle 3 3G
- Per WLAN herunterzuladen: Alle Tablets, alle Amazon Kindle

Grundgedanken zur Lesbarkeit der Bücher für ältere Menschen:
Die Lesbarkeit eines eBooks ist kein Problem, wenn es um die Schriftgröße geht: Alle eBook-Reader oben bieten die Möglichkeit, die Schriftgröße von winzig bis riesig einzustellen und damit optimal auf das Sehvermögen anzupassen.
Soll der Reader primär draußen verwendet werden, dann fallen die Tablets weg (inkl. iPad). Deren Displays sind nur bedingt – wenn überhaupt – sonnentauglich, weil sie zum einen spiegeln, zum anderen transmissiv sind, also das Sonnenlicht nicht nutzen, sondern dadurch gestört werden.
Bei der Nutzung innen sind die reinen eBook-Reader (Oyo, Sony, Kindle) im Nachteil. Deren e-ink-Displays sind zwar extrem stromsparend und kontrastreich (und damit vor allem bei nicht mehr so guten Augen empfehlenswert), aber in den meisten Fällen nicht hintergrundbeleuchtet. Es muss also meist eine Lampe in der Nähe sein oder extern (in einer Tasche des Geräts) mitgeführt werden. Allerdings ist das ein Thema, was das klassische Buch ja auch hat…. :-)

Entscheidungsfindung:
1.) Verfügbare Infrastruktur
Wenn der zukünftige e-Book-Leserr einen PC mit Internetanschluss und ein WLAN hat, dann stehen ihm alle genannten Geräte offen.
Wenn PC und Internet, aber kein WLAN vorhanden sind, dann nur der Oyo/Sony Reader mit Kauf auf der Thalia-Webseite.
Wenn keine Internetversorgung vorliegt, dann bleibt nur ein Gerät, das mit einer SIM-Karte ausgestattet ist: Kindle 3G (nur ein englische Benutzerführung!), diverse Tablets (iPad, Motorola XOOM 3G, Samsung Galaxy Tab 10.1 etc.).

2.) Technikaffinität
Ein reiner eBook-Reader ist die günstigste Lösung, allerdings auch die einfachste. Wenn ein wenig Technikaffinität da ist, würde ich immer einen Tablet nehmen (z.B. das iPad). Die bieten neben dem Lesen (per iBooks oder Kindle, was es als Software auch für iOS, Android gibt). Dazu können sie aber noch als digitaler Bilderrahmen, Internet- und E-Mail-Maschine, Fernseher und Video-Player, MP3-Player, Spielekonsole… genutzt werden. Ohne Technik-Affinität kann das allerdings vom schieren Funktionsumfang auch abschrecken.

3.) Wie sollen Bücher gekauft werden?
Gerade für den nicht PC-affinen ist der Kauf der Bücher meist das größte Problem. Am einfachsten ist da der Thalia Oyo, weil Thalia mittlerweile anbietet, dass der Kunde mit seinem Reader in die Buchhandlung kommen kann und die gewünschten Bücher da geladen werden. In diesem Fall ist auch die Zahlung einfach und die verbreitete "Kreditkarte im Internet"-Thematik ist ausgeräumt.
Der Kauf auf dem Gerät selbst läuft sowohl auf den Kindles als auch auf dem iPad recht einfach, wenn eine Internet-Verbindung besteht. Auch hier ist das Zahlungsthema unproblematisch, Amazon bucht ab, das iPad lässt sich mit iTunes-Karten (Prepaid) gar vollkommen ohne Live-Zahlungsverkehr benutzen.
Die anderen Tablets nutzen sinnvollerweise die Kindle-App, die ebenfalls an die Zahlungsmethode des Amazon-Kontos gebunden sind.
Am PC kauft es sich am einfachsten bei Amazon (dort kann direkter Versand an den Kindle bzw. den Tablet mit Kindle-Software angewählt werden), iBooks über iTunes am PC und dann Synchronisation mit dem iPad ist auch recht einfach.
Die Sony- und Oyo-Reader sind ein wenig unkonfortabler im Umgang, hier muss auf der Thalia-Seite gekauft und dann am PC via Adobe Digital Editions mit dem Gerät synchronisiert werden.


