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Drama oder nicht? Bye, bye, Windows 7!

14. Januar 2020

Nun ist es soweit: der Support von Windows 7 ist offiziell vorbei. Zumindest für den Endanwender. Keine Updates, nicht mal mehr Sicherheitspatches werden angeboten. Wer nun glaubt, dass ein Virenscanner und eine Firewall schon genug seien, der irrt: Angriffspunkte in einem Betriebssystem sind damit nicht oder nur unzulänglich zu schützen. Für Firmen gibt es zumindest noch einen erweiterten kostenpflichtigen Support, der den Einsatz von Geräten absichern soll.

Nun kommt die Diskussion auf, ob Microsoft nicht verpflichtet werden sollte, für Betriebssysteme weiterhin Patches anzubieten. Quasi für immer, grenzenlos. 

Mir stellt sich die Gegenfrage: Warum? Windows 8 ist im Juli 2009, also vor mehr als 10 Jahren, auf den Markt gekommen. Abgesehen davon, dass die meisten Rechner, die damit gekauft wurden, das Zeitliche gesegnet haben: Microsoft hat mit viel Marketing-TamTam (und auch finanziellem Einsatz!) versucht, den Umstieg auf Windows 10 schmackhaft zu machen. Über ein Jahr konnten alle Benutzer kostenlos den Sprung von Windows 7 und 8 auf Windows 10 durchführen. Wer diese Gelegenheit nicht ergriffen hat, der konnte anfangs immer noch zu recht geringen Preisen umsteigen. 

Wer bleibt also übrig? Anwender, die nicht PC-Systeme nutzen, bei denen ein Wechsel des Betriebssystems nicht so einfach möglich ist. Werkzeugmaschinen, Kassensysteme und ähnliche Anwendungen. Die wiederum können den Extended Support in Anspruch nehmen. Sicher, der kostet Geld, aber hier sehe ich das Betriebssystem tatsächlich ähnlich eines Verschleissteils, das irgendwann mal Kosten verursacht. 

Und ohne Zahlen zu kennen: Die Zahl der Endanwender, die nach all den Umstiegsangeboten jetzt "plötzlich" (nach Monaten der Vorankündigung) im virtuellen Regen stehen, dürfte arg begrenzt sein.

Einen Sinn an dieser Diskussion kann ich nicht wirklich finden.

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Welch ein Jahr...

23. Dezember 2019

In jungen Jahren war die Aussage "Oh, je älter Du wirst, desto schneller vergeht die Zeit!" Gesabbel von alten Leuten. Zeit ist genormt, und eine Sekunde bleibt eine Sekunde. Egal, wie alt man ist! Mittlerweile bin ich da nicht mehr so sicher. 2019 war kaum da, da war es schon zuende. Neben Brexit-Posse und Trumpeltier-Wahnsinn ist gefühlt so unendlich viel passiert, und das in einer empfundenen Millisekunde. 

Knapp 600 Artikel auf Schieb.de plus 12 Reports mit Tipps und Tricks aus der Windows-Welt. Ein Konzept für ein Security-Buch aus Anwendersicht, das schliesslich 2020 auf den Markt kommen wird. Das endgültige Ende von Windows Mobile/Phone (auch wenn das ja nur der Weg vom letzten Zucken bis zum letzten Atemzug war). Der Phoenix aus der Asche mit Windows ARM und dem Surface Pro X, der Ankündigung des Surface Phones (aka Surface Duo) Ende 2020. Gemischte Signale von Microsoft zur (eigenen) mobilen Zukunft. 

2020 wird mit Sicherheit ein spannendes Jahr. Wie jedes Jahr in diesem Jahrtausend. Aber noch nie war ich so unsicher, was uns da wirklich erwarten wird. In diesem Sinne: Auf ein gutes 2020!

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Throw back Saturday: Als alles anfing

9. Februar 2019

Bei Aufräumen des Büros fiel mir dieses Schmuckstück in die Hände: Teilnehmerliste und Agenda des Microsoft CLIP-Termins, der bei mir so viel in Gang gesetzt hat. Meine "Initiativbewerbung" beim MVP-Programm, mittlerweile 15 Jahre in Folge in den unterschiedlichen Kategorien (Windows Mobile Devices, Windows Phone (Consumer), Windows Mobile, Windows Insider). Hach... das kann ich nicht entsorgen... :)

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Microsoft und USB-C: "One Word: Courage"

3. Oktober 2018

Argh. ARGH. Ich habe mein Surface Go nicht wirklich lieb. Eigentlich müsste ich es, weil es klein, leicht und hervorragend verarbeitet ist und damit das perfekte Gerät für unterwegs, wenn man die Limitierungen eines iPad hinter sich lassen will. Der Nerd in mir allerdings, das kleine Männlein in meinem Ohr, das Teufelchen auf meiner Schulter, hat die ganze Zeit "Surface Pro 6 kommt... Muahahaha, dann ist das Go weg" geflüstert. Wider der Größendiskussion, ja einfach wegen der Größe, der kleineren Bildschirmränder, der höheren Auflösung. Und jetzt ist es da. Also vorgestellt, aber gewiss nicht bei mir.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich Microsoft dankbar sein soll oder einfach nur vollkommen fassungslos den Kopf schüttele. Ernsthaft? Ein neues Surface in 2018 und dem verwehrt Ihr USB-C? Ich musste heute Morgen die Pressemitteilung dreimal lesen, umd es wirklich zu verstehen: 

1 x großer USB-3.0-Anschluss
3,5-mm-Kopfhöreranschluss
Mini-DisplayPort
1 x Surface Connect-Anschluss
Surface Type Cover-Anschluss6
MicroSDXC-Kartenleser
 
Und das - man lasse es sich auf der Zunge zergehen - obwohl die letzten neuen Modelle, das Surface Book 2 und das Surface Go, USB-C integriert haben. Wer versteht das denn? Und jetzt komme man mir bitte nicht mit der steinalten Aussage, USB-C sei nicht massentauglich und das Adaptergewusel sei dem Kunden nicht zuzumuten. Um dann im selben Moment das großartige Surface Connect to USB-C-Adapter anzubieten. Ein Adapter, das den Surface Connect-Anschluss (den proprietären Pfostenstecker der Surface-Geräte) auf USB-C adaptiert. Quasi also ein Adapter, um dann Adapter anzuschliessen, wenn man der obigen Logik folgt. 
 
Da bleibt mir nur die Referenz auf die denkwürdige Pressekonferenz von Apple, in der Phil Schiller den Verzicht auf den Klinkenstecker für Kopfhörer im iPhone 7 mit "Courage" erklärt. #Really, Microsoft?

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Jahresendgedanken

22. Dezember 2016

Keine Sorge: Jetzt kommt nicht der Facebook-Jahresrückblick oder meine rührselige Betrachtung der Schlechtigkeit der Welt... eher ein Rück- und Ausblick, wie schlecht es Windows Phone geht. :)

Es besteht kein Zweifel: Windows Phone als eigenständiges Betriebssystem ist Geschichte. Und das bezieht sich nicht nur formal auf die Namensänderung zu "Windows 10 Mobile", sondern auch auf das mobile Derivat von Windows 10. Keine Frage, weiterentwickelt wird immer noch, nur kommen ausser dem HP X3 und dem gerüchteweise geplanten Consumer-Ableger davon keine Geräte mehr auf den Markt. Parallel dazu wird der "App Gap", also das Fehlen von wichtigen Apps im Windows Store, weiter verschärft: Hersteller wie Amazon ziehen Ihre Apps zurück und verweisen stattdessen auf die Desktop-Apps (was im Beispiel ungefähr so hirnrissig ist wie Diesel aus der Zapfsäule zu nehmen und darauf hinzuweisen, dass die AdBlue-Säule ja in der Nähe steht!).

Nun mag man freudig aufjubeln ob der Nachrichten aus Redmond, dass mit der neuen Generation von Prozessoren eine vollständige Simulation von Windows 10 auf einem mobilen Gerät möglich ist: Das Surface Phone scheint Realität zu werden, irgendwann in der Mitte von 2017.

Den Satz oben lassen wir mal alleine stehen... und bringen ihn in den Gesamtkontext. Klar, ich freue mich wie ein Schneekönig darauf. Aktuell habe ich immer noch mein Lenovo Book dabei, um unterwegs Dinge machen zu können, zu denen Windows Phone nicht in der Lage ist. Das würde sich damit erledigen. Ich erinnere mich noch gerne an meinen OQO 02 UMPC: 5 Zoll vollwertiges Windows. Wider Erwartung bedienbar und performant. In sofern kann ich mir das auf einem Lumia 950 oder HP X3 durchaus gut vorstellen.

Aber (und das sei mir gestattet): Welcher Ottonormalverbraucher braucht das? Windows Mobile/Phone ist immer (wieder) daran gescheitert, die kritische Masse anzusprechen. Und die kritische Masse will vor allem eines: Einfache Bedienung mit den Fingern. Also ist eher nicht zu vermuten, dass ein Windows-Desktop-taugliches Smartphone hier für Begeisterungsstürme, geschweige denn signifikante Umsatzsteigerungen sorgen dürfte.

Da fehlt mir dann also tatsächlich das Verständnis für das große Ganze... Verlangen nach Marktanteil kann es nicht sein, das wurde nach dem Niedermetzeln der Marke Nokia und der Vernichtung der Lumia-Geräte zu Grabe getragen. Obama-likes "Because we can"? Natürlich ist es eine Ansage an die Konkurrenz, ein System für alle Devices zu haben, und den Aufwand für den Entwicklungsstrang Windows 10 Mobile einzusparen. Nur scheint mir das so gar nicht Nadella-like? Seit seiner Übernahme der Amtsgeschäfte wurde ausgedünnt, entlassen, gestrafft, eingestellt, umorientiert und sich vor allem mit den anderen mobilen Plattformen angefreundet. Irgendwie ist und bleibt die Zukunft für mich weiterhin nebulös...

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Windows Phone ist tot, Teil 156

1. Juni 2016

Ich kann es nicht mehr hören. Echt nicht. Ist es scht noch eine News wert, dass Windows Phone "tot" ist? Dass bis zum Ende des Jahres so gut wie jeder damals von Nokia zu Microsoft übernommene Mitarbeiter entlassen, abgewickelt, verschoben ist? Dass die Abschreibungen für die Nokia-Übernahme das Bruttosozialprodukt eines Kleinstaates übersteigen? Aus meiner Sicht nicht (und darum gab es die entsprechende News auch hier nicht). Allerdings quillt meine Mailbox mittlerweile über vor Fragen in der Bandbreite von "Na, merkst Du´s endlich auch?!" bis hin zu "War´s das jetzt?", und darum hier eine kleine, subjektive Stellungnahme.

Vorab: Die Dinge so hinzunehmen, wie sie nun mal sind, ist nicht gleichbedeutend mit "gut finden"... Ich hätte mir eine deutlich erfolgreichere Integration von Nokia gewünscht. Allgemein wegen der Marke und dem Markt, persönlich aber auch wegen meinem eigenen Draht zu Nokia. Das Thema ist - trotz aller Traurigkeit um die persönlichen Schicksale - Geschichte. Leider. Ich hätte mir ebenso gewünscht, dass Microsoft viel mehr Fokus auf die Entwicklung von Windows 10 Mobile (bzw. das zusammenwachsen der Plattformen) legt, statt sich so stark darauf zu konzentrieren, bessere Services für iOS und Android zu entwickeln. Ebenfalls Geschichte. Ebenfalls leider.

Allerdings ist das eine Entwicklung, die schon Monate, wenn nicht gar Jahre anhält. Keine Überraschung also, sondern eine konsequente Folge von Entscheidungen. Und noch dazu eine, die für das Gros der Anwender (nämlich die, die Windows Phone/10 Mobile nicht verwenden) durchaus positiv ist. Ich bin immer ein Pocket PC/Windows Mobile/Windows Phone-Fan gewesen und bin es auch heute noch. Parallel dazu aber auch vom ersten iPhone, vom ersten Android-Gerät und dem ersten Palm Pre immer parallel mit "Konkurrenzsystemen" unterwegs gewesen. Und was war das früher abenteuerlich: Exchange-Sync nur mit wackeligen Zusatztools, Berarbeitung von Office-Dokumenten nur über Drittanbietertools oft fragwürdiger Qualität, kurz: abgeschnitten von der Welt, in der man sich mit PC und Notebook bewegte.

Schnell vorgespult ins Jahr 2016: Am Ende fällt das verwendete Betriebssystem in der Anwendung kaum noch auf (Sicherheit und App-Angebot mal aus der Bewertung rausgelassen): Alle relevanten Microsoft Apps und Dienste (Office, Skype, OneDrive, Lync, Outlook,...) gibt es für iOS und Android, teilweise sogar in deutlich leistungsfähigeren Versionen als bei Windows Phone (für iOS hatte ich das Ganze vor einigen Monaten schon hier zusammengeschrieben). Klar fehlt mir die Kachelwelt, wenn ich an einem iPhone oder Android-Gerät sitze... aber meine Workflows sind kaum anders als auf einem Windows Phone. Soll heissen: Microsoft hat erkannt, dass sie den Markt mit einem eigenen System alleine nicht in den Griff bekommen. Im Zuge von "One Windows" aber durchaus die andren Systeme näher an die eigenen Services bekommen.

Bei aller Begeisterung für Windows 10 Mobile und seine Vorgänger: Als Anwender arbeite ich mit meinen Daten und Diensten (und den zugehörigen Apps), viel häufiger und intensiver als mit dem nackten Betriebssystem. Setze ich meine Scheuklappen der Systemfixierung ab, dann bin auch ich der Lage, das Positive daran zu erkennen...

"War´s das jetzt?": Das glaube ich nicht. Microsoft hat mit einigem Lehrgeld erkannt, dass es durchaus erfolgversprechend sein kann, durch Referenzgeräte die richtung vorzugeben, und den Rest des Marktes sich daran messen uns sich danach recken zu lassen: Das Surface Book und die Surface-Reihe sind ein wunderbares Beispiel dafür. Verdient sich Microsoft damit eine goldene Nase? Wahrscheinlich eher nicht, aber die seither auf den Markt gekommene Vielfalt an Formen und Ausstattungen anderer Hersteller spricht für einen tatsächlich aufgegangenen Plan. Warten wir ab, wie es mit dem Surface Phone/Intel Telefon weitergeht...

Und bis dahin, und das sei meine abschliessende Stellungnahme, nutze ich gerne, mit Spaß und Stolz mein Lumia 950.

 

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Satya Nadella zur Strategie von Windows mobile

15. Juli 2015

... und das kleine "m" ist Absicht. :-) ZDNET´s Mary Jo Foley hat im Zusammenhang mit den Ankündigungen der letzten Wochen ein Interview mit Microsoft CEO Satya Nadella geführt, und dabei natürlich auch das Thema "Zukunft von Windows Phone" angesprochen. Darin finden sich einige interessante Aussagen:

"Wenn ich an unser Windows Phone denke, dann will ich, dass es für etwas wie ´Continuum´ steht . Wo ich sage wow, das ist ein interessanter Ansatz, bei dem ich ein Telefon haben kann, und das selbe Telefon ist durch unsere universelle Plattform mit Continuum tatsächlich ein Desktop sein. Das ist etwas, was kein anderes Phone-Betriebssystem oder Gerät kann. Und das ist, wofür unsere Geräte und Geräteinnovationen stehen sollen".

Hier geht er nun ein wenig von dem Fokus eines Phones mit einem auf das Phone skalierten Betriebssystem weg, etwas, das sich schon in der EMail angedeutet hatte. Es geht darum, die Windows-Erfahrung und die Dienste optimal überall hin zu bringen.

"Ich werde nicht jeden Tag ein Phone auf den Markt bringen. Ich werde mich auf einige wenige Phones konzentrieren, die tatsächlich Marktanteil holen und tatsächlich unsere Einzigartigkeit aufzeigen."

Nicht mehr die aktuelle Gerätevielfalt, sondern gezielte Gerätelaunches. Das lässt einmal mehr vermuten, dass der Kauf von Nokia kein "Scheitern" war, sondern ein gezieltes Überbrücken der Zeit bis Windows 10 unter der Maßgabe, einen gewissen Marktanteil zu behaupten. Mt dem Start von Windows 10 jetzt ist das nicht mehr nötig, also kann Nokia zusammengedampft werden.

Interessant wird es dann, wenn es um die Motivation für Entwickler geht, Apps für Phones zu entwickeln:

„Universal Windows Apps werden entwickelt werden, weil man sie auf dem Desktop haben will. Der Grund, warum jemand Universal Apps schreiben will ist nicht unser Marktanteil von drei Prozent bei Phones. Der Grund ist, dass eine Milliarde Anwender ein Startmenü haben, in dem diese App ist. […] Und nebenbei: wenn wir sie damit motivieren, dann haben wir eine Phone App. […] Das ist es, was sie [die Entwickler] dazu bringt, für das Phone zu entwickeln. Wenn überhaupt, dann ist das kostenlose Upgrade auf Windows 10 dazu gedacht, unsere Position auf dem Phone-Markt zu verbessern. Das ist der Grund, warum ich diese Entscheidung getroffen habe. Wenn jemand wissen will, ob ich immer noch hinter Windows Phone stehe, dann sollte er daran denken, was ich mit dem kostenlosen Windows-Update gemacht habe, statt vier weitere günstige Modelle auf den Markt zu bringen.“

Man hat also mittlerweile die Taktik, direkt mit den Konkurrenten der mobilen Betriebssysteme zu konkurrieren, aufgegeben (er sagt an andrer Stelle auch noch „Es geht nicht um Kopf-an-Kopf-Konkurrenz. Das wird niemals funktionieren.“). Stattdessen wählt er den indirekten Weg: Weil man Windows nutzt und über die Geräteklassen hinaus arbeiten kann mit all seinen Daten und Einstellungen, wird das Ecosystem interessanter. Für den Desktop werden die Apps geschrieben werden, und damit hat man gleichzeitig auch die Phone-App. Durch die – unter anderem auch durch das kostenlose Update geförderte – geplante schnelle Adaption von Windows 10 wird die Basis für Phones deutlich verbreitert.

Und noch klarer: „Wir werden alles tun, was getan werden muss, um sicherzustellen, dass wir mit Phones vorankommen. […] Nochmal: Ja, wir werden in diesem Jahr Premium Lumias auf den Markt bringen.“ und „Wenn da eine Vielzahl von OEMs sind, dann werden wir eine Strategie haben. Wenn da keine OEMs sind, dann haben wir eine Strategie.“ Oder anders: Wenn die OEMs keine Hardware auf den Markt bringen, dann machen wir das eben.

Alles in allem für mich eine klare Positionierung. Man kann über die Abwicklung von Nokia sicherlich geteilter Meinung sein, die Strategie, die weit über Windows Phone hinausgeht, macht aber vollkommen Sinn. Ob sie Erfolg haben wird, und ob davon in der Zukunft wieder abgewichen werden (muss), das steht in den Sternen. Zumindest aber ist Windows Phone aus dem Nischendasein in die große Familie aufgenommen worden und fest verknüpft. Und das kann nur gut sein.

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Das Ende von Windows Phone und Mobile

9. Juli 2015

... wurde schon lange herbeigeredet. Erst jüngst durch die Kombination von der Ankündigung von "harten Entscheidungen" seitens Microsofts CEO Satya Nadella und der darauf folgenden erneuten Restrukturierung der Phone-Sparte mit 7900 abgebauten Stellen. Jetzt also ist es amtlich: Microsoft will das mobile Windows nicht mehr. Oder? Meine persönliche Einschätzung dazu:

Manchmal habe ich das Gefühl, das solche Verlautbarungen von Microsoft immer gerne genommen werden, um die eigenen Hoffnungen/Vermutungen hinein zu projizieren. In diesem Fall eben die, dass "Microsoft endlich aufgibt" und "erkannt hat, dass man gegen Android und das iPhone nicht anstinken kann". Da macht es Sinn, sich sowohl die Original-Texte als auch die bisherige Entwicklung anzuschauen:

Microsoft hat bei der Übernahme von Nokia eine Menge an Kosten produziert und entsprechende Einsparungen fest geplant (das hatte ich hier mal zusammengeschrieben). Teile dieser Einsparungen waren durch die Reduzierung von Stellen und Funktionen, die in beiden Unternehmen vorhanden waren, zu erreichen. Umgesetzt durch die erste Kümnfigungswelle 2014, die Nokia bereits arg geschröpft hatte. Allerdings auch Microsoft intern, das sollte man dabei nicht vergessen.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Microsoft hat - erst noch unter dem Nokia-Brand, dann direkt als Microsoft - eine Menge an Lumia-Modellen auf den Markt gebracht. Viele im Einsteigerbereich, aber eine solche Menge, dass man auch als fachlich Interessierter schon fast den Überblick verlieren musste. Ob das nun wirklich dem Marktanteil einen Schub versetzt hat, das mag man diskutieren, zumindest hat es dafür gesorgt, dass in vielen Märkten Windows Phones in die Hände derer kamen, die bisher doch eher im Android- oder gar iPhone-Lager zu verorten waren. Geschadet hat es sicherlich also nicht, wenn auch der Kostenaufwand dafür immens war.

Wer nun die Entwicklungen von Windows 10 und Windows 10 Mobile verfolgt hat, dem muss eigentlich schnell klar gewesen sein, dass dies nur eine Zwischenphase gewesen sein konnte, um bis zum finalen Zusammenwachsen der Plattformen Windows Phone "am Leben" zur erhalten und möglichst breit zu streuen. Besonders der Verzicht auf ein "Hero Device" in den letzten Monaten, also ein High End-Gerät, das für ein Alleinstellungsmerkmal sorgt, war ein deutlicher Hinweis darauf.

Und nun schreibt Satya Nadella: "We are moving from a strategy to grow a standalone phone business to a strategy to grow and create a vibrant Windows ecosystem including our first-party device family" (Wer bewegen und von einer Strategie des Wachstums eines separaten Windows Phone-Geschäfts zu einer Strategie der Schaffung und des Wachstums eines boomenden, schillernden Windows Ecosystems, das auch unsere eigene Gerätefamilie einschliesst"). Darin sind die Kernaussagen doch recht klar? EIN Windows Ecosystem (das Desktop und Phone enthält), statt Windows Phone separat zu halten (mit all den Zusatzkosten, die das mit sich bringt). Nichts anderes ist es, was mit Windows 10 Mobile entwickelt und spätestens mit der Namensgebung publik gemacht wurde. Auch das Thema der "first party device family" und der damit einher gehenden Limitierung der Geräteanzahl, ist nichts Neues: Mit dem Surface macht Microsoft das bereits seit Jahren: wenige Referenzgeräte, die das Betriebssystem und die Dienste in ein optimales Licht rücken.

Ein Einstellen der movilen Version von Windows macht überhaupt keinen Sinn. Microsoft will ja explizit ein Windows für alle Geräte haben, und wenn man sich die Nutzung von Smartphones, die Zugriffszahlen auf Webseiten durch Smartphones, die Nutzung von Services wie OneDrive, Skype etc. anschaut, dann ist das Smartphone als zusätzlicher Bildschirm und damit als Nutzungsszenario nicht wegzudenken.

"Based on the new plans, the future prospects for the Phone Hardware segment are below original expectations." (aus der Pressemitteilung). Klare Aussage: Das hatte man anders geplant, aber mit der neuen Planung werden die Erlöse aus dem Phone-Business natürlich geringer sein, als man es erwartet hatte. Und da setzt folgerichtig (logisch, nicht notwendigerweise sozial oder ethisch) die Kostenschere an, und die geht nun mal auf den Hauptfaktor Personalkosten.

Und wieder Satya Nadella: "In the near term, we will run a more effective phone portfolio, with better products and speed to market given the recently formed Windows and Devices Group. We plan to narrow our focus to three customer segments where we can make unique contributions and where we can differentiate through the combination of our hardware and software. We’ll bring business customers the best management, security and productivity experiences they need; value phone buyers the communications services they want; and Windows fans the flagship devices they’ll love." (Kurzfristig werden wir ein effektiveres Phone-Portfolio haben, mit besseren Produkten und schnellerem Zugang zum Markt [...] Wir planen, uns auf drei Kundensegmente zu konzentrieren, in denen wir einzigartige Beiträge leisten können und wo wir uns durch die Kombination von Hardware und Software abheben können. Wir werden den Firmenkunden die besten Management-, Sicherheits- und Produktivitätserfahrungen bringen, die sie brauchen; Käufern von Einsteigertelefonen die Kommunikationsdienste, die sie wollen; Windows Fans die Highend-Geräte, die sie lieben werden."