Empfehlung:
Gibt es keine eindeutige… :)
Wenn es ein reiner eBook-Reader sein soll und dieser ohne Hilfe eines Familienmitgliedes und ohne Infrastruktur betrieben werden soll, dann ist der Thalia Oyo (wegen seines "Buchladen-Services") zu empfehlen.
Wenn der Reader autark betrieben werden soll, dann der Kindle. Leider ist der Kindle 3G (der einzige in Deutschland erhältliche Kindle mit kostenlosem Mobilfunk-Zugang zu Amazon) nur in englischer Benutzerführung verfügbar. Er geht aber trotzdem auf dem deutschen Amazon-Store, kann also deutsche Bücher kaufen. Der Kindle WLAN ist auch mit deutscher Benutzerführung verfügbar.
Wenn es ein wenig mehr Funktionen sein dürfen, dann würde ich ein iPad nehmen. Da allerdings mit der Kindle App (die ist kostenlos), denn die damit gekauften Bücher können auf unterschiedlichen Plattformen gelesen werden: PC, Android Tablet-und Smartphone, alle iOS-Geräte, Windows Phone) und von mehreren Geräten gleichzeitig (damit ggf. auch ein "Familiennutzen").

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Beschimpfen der Telekom hilft...

2. Dezember 2011

Mittlerweile das zweite Mal so: Die bEva versucht bei der Telekom eine Zweitkarte zu bestellen und hängt und hängt und hängt in der Warteschleife. Bis zum Erbrechen, danach aus der Leitung geworfen... neu gewählt, bis zum Erbrechen, und so weiter. Das erste Mal habe ich dann nach einer Dreiviertelstunde ein Einsehen gehabt, mein Telefon genommen, die Hotline angerufen... und kam beim ersten Mal schon durch.

Heute dann das selbe Spiel, mit dem selben unterschiedlichen Erfolg. Dann allerdings ist mir der Unterschied unserer Herangehensweisen aufgefallen: Die bEva fragt im Voice-System immer brav nach "Kundenberater", wenn sie nach dem Anliegen gefragt wird. Ich sabble irgendwelche Phantasiebegriffe, um automatisch verbunden zu werden. Nachdem ich das klargestellt hatte und meine heutige Wortwahl ordentlich an die bEva weitergab, spielte sich folgender Dialog ab:

bEva: "Kackfrosch!"

Telekom: "Entschuldigung, ich habe Sie nicht verstanden...."

bEva: "Kackfrosch!"

Telekom: "Entschuldigung, ich habe Sie nicht verstanden...."

bEva: "Kackfrosch!"

Telekom: "Deutsche Telekom, mein Name ist XXX. Wie kann ich Ihnen helfen?"

Telefonkosten: Nix, weil kostenlose Nummer.
Handy: iPhone 4, aber nebensächlich.
Gesicht der bEva: Unbezahlbar... :-D

Disclaimer: Ich entschuldige mich ausdrücklich für meine heutige, der Woche geschuldeten unflätigen Wortwahl. Aber wenn´s hilft... :-D

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Amazon Cyber Pann-Day

2. Dezember 2011

Ich bin immer begeistert davon, wenn Unternehmen es schaffen, aus Fehlern zu lernen. Oft allerdings resultiert daraus Überkompensation. Bestes Beispiel dafür: Die Kollegen von Amazon und der "Cyber Monday".

Im letzten Jahr, als das in den USA so beliebte Schnäppchen-Jagd-Getöse zum ersten Mal auch in Deutschland stattfinden sollte, gab es statt fröhlichem Hahali eher frustriertes Gebrumme: Angebote waren sekundenschnell nicht mehr verfügbar, die Seite kaum erreichbar, die Warenkörbe rasend schnell automatisch geleert, bevor man noch die virtuelle Geldbörse zücken konnte, Frust pur also. Dabei waren die Angebote wirkliche Schnäppchen: Spielekonsolen zum Schleuderpreis, CDs und blu-Rays günstiger als jede Kopie und vieles mehr.

Für mich war das Thema nach dem Mißerfolg des vergangenen Jahres (ich war bei keinem einzigen Angebot zum Zug gekommen) eher demotiviert, dieses Jahr nochmal teilzunehmen. Aber reinschauen wollte ich mal. Hui! Gleich drei Tage diesmal, vielleicht wird es ja doch noch was?