Einmal mehr: Firmenkunden, Käufer günstiger Geräte und Poweruser, die tolle Geräte wollen. Das ist nicht wirklich etwas Neues, nur grenzt Nadella diese Gruppen schärfer voneinander ab, was beim aktuellen Portfolio nicht zu erkennen war: Der Firmenanwender, eigentlich die klassische Klientel von Microsoft, lief bisher irgendwie so mit, und der "Windows-Fan" war unglücklich damit, dass er selbst mit dem hochwertigsten Windows Phone-Modell nur im Strom der Apple- und Android-Geräte mitschwamm. Das angekündigte "Cityman", so es mit den gerüchteweise bekannt gewordenen Spezifikationen kommt, ist ein solches "Flagship-Device", ein Gerät, das in der Funktionsvielfalt keine Entsprechung bei den anderen Plattformen hat.

Auch zur langfristigen Strategie hat Nadella etwas zu sagen: "In the longer term, Microsoft devices will spark innovation, create new categories and generate opportunity for the Windows ecosystem more broadly. Our reinvention will be centered on creating mobility of experiences across the entire device family including phones." (langfristig werden Microsoft Geräte vor Innovationen sprühen, neue Kategorien schaffen und breitere Möglichkeiten für das Windows Ecosystem schaffen. Unsere Neuausrichtung wird sich auf die Mobilität der Erfahrungen über die gesamte Gerätefamilie konzentrieren, Phones eingeschlossen.")

Wie viel deutlicher muss der Faktor "Phone" noch betont werden? Microsoft ist schon lange auf dem Weg, seine Dienste breitest möglich an den Mann zu bringen, auch - teilweise sogar stärker - auf Kunden und Betriebssysteme, die nicht Microsoft-affin sind. Das ist aber nur die eine Seite der Madaille. Die andere, und das hat meiner Meinung nach Satya Nadella deutlich gemacht, ist die Fokussierung auf Benutzererfahrung und Mobilität. Und so geht die Restrukturierung nicht gegen Windows auf Mobiltelefonen als Nutzungserfahrung, ganz im Gegenteil: Die Mobilität steht im Vordergrund. Wohl aber hat man bemerkt, dass der Surface-Weg besser und kosteneffizienter ist als der bisherige Lumia-Weg: Wenige Modelle, dafür aber zielgruppengerecht ausgerichtet.

Und eines hat die Surface-Familie auch gezeigt: Durch die Limitierung der Modelle schafft man keine Konkurrenz für die OEMs, die Windows mit ihren Geräten zusammen in den Markt bringen. Im Gegenteil: man kitzelt mehr aus ihnen heraus und provoziert sie, über die Meßlatte, die Microsoft gesetzt hat, hinauszuspringen. Heute ist es für einen Hersteller nahezu uninteressant, ein Windows Phone auf den Markt zu bringen, so omnipräsent wie die Lumias sind. In Zukunft dürften auch etabliertere Hersteller wie HTC, Huawai, Lenovo, vielleicht gar Samsung wieder auf das Windows-Schiff aufspringen.

Nun zurück zum menschlichen Faktor: Dass die ehemalige Nokia-Organisation weiter geschröpft werden wird, dass noch mehr Mitarbeiter in eine ungewisse Zukunft entlassen werden, das ist die traurige und schmutzige Kehrseite der Medaille. Ein Zeichen, dass auch Microsoft in der bitteren Phase der Neuzeit angekommen ist, in der Profit über alles geht. Schade darum, auch wenn man es einem Unternehmen, das sich in einem so hart umkämpften Markt unter solchen Rahmenbedingungen wie heute schwerlich vorwerfen kann.

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Rückflug von Atlanta

6. März 2011

Was für ein Tag... Auf Grund eines nicht verschiebbaren Termins im Büro hatte ich meinen Rückflug ein wenig anders als normal geplant: Statt Seattle -> Amsterdam -> Düsseldorf, was mich erst am Nachmittag wieder nach Hause gebracht hätte, bin ich via Atlanta geflogen. Die Verbindung war der ersten Planung nach mit massig Zeit zum Umsteigen... hätte... ja hätte da nicht Opodo viermal neu geplant und mir damit gerade mal 58 Minuten gelassen.

Ich bin ja ehrlich: In solchen Gelegenheiten bin ich ein Mädchen. Was da alles schief gehen kann...Und leider ist es das auch. :-(

Los ging es damit, dass der Flieger in Seattle zwar pünktlich boardete, aber trotzdem 20 Minuten später losflog. Das war allerdings nicht so schlimm, denn auf den vier Stunden nach Atlanta holte die Maschine sogar 30 Minuten heraus. Entspannung... bis sich die Gesetzmässigkeit aller Urlaubsflieger bewahrheitete: Man muss erst seinen Koffer aus dem Fächern holen, wenn die Reisenden vor einem bereits das Flugzeug verlassen. Kurzum: 20 Minuten später aus der Maschine.

Kein Problem: Der Flieger nach Düsseldorf fliegt ja dem Kollegen Wenz nach vom selben Terminal. Nur warum lande ich an T03 und soll an E03 abfliegen? Selbes Terminal? Nicht wirklich. Die Reihenfolge der Terminals in Atlanta: T-A-B-C-D-E. Oder anders: genau anderes Ende des Terminals. Aber auch das kein Problem, wofür gibt´s denn einen Zug zwischen den Terminals? Eine Minute nach Ankunft kam der nächste, ich steige ein... und er fährt nicht. Nach fünf Minuten die Ansage "The trains are delayed!". Raus, Mitarbeiter gesucht, selbe Aussage bekommen, und auf den Fussweg durch alle Terminals gemacht. "If you walk fast, it´s 10 to 15 minutes...". Ah, ja... im Terminal D läuft ein Zug ein. Prima, denke ich, dann fahren sie wieder. Eingestiegen... und der Zug blieb stehen. (Keinen Kommentar jetzt bitte!!! :-)) Ausgestiegen, zum nächsten Terminal gelatscht, gleiche Geschichte in grün. Im Terminal C allerdings habe ich dann die schnauze voll gehabt und bin im Zug geblieben. Und siehe da: Er fuhr.

Zu einem leeren Gate, dessen Einwohner schon lange im Flieger waren. Zumindest aber stand der noch da und hat mich reingelassen.

Ich habe gelernt: Keine Umsteigezeit unter 90 Minuten. Da bin ich gerne Mädchen... :-D Und trotz der unbestritten weitesten Anreise von deutlich über 10.000km war ich derjenige, der auf die Minute pünktlich im Termin war... *strike* :-)

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Seattle 2011#MVP11

2. März 2011

Jetzt ist der MVP Global Summit 2011 fast vorbei, auch wenn er gefühlt gerade angefangen hat. Heute ist noch ein ganzer Tag voller technischer Sessions mit der Windows Phone Product Group, und dann geht es morgen schon via Atlanta nach Düsseldorf zurück. Mein erstes Umsteigen in den USA, und das nur mit 58 Minuten Zeit. Ich bin gespannt... :)

Losgegangen ist es ja schon mit einem netten kleinen Erlebnis im Flieger. (Vorausgeschickt: Ich bin weder ausländerfeindlich, noch habe ich etwas gegen Muslime!)

Mein Platz im Flieger von Amsterdam nach Seattle war besetzt. Von einer vollverhüllten Dame, die alle meine Ansprachen und Gesten mit freundlichem Lächeln ignorierte. Auch das Zeigen meiner Bordkarte mit den Platzinformationen löste das nicht auf. Egal... Platz am Gang ist auch okay. Irgendwann blätterte sie dann in einem Heftchen mit kopierten Seiten und zeigte mir dann eine arabische Zeile... unter der "I don´t speak English" zu lesen war. Okay. Sei´s drum.

Mitten im Flug holt sie dann ihren Minikoran aus der Handtasche und beginnt mit dem Rezitieren von Suren. Nichts dagegen... hätte sie das nicht in Zimmerlautstärke getan! Dazwischen dann Hände vor die Stirn legen, gegen den Vordersitz beugen... Hmmmh... auf einem Flug in die USA eine sonderbare und verstörende Erfahrung.

Als Dank dafür dann die schöne Überraschung in Seattle, als das Gepäckband langsam zum Stehen kommt und die Koffer der aus Düsseldorf in Amsterdam eingestiegenen nicht dabei sind: Man hat sie einfach mal in Amsterdam gelassen. Naja, anderthalb Stunden sind ja auch wirklich knapp bemessen... siehe übrigens meine Umsteigezeit in Atlanta morgen... :-$

Wie auch immer, einen Tag später war der Koffer dann im Hotel, auch wenn der Anruf um 23:30 kam... Schlaf wird sowieso überbewertet.... :-) Und die Erfahrung, wie sehr man sich über frische Klamotten und einen Rasierer freuen kann, ist ja auch was wert. Ehrlich!

Montag dann die allgemeinen Sessions (Windows Without Walls, die Verknüpfung von Windows Phone, Zune, XBOX etc.), Dienstag morgens die Keynotes u.a. von Steve Ballmer, Dienstag nachmittags und heute die Breakout Sessions mit der Produktgruppe, die komplett unter NDA stehen.

Im Mttelpunkt aber: Networking mit den Kollegen aus aller Welt und der Produktgruppe, Horizonterweiterung und Spass. Mission erfüllt... :-D

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Leaving on a Jetplane: Seattle 2011

26. Februar 2011

So, ich bin dann mal weg... :-)

In ziemlich genau 3 Stunden geht mein Flug via Amsterdam nach Seattle zum alljährlichen Global MVP Summit in  Bellevue, WA.

Berichtenswertes/Berichtbares wie immer hier im Blog.

Tschööööhöööö.... :-D

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HTC 7 Pro: Erste Gedanken

6. Februar 2011

Als Vielschreiber unterwegs bin ich seit jeher ein Freund von Geräten mit integrierter Tastatur, und in sofern ist der/das HTC 7 Pro als erstes Windows Phone 7 mit Hardwaretastatur natürlich ein hochinteressantes Gerät.

Einen Haufen erster Bilder habe ich auf der World of PPC online gestellt, meine erste Einschätzung nach zwei Tagen hier schon einmal vor dem offiziellen Testbericht:

  • Die Verarbeitungsqualität ist absolut hervorragend, selbst für die schon hohen HTC-Verhältnisse
  • Die Größe passt, das Gewicht ist mit knappen 180 Gramm allerdings heftig
  • Die Tastatur ist deutlich schlechter als die des Pro2, vor allem, weil die Tastenwege deutlich kürzer sind, und das Tippgefühl sehr in Richtung "billige Folientastatur" geht, und damit auch die Tippgeschwindigkeit und -sicherheit in den Keller
  • Akkulaufzeit geht in Richtung zwei Tage, das bereits mit den ersten Ladungen, das ist für WP7-Geräte ein hervorragender Wert
  • Im Gegensatz zum Pro2 kann der Anwender nicht entscheiden, ob das Display nach dem Ausschieben der Tastatur "platt" bleibt oder nach oben geklappt wird. Stört mich....

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iPhone-lose Zeit

18. November 2010

Nein, ich habe mein iPhone nicht schon wieder in kleine, handliche Stücke zerlegt. Zumindest nicht physisch... :)

Es ist nur einfach so, dass ich seit fast zwei Monaten unterschiedliche Windows Phone 7-Geräte benutze... und seitdem mein iPhone nicht mehr mit dem Hintern anschaue. Ich könnte dazu jetzt Seiten schreibe... ach wartet, hab ich ja schon... :)

Hier findet Ihr die wichtigsten Dinge, die man rund um Funktionen oder deren Fehlen wissen sollte. Und allgemein hier alle meine Artikel rund um Windows Phone 7.

iPhone? Was war das nochmal? :-)

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WP7, Pressekonferenzen und Berichterstattung

10. Oktober 2010

Einmal werden wir noch wach, dann ist WP7-Tach... oder so... :)

Ich bin morgen sowohl auf der vodafone/HTC-Pressekonferenz als auch auf der offiziellen Microsoft-Pressekonferenz in Hamburg. Zumindest sind dann da schon einige Geräte offiziell zu sehen.

Ansonsten kann ich nur auf einen Termin später im Oktober verweisen (den man durchgängig den 21. nennt): Ab dann kommen nach und nach elf - schon lange fertige - ausführliche Artikel auf der World of PPC online, die durch knapp über eine Stunde Videos ergänzt werden.

Warum nicht früher? Weil ich nicht abgrenzen kann, was morgen offiziell ist und was noch nicht irgendwo offiziell steht. Blöde Situation, auch für mich, aber am Ende leider nicht zu ändern, ohne einen Bruch meines NDAs zu riskieren...

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Windows Phone 7: Fundierte Vorfreude

24. September 2010

Die letzten beiden Wochen waren intensiv. Wegen der Eindrücke wie auch wegen der Arbeitslast... Windows Phone 7 ist ohne Frage eine der innovativsten Entwicklungen des mobilen Marktes der letzten Jahre. Dies im Detail zu dokumentieren und zum Launch zur Verfügung zu haben, war - auch auf Grund der ungewissen Terminlage  - eine Herausforderung.

Das Ergebnis: Kurze Nächte, 11 Kapitel, über eine Stunde Videos, und vor allem: Intensivst mögliche Beschäftigung mit Windows Phone 7. Ganz selten habe ich mich auf einen offiziellen Launch so sehr gefreut wie auf den von Windows Phone 7.

Freut Euch... :-)

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Age and Reason oder "Technik entzaubert"

4. September 2010

Gestern Abend mit dem Kollegen Wiseman beim Cappuccino  ins Grübeln geraten: Technik ist schön. Aber der unbedingte Reiz vergeht mit der Zeit. War früher ein neues Gerät immer ein technisch-virtueller, nichts desto Trotz befriedigender Höhepunkt, so blubbert die Begeisterung heutzutage im Normalfall nur noch so vor sich hin. Klar, es gibt Ausnahmen - bei mir Windows Phone 7 vor einer Woche - aber das Gros der Geräte verursacht nur noch ein leicht genervtes "Okay, richten wir´s mal ein, damit der Praxistest möglich ist".

Jammern auf hohem Niveau, keine Frage, wir sind ja selbst am Reizüberfluss schuld. Schade aber ist es doch... :-$

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Technik macht sexy. Echt! Auch mich!

28. August 2010

Zumindest könnte man auf diesen Gedanken kommen, wenn man folgende Mail einer lieben Bekannten liest, nachdem ich mit einem neuen Gerät gestrunzt habe:

Ich komme immer abwechelnd zu der Überlegung, dass ich a) auf keinen Fall mit Dir verheiratet sein möchte, bzw. dass ich b) total gerne mit dir verheiratet wäre

a)       weil wir uns dann immer um die neuesten Errungenschaften streiten müssten

b)      weil selbst die von dir abgelegten Sachen noch tolle neue Spielzeuge sind

Yes. :-D

PS: Kommentar der bEva: "Sag ihr mal, dass da ausser der Technik noch andere Seiten sind. Die kann sie gerne haben..." :-D

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Zum Einschlafen: iPhone OS4

8. April 2010

Nun ist sie vorbei: Für mich einer der langweiligsten und uninspiriertesten Presseevents, den ich jemals mitverfolgt habe... das iPhone OS4 ist im Schatten von Windows Phone 7 vorgestellt worden und macht - gelinde gesagt - den Eindruck einer Rentnerband in Hawaii-Hemden. Die Optik ist annähernd so wie die der Vorgängerversionen, und statt innovativ zu sein, mutiert das iPhone-Betriebssystem zum goldenen Kalb, an dem man überall die Melkmaschine ansetzt. Aber eins nach dem anderen:

Das iPhone OS4 hat sieben neue Säulen:

1.) Multitasking:

Down- und Uploads können im Hintergrund laufen, Applikationen werden im Hintergrund geparkt und können an der selben Stelle wieder aufgenommen werden. Habe ich das nicht vor einigen Wochen im Zusammenhang mit einem wirklich innovativen mobilen Betriebssystem schon mal gehört?

2.) Folders:

Applikationen können jetzt der besseren Ordnung in Ordnern (eben "Folders") einsortiert werden und auch im Dock abgelegt werden. Statt 180 können jetzt 2160 Applikationen verwaltet werden. Wer´s denn braucht....

3.) Unified Inbox

Alle Posteingänge können jetzt in einen virtuellen Posteingang zusammengeführt werden, inklusive mehrerer Exchange-Accounts. Die Kollegen von Android und WebOS reiben sich jetzt sicherlich die Augen ob der Innovation... :)

4.) iBooks

Konsequenterweise werden die über iTunes gekauften und synchronisierten eBooks (eben die iBooks) auch auf dem iPhone gelesen werden... erwirbt man sie einmal, dann beispielsweise auch auf iPad und iPhone. Sinnvoll, aber nicht weltbewegend.

5.) Enterprise-Funktionen

Datenschutz (ha! das aus dem Munde Apples!), mehrere Exchange Accounts, Unterstützung von Exchange 2010, SSL VPN support, over the air-Distribution von Applikationen. Das iPhone zieht den Business-Anzug an... und reiht sich damit in die Schlange der anderen Plattformen ein.

6.) Game Kit

Das iPhone wird zur Social Gaming Platform, Spiele können gemeinsam gespielt werden, Einladungen versendet werden etc. Kurz: Apple hat was von der XBOX Live-Integration unter Windows Phone 7 gehört und schnell nachgelegt (natürlich hat Steve Jobs schon viiiieeeeel länger daran gedacht, klar!)

7.)  iAD

Da war es... der Punkt, der für mich das virtuelle Fass zum Überlaufen brachte. Steve Jobs fiebert ja schon lange der Bewerbbarkeit seiner Systeme entgegen, Mac OS sollte in einer Einsteigervariante mit Hardware deutlich günstiger angeboten werden, wenn man während der Benutzung Anzeigen akzeptiert, und jetzt hat er es erreicht: iAd integriert Werbung in Applikationen. Das können Filmwerbungen mit verknüpften Links zu den Kinos sein, Videos, ja gar weiere Apps, die dann direkt gekauft werden können. Ganz selbstlos ist dieser Service für Entwickler aber natürlich nicht: Großzügige 60% der Werbeeinnahmen gehen an den Entwickler der App... 40 Prozent füllen die Jobs´schen Taschen.

Sorry... das ist für mich ein absolutes NoGo! Ein Premium-Produkt, wie es Apple mit dem iPhone den eigenen Angaben geschaffen hat, und das im oberen Preissegment angesiedelt ist, soll noch mehr Geld in die Taschen des Herstellers spülen, auf Kosten der Anwender?

Zurück zum Anfang: Hätte Apple das Gnaze wenigstens noch in hübsche Kleider gepackt, dann wäre das eine oder andere verzeihlich gewesen. In der Summe aber ist der Look des iPhone OS4 angegammelt und staubig wie der des OS3, OS2 etc. Ich sags ja: alte Männer in Hawaii-Hemden... :-)

Meine Konsequenz: Ich habe das erste Mal seit Jahren das Gefühl, dass sich Apple in die Enge getrieben fühlt, wenn es um mobile Geräte geht. Das mag nicht NUR an Windows Phone 7 liegen, aber zu einem großen Teil auch. Und das gefällt mir gut... :-D

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Microsoft 2010: Das grosse Bild

15. März 2010

Seit dem Mobile World Congress beschleicht mich das Gefühl, dass 2010 ein großes Jahr wird mit Microsoft-Produkten. Hinweis: Keine Microsoft-Brille, keine Insiderinformationen, nur Marktsicht und gesunder Menschenverstand.

Keine Frage, in den vergangenen Jahren gab es einiges an berechtigter Kritik an Microsoft: Windows Vista war ein eher ... sagen wir mal ... rudimentär performant und kompatibel, Windows Mobile (aus meiner Sicht mit jeder der 6.x-Versionen in der Summe immer noch das funktionalste mobile Betriebssystem) von der Bedienbarkeit nicht auf Höhe der Konkurrenz, und der universelle Heise-Troll hatte Futter für sein Gegnarze.

Im Oktober dann der Phönix aus der Asche: Windows 7 lässt Vista vergessen und verzeihen und etabliert sich schnell auf dem Markt als sich am schnellsten verkaufendes Betriebssystem aller Zeiten. Plötzlich kann mein Sony Vaio P11Z sogar so schnell laufen, dass ich nicht dauernd dem Herzinfarkt nahe bin... :-)

In Barcelona dann die erste weithin gespürte Erschütterung: Windows Phone 7 Series wird ganz und gar anders, als sich eine Vielzahl der Experten es gedacht hätte. Derart starke Brüche mit Bewährtem, neue Ideen und radikale Änderungen hat es in der Geschichte von Microsoft wohl noch nicht gegeben. Und der Effekt ist allüberall in den Gazetten: Plötzlich sind auch Windows Mobile-Kritiker positiv eingestellt, und die Stockholm-Syndrom geplagten iPhone-Besitzer wittern Morgenluft - allerdings anders, als Apple es sich wünschen würde.

Und seien wir ehrlich: War bei der ersten Vorstellung von Windows Phone 7 Series das Basisprogramm schon interessant, so macht Microsoft gerade einen phänomenalen Job, Informationen Stück für Stück durchsickern zu lassen. Erst die Entwicklungsumgebung (mit Silverlight), dann die Verknüpfung mit XBOX Live und der Beweis, dass Spiele tatsächlich nahtlos zwischen PC, XBOX 360 und Windows Phone spielbar sind.

Und gerade letzteres führt zum nächsten Highlight des Jahres: Project Natal, die mittlerweile hochoffizielle revolutionäre Bewegungssteuerung für die XBOX 360. Merkt Ihr was? Natal wird viele neue Nutzer der XBOX anziehen... und die wiederum werden schnell zu einem Windows Phone greifen, wenn sie ihre Spiele mobil weiterspielen können und mit ihren XBOX Live-Buddies vernetzt bleiben.

Meine Meinung: Geniale und langfristige Strategie, um plötzlich parallel an mehreren Fronten einen Quantensprung am Markt zu machen. Die Konkurrenz mag jetzt noch vieles belächeln... am Ende werden sie sich die Augen reiben!

Ach ja... sollte ich vielleicht noch "Microsoft Courier" sagen? :-D

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Handystress

13. März 2010

"Ey, isch bin nisch Schuld, isch schwör!"

Hat man das nicht schon hunderte von Malen in der seriösen Nachmittagshausfrauen-Fernsehlandschaft gehört? Na klaaaaar, sag ich nur! Fünf Handyverträge, Kosten nicht im Blick, und schon lockt die Privatinsolvenz. Und wer zahlts? Ich... unter anderem. Ich, der ich meine Kosten detailliert unter Kontrolle halte!

Ja sch...e, das war wohl nix.

Erst schaue ich unbedarft in meine Rechnungsvoransicht bei vodafone, um horrende 432 Euro vorzufinden:

Die Würze liegt im Wort "Ausland". Für 210,32 zeichnet hier die bEva verantwortlich, die mit ihrer Sehnsucht nach des Gatten Stimme für das eine oder andere Telefongespräch zu 1,69 pro Minute gesorgt hat (Wenn irgendjemand jetzt was von "Skype" sagt, gibts was auf die Backen. Telefoniert habe ich meist unterwegs. Und gerne erinnere ich mich an Buddy Christian und sein "Hallo? Hörst Du mich? Ah, jetzt seh ich Dich. Du miach auch? Hallo? Haaaallooo?!" mit seiner Holden... :-D)

Konnte ich mich da noch rausreden, dann wirds bei den 199,52 problematischer... vom Twittern, Foursquaren und Mails abrufen hatte die bEva nun wahrlich wenig. Nrrg... war auch schon mal billiger (im letzten Jahr waren es immerhin nur EUR 300! :-))

Bitter dann der Blick aufs Konto gestern. Irgendwie fehlten mir gefühlte 1000 Euro. Peanuts für die einen, durchaus relevante Beträge für die anderen. Eine genauere Durchsicht durch die Posten offenbarte den Übertäter: O2 mit EUR 1342,49....

Jetzt zähl ich 1 und 1 zusammen und schrecke zusammen: "Welches Gerät hattest Du noch mit in den USA?" (Keins. Nur den iPAQ Glisten, den ich da gekauft hatte, und der hatte auch eine vodafone-Karte drin und war nur per WLAN online.). Was aber... Halt! O2 habe ich nur den Pre, den ich Anfang Januar im Zuge der "Hammertarif und Touchstone Gratis"-Aktion gekauft hatte, und schon war der Übeltäter gefunden. Allerdings "sollte" der eigentlich eine Datenflat haben, eine verkrüppelte zwar (bis 200MB/Monat mit HSDPA-, dann mit GPRS-Geschwindigkeit), aber trotzdem eine Flat. Ein Blick in die Unterlagen aber belehrte mich eines besseren: "Handy Online" heisst nicht "Online-Flat", sondern *wasweissich*. Unter "Online" stand dann "Internet by time". Und das wiederum heisst: EUR 1342,49. Wann immer eines meiner Geräte an ist, ist es online, Exchange-Server und Push-Verbindung sei Dank.

Kinder, ich sage Euch: Heiss und kalt ist nix dagegen...!

Allerdings nur kurz: Hut ab! O2 hat innerhalb von zwei Minuten den Tarif auf die eigentlich gebuchte Flatrate umgestellt, mir überlassen, ob sie zurück überweisen oder ich die Lastschrift zurück hole (letzteres, keine Frage!) und mir den "echten" Rechnungsbetrag zur Überweisung genannt (38 Euro... ha!). Puuuuh... :-/

Ich? Handykosten? Kontrolle? Ich bin mal eben still... :-)

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Windows Phone 7 Series vorgestellt

16. Februar 2010

Das Leben kann manchmal graussam sein: Da findet der Mobile World Congress 2010 parallel zum Microsoft Global MVP Summit statt, schon lange vorher ist klar, dass Windows Mobile 7 vorgestellt werden wird, und dann liegt die Pressekonferenz auch noch mitten in meinem Flug von Amsterdam nach Seattle. Nrrrg...

Dank der lieben Kollegen vor Ort (Arne Hess, Alex Januschewsky) konnte ich schon am Flughafen nach der Ankunft ein wenig hineinschnuppern, und das offizielle Video von Channel9 vertieft das Ganze noch mal. Mittwoch/Donnerstag werde ich dann die Chance haben, das Ganze in Redmond live zu sehen... dann allerdings unter NDA (1), und da sich einfach nicht trennen lässt, was offiziell auf dem MWC gezeigt wurde und was gegebenenfalls schon weiterentwickelt wurde, meine Einschätzung hier vorab:

Jedem mobilen Anwender war klar: Windows Mobile 7 wird entweder ein richtig großes Ding oder aber eine bittere Pleite. Nicht wenige Kritiker hatten Windows Mobile abgeschrieben, und wer heute Twitter, Facebook, die Blogs und Technikseiten verfolgt, der kann eine klare Tendenz erkennen: Es ist der große Wurf. Die UI unterscheidet sich diametral von der der Vorgängerversionen, vor allem die Abkehr von der klassischen Struktur des Startmenüs und der darunterliegenden Ordnung ist offensichtlich. Nun kann man die Touch-Bedienung mit dem iPhone vergleichen, die Konsolidierung aller Informationen zu einem Kontakt (Social Media, Termine, Nachrichten, Anrufe etc.) mit vodafone/Samsungs 360, die "Breite" des Bildschirms und die Zusammenführung unterschiedlicher Posteingänge mit Android, wer aber bei den Demos genau hinschaut, der erkennt, dass das nicht alles ist. Sicherlich hat Microsoft "the best of all worlds" erstellt, aber in jedem Bereich schon in dieser frühen Phase noch deutlich drauf gelegt.

Nicht zuletzt die Integration anderer, hauseigener Services wie Zune (in den USA ist der Zune HD mittlerweile eine echte Konkurrenz zum iPOD) und XBOX live, die Verknüpfung aller Informationen untereinander schafft eine umfassende Benutzererfahrung, die kein anderes System bietet.

Auch wenn es bis zur "Holiday Season 2010"  - vergleichbar mit dem Weihnachtsgeschäft - noch fast ein Jahr hin ist: Schon jetzt hat sich Microsoft mit einem Paukenschlag zurückgemeldet auf dem Markt der mobilen Betriebssysteme, und der eine oder andere Entscheider der Konkurrenz dürfte heute mit Magenschmerzen einschlafen.... wenn er es denn kann. Fein! :-D

(1) Bei jedem Besuch bei Microsoft in Redmond werden wir explizit unter ein Non Disclosure Agreement (NDA) gestellt, die Verpflichtung, über nichts von dem was wir sehen oder hören zu berichten. Gerade in diesem Jahr ist das ein zweischneidiges Schwert: Wider meiner Einschätzung ist Microsoft schon sehr früh sehr detailliert geworden, sodass die Bewertung, was an einem Bericht "öffentlich bekannt" ist und was unter NDA ist, fast unmöglich ist. da bleibt nur eine Wahl: Die virtuelle Klappe halten... :-(

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Alles über Windows Mobile 7!!!

18. Januar 2010

Hier! Alle Details zum neuen Betriebssystem von Microsoft!

Nein, nicht wirklich. Aber ich bin es leid. Mittlerweile meint jeder ein Gerücht über Windows Mobile 7 posten zu müssen. Um sich wichtig zu machen, um Sand zu streuen, um Gerüchte zu schüren, was weiss ich.  Eines aber haben all diese Gerüchte gemeinsam: Die einheitliche Nicht-Grundlage .

Was auch immer Windows Mobile 7 bieten wird: Wir werden es erfahren, wenn es soweit ist. Natürlich kann man trefflich phantasieren, wie überlegen und revolutionär (bei den einen) oder wie grottenschlecht (bei den anderen) es sein wird, ich aber treffe jetzt und hier eine klare Aussage: Ich beteilige mich nicht an diesen Spekulationen.

Der regelmässige Leser der World of PPC wird gemerkt haben, dass seit einigen Wochen keine Gerüchte zu diesem Thema mehr zitiert werden, und das wird auch so bleiben.

Ich werde immer wieder gefragt, teilweise gar angemault, dass ich als MVP doch nun schon alles wissen müsse und es gefälligst weiterzugeben hätte.  Auch hier eine klare Aussage: Nein, ich weiss gar nichts über die konkrete Ausgestaltung von Windows Mobile 7. Keine Details, keine Screenshots, keine Entwicklungsrichtung. Und abgesehen davon: Wenn ich etwas wüsste, dann dürfte ich nicht darüber sprechen, denn als MVP stehe ich unter einem allgemeinen NDA bei Microsoft.

Offensichtlich aber ist eines: Windows Mobile 7 hat einen hohen Stellenwert für Microsoft, das hat Steve Ballmer in  diversen öffentlichen Interviews mehrfach bekundet. Das Ergebnis also wird das Warten wert sein, das ist meine feste Überzeugung. Da hat es wenig Wert, Gerüchten hinterherzujagen, bereits enttäuscht oder schon euphorisch auf etwas zuzugehen, dass es verdient hat, wie jedes Produkt auf diesem Markt fair und unvoreingenommen betrachtet zu werden. Ob nun mit ersten Informationen anlässlich des Mobile World Congress im Februar oder vielleicht auch später: Fundierte Informationen werden kommen, und genau diese werde ich berichten. Nicht mehr und nicht weniger.

Danke für Euer Verständnis!

Übrigens ist diese Entscheidung nicht alleine bei mir gewachsen, sondern auch bei den werten MVP-Kollegen Marco Wyrsch und Alex Januschewsky.

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Das Überfon: Google Nexus One

7. Januar 2010

Oh Mann... ich bin nun wirklich lange und in der Breite über die verschiedenen mobilen Plattformen unterwegs, und dachte bisher, das iPhone könne an Augenwischerei und gefärbter Berichterstattung nicht überboten werden, aber ich war vollkommen auf dem Holzweg, wie es scheint.

Gibt es irgendjemanden, der nicht die Worte des Propheten vernommen hat, dass uns der neue Heilsbringer beschert wurde (und das kurz nach Weihnachten!)? Google, die Gutmenschen der virtuellen Welt, haben es geschafft und ein Telefon geschaffen, das es so noch nicht gab. Revolutionär, einzigartig gar, absolut neu und ungeahnt frei! Hinfort mit den Unbillen der Carrier-Bindung und den Nachteilen eines Fremdhardwareherstellers. "Nexus One" heisst dieses Geschenk an die mobile Menschheit, ein Name, der aus den glitzernden Sternschnuppen des Orion-Nebels gemeisselt zu sein scheint.

Selbst die Qualitätsjournaille von RTL, bekannt für ihre technisch fundierte Berichterstattung, räumt diesem Schmuckstück einen eigenen Beitrag in den Nachrichten zur Prime Time ein. Mensch... ich glaube, ich muss es haben. Ihr nicht auch?

Was für ein gequirltes Komglomerat von Ausscheidungsprodukten... ich bin nahezu sprachlos. Entmystifizieren wir das Googlefon doch mal kurz:

1.) Es ist nicht SIMLocked (was übrigens für die meisten Smartphones gilt), kann also frei genutzt werden. Allerdings bedient sich Google gerne des Vertriebsnetzes eines Carriers... in Europa vodafone exklusiv. Soll heissen: Das Gerät kann über den (noch einzurichtenden) deutschen Google-Onlineshop von allen bezogen werden, im Zusammenhang mit einem Mobilfunkvertrag nur über vodafone.  Würde man wirklich Wert auf den so oft beschworenen "Freedom of Choice" legen, dann wäre die Auswahl eines einzelnen Carriers Quatsch.

2.) Google hat sich von Herstellern frei gemacht und ein eigenes Gerät gebaut: Quatsch. Wie bei dem Gros der mobilen Geräte hat mal wieder HTC die Finger im Spiel und ist Hardware-Partner von Google.

3.) Ein eigenes Google-Betriebssystem: Richtig! Eine Revolution, die man auf einer immer grösseren Zahl von Geräten sehen kann. Sie nennt sich "Android".

Fassen wir zusammen: Das hochgepriesene Nexus One ist ein von HTC gefertigtes, mit Android ausgestattetes und wahlweise über einen Carrier oder einen Onlineshop beziehbares Mobiletelefon.

Wo ist die Revolution?!?!?

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Neidischmachpost: Seattle 2010

1. Januar 2010

Nachdem ich gerade meine offizielle Mail von Microsoft bekommen habe und mein MVP-Status auch für 2010 bestätigt ist, ist mir nach Neidischmachen... :-D Der diesjährige MVP Summit findet vom 16. bis 19. Februar 2010 (wie immer in und um Seattle) statt. Und wie immer machen Christian und ich uns ein feines Rahmenprogramm.

Rückblende:

2008 war es der Besuch des NBA-Matches der Seattle Supersonics gegen die Dallas Mavericks (mit Dirk Nowitzki) klick.

2009 hatten wir dann den Mut, uns ins El Corazon zu wagen und uns 7 Death Metal Bands anzuschauen klick.

Wobei der Fun-Effekt bei letzterem noch höher war... :D

Dieses Jahr hatte ich dann das erste Mal meinen Flug nach Seattle schon Monate vor der Renominierung gebucht (Microsoft nominiert die MVPs immer quartalweise für ein Jahr, bei mir eben immer im Januar). Ein Risiko, dass ich mir sonst gespart habe... aber ein Großereignis in der Nähe warf seine Schatten voraus und hatte potentiellen Einfluss auf die Ticketpreise: Die Winterolympiade 2010 in Vancouver, quasi vor den Türen von Seattle. Gerade nochmal kontrolliert: Die Frühbuchung hat mir zumindest knappe 100 Euro gespart.

Zwei kranke Hirne, ein Gedanke: Da müssen wir hin! Vancouver ist mit dem Wagen knappe 3 Stunden von Seattle entfernt. Und passenderweise gab es in dem in Frage kommenden Zeitraum tatsächlich auch eine Veranstaltung, die von nationalem Interesse ist: Das Eishockey-Vorrundenspiel Deutschland - Weissrussland. Die Bestätigung der Tickets haben wir bereits, die Papierversion kommt Ende Januar... :-D

Naja... aber ohne Konzert wollten wir dann auch nicht sein... und da bot es sich förmlich an, Tickets für das Bon Jovi-Konzert am Abend vorher in der Seattle KeyArena zu bestellen... :-D

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Die mobile Welt 2009/2010

28. Dezember 2009

Hollahe... da hat mir der werte Kollege Januschewsky ja fein einen Strich durch die Rechnung gemacht... hatte ich doch vor, einen mobilen Jahresrückblick zu schreiben... er war schneller, wie hier nachzulesen ist.

Nicht verwunderlich, das unsere Meinungen sich decken, hatten wir doch im Oktober auf dem MVP Open Day in München und gerade erst auf Facebook eine ausführliche Diskussion über das Thema. Damals hatte ich einen - zugegeben provokativen - Vortrag zum Thema "Warum Windows Mobile das überlegene Betriebssystem ist" gehalten, die Kernaussagen sind auch in mein "Mobile World"-Video eingegangen:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=DkIfIeeCWT4&hl=de_DE&fs=1&]

Statt jetzt Alex (und meine eigenen) Argumente nochmal wiederzukäuen, hier einige Anmerkungen zur kommenden Entwicklung aus meiner Sicht.

Windows Mobile hat eine klare Zielgruppe gehabt in den vergangenen Jahren: Den Corporate User, denjenigen, der sein Gerät abseits der einfachen Telefonie verwenden will und muss. Dieser Benutzerkreis ist klein, legt aber extrem viel Wert darauf, dass er sein Gerät so breit wie möglich einsetzen kann. Das bedeutet zwangsläufig, dass Zugriff auf Systeeinstellungen (auch ein Windows Mobile-Gerät hat eine Registry), Logdateien, Hardwareschnittstellen nötig ist... und tatsächlich: bei diesen Anwendern geniesst Windows Mobile immer noch und ungebrochen ein hohes Ansehen... denn kein anderes System lässt dies zu. Android, das iPhone, WebOS beim Palm Pre, sie alle schaffen dem Benutzer eine "Blase", in der er sich sicher bewegen (und auch nichts kaputt machen) kann, und für den Standard-Consumer, den nicht notwendigerweise technikaffinen Handynutzer ist das vollkommen ausreichend, ja sogar beruhigend: Er gelangt nicht durch wildes Herumgeklicke in einen Bereich seines Gerätes, wo er nicht weiter weiss oder versehentlich Schaden anrichtet.

Was ohne Frage versäumt wurde, ist das "Schönen" der Oberfläche. Windows Mobile war immer funktional, an die Desktop-Version angelegt, und nie innovativ und ergonomisch... was übrigens für viele Anwender (wie mich auch) gerade den Reiz ausmacht. 2009 hat die Veröffentlichung von Windows Mobile 6.5 gesehen... der ersten Windows Mobile-Version, die zumindest rudimentär die Touch-Bedienung akzeptiert und umgesetzt hat. Die Kritiker waren sich vermeintlich einig: "Das kann ja nicht gegen das iPhone bestehen".

Ich kann dieses Argument nicht mehr hören. Wirklich nicht. Der Vergleich hinkt soooo sehr, dass mir schlecht wird (ich mag jetzt nicht den Kalauer "Äpfel mit Birnen vergleichen" bringen... :). Das iPhone ist ein reines Consumer-Gerät, mit nicht einmal einem selbstformulierten Anspruch, professionelle Interessen zu bedienen. Drei Generationen des Gerätes, und darin kaum Innovation. Ich mag mein iPhone grundsätzlich, weil es ein schneller Entertainment-Gerät ist, wenn ich aber unterwegs bin und auch nur halbwegs erreichbar sein will, effektives Messaging machen will und Akkulaufzeit brauche, dann ist es direkt aussen vor. WebOS: dito. Blackberry: Ausser Diskussion, weil funktional zu sehr eingeschränkt. Maemo: noch viel zu unausgereift und langsam. Android: am ehesten. Mit dem Motorola Milestone ist das erste Gerät auf dem Markt, das wirklich nutzbar ist, auch wenn die Plattform immer noch viele Mängel hat und viel zu abgeschlossen nach aussen ist. So klein der Marktanteil von Android ist, hier sehe ich den schärfsten Konkurrenten in den kommenden Jahren, zumal immer mehr Hersteller Android-Geräte anbieten.

Zurück zum Ausblick: In 2010 wird Windows Mobile 7 auf den Markt kommen, und Microsoft ist sich dem Vernehmen nach mehr als bewusst, dass es zwar vielleicht nicht der letzte Versuch, doch aber ein Wendepunkt sein wird. Schafft Windows Mobile 7 nicht den Schulterschluss zwischen den professionellen und den Endverbraucher-Interessen, dann wird es ganz schwer.

Die Signale, die aus Redmond kommen, sind aber beruhigend ... man hat erkannt, das war zu tun ist, und man setzt es um. In sofern: Windows Mobile abschreiben wäre der falsche Schritt...

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HTC HD2 – Das beste Windows Mobile-Gerät?

17. Dezember 2009

Für mich ist diese Frage die Gretchenfrage für Windows Mobile als mobile Plattform. Sicherlich ist HTC als Hersteller massiv dafür verantwortlich, dass die Marktanteile von Windows Mobile in den vergangenen Jahren so waren, wie sie sich dargestellt haben. Man mag kaum sagen „nicht weiter heruntergegangen sind“. Nicht nur die eigenen Geräte, sondern auch die XDAs, MDAs und VPAs der Netzbetreiber, diverse Palm-Geräte mit Windows Mobile, das XPERA X1 von Sony Ericsson, HTC ist weit tiefer im Markt, als so mancher Anwender vermutet.

So gut dies auf der einen Seite ist, so sehr wächst daraus aber auch eine Gefahr für die unabhängige Wahrnehmung der Plattform. Schon mit der Ankündigung des ersten iPhones hatte HTC die Antwort parat: TouchFLO, die fingerbedienbare Oberfläche. Später dann auf TouchFLO 3D und dann auf HTC Sense aufgewertet, bietet sie für den Umsteiger auf ein neueres Gerät eine ungeheure Vereinfachung: Man kennt die Bedienung, man kennt die Funktionen, und damit fällt die Gewöhnung alles andere als schwer.

Klingt gut, oder? Und genau hier finde ich das Haar in der Suppe. HTC hat von Version zu Version immer mehr an Funktionen aufgefangen, die – zugegeben aus den Gegebenheiten von Windows Mobile 6.5 heraus – noch nicht „schön“ waren. Version zu Version fing mehr Dialoge, mehr Einstellungen durch eigene GUIs und gar Programmteile auf, allerdings sehr selektiv: Nimmt man als Beispiel den Zugang zu den Einstellungen, dann findet sich im Einstellungs-Tab von HTC Sense/TouchFLO nur ein Bruchteil der Funktionen, die Windows Mobile selbst hat, und zu diesen hat man nur dann Zugang, wenn man auf „Menü –> mehr“ tippt. Das muss man wissen, der Einsteiger wundert sich oft, warum er bestimmte Dinge nicht ändern kann. Kann er schon, er muss nur wissen, wo und wie.

Und damit nicht genug: Irgendwann war Windows Mobile nicht mehr genug, und HTC sprang auf den Android-Zug auf. Der HTC Hero ist nicht umsonst das grafisch ansehnlichste und bedienbarste Android-Gerät... schließlich hat er als Benutzeroberfläche HTC Sense. Das angekündigte Gerät mit eigenem HTC-Betriebssystem wird, keine Frage, HTC Sense haben.

Stellt man nun ein Windows Mobile-Gerät wie den HTC HD2 und den Hero nebeneinander, dann könnte man schon ein wenig durcheinander geraten, denn in den Bereichen, in denen der Consumer sich tummelt, sind beide arg ähnlich.

Ich höre die Argumente schon: „Da ist Microsoft selbst dran Schuld! Hätten die es im System besser gemacht!“. Mag sein. „Der Anwender kann damit doch viel besser umgehen!“. Auch das. Großes, langgezogenes „aaaaber“: Wo ist dann das, was ein Windows Mobile-Gerät ausmacht? Der Charakter, den die Plattform mitbringt und der ein Teil des „Mögens“ ist? Ja, ich mag den HD2, weil er ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Benutzer-Oberfläche und der Funktionalität der Plattform Windows Mobile bietet. Den Charakter eines Windows Mobile-Gerätes hat es aber nicht mehr. Und das ist schade.

Vor allem hat das Ganze eine Kehrseite: Wie viele der HTC-Geräte haben in der Vergangenheit in der ersten ROM-Version massive Performance-Probleme gehabt. Echo des Marktes: „Klar, ist ja Windows!“. Nein, ist es eben nicht. Windows Mobile ist nur noch der Motor, der das viel zu schwere Chassis nicht mehr gescheit auf Geschwindigkeit bekommt!

Ich mag den HD2. Ich schätze, das Windows Mobile mit all seiner Flexibilität darunter liegt.  Glücklich aber bin ich mit dem Hybrid-Betriebssystemaufsatz von HTC aber nicht. Punkt. :-)

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Notiz an mich selbst, Teil 165

16. Dezember 2009

Ein Mobilgerät mit einem riesigen Touchscreen wie der HTC HD2 ist NICHT, ich wiederhole: NICHT!!! dazu geeignet, eingeschaltet und in der Hemdtasche verstaut zu werden.

Das liegt weder an der Hemdtasche noch an der Größe des Gerätes, sondern daran, dass nach dem Hochfahren automatisch der PIN-Dialog erscheint. Bewegungen des Hemdes und damit des Geräts in dessen Tasche führen dazu, dass die Brust des Hemdträgers fröhlich Eingabeversuche für die PIN macht.

Nachdem ich gerade bei vodafone de PUK meiner SIM-Karte erfragt habe, kann ich nach Entsperren der selbigen (Wegen dreimal falscher PIN-Eingabe durch meine linke  Brustwarze, Miststück das!) auch wieder telefonieren.

:-(

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Test des HTC HD2

15. Dezember 2009

Da ist er: Mein ausführlicher Test des HTC HD2. Ich bin kein Freund von Superlativen, aber muss gestehen, dass der Verzicht darauf wirklich schwer fällt, wenn man mit diesem Gerät arbeitet.

Alles weitere hier.

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Motorola Milestone: Die Bugs

21. November 2009

Hmmmh... lasst es mich vorweg schicken: Nach anderthalb Tagen die bEva zu Hause Ankettens und Warten auf die - sorry - Deppen von Hermes, die es nicht geschafft haben, das in der Ausliferung befindliche Paket auch zuzustellen (dazu später noch ein separater Post) hier die ersten Eindrücke:

Das Milestone ist extrem gut verarbeitet, auch wenn die Form ein wenig gewöhnungsbedürftig ist, es ist haptisch wie technisch klasse. Die Tastatur  ist weit besser, als zu befürchten war (wenn auch natürlich nicht mit der Referenz des HTC Touch Pro2 vergleichbar), das Display sehr gut. Und, liebe US-Freunde, hier rächts sich Euer Ällerbätsch, dass Ihr das Droid schneller hattet als wir das Milestone: Wir haben Multitouch... :-D

Wirklich ärgerlich aber sind drei Bugs, die mich wahnsinnig machen:

1.) Sortierung der Namen: Nach Synchronisation stellt das Milestone die Kontakte in der Sortierung "Vorname Nachname" dar... und leider gibt es keine Möglichkeit, das umzustellen. Alle meine Geräte aller Plattformen (diverse Windows Mobile-Geräte, Palm Pre, iPhone, Nokias) schaffen es, nach Nachnamen zu sortieren... das Milestone nicht.

2.) Keine Email-Signaturen bei einem Exchange-Konto: Es geht einfach nicht. Punkt.

3.) ... und das für mich am bittersten: Es lassen sich keine Anhänge aus dem Email-Konto eines Exchange herunterladen. Und noch schlimmer: Probiert man es, dann bleibt das Herunterladen nicht nur erfolglos, sondern der Push des Exchanges bricht ab und ein Sync ist nur noch manuell möglich. Man muss die Verbindung einmal trennen und wieder herstellen, dann geht zumindest der Push wieder. Lösung für Anhänge einzig: Weiterleiten an einen Google Mail Account und den Anhang dort abrufen. Geht, ist aber irendwie suboptimal...