Der Überblick des ersten Tages war schon teilernüchternd: Wenig Ware, die interessant war (zugegeben subjektiv), und die nur in wenigen Fällen so reduziert, dass der Schnäppchen-Fingerzucker an der Maus automatisch ausgelöst wurde. Schön zu sehen auch daran, dass die meisten Angebote auch nach Ende der Laufzeit (meist zwei Stunden) immer noch verfügbar waren.

Wen interessant, dann aber problemlos in den Warenkorb zu befördern und bis zur Zahlung begleitbar. Bis auf... "Resistance 3 - Survivor Edition". Statt 100 Euro für knappe 40, das wollte ich mir dann doch nicht entgehen lassen. Punkt zum Termin direkt von der Angebotsseite (auf der der reduzierte Preis angezeigt wurde) in den Warenkob gepackt, zur Kasse gegangen, Zahlungsart gewählt, abgeschickt und... gesehen, dass der Preis nicht reduziert wurde. Von der Abrechnung her war bei allen anderen Artikeln der Normalpreis in der Rechnung, und der Rabatt wurde in Form eines Gutscheins verrechnet.

Erster Schritt: Hotline anrufen. Nach einigem hin und her ("Haben Sie auch wirklich von der Angebotsseite gekauft?" - Nein, ich habe mir den reduzierten Preis nur eingebildet... "Haben Sie auch im Angebotszeitraum gekauft?" - Mensch... kannst Du die Uhr lesen? 16:15 ging es los, wir haben jetzt 16:19!) gestand mein Gegenüber ein "technisches Problem" zu und versprach Klärung und schnellen Rückruf.

Nach zwei Stunden habe ich es dann nochmal per E-Mail versucht:

Guten Abend!
Ich habe den Artikel über die CyberMonday-Seite um Punkt 16:15, als der Angebotspreis gültig wurde, in den Warenkorb gelegt und bin zur Kasse gegangen (Bestelleingang bei Ihnen um 16:17).
Leider ist der Preis NICHT reduziert worden.
Ich habe mich dann mit einem anderen Rechner auf die Warteliste setzen lassen, nach der Benachrichtigung, dass der Artikel jetzt verfügbar sei, habe ich ihn ebenfalls sofort in den Warenkorb gepackt und bin zur Kasse gegangen: Selber Effekt: Angezeigt wurde der reguläre Preis.

Bitte reduzieren Sie den Preis entsprechend... ansonsten stornieren Sie die Bestellung, was schade wäre, zumal ich pünktlich am Rechner war und die Bestellung genau so aufgegeben habe, wie meine bisherigen CyberMonday-Käufe, bei denen die Reduzierung immer problemlos geklappt hat...

Danke und Gruss,
Andreas Erle

 

Nach fünf Minuten - ich gestehe zu, dass es in der Zeit für den Sachbearbeiter nicht zum genauen Lesen meiner Mail reichen konnte - kam dann folgende Antwort:

Guten Tag,

es tut mir leid, dass Sie den Aktionsrabatt für das Blitzangebot von "Resistance 3 - Survivor Edition" nicht in Anspruch nehmen konnten, bevor der Aktionsrabatt abgelaufen war. Aktionsrabatte aus Blitzangeboten verlieren ihre Gültigkeit, wenn Sie am Tag der Aktion nicht innerhalb des angezeigten Zeitfensters von 15 Minuten in Anspruch genommen werden. Nach Ablauf eines Aktionsrabattes können wir diesen nicht mehr akzeptieren.

Wie gewünscht habe ich nun Ihre Bestellung vollständig storniert.

Ich hoffe, dass Sie bei einer unserer nächsten Blitzaktionen von unserem Aktionsrabatt profitieren können.

 

Was bitte war an meiner Mail nicht zu verstehen?! "16:17" ist ohne Frage "am Tag der Aktion" und "innerhalb des angezeigten Zeitfensters von 15 Minuten", oder nicht?!

Der Hammer aber war dann der Kommentar ersten Sachbearbieters, der mir 20 Minuten nach dieser Mail auf die Mailbox sprach: "Tja, leider haben Sie nicht gewartet. Der Kollege hat Ihre Bestellung schon storniert. Da kann ich Ihnen jetzt auch nicht mehr helfen. *KLACK*"

No comment... :-(

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