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Keine Heimat

4. November 2009

Ach Mensch, was ist das doof im Moment. Ich bin ja (siehe die diversen Beiträge) immer noch überzeugter Windows Mobile 6.5-Fan... weil es der Schritt in die richtige Richtung ist und das, was man von den 6.5.1-Builds im Internet sehen kann, ganz klar mit Riesenschritten weiterentwickelt wird.  Was aber ist doof?

So recht kann ich mich nicht einrichten... auf das WM6.5-Update meines HTC Touch Pro2 warte ich immer noch (Snap und Diamond2 sind lange bedient, beim Pro2 schlummert HTC noch ein wenig vor sich hin). Kein Sinn also, neue Software auf das Gerät zu packen.

Meine diversen Testgeräte (Samsung Omnia II, Acer NeoTouch N200) sind nicht soooo überzeugend, dass ich sie mir zulegen müsste, laufen also im Test auch nur im Basisbetrieb. Tja, und HTC Touch HD2 und Sony Ericsson XPERIA X2, die beiden Geräte, die ich sehnlichst erwarte, sind halt noch nicht da.

Irgendwie fühlt es sich im Moment so an, als wäre ich mit Koffern zwischen Hotels unterwegs. Nicht zuhause, funktional, aber nicht heimelig, immer auf dem Sprung. Also, liebe HTC und Sony Ericsson: Macht hinne!!! :-D

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A Mobile World: Musikalischer Blick auf Windows Mobile 6.5

25. Oktober 2009

Ich hab die Nase voll von der teilweise vollkommen unreflektierten Kritik, die Windows Mobile abbekommt. Natürlich hat es Schwächen, wie jede andere Plattform auch. Und darum habe ich das Ganze einmal thematisiert... Viel Spass... :-D

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=DkIfIeeCWT4&hl=de&fs=1&]

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Windows Mobile 6.5: Langsamer Start

22. Oktober 2009

Zwei Wochen Windows Mobile 6.5, und nach den ersten Tagen, in denen sich die News überschlugen und dem geplagten Rezensenten kaum Atem liessen, ist momentan die Luft ein wenig raus. Woran liegt das?

Microsoft hat eine Menge Aufwand getrieben, um der Welt klarzumachen, dass es eine neue Version von Windows Mobile gibt, neue Services wie My Phone und den Windows Marketplace for Mobile eingeführt, Hersteller wie HTC und Toshiba haben Updates für ältere Geräte angekündigt, mit dem HTC Touch2 und dem Samsung Omnia II sind neue Geräte auf den Markt gekommen, all das innerhalb der ersten Woche.

Und dann, so schien es,  geschah nichts mehr.  HTC hat Updates für den HTC Snap (also das am wenigsten relevante der drei angekündigten Geräte) herausgebracht, Touch Diamond 2 und Touch Pro2 warten immer noch auf ihre Updates. Hier scheint es, dass HTC diesmal die Carrier bevorzugt: sowohl vodafone als auch T-Mobile haben bereits für deren Version des Touch Pro2, vodafone auch schon für deren Version des Diamond2 Updates bereitgestellt (die ja nun auch von HTC selbst kommen). Der HTC-Direktkunde (der meist deutlich mehr für sein Gerät bezahlt hat, weil er keine Netzbetreiber-Subvention kassiert hat) schaut momentan noch dumm aus der Wäsche.

Neue Geräte (wie der HTC Touch HD2) sind am Horizont, aber eben auch noch nicht in Sichtweite, und so bleibt nichts weiter als Warten auf die Dinge, die da in den kommenden Wochen noch kommen mögen. Und ich hasse Warten... :-)

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Windows Mobile 6.5 und die Reaktionen

8. Oktober 2009

Der 6. Oktober wird sicherlich nicht als Meilenstein in der Geschichte der mobilen Betriebssysteme eingehen... und das liegt nicht daran, dass das an diesem Termin vorgestellte Windows Mobile 6.5 schlecht ist. Einen ausführlichen Überblick aus meiner Sicht findet man hier.

Es liegt vor allem daran, dass die Presse gefühlt noch mehr als sonst die große Microsoft-Keule herausholt und unreflektiert auf etwas einprügelt, was sie nicht einml wirklich verstehen.

Das beste Beispiel dafür: Spiegel Online mit der wohl dümmsten aller Schlagzeilen: "Microsoft floppt mit iPhone Killer".

Aua... liebe SPON-Redaktion. Wer denn bitte hat etwas davon gesagt, dass Microsoft einen iPhone-Killer auf den Markt bringen wollte? Und bitte: Microsoft und Windows Mobile = mobile Plattform. iPhone = Plattform und Gerät.

Seien wir fair: WM65 ist sicherlich nicht ein komplett neues Windows Mobile (was aber auch die Versionsnummer schon anzeigt), aber wohl ein konsequenter Schritt, die vorhandene Porfessionalität des Systems beizbehalten und zu verbessern, aber gleichzeitig dem Trend des "mobilen, fingerbedienbaren Betriebssystem für mobile Geräte" einen deutlichen Schritt näher zu kommen.

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Warten auf Windows Mobile 6.5

29. September 2009

Aufgeregt? In einer Woche ist es soweit: Windows Mobile 6.5 ist offiziell auf dem Markt und die ersten Geräte (zumindest der HTC Touch2) werden verfügbar sein. Gerüchte gibt es gar, dass der Touch Pro2 und der Diamond 2 auf schon am 6.10.09 ihr versprochenes kostenloses Update bekommen sollen...

Mein Windows Mobile 6.5-Buch wird definitiv diese Woche fertig (und damit noch dieses Jahr auf dem Markt sein), ein Test des Touch2 und Windows Mobile 6.5 allgemein kommen kommende Woche auf die Seite (sicherheitshalber erst ab 7.10., um auch unter Berücksichtigung von Zeitzonen mein NDA nicht zu brechen).

Freut Euch... :-)

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Es geht wieder los...

15. September 2009

... und das einen Monat vor eigentlicher Planung. Die Arbeit an meinem Windows Mobile 6.5-Buch hat begonnen. Der Vorteil: Zum Release am 6.10. dürfte es nahezu fertig sein und damit noch dieses Jahr zum Weihnachtsgeschäft in den Regalen. Bye, Bye, schlafreiche Nächte... :-)

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Otoplastiken... oder Knete im Ohr

26. August 2009

Uiuiuiui... ich habe ja schon viel erlebt, aber es gibt immer noch Dinge, die ich bisher noch nicht hatte. Bis gestern gehörte dazu Knete im Ohr, auch wenn mein kleiner Sohn durchaus ernst zu nehmende Ansätze gezeigt hatte, das einfach mal auszuprobieren. Aber so stelle ich mir das tatsächlich vor...

Was war passiert? Nach Jochens begeistertem Bericht über die beyerdynamic DTX-50 und MMX-100 individual, meiner doch durchaus ausgeprägten Musikleidenschaft und der Tatsache, dass ich beim Singen mit einem Sennheiser ew3000 Beltpack kabellos unterwegs bin, aber immer wieder mit dem richtigen Kopfhörer kämpfe (oder besser: Ich kämpfe gegen die rausfallenden, schlecht sitzenden etc.) musste Abhilfe her. Diese in Form der beyerdynamic MMX-100, die die Ergänzung der DTX 100 um die Freisprechfunktion für iPhone und Co. sind. "Individual" bedeutet in dem Fall, dass den Kopfhörern ein Gutschein für die Erstellung einer Otoplastik beiliegt.

Exakt hier kommt die Knete ins Spiel... in Zusammenarbeit mit der Firma Kind, einem der führenden Anbieter rund um Hören und technische Hilfsmittel mit über 400 Niederlassungen in Deutschland, wird ein Abdruck der Ohren gemacht... von Innen versteht sich! :-D

Ein Stück Watte wird an einen Faden gebunden, der im Ohr versenkt und dann kontrolliert, ob der daraus entstehende Pfropfen dicht sitzt. Dann wird aus zwei Komponenten (die tatsächlich wie Knete aussehen) eine Masse zusammengematscht und diese dann vorsichtig mit einer riesigen Spritze ins Ohr gedrückt. Erst ins eine, dann ins andere, und dann herrscht herrliche Ruhe. Bis der Techniker dann wild gestikulierend und überlaut redend versucht, den Delinquenten zum Öffnen des Mundes zu bewegen... ist die Masse hart geworden, dann muss der Unterdruck, der beim Herausziehen des dicht abschliessenden Blocks entsteht, Ausgleich finden.

Die Abdrücke werden zusammen mit den weiteren Daten (welche Farbe sollen die Otoplastiken haben (Transparent, Weiss, Schwarz), welcher Kopfhörer soll nachher hinein kommen, soll ein Ventilationkanal gelegt werden, um Luft und einen geringen Teil an Umgebungsgeräuschen durchzulassen) ans Labor geschickt und dort final gefertigt. Nach ca. 10 bis 12 Tagen kommen die fertigen Otoplastiken dann wieder zurück an den Händler und können abgeholt werden.

Ich sag´s Euch: Es ist ein komisches Gefühl, die Ohren voller Knete zu haben. Ich werde zuhause erst einmal alle Knete-Vorräte der Kinder konfiszieren... man weiss ja nie! :-D

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Und immer wieder Windows Mobile

25. August 2009

Man hat es mir ja schon oft vorgeworfen, dass ich mich mit anderen Plattfformen als Windows Mobile beschäftige. Ja: Ich habe alle iPhones direkt bei Erscheinen gekauft. Ja, ich habe auch mal ein Nokia (das E71 ist für mich immer noch der haptisch überlegene Messenger), und mit dem HTC Hero nun auch ein Android-Gerät.

Ich drehe den Spiess mal um: Würde ich mich nur auf Windows Mobile beschränken, dann würde mir ein gutes Stück Überblick fehlen, was denn die anderen machen. In der Summe bin ich beispielsweise ein iPhone-Gelangweilter, weil es zu viele Macken hat (mein 3GS hält bei eingeschaltetem UMTS mit Push-Verbindung zum Exchange einen knappen Tag, mit ausgeschaltetem UMTS  und aktiviertem Push zwei Tage... das sollte ein Windows Mobile-Gerät sich mal herausnehmen!), ich hasse Android, mag aber den HTC Hero, weil er eine durchdachte Oberfläche hat (die auch wuf WiMo-Geräte kommen soll). Kurz: Ich kann mit Argumenten hinterlegen, warum ich Windows Mobile für die überlegene mobile Plattform halte.

Am Freitag dann wieder ein Paradebeispiel: ein flaches Smartphone mit ausschiebbarer QWERTZ-Tastatur und haptisch ansprechendem Äusseren (also dünn, mit Metall/Alu) gibt es mit Windows Mobile nicht. Alternative: Das Nokia E75. Okay: vermeintliche Alternative... die Initialbegeisterung hielt nämllich 10 Minuten... und die Verweildauer ausserhalb des Kartons knappe 60 Minuten. Trotz ROM-Update ist das Gerät teilweise sturzenlangsam (10 Sekunden in manchen Menüs bei Aktivierung einer Option bis zur Rückkehr in das vorherige Menü sind keine Seltenheit), es ist instabil (vor allem der Exchange-Sync mit Mail for Exchange stürzt dauernd ab, bringt einen Systemfehler oder meckert sonstwie))... kurz: inakzeptabel und unerträglich.

Und so sitze ich hier wieder mit einem HTC Snap... kein Design-Glanzsstück, aber superstabil und extrem funktional. Und ich frage mich, wo Windows Mobile in der Gunst der Anwender stehen könnt, wenn die Hardwarehersteller endlich mal dem Trend nach haptisch begeisternden Geräten nachgehen würden...

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Test des HTC Hero online

24. August 2009

Ha... HTC... Windows Mobile. Hero? Wer? Fast... :-D

Der HTC Hero ist das dritte Android-Smartphone von HTC, wobei das G1 (T-Mobile) und das Magic (vodafone)  vorsichtig formuliert ein Schuss in den Ofen waren. Der Hero aber kann mit seiner durchdachten Benutzeroberfläche "Sense" (als Weiterentwicklung des von Windows Mobile-Geräten bekannten TouchFLO 3D) glänzen...  und da kam ich dann nicht mehr um einen ausführlichen Blick herum.

Das Ergebnis: Mein ausführlicher Testbericht des HTC Hero...

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Ritterschlag des HTC Touch Pro2

25. Juli 2009

Ich hatte ja schon selbst meine Begeisterung über den HTC Touch Pro2 ausgedrückt... aber es soll Leute geben, die mir eine Microsoft-Brille und damit eine unkritische Begeisterung über Geräte unterstellen.

Wenn aber der Kollege Samaschke, der mir in den vergangenen Monaten mit einer solchen Vehemenz "Aber das iPhone ist soooooo klasse" in die Ohren brüllte, einen so bedeutungsschweren Satz wie

"Schon interessant: Das iPhone liegt seit dem #Touch #Pro2 nur noch rum."

twittert, dann gibt er mir doch eindrucksvoll Recht, oder? :-)

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Oooops... o2 :-) Probleme beim Toshiba TG01/microSD

2. Juli 2009

Letzter Tag vor dem Urlaub, und ich habe nichts anderes zu tun, als in der Hitze durch die Stadt zu rennen... :-D

Nachdem ich heute über telefonbuch.de keinen o2-Shop in Krefeld gefunden hatte (aber mindestens 3 kenne) hatte ich heute Nachmittag zwischen Griffel fallen lassen im Büro und Urlaubshaarschnitfriseurtermin nochmal gegoogelt... und da waren sie, meine Telefonnummern. Und gleich der erste Laden, bei dem ich durchkam antwortete auf meine Frage "Ist das TG01 schon da?" mit "Eins hab ich noch" antwortete... Aaaargh... wolle ich nun gar nicht hören... Heisses Wetter, Friseurtermin in 45 Minuten... und der Ostwall, über den ich musste, gesperrt.

Macht nix. Schweissgebadet, aber pünktlich beim Friseur ... mit einem Toshiba TG01 in der Tasche... :D

Allerdings: Der Schwafelkopf im Duisburger Laden hatte nicht mal so unrecht, auch wenn er so einige Begriffe durcheinander warf: Beim TG01 ist eine 8GB microSD dabei... aber die ist auf 1GB formatiert. Einmal umformatiern am PC und schon sind die 8GB verfügbar... :-D

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Boah, o2: Cannot do?

2. Juli 2009

Mich schüttelts gerade: O2 bietet erst einmal exklusiv das Toshiba TG01 an, und als flachstes und schnellstes Windows Mobile-Gerät hat es genug Superlative, um mich zu reizen.

Montag: O2 angerufen. "Haben wir da, kein Problem ... Oooops: Habe ich gerade das letzte verkauft. Geben Sie mir Ihre Daten, die Geräte kommen Mittwoch wieder rein, dann schicken wir direkt eins raus." Knapp, sollte aber bis Freitag klappen und damit noch vor dem Urlaub ankommen.

Mittwoch rufe ich dann - misstrauisch wie ich in solchen Fällen bin - nochmal an. "Nein, ich habe hier keinen Auftrag ... auch nicht an Ihrem Kundenkonto. Wie hiess denn der Kollege?"

Danke auch... dann eben nicht.

Zwei Stunden später erfreut mich o2 mit einer Bestellbestätigung. Wie? Was? Heute angerufen, angeblich ist das Gerät da, aber noch nicht bei hermes. Und wer hermes kennt, der stimmt mit in meinen Zweifel ein, dass das dann nix mehr wird bis morgen.

Also habe ich die diversen O2-Shops angerufen. Unterschidlichste Aussagen, das Highlight aber die des Shops in Duisburg:

"Warten´se mal... ne, das kommt noch. Ist verschoben worden. Kommt in der 30. KW"

Komisch... o2 online hat es schon gehabt, haben jetzt wieder eins, sagen übereinstimmend, dass sie die Shops morgen beliefern... aber es kommt erst Ende Juli?! Das allerdings war noch nicht das Highlight:

"Die waren defekt. Das hat ja eine 8GB-Karte dabei, und die SIM-Karte war falsch formatiert. Die konnte nur 1GB. Und darum sind alle wieder an Toshiba zurückgegangen."

WTF?! Und ja. Wortwörtlich so geschehen...

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Cry for Help: Orange SPV gesucht!

18. Juni 2009

So... nachdem ich Euch jetzt schon jahrelang unterstütze und unterhalte, brauche ich mal Eure Hilfe... :-D

Auf Grund der grossen Zahl der PDAs und Smartphones, die bei mir parallel mehr oder im Einsatz oder Test sind, habe ich mir vor einigen Monaten eine Vitrine fürs Büro zugelegt, wo die Schätze beleuchtet, staubgeschützt und ansehnlich stehen und geladen werden.

Mit der Zeit habe ich so einige "historische Geräte" erworben (einen Apple Newton 100 als den Urvater der PDAs, ein Siemens SX45 als erstes Windows CE-Gerät mit Telefon, einen Compaq iPAQ 3630 als ersten Pocket PC mit StrongARM-Prozessor, einen T-Mobile MDA als erstes in Deutschland aktiv vermarktetes Pocket PC Phone etc.).

Was mir noch fehlt, der eine oder andere aber noch in seinen Schränken liegen haben könnte: Das erste Orange SPV, das als Windows Smartphone den Start für so viele weitere Geräte gegeben hat, fehlt mir noch. Hat jemand noch eines (wichtig, dass es funktioniert) ubnd würde es abgeben? Dann meldet Euch bitte! Danke! :-)

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"Die iPhone Killer"

6. Juni 2009

Aaaaargh... mal abgesehen davon, dass dieser Titel lange ausser Mode ist und die Veröffentlichung eines Artikels des Inhalts zwei Tage vor dem vermeintlichen Start des iPhone 3G-Nachfolgers eher opportunistischer Akt denn ernsthafter Test ist: Auch in "ruhigeren Zeiten" ist dieser Artikel bitterer Dilletantismus: Als Testsieger das vodafone Magic, ein Android-Gerät und damit ein Vetreter der Plattform, die so gut wie jeder Fachkollege als noch nicht marktreif ansieht? Mit dem Touch Diamond 2 nur ein einziges Windows Mobile-Gerät im Test?

Och bidde... Samsung Omnia SGH-i900, HTC Touch HD, meinethalben auch die diversen Nokias... schon mal gehört? :-(

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Welch ein Wochenende...

24. Mai 2009

... und das in vielerlei Hinsicht.

Nachdem die bEva am Freitag (statt am Samstag) arbeiten musste und damit der Samstag zur freien familiären Verfügung stand, war es naheliegend, das erste Mal seit Monaten mal wieder durch die Stadt zu bummeln. Mal ganz nebenbei, dass ich für die bEva noch ein Geburtstagsgeschenk brauchte und das lieber mr ihre gemeinsam erledige (der erste, der "einfallslos" denkt, fliegt aus dem Blog! :-)).

Ereignislos bis am äussersten Ende der Stadt... ein neuer "AllesGebrauchtIchKaufeAllesGuggstDuuuuuu"-Laden, erstaunlich gut sortiert, und mitten im Schaufenster, in einer kleinen, sich drehenden Vitrine, da stand es: Ein HTC S730. An sich nichts so besonderes, wäre da nicht der Preis gewesen: Ausgeschriebene EUR 135,-. Das alleine schon ein Grund, hinein zu gehen. Originalverpackung an einer Ecke angegrissen, sonst vollständig, das Gerät vermeintlich vermackt, nach Einsatz von Reinigungspaste und Lösen der als Kratzer getarnten Kleberreste des Preischildes wie neu, ohne eine einzige Macke oder Gebrauchsspur. Nun bin ich in solchen Läden gerne akklimatisiert und passe mich dem allgemeinen Ton an: "Was machte denn noch am Preis?" ... "Gib mir 120,-". Könnt Ihr Euch vorstellen, wie komplex das Unterdrücken eines dämlich debilen Grinsens in einem solchen Moment ist? :-D (Amazon neu knapp unter 400,-, günstigster Marketplace-Preis knapp 250,-, heute auf dem Flohmarkt EUR 249,- an einem Stand).

Im Nachhinein bin ich der Überzeugung, dass die bEva ihn bestochen hat... nur meiner Hochstimmung kann es zu verdanken sein, dass das Geburtstagsgeschenk für die bEva ein Swarowski-Armband geworden ist... :-D

Wie auch immer: heim in den Garten, grundstücksüberschreitende Wasser-Bazooka-Schlacht, nachbarschaftliches Versöhnungsgrillen, netter Abend. Heute dann im strahlendsten Sonnenschein auf einen Flohmarkt, und da lacht mich ein HTC StrTrk/Qtek 8500 an... für EUR 35,-. Meine Sammelvitrine wird langsam voll...

Nach dem obligatorischen Wasserplantschen, den Restevergrillen und dem Verpacken der todmüden Kinder ins Bett gerade Star Trek - Der Film. Ich kann nur den Kollegen Samaschke zitieren: Oh. Mein. Gott. Ist der Film geil." Ja. Definitiv.

... und dieses Wochenende wars auch...

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Standby-Probleme beheben

13. Mai 2009

Ärgerlich, wenn der PDA nach Beenden eines Programmes  nicht mehr automatisch in den Standby-Modus geht. Das liegt dann nicht an den Geräten selbst, sondern an den Stromspar-Parametern, die nicht richtig zurückgesetzt werden. Und leider gibt es in der Registry nicht nur die, die über die Systemeinstellungen (und damit eine hübsche GUI) zu verändern sind, sondern auch noch einen versteckten... und gerade der scheint es Entwicklern angetan zu haben!

HKLM/System/CurrentControlSet/Control/Power/Timeouts/BattSuspendTimeout

Der hier angegebene Wert (in Sekunden) bestimmt, wann das Gerät im Batteriebetrieb in den schonenden Standbymodus geht. Geschieht dies nicht mehr, dann macht es Sinn, diesen Wert mittels eines Registry Editors zu kontrollieren und ggf. anzupassen.

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Getwitterlinkt...

12. Mai 2009

... oder so ähnlich. Gerade habe ich twitterfeed so eingerichtet, dass es mir die Feeds der World of PPC und des Blogs zusammen auf Twitter leitet. Schaun´mer mal... :D

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Der HTC Touch Diamond 2

12. Mai 2009

Endlich isser da. Nein: Eigentlich schon seit anderthalb Wochen, aber irgendwie hat es nie so recht gepasst. Gestern endlich habe ich ihn aus seiner (im Vergleich zum Vörgänger deutlich weniger designlastigen) Verpackung befreit und eingerichtet. So recht warm geworden bin ich nicht mit ihm... zumal HTC der Meinung war, man müsse das Startmenü schonmal komplett neu machen und den kläglichen Versuch dann als "pre-WM6.5" zu preisen. Grrrg.

Gottseidank kann man sich dessen entledigen, wie ich hier zusammengeschrieben habe.

Nach anderthalb Tagen beginne ich ihn zu mögen... Das Alu um das Gerät herum, das WVGA-Display, das angenehme Gewicht, die Geschwindigkeit... mehr in meinem Test in ca. einer Woche...

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Windows 7 RC, MacBook Pro und Hosterprobleme

2. Mai 2009

Alles neu, macht der Mai... scheint nur, dass so einige Dinge dem nicht folgen wollen: Für dieses lange Wochenende waren gleich mehrere Dinge geplant:

Mein Macbook Pro installieren... mein "Handbuchauftrag" verlangte einfach nach einer Belohnung, und im Rahmen von 17 Zoll-Notebooks finde ich einfach kein haptisch ansprechenderes Gerät als das MacBook Pro. Das wiederum stand schon zwei Wochen hier (dank eines unschlagbaren Angebots von Amazon), aber ich bin ja hart zu mir selbst: Erst, wenn der Auftrag angeschlossen ist, gibt´s die Belohnung.... :-)

Passend dazu wurde dann ja auch der Release Candidate von Windows 7 bei MSDN verfügbar. Was das miteinander zu tun hat? Ha! Auf all meinen Macs laufen XP, Vista und die Windows 7 Beta unter Parallels und sind mindestens so häufig genutzt wie Mac OS. Allerdings hat dieses Verfahren - egal welche Grafikkarte das Gerät hat - eine signifikante Schwäche: Der Grafikspeicher wird immer nur als Shared Memory weitergegeben, und damit sind die grafischen Effekte nicht verfügbar... die ja gerade unter Vista und 7 das Salz in der Suppe sind.

Auf dem Macbook Air war eine Dualboot-Installation keine Option, weil die Festplatte für eine Partitionierung und den sinnvollen Betrieb beider Systeme zu klein war, aber bei den 320 GB des MBPro habe ich dann mal eben 50GB "vom Munde abgespart" und eine Windows 7-Partition eingerichtet. Der Bootcamp-Assistent installiert sich gerade einen Wolf... :-D

Der generalstabsmässig vorbereitete nächste Plan für das Wochenende war der Umzug der World of PPC von 1&1 (die es ja nach Monaten immer noch nicht  geschafft haben, eine neuere .NET-Version auf deren Servern zu installieren) zu einem kleineren, aber scheinbar modernen Hoster. Ich Depp! Wir hatten bereits vor einigen Monaten die URL worldofppc.net auf den neuen Webspae umgeleitet, um ein Gefühl für Performance und Stabilität zu bekommen, bevor die Seite komplett umzieht. Okay... zwischendurch war der SQL-Server anderthalb Tage nicht da, und so recht reagierte der Support nicht, kann aber mal passieren (auch 1&1 hatte die Seite mal vier Tage auf Grund  einer defekten Platte immer wieder offline). Auch, dass der damalige Umzug nicht einwandfrei lief (weil wir die interne Weiterleitung der URL auf dem neuen Server nicht konfiguriert hatten), die Reaktion langsam und unfreundlich war (so nach dem Motto: "Wie kann man so blöd sein... das kann ja auch nicht gehen!"). Da zumindest kam auf Nachfrage die Reaktion "Sorry, bin im Moment alleine im Büro..." Dass ich allerdings nach allen richtigen Einstellungen nach Änderung des DNS-Eintrags einer Url auf den neuen Webspace dann eine weisse Seite bekomme, um 10:00 morgens ein Ticket aufmache, um 20:00 (das Ticket noch unbearbeitet) eine Mail an den Geschäftsführer schreibe, die unbeantwortet bleibt und erst am kommenden Tag abends eine Antwort "Da ist bei uns was schief gelaufen..." (damit nach 34 Stunden!), das bringt mich dazu, die Aktion abzubrechen. 

Gottseidank durch Christian eine Alternative gefunden, der rasend fix ein Angebot gemacht hat, sich Gedanken über die Realisierung meiner doch etwas speziellen Anforderungen  gemacht hat und bereits begonnen hat, sie umzusetzen... aufgeschoben, nicht aufgehoben... :-D

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Virtuelle Amnesie oder gegoogelte Selbstgespräche

26. April 2009

Muss es mir zu Denken geben, wenn ich nach mehreren erfolglosen Versuchen, einen Palm Treo Pro komplett zurückzusetzen, Google anwerfe und als erste Fundstellen bei den Suchbegriffen "Hardreset Palm Treo Pro" erst mein eigenes Blog und dann meinen eigenen Artikel bei ratschlag24 finde? Irgendwie schon... :-D

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Der Zahn der Zeit...

25. April 2009

... geht auch an mobilen Geräten nicht vorbei. Allerdings auch nicht an dem Anspruchsdenken der Anwender, wie es scheint. Ich habe ja selbst eine Vitrine im Büro stehen, in der sich ein Siemens SX45 (erstes Windows CE PDA-Telefon), ein Compaq iPAQ 3630 (erster Pocket PC mit StrongARM-Prozessor), ein Motorola MPX (nie in Europa erschienener Prototyp eines "Dual Hinge"-Gerätes, das längs wie quer geöffnet werden konnte) und so einige Schmankerl mehr befinden.

Heute morgen war die bEva auf einem Flohmarkt (eigentlich einem, auf dem Kindersachen verkauft werden) und berichtete von einem Dialog zwischen einem Verkäufer, der offensichtlich seine PDA-Sammlung auflöste, und einem potentiellen Kunden:

K (einen iPAQ 3630 in der Hand): "Kann der Telefonieren?"

V: "Nein."

K: "Hat der Navi?"

V: "Nein."

K: "Wofür ist der denn dann überhaupt gut?!?!"

Ah, ja. Erinnert sich noch jemand an die Zeiten der schnöden "PDAs", der "Personal Digital Assistants", die "nichts anderes" konnten als Daten speichern und vielleicht noch Programme ausführen?

Ich ja... AUF der Vitrine steht nämlich das Gerät, was damals diesen Begriff eingeführt und definiert hat: Ein Apple Newton Message Pad 100... wie alle anderen Gerät voll funktionsfähig, versteht sich... Hach... Pionierzeit... :-D

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Test von Spb Mobile Shell online

24. April 2009

Ich kann es ganz kurz machen: Gestern Abend habe ich einige Stunden damit verbracht, meinen Test von Spb Mobile Shell 3.0 zu formulieren. Und nicht umsonst habe ich meinen "Editor´s Choice"-Award vergeben. Lest selbst!

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T-Mobile und die Auswirkungen

22. April 2009

Gestern Abend: Ein lieber Kollege will abends zu uns stossen und einen gemütlichen Abend verleben. Die Sonne lacht, der Grill wärmt vor, und ich versuche den Kollegen zu erreichen, den ich auf der Autobahn von Frankfurt nach Krefeld wähne. Ruf ich ihn doch einfach mal an und frage, wann wir mit ihnm rechnen können. Ihr ahnt es? Er hat eine T-Mobile-Nummer... Anruf, zwei Minuten ohne irgendeinen Ton, Gesprächsabbruch.

Kurze zeit später steht der Nachbar im Garten und flucht vor sich hin: "Scheisse Ohje, mein Handy ist kaputt, ich kann nicht mehr telefonieren. So ein Mist!" (Hinweis: Dem hatte ich einen Palm Treo Pro empfohlen und eingerichtet). Auf meine Nachfrage, welches Netz er hat, kommt... Ihr ahnt es schon: T-Mobile. Zumindest war dann klar, dass es ein Netzproblem sein musste.

Während dann der Nachbar den noch verweisten Platz am Grill einnahm (und alle zwei Minuten versuchte, ob das Netz wieder da war) sinnierten und lästerten wir über die Hyperaktivität, die jemanden ob eines solch fiesen Schlag des Schicksals befallen kann. Von "Stefan hat jetzt bestimmt eine Steinschlagstelle von innen an der Scheibe, wo das Telefon aufgeschlagen ist" über "Ich würde dreimal einen Reset machen" bis hin zu "Wird der angefressen sein...". Für mich ganz klar: Ich hätte es noch schlimmer gemacht: Ein Hardreset (sinnlos, weil das Netz schuld war) wäre mein finaler Schlag gewesen. Das macht Stefan aber nicht...

Stefan (Hinweis: Dem hatte ich einen HTC Touch Diamond angedreht und eingerichtet) an der Tür, ich öffne und maule ihn an "Mensch, kannst Du vielleicht mal anrufen?!?!" (HTC Touch Diamond: 300 Euro. Sein Blick: Unbezahlbar. Für alles andere gibt es ... :-D)

In seiner Situationsbeschreibung dann der bedeutungsschwangere Satz: "Und dann habe ich 'Speicher löschen' und '1234' getippt." Oooops... ich färbe ab... selbst der überzeugte "Nur-Anwender" Stefan greift schon zur Datenkeule... :-D

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Nix los?

18. April 2009

Doch... eher im Gegenteil. Mein Handbuchprojekt hat mich in den letzten beiden Wochen zu 120% eingebunden, und so aller möglicher Kleinkram nebenbei den "Rest" der Zeit gefressen.

Dann ist vor anderthalb Wochen das Acer M900 als Vorseriengerät ins Haus geflattert, das getestet werden will... hach, ich bin einfach im Stress... :-D

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Skype für iPhone ab heute im App Store

31. März 2009

*Tätäää* *Tusch* *Trommelwirbel*

Och bitte. Ich versuche gerade, mein Frühstück davon zu überzeugen, doch bitte drin zu bleiben. Hat da jemand einen kostenlosen Ersatzstoff für Fahrzeugdiesel erfunden? Die molekulare Transportation ala Star Trek? Die Bahn ohne Datenschutzskandale?

Nein! Skype, seit Jahren der meist verwendete Voice over IP-Telefonieservice mit Schnittstelle ins Fest- und Mobilfunknetz, seit Äonen auf Windows Mobile-Geräten verfügbar, kommt jetzt auf das iPhone.

Der kollektive Freudentaumel lässt mich einmal mehr am Verstand Sinn für Realismus des gemeinen iPhone-Nutzers zweifeln. Waren das nicht die, die in klassischer Heise-Troll-Manier bei jedem noch so kleinen Windows Mobile-Bug aufheulen, wie besch... ein Windows ist? Die, die jedes noch so abstruse Feature, dass sie nicht finden, gleich als Manko des Betriebssystems anprangern?

Da deucht es mich arg logikfrei, wenn diese Nachricht eine selbige wert ist... anderthalb Jahre nach derm ersten iPhone kommt eine Version einer Software auf den Markt, die schon seit Jahren auf anderen Systemen existiert, dazu den ersten Nutzerberichten nach noch buggy ist und - haltet Euch fest - explizit die Telefonie von einer Wifi- (!!!) Verbindung abhängig macht. iPhone? Bindung an Netzbetreiber? Kein UMTS? Hat da jemand angst, VoIP könnte das Sprachtelefonie-Volumen gefährden? Honi Soit Qui Mal Y Pense...

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Drei Monate Apple...

31. März 2009

... sind genug. Punkt.

Genug, um das starre Weltbild zu revidieren, in dem es nur Windows-Rechner gibt. Genug um zu entscheiden, dass ich nicht nur ein Betriebssystem nutzen kann, sondern zwei. Genug, um beiden Systemen ihre kleinene Macken (und die haben sie nun mal beide!) durchgehen zu lassen, ohne gleich in einen Grabenkrieg einzusteigen.

Seit Weihnachten habe ich mein Macbook Air, seit Anfang Februar meinen 24 Zoll iMac. Und so zieren meinen Schreibtisch oben links das LG S1Pro mit Windows Vista Ultimate an einem 22 zoll HP-TFT, in der Mitte der iMac mit einem rechts davon stehenden 20 Zoll Cinema-Display als Dual Desktop.  Auf beiden Macs läuft Parallels mit je einer XP-, Vista Ultimate- und 7-Session, um auch mal eben ohne Rechnerwechsel etwas in Windows machen zu können.

Naturgemäss ist der iMac der schnelle "mal eben-Rechner", der für Emails, Surfen, Bildbearbeitung. Der PC wiederum ist der Rechner für die "professionellen" Dinge. Mein gewohnter HTML Editor läuft darauf, das Online-Banking (was partout auf dem Mac nicht laufen will), die Videobearbeitung inkl. Brennen auf Blu-Ray.

Ich habe es aufgegeben, alles zusammenführen zu wollen. Es ist gut so, wie es ist.

Wer nun wilde "Mac ist doof"-Attitüden verspürt, dem empfehle ich einfach mal, offen und ohne Vorurteile einen Mac im Betrieb zu sehen. Und mein Lieblingsbeispiel dabei:  Elgato´s eyetv: Aufnahme von DVB-T-Programmen über einen extrem leistungsfähigen Tuner, und vor allem die direkte Weiterverarbeitung: Ein Klick, und die Sendung ist (nach kurzem Export) in iTunes und wird direkt beim nächsten Sync als Fernsehsendung zur Wiedergabe angeboten. Will ich die Sendung dann brennen, dann markiere ich sie, klicke auf das Toast-Icon (Toast ist für den Mac, was Nero für den PC ist) und habe wenige Minuten eine in jedem DVD-Player wiedergebbare DVD. Das selbe im Windows Media Center ist eine deutlich umfangreichere Prozedur... eines von vielen Beispielen.

Und zum Thema Abstürze:  Die habe ich auf meinen Macs genauso oft oder selten wie auf meinen PCs: Ist alles im abgestimmten Urzustand, dann laufen die Systeme klaglos und ohne Probleme. Sobald Treiber von Fremdherstellern hinzukommen, die nicht sauber programmiert sind, gibtes potentiell Probleme. Vorteil von Apple in diesem Zusammenhang: Die Grundkonfiguration ist nun mal Apple-Sache, die Geräte kommen nicht mit 300 verschiedenen Grafikkartenoptionen, Controllern und Speicherherstellern, sondern aus "einem Guss", was die Stabilität einfacher macht.

Und jetzt bin ich mal ganz mutig und schlage den Bogen zu Windows und Windows Mobile: Das System selbst ist aus meiner Sicht dem Mac OS wie auch dem iPhone OS überlegen. Würde Microsoft auf dieser Basis Referenzhardware herausbringen, dann wäre diese genau so performant und stabil wie die eines Macs. Genau da aber liegt der Unterschied: Microsoft entwickelt nur das Basis OS mit den entsprechenden allgemeinen Treibern, und die OEMs reichern dieses dann um spezifische Programme und Treiber an... und nicht umsonst heisst es "Viele Köche verderben den Brei!".

Fazit für mich:  Was als Experiment und Befriedigung meines Drangs, so ein cooles, dünnes Gerät wie das Macbook Air zu benutzen, angefangen hat, ist zu einer waschechten Beziehung geworden. Und ganz nebenbei hat es die letzte geistige Barriere gegen den Tellerrand durchbrochen: Über den schaue ich sonst nämlich gerne! :-D

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Ruhe vor dem Sturm?

23. März 2009

Es ist mir durchaus klar, dass der Anteil an Windows Mobile-Content momentan arg klein ist... aber das liegt tatsächlich in der momentanen Ruhe vor dem Sturm begründet. Die interessanten neuen Geräte sind gerade noch in der Betaphase (z.B. der Touch Diamond 2) und kommen nach Ostern, Windows Mobile 6.5 ist zwar angekündigt, scheint aber noch fern (sowohl der für Mitte April angekündigte HTC Touch Diamond 2 als auch der für Juni angekündigte Touch Pro 2 werden noch mit Windows Mobile 6.1 ausgeliefert und bekommen nach HTC-Angaben "später" ein Update auf 6.5), und so befinden wir uns gerade in einem Sommerloch.

Gut, dass die Konkurrenz auch sprichwörtlich "schläft". Apple hat mit dem iPhone OS 3.0 mal wieder einen "Meilenstein" angekündigt (bei der Featurelist gerate ich schon wieder ins Gähnen), RIM leckt sich noch die Wunden der harschen Kritik an dem ersten Touch-Versuch Storm und Nokia... wen interessierts? :-D

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"Hand drauf" ... und wieder einer weniger.

18. März 2009

Muss es mich freuen, dass wieder einer der Windows Mobile-Händler eine Einschränkung seines Geschäftsbetriebs vermeldet? Diesmal zwar keine Pleite, aber zumindest den Schluss des physischen Store-Verkaufgeschäfts. Ich gebe gerne zu, dass meine Sympathien wechselhaft waren wie unser Verhältnis, und ein wenig "Schadenfreude" durchfloss mich ob der teilweise recht rüden Lästereien, die darüber im Netz zu finden sind.

In der Summe aber geht es hier nicht um Sympathien, sondern um das weitere Schrumpfen des Verkaufsnetzes für eine Plattform, die es so dringend nötig hätte, auch physisch präsent zu sein und nicht in die linke hintere Ecke neben die Navigationsgeräte gequetscht zu werden. Ich bin immer noch felsenfest davon überzeugt, dass Windows Mobile die überlegene mobile Plattform ist, da kann kein Symbian, kein iPhone und kein Blackberry mitreden. Das hat nichts mit Verblendung zu tun, sondern mit harten Fakten und funktionalen Vorzügen, die für mich vor jeder mehr-scheinen-als-sein-Bonbon-Oberfläche Relevanz haben. Und wenn ein Händler, der sich dieser Plattform verschrieben hat, offensichtlich sein Geschäftsmodell ändern muss, dann ist Freude darüber kurzsichtig und schmeckt bitter.

Warum ich den Namen nicht ausschreibe? Ich will mich einfach davor schützen, wegen einer vermeintlich missverständlichen Formlierung abgemahnt zu werden. Man weiss ja nie. :-(

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Schwein gehabt...

27. Februar 2009

Ich bin ja überzeugter Amazon-Kunde, und seitdem Amazon Prime existiert investiere ich gerne im Jahr 25 Euro, um meine Lieferungen garantiert am nächsten Tag zu haben. Das bewährt sich vor allem dann, wenn man sich einen Tag vor dem Abflug nach Seattle entscheidet, dass man doch noch einen HTC Touch Pro mitnehmen will (in der Hoffnung ihn auf Windows Mobile 6.5 flashen zu lassen).  Das Gerät war lieferbar, pünktlich bestellt hatte ich auch, damit sollte er heute zugestellt werden.

Hat auch funktioniert... ich sitze heute morgen beim Frühstück, als der Postmann dreimal klingelt. Mein Touch Pro und meine U2 - No line on the Horizon-Box werden freundlich lächelnd abgeliefert. Aber Moment: Unwichtig oder nicht: Da fehlte doch noch eine Sendung? Auch wenn es nur eine CD war, wissen wollte ich doch, wo sie blieb. Und siehe da, das Tracking sagt:

Status: Sendung wurde fehlverladen

Autsch... gut, dass es dieses Paket getroffen hat und nicht den Touch Pro... :)

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"A Wise Man´s Words" oder "Wo sind die Innovationen?" (Update 21.2.)

18. Februar 2009

Der Kollege Wiseman - von mir sehr ob seines Sachverstandes und seiner Eloquenz geschätzt - schreibt in seinem lesenswerten Blog über die mobile Zukunft und den schmerzlich vermissten Grad an Innovation lamentiert. Das kann ich einfach nicht unkommentiert lassen:

Kleiner, leistungsfähiger und einfacher zu bedienen, so sieht die Zukunft des Mobiltelefons aus. Doch der Raum für Innovationen ist begrenzt. Wo der größere Bildschirm ist, bleibt kein Platz für eine passable Tastatur, es sei denn unter ihm. Dann aber wird das Ding wieder dicker und hängt in der Brusttasche wie Blei. Ergonomisch ist alles eh eine Katastrophe: Ein Gerät, dessen Formfaktor heutzutage kaum mehr zum Telefonieren taugt, wird zum Surrogat des persönlichen Computers. Aber als solches hat es sich ja längst bewährt. Darauf wird sich ausgeruht und munter kopiert, was sich angeblich bewährt hat. Doch im Grunde haben wir uns nur an die Unzulänglichkeit gewöhnt. Mobiles Leben mit dem Defizit. Das passt zur Rezession.

Aua... mir ist noch sehr gut der Kommentar meines geschätzten Widerparts im Kopf: „Die innovative Fallhöhe passt unter den Teppich!“. Das allein lässt ja bereits eine gewisse Innovationsresistenz und Unbeweglichkeit gegen die Vereinigung unterschiedlicher Anwendungen in einem Gerät erkennen: Das Mobiltelefon ist tot, es leben die Converged Devices! Sicher: jedes einzelne Gerät ist kleiner als die funktionale Summe, und jedes einzelne Gerät passt in EINE Hemdtasche... leider aber hat das Hemd (nicht nur das letzte) nicht so viele Taschen, wie man Geräte hat: Die Kamera in die linke Hosentasche, das Mobiltelefon in die Hemdtasche, das Mininotebook in den Rucksack, den PDA in die... welche Tasche war jetzt gerade noch übrig?

In bester Kienzle/Hauser-Manier geht es weiter:

Das kann ich so nicht unkommentiert lassen. Selbstverständlich geht es nicht darum, das Mobiltelefon wieder in möglichst viele Geräte aufzusplitten. Die Kombination ist durchaus gut und sinnvoll. Wer aber ein praktikables Allroundgerät anbieten möchte, sollte sich über neue Bedienvarianten ein wenig mehr Gedanken machen. Da gibt es meines Erachtens noch enormes Entwicklungspotential. Ob mit numerischem Block, alphabetischem Knöpfchenspiel oder Qwertz-Tastatur im Achtelformat, ein Tippvergnügen stellt sich bei aller Fingerfertigkeit nicht ein. Und auch der Touchscreen kann lediglich unter dem Gesichtspunkt des kleineren Übels als große Alternative gefeiert werden: Nach der Ära des Plastikgriffels erscheint hier schon der simple Fingerdruck als ergonomische Revolution. Das ist mir auch mit spitzen Fingern definitiv zu kurz gegriffen.

Mein lieber Ray, so alt der Kommentar mit den beiden Gläsern ist, so treffend ist er immer wieder. Statt das Glas halb leer zu sehen und über die Grösse der Tastatur zu meckern, kann man alternativ auch einfach anerkennen, wie viel Technik und Funktionalität auf so kleinem Raum Platz hat. Übertragen: „So ein Netbook ist doof, auf meinem 24 Zoll-Monitor bekomme ich viel mehr Fenster nebeneinander!“ sagt ja auch niemand? Und wenn, dann wird er belächelt. Einfach deshalb, weil ein Netbook eine andere Klientel ansprechen soll als ein Powernotebook oder ein Desktop-PC... genauso wie ein Smartphone andere Nutzer anspricht als eine „mobile Telefonzelle ohne Zusatzfunktionen“. Vergleiche ich mein erstes Mobiltelefon von 1992 mit meinem ersten PDA, dem ersten Smartphone bis hin zu heutigen Geräten wie dem HTC Touch HD, dann ist die Entwicklung der Ergonomie und des allgemeinen Bedienkomforts bemerkenswert.

Bin ich Waldorf? Oder Stadler? Wie oder wer auch immer, der Kollege Wiseman meint noch eins drauf setzen zu müssen und kommentiert:

Nun, ich denke, dass ich bei meiner Analyse nicht zu tief ins Glas geschaut habe, weder ins halbvolle, noch ins halbleere. Eher habe ich über den rosaroten Brillenrand der Technikbegeisterung hinweg den Blick auf den täglichen Gebrauch der Alleskönner gelenkt. Und da ist es meines Erachtens tatsächlich so, dass die Bedienung so kompliziert ist, dass viele Besitzer der Allrounder nicht einmal die Hälfte der Funktionen nutzen, meist nicht einmal kennen. Und das, obwohl sie sie gut brauchen können, wenn sie sie gebrauchen könnten.

Aber das scheint momentan im Fokus der Entwickler, zumindest in dem der Vermarkter kein vorherrschender Aspekt zu sein. Statt dessen heißt die Krönung, nach der alle streben, jetzt Gestensteuerung und Multitouch: Bildschirmstreicheln mit zwei Fingern, mehr darf der Kommunikant momentan nicht erwarten. Und da es so schön und innovativ ist und niemandem etwas Besseres einfällt, machen alle das Gleiche. Man mag es wenden wie man will: Es bleibt ein Fingerspitzenspiel für Grobmotoriker.

Da wird der Notbehelf zum Kult. Ob die Betriebssysteme von Apples iPhone oder RIMs Blackberry, ob Nokia Symbian, Windows Mobile, Palm WebOS oder Google Android: Bei der Benutzung steht die Fingerübung vor dem Erfolg. Erfahrene Anwender erkennt man den an den entschiedenen Gesten und der unendlichen Leichtigkeit, mit der er sich durch Menüs, Befehle und Eingaben tasten. Alle anderen tapsen eher unbeholfen durchs Glücksspiel der technischen Highlights.

Hmmmh... vielleicht nicht zu tief ins Glas geschaut, zumindest aber zu viele Eierlikör-Berliner an Weiberfastnacht konsumiert? Die Argumente zumindest würden jeder technokratischen Büttenrede Ehre machen!

Warum fühle ich mich bloss an die Kuh erinnert, die die Fahrradklingel mangels Daumen verpönt? Kult oder nicht Kult: Die Fingerbedienbarkeit hat die Art, wie mobile Geräte bedient werden, revolutioniert. Ungefähr so wie die Servolenkung das Autofahren. Auch die möchte niemand mehr missen (bzw. legt sich mit einer Sehnenscheidenentzündung darnieder, wenn er ein Auto ohne fahren muss), käme aber nie auf den Gedanken, ihre Erfindung als „Notbehelf“ zu bezeichnen. Und ganz abgesehen davon: Nicht nur Multitouch, sondern auch die Sprachbedienung (wie beim HP iPAQ Voice Messenger, der selbst gesprochene Kontakte ohne Lernen der Sprachpattern erkennt, oder Microsoft´s Recite, Sprachnotizen, die dann nach gesprochenen Suchbegriffen durchsucht werden können und vieles mehr vereinfachen die Bedienung der Mobiltelefone.

Und das Totschlagargument schlechthin, ich kann es nicht mehr hören: "viel zu viele Funktionen <schniff> bin überfordert <grein>". Reden wir nun von Ergonomie oder von Innovation? Will ich ein Telefon oder ein Smartphone? Wer sich für die hier in der Kritik stehenden Smartphones entscheidet, der sollte wissen, dass er die Approximation der eierlegenden Wollmilchsau erwirbt, mit all ihren Macken und Möglichkeiten. Dass sich hohe technische Integration, geringe Grösse und hoher Bedienkomfort in einem gleichschenkligen Dreieck mit fixer Kantenlänge befinden, ist eigentlich einsichtig... Weiter gehts:

Die Servolenkung und andere technische Entwicklungen, die das Autofahren komfortabler und sicherer machen, arbeiten weitgehend ohne das aktive Zutun des Anwenders. Das ist ein wichtiger Aspekt, auf den Entwickler in der Automobilbranche achten. Nur was einfach funktioniert, kann im Alltag problemlos zum Einsatz kommen. Lenkunterstützung, Bremskontrolle und Rückfahrsicherheitssysteme müssen nicht erst vom Fahrer bedient werden, sondern sie bedienen den Fahrer. Das ist leider bei unseren Kleincomputern nicht der Fall. Hier muss der Nutzer nicht nur bedienen, er muss zuvor auch lernen, konfigurieren, testen.

Selbst wenn alle Grundfunktionen laufen, gibt es - selbst für Profis - immer wieder unerklärliche Stillstände des Systems, Fehlfunktionen oder einfach nicht zu behebende Unzulänglichkeiten, angefangen von Leistungs- und Speicherengpässen bis hin zu Problemen, die durch eine simple Grenzüberschreitung hervorgerufen werden. Wo kämen wir hin, wenn unsere Autos bei jedem Grenzübergang neu konfiguriert werden müssten, und sei es nur aus dem Grund, dass keine automatische Kostenfalle entsteht? Da hilft weder Multitouch noch Spracherkennung.

Und weiter: Was die Bedienung nicht hergibt, spiegelt sich in den Funktionen: Sicherlich ist es heutzutage möglich mit Telefoncomputern Kalender und Kontakte abzugleichen, SMS und Mails zu empfangen. Alles bestens, solange wir die Daten nicht erfassen müssen. Anderenfalls beginnt das Glücksspiel der Kommunikation. Wer wollte schon im Ernst behaupten, dass längere Mails, in denen es zudem um schwierigere Zusammenhänge geht, sich problemlos mit angespitzten Fingern grapschen oder Kunststoffstäbchen griffeln ließen.

Man mag mir unterstellen, dass ich nicht zwischen "automobil" und "ultramobil" unterscheiden kann, gleichwohl ist der Anspruch beider Entwicklungen identisch: Dem Anwender das Leben einfacher machen. Ob das nun funktioniert, hängt sicher zu einem Teil von der Ausgestaltung ab, allerdings nowch viel mehr von der Affinität des potentiellen Nutzers zur Technik und deren Umsetzung: Ich erinnere mich noch gut an meinen ersten Tempomaten und meinen verklärt debilen Blick, als ich mit partout keine Anwendung vorstellen konnte. Heute mag ich ihn nicht mehr missen (den Tempomaten, nicht den Blick!), nachdem ich sowohl Bedienung als auch Anwendungsbeispiele erkannt habe.

Gut polemisiert, Herr Wiseman, und GM zitiert, die auf Bill Gates´s Argument des viel höheren Innovationsgrades der IT im Vergleich zur Autoindustrie mit eben jedem "Wenn man bestimmte Manöver durchführt, wie z.B. eine Linkskurve, würde das Auto einfach ausgehen und sich weigern, neu zu starten. Man müsste dann den Motor erneut installieren." antworteten (zugegeben, diese Presserklärung wird gern zitiert, ist aber Fiktion). Bleiben wir bei der Autoindustrie (und vergessen aus aktuellem Anlass die Mutter aller Befürchtungen in Bochum): Wie viele Rückrufaktionen wurden in den letzten Jahren für aktuelle Fahrzeuge ausgerufen? In anderen Bereichen: Wie viele Updates gab es für die aktuelle Version von Nero oder einer beliebigen anderen Software? Heute ist kein Produkt mehr perfekt, übergreifend über alle Produktkategorien und Hersteller. Das liegt an der viel kürzeren time to market, ohne die ein Produkt schon beim Marktstart veraltet wäre, am durch die Globalisierung und unterschiedliche Lohnniveaus begünstigten Kostendruck... nicht aber an der Komplexität oder der mangelnden Kundenorientierung.

Wenn ich einen iPOD nutze, dann erwarte ich auch nicht die klangliche Brillanz meiner 6000 Euro-Protz-High-Fidelity-Stereoanlage, sondern akzeptiere diese die Funktionalität nicht behindernde Einschränkung als Preis für die Portabilität. Auch als „Messaging-Maschine“ muss ein mobiles Gerät mehreren Ansprüchen genügen: mobil (und damit klein und leicht) muss es sein, funktional aber auch. Wer eine Schreibmaschinentastatur in Originalgröße erwartet, der muss dann auch eine entsprechende Größe des Gerätes in Kauf nehmen. Was waren es für goldene Zeiten, als wir noch Reiseschreibmaschinen als Maß aller Dinge priesen! Und nebenbei: Die Fähigkeit (oder der Mangel daran), komplexe Sachverhalte als Derivat der eigenen Gedanken zu formulieren hängt nicht von der Größe der Tastatur ab... eher von der des Intellekts. :-)

Ein wenig fehlt mir jetzt der rote Faden in der Argumentation, wenn ich dann lese:

Im Folgenden erklärt Andreas Erle, dass er den Tempomaten verstanden hat und nutzt, und dass auch bei Automobilen und anderem Rückrufaktionen an der Tagesordnung seien. Ich verstehe zwar nicht ganz, was das mit einer grundsätzlichen Kritik an der unausgereiften, wiewohl gefeierten Bedienung von funktionsstarken Mobiltelefonen zu tun hat, will ihn aber dennoch in voller Länge zitieren:

Erst geht die Kritik gegen die Grösse und Klobigkeit, dann geht es gegen die Bedienbarkeit (die natürlich in gewisser Weise proportional zur Grösse ist), dann um die Ergonomie (dito), dann um die Anfälligkeit gegen technische Mängel (die. siehe Rückrufaktion bei Fahrzeugen oder Bugfixes bei Software, ein allgemeines Problem ist)... mir scheint´s langsam wie ein allgemeines Traktat gegen eine Gattung von Geräten, nicht wie konstruktive und zielgerichtete Kritik. Weiter geht´s:

Gut das sich so ein Smartphone auch als Telefon nutzen lässt, wenn‘s kompliziert wird. Wörtliche Rede erweist sich bisweilen doch als die einfachste und direkteste Kommunikationsvariante. Dennoch: Die Palette der Funktionen, die heutzutage  kleine Kommunikations-Computern vereinen, ist beeindruckend. Und es geht mir mitnichten darum, diese Stärke herunterzureden.

Doch bei aller technischer Fülle haperts nach wie vor an der Mensch-Maschine-Schnittstelle. Selbstverständlich ist dies kein Grund für eine Rückrufaktion, da die mangelhafte Steuerung ja keinen Defekt darstellt. Und das ist der Fehler, den ich bemängel. Doch ohne wenn und aber: Dass sich mit Mobiltelefonen heute die gesamte Online-Bandbreite nutzen lässt, wollen ich trotz aller Handicaps nicht unterschätzen und vor allem nicht missen.

Das gilt selbst unter der Voraussetzung, dass Internetseiten im Spielkartenformat statt eines Informationsmediums eher eine Beschäftigungstherapie darstellen. Wer es geschafft hat, die Adresse korrekt einzutippen, die Seite auf lesbares Maß zu vergrößern und den interessanten Bereich anzupeilen, der kann tatsächlich unter ununterbrochenem Rollen lesen, was interessiert.

Trotz aller Einschränkungen: Immerhin sind wir immer drin im Online-Universum. Und so wundert es nicht, dass die besten Telefonanwendungen sich auf den vernetzten Einsatz beziehen. Denn auch wenn Text-, Tabellen- und Bildbearbeitungen zum Standardrepertoire jedes Taschencomputers gehören, sie sind eher ein Notbehelf, geeignet zur Anzeige, vielleicht noch für kleine Änderungen, nicht ernsthaft aber zur Eingabe langer Buchstaben, Ziffern und Gestaltungsbefehle.

Zudem ist es fraglich, warum solche Anwendungen, die meist nur bei empfangenen Dokumenten zum Einsatz kommen, auf dem Gerät selbst installiert sein müssen. Das gilt ebenso für alles, was üppig Kapazität kostet. Während Adressen und Termine nur wenig Speicherplatz beanspruchen und ebenso wie wichtige Mails auch offline zur Verfügung stehen sollten, braucht es für Bild und Tondokumente eigentlich nur einen Zwischenspeicher, in dem das Gerät  Fotos oder Videos, Diktate oder Dokumente aufnimmt bis sie im Web-Space gespeichert werden. Die Lösung: Immer mehr Funktionen werden ins Datennetz ausgelagert. Das vor allem zeigte der Mobile World Congress in Barcelona.

Willkommen im Jahre 1981. IBM hat gerade den ersten Personal Computer auf den Markt gebracht, Speicher ist teuer, Rechenkapazität rar. Beschränken wir uns also auf das Wesentliche... oder nicht? Nein, heutzutage haben mobile Geräte die Kapazitäten kleiner PCs und sollen vor allem diejenigen unterstützen, die wahrlich mobil sein wollen. „Können Sie mal eben in meiner Kalkulation den Fehler suchen?“ „Können Sie mal eben das Bild absegnen“? Halten wir´s mit unseren transatlantischen Nachbarn und antworten laut „YES, we CAN!“. Die Frage ist noch nicht, ob der Benutzer Excel, Word, Powerpoint und wie sie alle heißen benutzen MUSS, die beruhigende Tatsache ist, dass er es KANN. Wer einmal unterwegs nervös zuckend die Minuten gezählt hat, bis er zuhause die wichtigste Datei seines Berufslebens lesen konnte, wird dies niemals wieder in Zweifel stellen. Wer die sonst unproduktive  Wartezeit im Zug damit verbracht hat, schon mal die Mails abzuarbeiten und damit zuhause wirklich Feierabend zu haben, der schüttelt bei der hier befürworteten Beschneidung von „unnützen“ Funktionen heftig mit dem Kopf.

Gerade Barcelona hat gezeigt, wie schnell wir uns bewegen, wie nahe wir dem hehren Ziel, Bedienbarkeit und Funktionalität zu kombinieren, schon sind: Der HTC Touch Diamond 2, das Toshiba TG01, die Verquickung von einem hohen Technologiestandard und intuitiver Bedienung manifestiert sich nicht in Studien, sondern in greifbaren Produkten. Es ist schade, dass Kritiker oft der Kritik wegen kritisieren: Statt ob der Dunkelheit im Tunnel zu kritisieren, sollte viel öfter anerkannt werden, dass man ohne den Tunnel gar nicht erst durch den Berg käme und das Licht am Ende des selben rasend schnell näher kommt.

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Mobile World Congress 2009

18. Februar 2009

Sorry... bin im Moment eingebuddelt in Pressemitteilungen aus Barcelona.

Windows Mobile 6.5, MyPhone, das neue Toshiba, neue HTC-Geräte, Garmin bringt auch ein Windows Mobile nüviphone aus den Makrt (und gehört für die Namenswahl getreten)... das und vieles mehr in meinem Mobile World Congress-Special, untermalt mit Livebildern von Falk Winzer, unserem Mann vor Ort.

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Gespannte Stille...

15. Februar 2009

... herrscht im Windows Mobile-Land. Heute Abend bzw. morgen geht er los, der diesjährige Mobile World Congress in Barcelona. Relativ sicher scheint, dass Steve Ballmer in seiner Keynote Windows Mobile 6.5 offiziell ankündigen wird. Allerdings habe ich so ein Gefühl im Magen, dass das nicht alles sein wird.

Ich bin gespannt... wenigstens habe ich mit Falk Winzer jemanden vor Ort, der mich auf dem Laufenden halten wird... :-)

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Auch nach 11 Büchern...

5. Februar 2009

... gibt es immer noch Erfahrungen, die man nicht unbedingt hätte  machen müssen.

So heute der leicht panische Anruf des Lektors, dem - als das Buch quasi schon im Satz war - auffiel, dass ich zwar wunderschön das Einrichten eines Mailkontos beschrieben habe, aber dann nicht mehr, wie man nun Mails auf einem Gerät schreibt oder empfängt.

Okay. Ich hätte selber dran denken können. Das hätte mir zumindest erspart, um 22:00 einen Blitzaufbruch bei meinen Eltern hinzulegen, in einer knappen halben Stunde die 90 km bis zuhause zurückzulegen und bis 01:00 diesen Lapsus wieder wett zu machen.

Gäääähn... Strafe muss sein, gell? :-(

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Neue Version von Google Maps mit Google Latitude

4. Februar 2009

Kombiniert man mobile Geräte mit integrierten GPS-Empfängern mit einem kostenlosen Service, der die aktuelle Position auf einer Landkarte darstellen kann, dann ist man schnell bei interessanten Anwendungen. Google hat da einen Meilenstein gesetzt, indem sie mit Google Maps eine plattformunabhängige Applikation geschaffen haben, die die Position grafisch darstellt und sogar noch rudimentär eine "Navigation" ermöglicht.

Denkt man dies weiter, dann lassen sich mit diesen Informationen natürlich viele weitere Anwendungen verbinden: So z.B. das "Aufspüren" von Kontakten, die Wegbeschreibungen zu deren aktuellen Positionen etc.

Und genau das hat Google mit der neuen Maps-Version und der Funktion "Google Latitude" gemacht: Nach der Installation auf dem mobilen Gerät (Windows Mobile, Android, iPhone etc.) findet sich eine neue Menüoption. Wählt man diese an, muss man sich mit einem Google-Konto (das man kostenfrei anlegen kann) anmelden und dann entscheiden, ob die aktuelle Position freigegeben wird oder nicht. Weiterhin kann man weitere Kontakte hinzufügen, die dann in der aktuellen Karte (so sie ebenfalls die Position freigegeben haben) dargestellt werden können. Google Maps mit Latitude gibt es kostenlos hier.

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Scheiden tut weh...

30. Januar 2009

`... so eine ver%!§)$(% Decksk!"§%!

Ich versuche ja nun wirklich ein gewisses sprachliches Niveau zu halten und mich auch im Falle von persönlicher Angegrätztheit gewählt auszudrücken. Nach dreieinhalb Stunden Schlaf aber verweigere ich mich diesem hehren Anspruch an mich selbst. Sch"§($=! Ko"$!"§$%!!!

Jetzt geht´s mir besser... :-)

Gestern abend, nach einem langen Tag im Büro, nach einigen Updates der Seite und  - dank des "Baguette-Tags" bei der bevorzugten Pizzeria - Vorfreude auf das Abendessen und die Couch stelle ich fest, dass ich vom Macbook nicht mehr ins Internet komme.

Nach einem Neustart, der Erkenntnis, dass auch mein Touch HD den Exchange nicht mehr erreicht und dem beglückenden Bewusstsein, dass es diesmal NICHT 1&1 sind, die das Problem über einen DSL-Ausfall verursachen, habe ich mich eben mal in den Keller gemacht. Der Server war an, allerdings auch per Remote Desktop nicht erreichbar... also habe ich ihn ausgeschaltet. Hätte ich das mal gelassen!!!

Der erste Einschaltversuch zeigte ungefähr so viel Wirkung wie Konjunkturpaket 1 und 2 zusammen, nämlich nullkommakeine. Auch zwei und drei nicht, plötzlich geht der Server an. Yippeeeeh! Auf dem Weg nach oben (an den mittlerweile angekommenen Baguettes und einer verständnisvollen, aber hungrigen bEva vorbei) stelle ich fest, dass ich den Server nicht pingen kann. Gehe wieder runter, Server aus. Gleiches Spiel wie beim ersten, zweiten und dritten Versuch, irgendwann kommt er... und fährt komplett hoch. Alle Rechner kommen ins Netz, der Exchange ist da. Und ich Idiot gehe nochmal in den Keller, um den Rest des Chaos aufzuräumen... und stehe ohnmächtig daneben, als eine kleine Stichflamme aus dem Netzteil den Raum mit einem faden Geruch nach verbrannten Schuhsohlen und begrabenen Hoffnungen auf einen ruhigen Abend erfüllt. Sicherung raus, Server tot. R.I.P.

Der einzige Grund, warum ich in solchen Situationen nicht mit dem 20 Kilo-Fäustel auf meine Hardware losgehe, ist die Gewissheit, dass in all der Sch... das Schicksal immer noch eine kleine Münze versteckt. Und in diesem Fall war es mein lieber, alter Freund und MVP-Kollege Joe, der damals den Server eingerichtet hatte und wider Erwartung nicht in der Weltgeschichte für Spielberg unterwegs, sondern brav zuhause in Krefeld im Bett war... oder besser: 10 Minuten nach meinem Hilferuf nicht mehr in selbigem, sondern in meinem Keller. DANKE, mein Freund!!!

Vier Stunden später ist der !§$%"§$-Server abgebaut, die Platte in einem externen Gehäuse lauffähig, DHCP und DNS liegen nicht mehr auf dem Server, sondern wieder im Router, VOIP war (wider meiner Befürchtung) sowieso autark vom Server, und alle Exchange-Postfächer sind auf einen anderen Server umgezogen.  Alle mobilen Geräte haben das neue Zertifikat und sind auf den neuen Server umgestellt... die Kerndinge waren um 02:30 abgeschlossen.

Was bleibt ist die Aufgabe, alle virtuellen und physischen Maschinen aus der (dank abgerauchtem Domänencontroller nicht mehr vorhandenen) Domäne zu holen und in der Folge alle Profile entsprechen zu mirgrieren. Schönes Wochenende... :-(

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Android und das T-Mobile G1

29. Januar 2009

Positiv gesehen: HTC hat mit dem HTC Dream ein neues Gerät auf dem Markt, das von T-Mobile vermarktet wird. Nein, kein MDA. Ein G1. Und nein, kein Windows Mobile. Android hat´s drauf. Ein "Googlefon" halt. Wo der negative Punkt bleibt? Habt Ihr den letzten Satz nicht gelesen? :-D

Im Ernst: ich bin nun bekennender Gadget- und Mobility-Junkie (neudeutsch für vollkommen kritiklos sein Geld für mobile Spielzeuge Rauschmeissender... zumindest nach Definition der bEva), aber das G1 ist eines der Gerät, die mich so nullkommagarnix reizen, dass ich es kaum ausdrücken kann.

Bitte kommt mir nun nicht mit "Pah, mal über den Tellerrand schauen!". Das tue ich erwiesenermassen sowohl mit dem iPhone als auch mit dem Macbook Air und bin gerade bei letzterem mehr als begeistert. Während der Kollege Samaschke bereits rumstrunzt, dass er das G1 schon hat (und mir heimlich bei meiner Kritik zustimmt, das kann er aber natürlich nicht zugeben), hier meine Abneigungsgründe nach einer halben Stunde "spielen":

1.) Das G1 ist schwer und dick, sowohl im Vergleich zum iPhone (dessen Konkurrent es erklärtermassen sein soll) als auch im Vergleich zu diversen Windows Mobile-Geräten.  Designmässig hat sich HTC offensichtlich eine Simulation "Was passiert, wenn ich einen Nintendo DS mit einem Palm Pro paare?" programmieren lassen und diese direkt in die Fertigung gegeben.  Unschön, im wahrsten Sinne des Wortes.

2.) Das G1 bietet keine Outlook, keine Exchange-Anbindung. Letzteres - so unwichtig es auch für den normalen Anwender sein mag - hat selbst das iPhone hinbekommen, und für den Business-Anwender (der ja nun alleine durch die integrierte Tastatur zur Zielgruppe zählt) ist das nahezu ein KO-Argument. Gut, greift man halt zum Kabel... was auch nicht weiterhilft, denn eine Ourlook-Anbindung hat man auch nicht. Da färbt der Microsoft-Boykott gleich ganz herb auf ein Produkt ab! Was geht (und hier offenbart sich einmal mehr die Rolle von Android als Trohanisches Pferd) ist der direkte Abgleich mit den Google-Services. Aber bitte: Wer will das denn? vor allem, wenn...

3.) ... der Anbieter des Gerätes gleich der grössten Datenkrake der Neuzeit ist. Nein, ich glaube nicht, dass Kennedy von Aliens getötet wurde und auch nicht, dass in Area 51 wirklich Ausserirdische gelagert werden, aber mit ganz gesundem Menschenverstand: Wie viel Daten will ich konzentriert von mir an einen Anbieter preisgeben? meine persönlichen Kontakte und Termine (Google Calendar und Google Contacts), das Surfverhalten (Google Chrome), die Position (durch den integrierten GPS-Empfänger und Google Maps) und natürlich das Telefonieverhalten (durch das Telefon des G1). Ich will nicht schon wieder die Lanze für Microsoft brechen, aber dem Redmonder Riesen unterstellt man immer wieder, dass er ja so viele Daten zur Verfügung hat, dass man sich in Acht nehmen muss, und Google sammelt munter weiter. Ganz ehrlich: Ohne Verschwörungsfanatiker zu sein, da wird selbst mir unwohl!

Tests sind sich vom Grundsatz her über zwei Dinge relativ einig: das Dämpfen der Euphorie für das G1 und die leise Hoffnung, dass mit einem G2 oder G3 dann vielleicht doch ein Gerät kommen könnte, dass zu mehr Begeisterung Anlass gibt. Und solange kann ich mich tatsächlich noch beherrschen... :D

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Hurra...

19. Januar 2009

... auch nach neuen Einreisebedingungen darf ich einreisen... :-D

Genehmigung erteilt

Ihnen wurde eine Reisegenehmigung erteilt, und Sie sind nun berechtigt, im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program) in die Vereinigten Staaten zu reisen. Diese Antwort garantiert Ihnen nicht die Einreise in die Vereinigten Staaten; ein Zoll- und Grenzschutzbeamter an einer Einreisestelle fällt hierüber die endgültige Entscheidung.

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Das grösste Kompliment für einen PDA...

17. Januar 2009

... ist es doch, wenn an ihn sich gleich zweimal kauft, oder?

Nachdem ich der Meinung war, auf meinen Touch HD verzichten zu können, hatte ich ihn dem grossen Auktionshaus übereignet, mit erfreulich wenig Verlust zum Anschaffungspreis. Und schon nach wenigen Tagen machte sich ein seufzendes Sehnen, ein schuchzendes Verlangen in mir breit... so schön und spannend mein X1 und mein Voice Messenger auch sind.

Was soll ich sagen? Seit heute hab ich wieder einen. Und ich akzeptiere demütig jedwede Schmähung... :-D

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Vom Anspruch und der Wirklichkeit, oder: Wer bin ich eigentlich?

11. Januar 2009

Um es vorweg zu nehmen: Das ist weder ein Angriff auf den Betreffenden, noch werde ich weitere Details rauslassen. Das Ganze ist nur symptomatisch für das Anspruchsdenken, das einige Namenlose entwickeln... alleine auf der Basis, dass ich unentgeldlich eine Plattform für mobile Geräte betreibe und versuche, fremder Leute Probleme zu lösen.

Los ging es mit einer Mail, in der folgender bedeutungsschwangere Satz erschien:

Du windest Dich nur und hast keine Antwort auf die Frage, wieso

es mit vorherigen Versionen Sekunden ging und nun mit 4.5 Stunden dauert.

Was ist geschehen?

Im Forum hatte ich eine Anfrage, dass bei einem Anwender die Synchronisation von einigen tausend Terminen mit einem älteren PDA und einer älteren ActiveSync-Version relativ schnell ging, mit einem neueren PDA und ActiveSync 4.5 extrem lange dauert. Nun ist das ein "Standardproblem", und auch wenn Ferndiagnosen immer schwer ist, darum meine erste Antwort:

Zur "Einleitung" eine kurze Frage: Welche Firewall nutzt Du?

Von AS 4.x auf 4.5 ist der Unterschied, dass die Kommunikation auf TCP/IP umgestellt worden ist. Probleme mit dem Connect bzw. mit der Geschwindigkeit liegen oft an der Firewall... Schreib mal welche, dann sehen wir weiter!

Die Antwort war, dass er die Firewall schon abgeschaltet hätte, das hätte nichts genutzt und er wäre von Windows Mobile total enttäuscht. Okay... kann ich irgendwo verstehen, auch wenn nicht "Windows Mobile" pauschal das Problem ist, sondern immer eine Kombination von Hardware, Betriebssystem, Programmen und deren Einstellungen und dem mobilen Gerät. Nichts desto Trotz aber ist vollkommen egal, woran es liegt, denn ein Problem in der Synchronisation schränkt die Nutzung eines mobilen Geräts signifikant ein... keine Frage.

Über mehr als drei Wochen habe ich weitere Lösungsansätze angeboten (Löschen der temporären Dateien, Grundlagen der Synchronisation etc.), zu einer Lösung sind wir nicht gekommen. Das kann nun mal passieren, zumal ich eben das gesamte System nur aus Beschreibungen beurteilen kann.

Gestern also diese Mail, plus einige weitere Schmankerl, die sich auch meine "Verantwortung als Administrator des Forums" bezogen, kurz: Ich habe gefälligst das Problem zu lösen.  Hallo? Zusammengefasst habe ich gute zwei Stunden auf die Problemlösung verwendet, und das konstruktiv und freundlich. Ich bin der letzte, der nicht eingesteht, dass er bei der siebzehnten Frage zum selben Thema nicht ein wenig unwirsch wird (die Suchfunktion ist durchaus funktional und hilfreich, aber natürlich erfordert sie strukturiertes Formulieren des Problems in den Suchbegriffen, und das ist natürlich mehr Aufwand, als einen neuen Thread einzustellen), aber gerade in diesem Fall war das weder der Fall noch ist es aus dem Thread herauszulesen.

Was denken sich manche Leute eigentlich?! Bin ich Allgemeingut? Techniksklave? Der letzte Depp?! Wer mich in den Newsgroups, per Mail oder im Forum mit einem Problem kontaktiert (und da gibt es unzählige Beispiele), der kann bestätigen, dasss ich schnell und problemorientiert antworte... und das nicht nur einmal. Selbst wenn man sich meine Telefonnummer raussucht und mich zuhause anruft (was ich - ganz offen - für ein wenig übertrieben halte... irgendwo hört auch die öffentliche Ansprechbarkeit auf und fängt die Privatsphäre an), dann versuche ich immer noch zu helfen.

Genau da aber, wo das Verhältnis "Nach Hilfe fragen - Hilfe annehmen" in die Richtung "Fordern" kippt, werde ich unwillig. Ist das nicht verständlich?

Das Sahnehäubchen aber kam heute Nacht: nachdem ich mehrfach auf die Mail und die folgenden Erweiterungen geantwortet hatte, kam folgendes:

Hallo Andreas,

sorry, ich habe mein Problem tatsächlich durch

abschalten der Windows Firewall gelöst. Nun geht

es ganz normal, wie ich das erwartet hätte. Weil

ich vorher Beiträge von Usern fand, bei denen

dass nix nutzte, verwarf ich das gleich wieder.

Ohne Worte... :-(

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MVP-Renominierung

1. Januar 2009

Turnusmässig jedes Jahr steht das Engagement wieder auf dem Prüfstand: Microsoft vergibt den MVP-Titel (den ich seit 2004 für den Bereich Windows Mobile Devices trage) auf Grund der Leistungen in den Communities im vergangenen Jahr, und bei mir ist´s immer im Januar soweit.

Schön zu sehen, dass es auch für 2009 wieder die Neujahrsmail aus Redmond gab... :-D

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Seattle 2009

19. Dezember 2008

Düsseldorf - Rhein-Ruhr

10:50 Uhr am 28.02.2009

Amsterdam Schiphol

12:05 Uhr am 28.02.2009

 

Flugnummer: 8260 | FOKKER | Economy

Amsterdam Schiphol

13:15 Uhr am 28.02.2009

Seattle, Takoma Int.

14:30 Uhr am 28.02.2009

 

Flugnummer: 33 | AIRBUS 330-200 | Economy

 

Seattle, Takoma Int.

12:45 Uhr am 05.03.2009

Amsterdam Schiphol

07:40 Uhr am 06.03.2009

 

Flugnummer: 34 | AIRBUS 330-200 | Economy

Amsterdam Schiphol

09:20 Uhr am 06.03.200

Düsseldorf - Rhein-Ruhr

10:15 Uhr am 06.03.2009

 

 

:-D

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Unterschiedliche Massstäbe: iPhone und Windows Mobile

17. Dezember 2008

In mir gärt es schon ein wenig länger... und der Chat vor einigen Tagen war nur ein Tropfen auf dem heissen Stein:

Wie kann es eigentlich sein, dass der Markt so unterschiedliche Masstäbe an mobile Geräte ansetzt? Es gibt schier endlose Listen an Kritik an Features, die das iPhone einfach nicht liefert: Von der Akkulaufzeit, den fehlenden Benachrichtigungen über Nachrichten und Anrufe in der "Titelleiste" über freie Vergabe von Klingeltönen,  das fehlende A2DP-Profil oder das GPS, für das es keine echte Navigationsanwendung gibt.

Ich gebe gerne zu, dass der Coolness-Faktor des kleinen Schwarzen mit dem Apfel hintendrauf nicht wegzureden ist, die Oberfläche zum Erscheinungszeitpunkt ohne echte Entsprechung auf anderen Plattformen war. Nur: Mittlerweile sind wir auch bei Windows Mobile einen Riesenschritt vorangekommen und haben dank TouchFLO 3D, Glider, Spb Shell und anderen Alternativen, die die Fingerbedienbarkeit sicherstellen, gut aussehen und diverse  Funktionen konsolidiert zugreifbar machen.

Funktional, und da sind selbst iPhone-Fans schnell mit konkreten Beispielen ausgekontert, ist Windows Mobile schon out of the box überlegen, noch dazu einfacher und vielfältiger erweiterbar.  Diese Mängel aber, und da wird´s für mich arg unlogisch, diskutiert man weg:

Akkulaufzeit? "Hält bei mir über den Tag, das reicht doch". Standardkommentar zu Windows Mobile: "Das hält maximal zwei Tage, das ist doch Mist. Mein <setze ein beliebiges Nokia, Sony Ericsson, ..> hält eine Woche!"

Benachrichtigungen: "Naja, kann man doch wunderbar customizen. Da lädt man sich ein Thema runter und spielt ein wenig an den XMLs rum!"  Standardkommentar zu Windows Mobile: "Ich will doch nicht noch an den Eingeweiden des Systems rumspielen, das Gerät soll die wichtigen Features sofort haben!"

A2DP: "Das entwickelt schon noch jemand. Und abgesehen davon: Ich hab meinen Kopfhörer eh´immer dabei." Standardkommentar zu Windows Mobile: "Warum haben Geräte Bluetooth für ein Headset, aber kein A2DP? Da hat man wieder am falschen Ende gespart!" (wobei mittlerweile kein neues Gerät mehr ohne A2DP auf den Markt kommt).

Navigation: "Ist doch Google Maps drauf, da sehe ich wo ich bin. Für echte Navigation habe ich ein Navi." Standardkommentar zu Windows Mobile: "HTC legt mittlerweile nicht mal mehr ein Navi dabei!" (richtig, kann man aber zumindest kaufen).

So könnte man noch viele weitere Beispiele bringen.  Viele dieser Themen liegen gar nicht mal am iPhone als Hardwareplattform, sondern am restriktiven Umganz von Apple mit der Plattform und der vermeintlichen Gefahr, die durch deren Öffnung ausgeht.  A2DP? Da könnte man ja quasi DRM-geschützte Stücke "auslesen". Navigation? Hier kann ich nur mutmassen, warum TomTom nach vollmundiger Ankündigung einer eigenen Navigator-Version für das iPhone nichts mehr davon wissen will... und so weiter, und so fort.

Ich bin beileibe kein kritikloser Anwender von Windows Mobile, aber wir schwillt der sprichwörtliche Kamm, wenn ich diese Ungleichbehandlung sehe: Apple darf sich alles leisten, und es wird als "nicht so schlimm" erachtet, bei Microsoft wird jeder noch so kleine Mangel zum plattformtypischen Problem hochgeredet... wobei dabei gerne vergessen wird, dass Microsoft nur das Basis-System liefert, die OEMs/Carrier dann die Anpassungen auf die Geräte und die Brandings vornehmen, aAplikationen hinzufügen oder sperren etc.

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Nach einigen Wochen: HTC Touch HD

7. Dezember 2008

Ich gebe zu, dass ich meiner wenig erklärbaren Entäuschung über den HTC Touch HD recht deutlich Luft gemacht hatte. Dabei war am Gerät selber nichts auszusetzen, die "Enttäuschung" war ein reines Bauchgefühl.

Jetzt, einige Wochen nach diesem Review, hinterfrage ich meine Bedenken... und ich stelle fest, dass ich sie zum Teil revidiere. Es stimmt immer noch, dass ich nicht dieses "Boaaah!"-Gefühl habe, das mich immer noch beim Verwenden des Sony Ericsson XPERIA X1 verspüre. Aber von der Funktionalität her macht der HD immer mehr Spass.

Das liegt vor allem an seiner Akkulaufzeit: selbst mit aktiviertem Push-Mail im UMTS-Netz hält der HD mehr als zwei Tage locker durch... und das qualifiziert ihn als Alternative zu meinem iPOD. Und wenn ich schon bei dem Thema bin: In Verbindung mit Salling Media Sync, dem perfekten Synchronisationsprogramm zwischen einer iTunes-Library und einem Windows Mobile-Gerät, IST der HD tatsächlich auch der bessere iPOD... und vom Grundsatz her in den Business-Anwendungen sowieso.

Noch nichts für unter den Weihnachtsbaum? Wie wär´s mit einem HD? :-)

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HTC S470 angekommen

26. November 2008

Hat ein wenig gedauert, aber nun ist es da: Das HTC S470, das nächste Smartphone (im Sinne von "ohne Touchscreen")  aus dem Hause HTC. Man kann sich jetzt streiten, ob dieser Formfaktor überhaupt noch Sinn macht, zumal das Gerät fast die Ausmasse eines XPERIA hat... aber wir werden sehen... :-)

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MagicMaps Update für Geräte mit TouchFLO

22. November 2008

Wer nicht nur mit einem Navigationssystem auf Strassen unterwegs sein will, sondern auch in unwegsamem Gelände wissen will, wo der Weg hingeht, der kommt als Software nicht an MagicMaps vorbei.

Bitter aber für die Nutzer eines HTC Touch mit der TouchFLO-Oberfläche aller Versionen, dass gerade dieses Programm plötzlich den Dienst versagt: Eine kryptische Fehlermeldung kommt auf den Bildschirm, und schon steht man sprichwörtlich allein auf weiter Flur.

Zwei Alternativen gibt es dazu: Entweder deaktiviert man unter Start, Einstellungen, Heute, Elemente TouchFLO als Heute-Plugin, dann startet und läuft MagicMaps wieder problemlos. Alternativ daze gibt es ein Update auf der MagicMaps-Seite, dass das Problem aber scheinbar nicht bei allen Geräten beseitigt.

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Test des HTC Touch HD

22. November 2008

Es hat ein wenig länger gebraucht, als ich eigentlich gedacht hatte, und ich bin immer noch unsicher. Darum habe ich versucht, den Test möglichst objektiv von meinem Bauchgefühl zu formulieren: Klick...

Nach mehreren Fragen, was denn nun wirklich mein Problem mit diesem ohne Frage technisch, optisch und funktional hervorragenden Gerät ist versuch ichs nochmal in Worte zu fassen:

Kennt Ihr die Situation, wenn Ihr mit einem sehr attraktiven und begehrenswerten Menschen Eurer bevorzugten sexuellen Orientierung nackt im Bett liegt und es regt sich .... nichts? Ich auch nicht, aber genau so stelle ich es mir vor.

Ich kann es nicht erklären, aber der Touch HD langweilt mich, er packt mich nicht, auch wenn er wirklich alles vereint, was man von einem mobilen Gerät erwarten kann. Schade... aber das sollte Euch nicht davon abhalten, ihn Euch intensiv anzuschauen!

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"Erste Bilder" von Windows Mobile 6.5

13. November 2008

Okay, die Überschrift verwirrt. Eigentlich ist das Fragezeichen unsinnig, denn die Bilder sehen so gebastelt aus, dass es unwahrscheinlich ist. Aber wie immer: Kaum ist ein neues Betriebssystem angekündigt, da hat jemand es angeblich schon.... in sofern fasst die Bilder unter "so KÖNNTE es aussehen"... :)

Besonders cool finde ich den neuen Spitznamen von Steve Ballmer: Maik... :-D

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Ohne Worte... :-D

12. November 2008

Guten Tag,

unser Logistikzentrum hat den unten stehenden Artikel verschickt!

Unser Hinweis:

Sie koennen Ihr Kundenkonto jederzeit ueber "Mein Konto"

http://www.amazon.de/mein-konto einsehen und verwalten.

Ihre Bestellnummer 302-5100726-xxxxxx (eingegangen Oktober 6,2008)

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Bestellt Titel Preis Versandt Zwischen-

summe

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1 HTC Touch HD (Blackstone) ... EUR 619,00 1 EUR 619,00

Versendet mit DHL Expressversand

Paketverfolgungsnummer: P046431576xxx

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Zwischensumme ohne USt: EUR 520,17

Porto und Verpackung: EUR 0,00

Umsatzsteuer: EUR 98,83

Endbetrag inkl. USt.: EUR 619,00

Die Sendung geht an:

Andreas Erle

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Geschichte wurde am 9. November geschrieben...

9. November 2008

Novemberrevolution, Pogromnacht, der Fall der Mauer. Dinge, die die Welt verändert haben. Dinge, die so schön und so schrecklich waren, dass es schwer fällt, sie in einem Blog-Eintrag zu verarbeiten... und doch hat der Kollege Samaschke dies geschafft. Respekt dafür und eine absolute Empfehlung, ihn zu lesen.

Hat aber der 9. November 2007 die Welt verändert? Sicherlich weit subtiler als die Ereignisse der anderen Jahre, aber sicherlich ja. Ihr wisst nicht, wovon ich rede? Na, vom iPhone... :-)

Genau ein Jahr ist es her, dass ich mich des nachts in die virtuelle Schlange bei T-Mobile eingereiht habe. Genau ein Jahr, in dem alle Hersteller von Windows Mobile-Geräten ihr äusserstes getan haben, um das mobile Windows bedienbarer zu machen und die "Touch Experience" zu schaffen. Schaut man sich die HTC Touch, Touch Diamond und Touch HD, das Sony Ericsson XPERIA X1 oder das Samsung Omnia SGH-i900 an, dann hat Apple eines erreicht: Sensibilität zu schaffen für den Wunsch nach Bedienbarkeit, nach Komfort und Haptik, der die aus meiner Sicht immer noch weit überlegene Funktionalität von Windows Mobile ergänzt.

Die Welt hat Apple nicht verändert, den Markt für mobile Geräte aber wohl.

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Kein MN7 PDA für Samsung Omnia und HTC Touch HD/Sony Ericsson XPERIA X1

9. November 2008

Schade wars... Der eine oder andere weiss, dass ich seit Jahren aktiv an der Verbesserung und Qualitätssicherung der Navigon-Produkte mitwirke. Bevor der Einwand kommt "... aber nicht sehr erfolgreich ...": Der Einfluss von uns Betatestern ist natürlich beschränkt: Oft stehen alle möglichen Faktoren dem Hinzufügen eines Features oder dem Ausmerzen eines spezifischen Bugs im Weg!

Im Rahmen des Betatests des kommenden Servicereleases der PDA-Version war dann meine Frage, wie sich Navigon eine Unterstützung der neuen Geräte mit "unnormalen" Auflösungen (HTC Touch HD und Sony Ericsson XPERIA X1 mit 800*480, Samsung Omnia SGH-i900 mit 400*240, Palm Treo Pro mit 320*320) vorstellt: Aktuell startet der MN einfach nicht.

Die frustrierende (und nochmal rückversichert auch offizielle) Antwort von Navigon: "Geräte mit XVGA- XQVGA- und anderen vom Seitenverhältnis her ´speziellen´ Auflösungen werden frühestens im ersten Quartal 2009 unterstützt."

Das heisst konkret: Im kommenden Service Release definitiv nicht... und ob sie tatsächlich in der Zukunft unterstützt werden, ist fraglich.

Aus meiner Sicht bitter: Route 66 beispielsweise hat keinerlei Probleme mit den beschriebenen Auflösungen, und daher ist es wenig nachvollziehbar, dass sich Navigon den Weg auf die aktuellen und kommenden High End PDAs selber verbaut...

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Aktuelle Stunde heute

8. November 2008

Zurück vom WDR Funkhaus in Düsseldorf, wo ich ein paar O-Töne zum Thema Nutzung und Komplexität von Mobiltelefonen, Bluetooth und Internet-Zugang abgegeben habe. Wen´s interessiert: Heute abend zwischen 18:50 und 19:30 sollte es irgendwann in der Aktuellen Stunde im WDR-Dritten kommen.

Erinnert sich noch jemand an Ingolf Lück in der Wochenshow? "Komm ich jetzt im Feeernseeeeeeeeehn?" ;-D

/EDIT: Nicht ich habe den Mund zu voll genommen, sondern die Sendung war zu voll... wird nachgeliefert... :-)

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Erste HTC Touch HD durchgerutscht

6. November 2008

Sonderbar.... nach der offiziellen Aussage, dass der Touch HD sich wegen der Bindung und Exklusivität an O2 im November verzögert, haben jetzt einige Vorbesteller eine Versandnachricht bekommen... es scheint so, dass einige wenige Geräte an Händler gegangen sind. Weitere Lieferzeiten aber bleiben unbestimmt... :-(

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HTC Touch HD verschoben...

3. November 2008

Grrrr... gerade noch war allüberall der 4.11. zu lesen, jetzt relativiert man schnell... Gerade Amazon:

Wir koennen Ihnen jetzt den Liefertermin fuer Ihre Bestellung vom 06. Oktober 2008 09.26 MEST (Bestellnummer #302-5100726-xxxxxx) nennen.

Und hier finden Sie den oder die Artikel mit dem jeweils voraussichtlichen Lieferdatum:

"HTC Touch HD (Blackstone) (UMTS, HSDPA, 5MP, Touch Screen, 3.8

Zoll Display) Smartphone ohne Branding" [Electronics]

Voraussichtliches Lieferdatum: 04.12.2008 - 18.12.2008

Andere sprechen von einer Verschiebung um eine Woche. Wie auch immer: Sicher scheint: morgen kommt er nicht.

Bitter allerdings finde ich es, wenn ein grosser Onlinehändler das ganze Wochenende noch vollmundig tönt "Es ist sicher: Anfang deiser Woche treffen die ersten Touch HD bei uns ein!" und den selben Spruch einfach mit der neuen, späteren KW weiterverwendet. So nach dem Motto "Hab ich ja niiiiieeeee anders gesagt!" :-(

... ich lösch mal eben schnell meinen Beitrag von gestern... :-D

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Test des Sony Ericsson XPERIA X1

25. Oktober 2008

Ohren zuhalten: WOOOHOOOO! :-D

Es gibt Tage, an denen man einfach zur rechten zeit am rechten Ort ist. So gestern, als ich eigentlich nur einen lange überfälligen Besuch bei Olaf, meinem ehemaligen vodafone-Shop und über lange Jahre regelmässigem Anlaufpunkt. Der wiederum ist mittlerweile bei Ignition, dem offiziellen Online-Shop von Sony Ericsson.

So sass ich da, philosophierte über den Mobilmarkt, als unvermittelt in einem Nebensatz die Aussage "... haben wir heute die ersten X1 bekommen." Sorry, Olaf, ich entferne meinen Schock-Kaffeeflecken auf dem Teppich noch... :-)

[caption id="" align="aligncenter" width="350" caption="Sony Ericsson XPERIA X1 World of PPC"][/caption]

Naja... eine deftige Abbuchung auf meinem Konto später war ich dann glücklich im Besitz eines der faszinierendsten Windows Mobile Geräte, die bisher auf den Markt gekommen sind. Für einen "echten Test" ist die Zeit noch zu kurz, aber ich habe schon einige Bilder und vor allem ein achtminütiges Video hochgeladen. Enjoy... :-)

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Hardreset beim Palm Treo Pro

23. Oktober 2008

Der Palm Treo Pro macht es dem Anwender schon schwer: da versteckt sich erst der Softreset-Button hinter Stift und Akkuabdeckung, und dann steht der Anwender im Regen, wenn er ein komplettes Rücksetzen des Gerätes durchführen will: Der Hardreset funktioniert auch anders als bei anderen Geräten:

1.) Schaltet das Gerät ein

2.) Drückt die “Ende"-Taste (die ganz rechte, rote Taste) und haltet sie

3.) Drückt gleichzeitig den Resetknopf (auf der Rückseite des Gerätes unter der Akkuabdeckung/dem Stift)

Auf die Nachfrage, ob alle Daten gelöscht werden sollen, drückt das Steuerkreuz nach oben.

Vorsicht: Ein Hardreset löscht alle Daten und Programme vom Gerät und setzt es in den Auslieferungszustand!

Was schliesst Ihr daraus? Richtig... ich habe die Geduld verloren, mich von diesem ohne Frage technisch und optisch guten Gerät noch verführen zu lassen: Er packt mich einfach nicht. Schade drum, der Kollege Samaschke freut sich dafür über ein Zweitgerät... :-)

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HTC nimmt die WM6-Updates von der Seite

22. Oktober 2008

The Gipfel of Trolldom (aka Heise) geifert heute: "HTC nimmt die kostenlosen Windows Mobile 6 Updates vom Markt!!!". Was als Artikel noch neutral wirkt, wird von der Pinguinbegattungs- Sojakeimrauch- Anti-Microsoft-Fraktion, die schon seit Jahren das Gros der Poster in den Kommentaren stellt, zu einem typisch unreflektierten allgemeinen Traktat gegen die Plattform umgemünzt.

Was ist passiert? HTC als Standardhersteller von PDAs hat mittlerweile seit über einem Jahr bestehende Update-Angebot von Windows Mobile 5 auf Windows Mobile 6 zum 31. Oktober 2008 abgekündigt und wird es von der eigenen Webseite entfernen.  Was andere Hersteller kostenpflichtig anbieten und das eben auch nur sehr begrenzte Zeit (in Monaten gerechnet!) hat HTC für seinen kompletten geeigneten Modellreigen kostenlos angeboten und erdreistet sich jetzt, dieses Angebot zu beenden. Mal ehrlich: Wer jetzt noch nicht upgedated hat, der macht es auch nicht mehr. Und wer sein Gerät (mit einer zwei Versionen veralteten Systemsoftware) jetzt erst bekommt, der hat es gebraucht gekauft/bekommen und noch weniger Anspruch auf ein kostenloses Update als jeder andere.

Und bitte, Ihr Trolle fachlich kompetenten und objektiven Kritiker: Wie lange gab es ein kostenloses Vista-Update? Wie lange ein kostenloses Update von Nero 7 auf Nero 8? Wie lange eines von Corel Draw 12 auf 13? Hä?! Danke. Dann geht doch einfach mit was Giftigem spielen. Danke. :-)

Und bevor sich jemand angegriffen fühlt (ausser den Trollen): Ich schätze Heise als Verlag sehr. Das einseitig verdrehte Weltbild der Kommentare in den Foren aber ist mir schon lange über. In Grönland fällt ein Pinguin um? Ist Microsofts Schuld, wegen Vista.  Aaaargh!!!! :-(

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Navigon Mobile Navigator / PDA am HTC Touch Diamond zum Laufen bekommen

17. Oktober 2008

Wohooo...! Endlich! Eine Lösung für das Problem, dass der HTC Touch Diamond nicht vernünftig mit dem Navigon Mobile Navigator 7 PDA funktiert, gefällig? Bitteschön...

Hintergrund: Offensichtlich schafft der MN7 PDA es nicht, das GPS so anzusprechen, dass Windows Mobile es merkt. Damit schaltet das System das GPS einfach wieder ab... und damit muss es neu gekoppelt werden bzw. ist nicht stabil verfügbar. Die Lösung: ein Zustztool installieren, dass den Datenstrom konsequent abfragt und auf einen anderen, virtuellen Port weiterleitet.

Ich habe es so zusammengeschrieben, dass auch ein Einsteiger es ohne Probleme umsetzen kann. Wenn nicht, einfach eine Mail schicken oder im Forum meiner World of PPC stellen.

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Ändern der gebrandeten TouchFLO 3D-Oberfläche für XDA Diamond, MDA Compact V und Co.

16. Oktober 2008

Ich hatte noch so eine Subvention bei vodafone offen... und da man dort offensichtlich nicht aus dem Quark kommt mit dem XPERIA X1 und dem Treo Pro... was blieb mir denn übrig, als den Touch Diamond (mal wieder) zu nehmen? Mitleid bitte! :-)

Allerdings hat auch vodafone die unsägliche Angewohnheit, die Windows Mobile-Geräte mit eigenen ROMs und damit der eigenen CI und Farbgebung auszustatten. Und wer das HTC Black-Theme gewöhnt ist, der bekommt schnell schlechte Laune, wenn er sein TouchFLO 3D in grauslig-blassem Weiss wiederfindet. In sofern habe ich mir dann den Abend um die Ohren geschlagen und mir angesehen, wie man das wieder zurück drehen kann.

Daraus entstanden ist ein ausführliches How-To, das Ihr hier findet. Fragen? Fragen! :-D

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Manche Sachen müssen reifen II (Mobile Navigator 7 PDA)

13. Oktober 2008

... auch wenn der Ausgangsgrad der Reife sich zwischen dem Omnia und dem MN7 PDA signifikant unterscheidet... :-)

Folgende Antwort bekam ein Leser meiner World of PPC von Navigon auf die Nachfrage, was denn mit einer Unterstützung des Touch Diamond wäre:

...vielen Dank für Ihre E- Mail.

Ca. Anfang November werden weitere Geräte nach einen Softwareupdate in die Kompatibilitätsliste aufgenommen. Ob Ihr HTC Touch Diamond auch dabei ist, können wir Ihnen gegenwärtig nicht beantworten. Speziell werden einige Geräte mit dem Betriebsystem Windows Mobile 6.1 aufgenommen.

Mit freundlichen Grüßen

__________________________________

Ihr NAVIGON Team

Klar wird: Navigon ist sich der Problematik durchaus bewusst und arbeitet an der Problemlösung. Und fair betrachtet (so sehr es mich selbst wurmt, dass keines meiner drei aktuellen Geräte - Palm Treo Pro, HTC Touch Diamond und Samsung Omnia SGH-i900 - mit dem MN7 funktionieren): auf den "zugelassenen" Geräten auf der Kompatibilitätsliste ist die Begeisterung der Anwender durchaus gross... die Software also gut.

Hoffen wir also auf November...

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Manche Sachen müssen reifen I (Samsung Omnia)

13. Oktober 2008

... und das trifft auch auf PDAs zu. Nein, ich lege meine Geräte nicht ins Holzfässchen und warte ein paar Jahre, aber stelle oftmals fest, dass ein Gerät, dass ich leichten Herzens abgegeben habe nach dem Test, mir fehlt. So geschehen aktuell mit dem Samsung Omnia SGH-i900.

Der eigentliche Grund meiner Entscheidung, das Gerät zurückzuschicken, war die Instabilität im Standby: Einmal am Tag war es nicht wieder erweckbar und konnte nur durch einen Softreset davon überzeugt werden, wieder aktiv seinen Dienst zu tun. Nachdem sich aber nun immer stärker abzeichnet, dass es ein Update geben wird (laut Samsung-Vertrieb "in den kommenden Wochen") und die Updates anderer Märkte schon erfolgreich ausgerollt wurden, wurde der Wunsch nach dem Omnia immer grösser.

Ein relativ hohes Paypal-Guthaben trug dann parallel dazu den Drang bei, es zu verprassen... :-)

Dabei ist mir eines aufgefallen: Vorsicht bei der Auswahl! Das Omnia ist scheinbar das Windows Mobile-Gerät, dass die grössten Streuungen beim Lieferumfang hat: T-Mobile ist am oberen Ende: Da gibt es die 16GB-Version (statt 8GB normal) inkl. Route 66 und dem Kfz-Ladekabel/Samsung Carholder.

Dann gibt es die 8GB-Versionen mit Route 66 mit und ohne Autozubehör, und dann noch die Basisversion sogar ohne die Navigationssoftware.

Ich habe gottseidank bei der mich reizenden weissen Version des Omnia gefragt, wie der Lieferumfang aussieht, sonst wäre ich auf ein Paket ohne Route 66 reingefallen. Das Schlimme: Der Verkäufer kann nicht mal was dafür!

Empfehlung also: vor dem Kauf genau informieren, was beim Gerät dabei ist!

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Releasetermine

10. Oktober 2008

Was ist bloss los? Es mag meine spezielle "Situation" sein, der ich mit einer Vertragsverlängerung bei vodafone dran bin und darauf warte, eines der neuen, interessanten Windows Mobile-Geräte wie das Sony Ericsson XPERIA X1 oder den Palm Treo Pro subventioniert zu nehmen.

Unabhängig davon aber: Der Treo Pro, lange von Palm selbst immer wieder mit dem Verweis auf vodafone beworben, ist auf dem Markt, aber vodafone weiss noch von nichts (das Gerät steht immer noch als "Bald erhältlich" in einem separaten Bereich der Webseite). Dito das XPERIA X1: Der 30. September sollte der Tag der Tage sein, mittlerweile ist es Mitte Oktober und weder O2 noch vodafone haben das Gerät im Programm (auch hier wieder "Bald erhältlich"), geschweige denn ein anderer Online-Händler.

Es nervt... ich bin schon jemand, dem die "Vorfreude" recht wichtig ist, aber wenn sich Termine so hinter dem Horizont verstecken, dann ist die auch nur noch relativ. Zumal zumindest die Verschiebung des X1 für mich eine Warnhinweis ist, der auf Probleme in den abschliessenden Test schliessen lässt... da das Gerät eben auch in keinem anderen Channel verfügbar ist.

Hach... ist das so schwer, ein Gerät zeitgerecht, in der entsprechenden Qualität auf den Markt zu bringen?

Meinen Treo Pro habe ich im freien Handel gekauft, meine Vertragsverlängerung mit einem Touch Diamond abgeschlossen und das X! kann mir gestohlen bleiben... bis es auf dem Markt ist... :-)

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Mobile Navigator 7: Noch einer nicht...

2. Oktober 2008

Nun ist gerade mein Palm Treo Pro hier angekommen, und ein wenig hatte ich die Hoffnung, dass der zumindest mit dem NN7 zusammen laufen würde. Hier ist der Effekt allerdings noch ein wenig extremer: Die Software installiert sich problemlos, allerdings blockiert sie das gesamte System, wenn man sie zu starten versucht.

Manchmal hilt ein Ausschalten des Geräts, oft geht selbst das nicht und es bleibt nur ein Softreset/eine Entnahme des Akkus. Ebenso verhält es sich übrigens mit dem Samsung Omnia i900...

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Navigon Mobile Navigator 7 PDA: Vorsicht angeraten!

29. September 2008

Es tut mir in der Seele weh, und ich habe lange mit mir gerungen, diesen Post überhaupt zu schreiben. Es nutzt aber nichts.

Der eine oder andere weiss, dass ich schon seit langer Zeit ein vehementer Befürworter und Fan von Navigons Mobile Navigator bin, einfach, weil er für mich mit Abstand die beste Navigationssoftware für den PDA (und später auch für PNAs war). Der Mobile Navigator 7 war in meinem Test für die diversen PNAs auch wieder ein geniales System mit vielen Vorteilen.

Gestern ist die Version 7 nun auch für den PDA verfügbar geworden. Und meine Erfahrungen und die anderer Leidtragender des offensichtlichen Überdrucks, endlich etwas auf den Markt schmeissen bringen zu müssen, sind bitter. Navigon hat ja schon immer eine so genannte Kompatibilitätsliste gehabt, in der die PDAs, auf denen die Software nachweisbar lief, aufgeführt waren. Allerdings ist es diesmal unabdingbar, akribisch genau zu kontrollieren, ob der eigene PDA darauf steht und ob er auch mit dem richtigen Betriebssystem versehen ist. Windows Mobile 6.1? Gefährlich... So "unverbreitete" PDAs wie der HTC Touch Diamond, der Touch Pro oder das Samsung Omnia SGH-i900? Die Software hängt sich auf bzw. das GPS wird nicht gefunden oder direkt wieder "vergessen". Bei dem einen oder anderen PDA wird dann der Bluetooth-Betrieb ein wenig verfusselt, Systemeinstellungen werden beim Systemstart geändert und nicht wieder zurückgesetzt etc.

Dann ist das Standardfeature "Navigation aus den Kontakten", das beim MN6 (und ganz nebenbei auch den anderen Produkten) gar nicht erwähnenswert (weil "normal") war, herausgenommen worden, nach Angabe des Supports ist auch nicht geplant, dies wieder aufzunehmen bzw. ein Synctool, wie es bei den diversen PNAs verwendet wird, zu implementieren.

Wer die PNA-Versionen des MN7 kennt, der kennt auch die neuen Features wie beispielsweise die Reality View (Anzeige der Ausfahrten mit echten Schildern), Spacheingabe etc. (siehe meine Videos bei Youtube). Davon hat es gerade mal die Reality View ins PDA-Produkt geschafft, und dessen Umsetzung ist ... sagen wir mal ... umständlich: Funktionieren tut das ganze nur, wenn das Display des PDAs beim Start der Software bereits im Querformat ist. Heisst also: Bildschirm drehen, MN starten, MN beenden, Bildschirm zurückdrehen. Hmmmh...

Im Versuch, es objektiv zu sehen: Navigon hat schon eine mehr oder minder funktionsfähige Version für bestimmte PDAs auf den Markt gebracht, wer einen anderen PDA hat und trotzdem kauft, ist halt selbst schuld... dafür gibt es die Kompatibilitätsliste. Aber bitte: ein halbes Jahr, nachdem Windows Mobile 6.1 Standard geworden ist, nach über einer Million verkaufter HTC Touch Diamond beides nicht zu unterstützen ist semiprofessionell und ein Armutszeignis.

Der Mobile Navigator 7 für PDAs ist keine schlechte Software, keine Frage. Die Umsetzung allerdings auf eine Vielzahl von aktuellen Geräten bekommen andere Hersteller offensichtlich deutlich besser hin, und das ist bitter. Ich zumindest weigere mich, diese Version ernsthaft (weiter) zu testen. Mag auch daran liegen, dass meine aktuellen PDAs halt einfach nicht laufen.

Wer meine World of PPC und meine persönliche Navigon-Begeisterung kennt, der weiss die Bedeutung dieser Aussage zu nehmen. Schade.

Update vom 17.10.: Hier habe ich eine Lösung für den HTC Touch Diamond zusammengefasst...

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Test des HTC Touch Pro

22. September 2008

... ich habe mehrfach darüber genölt, dass ich vom HTC Touch Pro enttäuscht bin. Wen´s interessiert, warum das so ist, der kann dies jetzt in meinem Test nachlesen... :-)

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Sprachbarrieren bei verteilter Entwicklung

22. September 2008

... sind manchmal schon "witzig"... wobei das immer auf den Standpunkt desjenigen ankommt, der davon betroffen ist. Gerade erlebt zwischen einem Betatester einer Software und dem Entwickler aus einem nicht näher genannten Ostblockstaat:

Entwickler: "Could you please try to reproduce the following steps: [...] 10x".

Tester: "you mean I have to do this 10 times? I'm sure I already did it, but will do it now again."

Entwickler (3 Stunden später): "[...] and 10x is my shorcut for "Thanks" but it's good you tried 10 times. :-)"

... mal abgesehen davon , dass ich Thanks nicht "Tenx" aussprechen würde, durchaus ein Ansatz der Erklärung... :-D

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Neue HTC-Geräte

17. September 2008

Kabooom... und wieder hat HTC in einem Gesamtschlag das neue Produktportfolio für die nächste Serie vorgestellt. TouchFLO 3D ist die Bedienoberfläche der Stunde, und darum ranken sich drei mehr oder minder bekannte Geräte:

Der HTC Touch HD, seit einigen Tagen bereits auf einigen Seiten zu sehen, wird das bisher stärkste Angriff auf das iPhone: WXGA-Display (800*480), 512 MB ROM, 288 MB RAM, Quadband GSM/GRPS, UMTS/HSDPA,  802.11 b/g WLAN, Bluetooth, A-GPS, der vom Touch Pro bekannte 1350 mAh Akku und ein microSD-Slot. Und noch spannender: gerade mal 12mm dick und damit knapp dünner als das iPhone.

Der HTC Touch Viva (quasi der ursprüngliche Touch mit TouchFlo 3D) und der HTC Touch 3G (zusätzlich mit HSDPA-Unterstützung) komplettieren die „Nachfolgereihe“ des Diamond und Pro. Ein Marktstart wird für Ende des Jahres erwartet.

Der HD ist sicherlich das "Dauergrinsen ins Gesicht zauber"-Gerät... riesiges Display mit der momentan höchsten Pixeldichte (Auflösung inm Verhältnis zur Grösse), die beste Bedienoberfläche für Windows Mobile und ein extrem schickes Äusseres. Die beiden kleineren "Kollegen" fallen dagegen ein wenig ab, dürften aber im Sog des HD durchaus Absatz finden.

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Das bessere iPhone? Test des Samsung Omnia SGH-i900

12. September 2008

Okay. Ich nehme die Watsche. Der Vergleich von iPhone mit Gerät X nervt mittlerweile. Allerdings: Kaum ein Gerät fordert dies so heraus wie das Samsung Omnia SGH-i900. Sowohl vom Design als auch von der Ausstattung her.

Und leider... leider ist das Ergebnis meines Tests zweischneidig. Ja, das Omnia setzt das um, was das iPhone bietet, das Design ist klasse, die integrierten Menüs setzen Windows Mobile in eine echte Touch-Bedienung um, die Haptik ist schlichtweg genial, Akkulebensdauer fast die doppelte vom iPhone (was heute mit der Firmware 2.1 ja begradigt werden soll). Aaaaaaber: Ein Gerät. das mindestens einmal am Tag in den ewigen Schlaf geht und sich (obwohl es im Hintergrund noch weiterläuft) nicht mehr einschalten lässt, ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss.

Vielleicht reissts ja der HTC Touch HD raus... :-D

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Ein wenig enttäuschend: HTC Touch Pro

10. September 2008

Ich weiss nicht... bin ich wirklich zu kritisch oder zu anspruchsvoll in der letzten Zeit? Seit zwei Tagen habe ich den Touch Pro in den Händen, und ich bin enttäuscht. Irgendwie erinnert er mich an mich selbst: Wäre er ein wenig weniger dick, dann wäre er schön ... :-D

Im Ernst: die Kombination von Tastatur und dem "dicken" Akku (sinnbildlich und kapazitativ) macht den Pro im Vergleich zum Diamond mehr als doppelt so dick. Hin ist der schlanke Gesamteindruck des Diamond, die Hemdentaschentauglichkeit, da ist der Klotz.

Und irgendwie wähnte ich den Werbungen entnehmen zu können, dass er "alles mögliche an neuen Features hätte"... die suche ich noch vergeblich. Die "sich alleine nicht mehr öffnende Tastatur" (ich hatte eine Sperre hineininterpretiert, die z.b. bei hochkant liegendem Gerät die Tastatur magnetisch oder wie auch immer arretiert) finde ich nicht (die Tastatur schon, aber den Unterschied zum Kaiser oder anderen Geräten mit Schiebetastatur nicht :-) ), TouchFLO 3D scheint zum Diamond mit dem ersten Update unverändert etc.

Langsam akzeptiere ich, dass es eine übersteigerte Erwartungshaltung war, denn objektiv ist der Pro ein sehr gutes Gerät, und mit seiner vierzeiligen Tastatur (das erste Gerät mit einer separaten Zeile für die Nummerntasten) für den unterwegs viel Schreibenden sicherlich gut, aber zurück zur Erwartungshaltung: Darf man nicht "ein wenig mehr" von einem Gerät erwarten, dass zwei Drittel mehr kostet?

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Test des Hewlett Packard HP iPAQ 914C online

3. September 2008

... und zwar hier.

Ich bin beruhigt... nach meinen katastrophalen Erfahrungen mit dem iPAQ 614C (dem ersten Smartphone dieser Generation) hatte ich Allerschlimmstes befürchtet... und soooo schlecht ist der 914C nicht.

Im Gegenteil: Ich würde ihn gar als "besten Blackberry auf dem Markt" bezeichnen, auch wenn das fast schon ironisch klingt. Er ist ganz klar auf MEssaging ausgerichtet, wird demjenigen, der unterwegs Mails und SMS schreiben muss, auf Grund der Tastatur und der Akkulaufzeit viel Freude bereiten.

Was HP vollkommen ausser Acht gelassen hat, ist die in letzter Zeit so hochgepriesene Usability. Keine Fingerbedienung, keine bunten Plugins, alles ist trist und funktional. Und ich erwische mich dabei, dass genau das einen eigenen Reiz hat: Ein Gerät, dass man der Funktion wegen benutzt, und nicht, um damit vor dem Kreise gaffender Teschnik-Groupies zu posen.

Und genau da sehe ich die Nische des 914C... Quasi der Nadelstreifenanzug der Windows Mobile-Geräte. :-)

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Windows Mobile und die Touch-Bedienung des iPhones

25. August 2008

Auch wenn der Vergleich in vielen Bereichen mittlerweile angegriffen erscheint: Für viele Anwender ist das Apple iPhone das Maß aller Dinge, wenn es um die Bedienbarkeit eines mobilen Gerätes geht.

Dies liegt nicht nur, aber doch zu einem großen Teil daran, dass das Display des iPhones mit dem Finger ganz fein bedienbar ist. Versucht man eine ähnliche Genauigkeit mit einem Windows Mobile-Gerät zu erreichen, dann ist dies kaum möglich.

Ist also Apple technologisch so weit voraus, wie die Befürworter auf Grund dieser Tatsache behaupten?

Wie in vielen „Glaubenskriegen“, in denen es scheinbar nur eine „richtige“ Seite gibt, liegt die Antwort irgendwo dazwischen. Was selten betrachtet wird: Ein iPhone ist auf Grund der beim Display verwendeten Technik nicht über einen Stift bedienbar, feine, ganz genau gezielte Berührungen sind somit relativ schwierig, weil die Position des „angetippten“ Punktes quasi nur gemittelt werden kann.

Jetzt könnte man sagen, dass das relativ egal wäre, wenn man komplett auf eine Touch-Bedienung umstellen würde. Leider ist dies aber nicht möglich bzw. nicht realistisch, denn es gibt Märkte, die eine Stiftbedienung erfordern (vor allem im fernen Osten). Da bleibt nur die Lösung, das Beste aus der Situation zu machen und unter Beibehaltung der Stiftbedienbarkeit soviel Fingerbedienbarkeit wie eben möglich zu implementieren.

Vergleicht man beispielsweise den HTC Touch Diamond mit dem iPhone, dann fallen zwei Dinge ins Auge:

1.) Reaktion des Geräts:

Das iPhone reagiert sichtbar schneller und direkter auf die Gesten des Benutzers. Dies hat natürlich auch einen Hintergrund: Windows Mobile differenziert zwischen einem Tippen des Stiftes und einem „Anklicken“ mit dem Finger, einfach zu verdeutlichen an einem Beispiel: In einer Listendarstellung (ob nun im Windows Explorer oder im Internet Explorer/Opera) kann ein Streichen mit dem Finger zwei Funktionen haben: Zum einen kann der Anwender mehrere Einträge markieren wollen, vielleicht will er aber auch nur durch die Liste Rollen. Während Windows Mobile beides erlaubt, beschränkt sich das iPhone auf die Funktion des Rollens und kann natürlich direkter reagieren.

2.) Präzision:

Auch wieder an einem Beispiel: Findet man nach dem Tippen eines Textes eine Fehler und muss mitten in den Text hinein springen, um diesen zu korrigieren, dann funktioniert das bei einem Windows Mobile-Gerät mit dem Stift oder Fingernagel problemlos.  Beim iPhone drückt man den Finger aufs Display, erhält dann eine Lupe über den Textabschnitt und muss durch Druckverlagerung mit dem Finger den Cursor positionieren. Auch hier ist der Grund wieder die Technik: das iPhone nimmt die Berührung von Bereichen auf und kann keine  präzisen Positionsangaben weitermelden.

In der Summe gibt es Vor- und Nachteile für beide Bedienmodelle. Nach häufigen Wechseln zwischen iPhone und Windows Mobile-Gerät in den letzten Wochen stellen sich für mich genau zwei Faktoren heraus: Die Bedienung des iPhones ist intuitiver, weil es direkt und verzögerungslos reagiert... aber für viele Tätigkeiten ist es viel zu ungenau.

Windows Mobile wiederum punktet genau an der Stelle: Will ich einen Link aus einer Liste auswählen oder präzise im Text navigieren, dann ist Windows Mobile deutlich im Vorsprung... unterstützt aber trotzdem auch die Fingernavigation, spätestens seit TouchFLO 3D auch einer Form, die intuitiv ist und Spass macht.

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Amazon-Verwirrungen, Teil III

20. August 2008

Ich schätze Amazon. Vom Service her, von der Preisgestaltung, von der Reaktion auf Reklamationen. Punkt. Allerdings sind teilweise die Wege von Bestellungen - vorsichtig gesprochen - sonderbar.

Am Montag hatte ich den HP iPAQ 914C Business Messenger bestellt, zum im Vergleich zu anderen Online-Händlern günstigen Preis von 447,95. Lieferbarkeit:

Verfügbarkeit: Auf Lager. Verkauf und Versand durch Amazon.de.

Gestern Abend dann hatte ich kontrolliert, wie der Status ist, weil ich eben noch nicht die erwartete Versandbestätigung hatte. Als Liefertermin stand in meinem Konto "15. September bis 1. Oktober". Hallo?

Eine Kontrolle des Artikels ergab eine Preissteigerung um fast 30 Euro, Lieferstatus:

Verfügbarkeit: Auf Lager. Verkauf und Versand durch Amazon.de.

Nun ist Amazon schnell dabei, Preise nach oben wie nach unten zu ändern, hält aber immer den (niedrigeren) Preis bei Bestellung ein bzw. senkt den Preis, wenn der Artikel beim Versand weniger kostet. Das konnte kein Faktor sein... warum wird er aber erst in 4-6 Wochen versendet? Kein Problem: Amazon hat einen hervorragenden Kundenservice, der (meist) schnell und problemorientiert antwortet. Schnell in diesem Fall ja, problemorientiert... lest selbst:

Es tut uns sehr Leid: Der gewünschte Artikel "Hewlett Packard IPAQ 914C BUSINESS MESSENGER Smartphone " aus Ihrer Bestellung (Bestellnummer siehe Betreff) ist noch nicht bei uns eingetroffen.

Es besteht kein Grund zur Sorge. Sie bekommen den Artikel zum alten Preis EUR 447,95 von uns.

Darf ich nochmal rekapitulieren: Die ganze Zeit war der Lieferstatus:

Verfügbarkeit: Auf Lager. Verkauf und Versand durch Amazon.de.

Wie vertragen sich die Aussagen "Auf Lager" und "noch nicht bei uns eingetroffen"? Heute morgen habe ich es dann telefonisch probiert, und bekam folgende Aussage:

Wie mit Ihnen besprochen, habe ich in unserem Versandzentrum nachgefragt und kann Ihnen Folgendes mitteilen:

Der Artikel "Hewlett Packard IPAQ 914C BUSINESS MESSENGER Smartphone" ist zur Zeit nur bei unserem Logistikpartner auf Lager. Dieser versendet leider mit per Premium.

Meine Bitte an Sie ist daher folgende:

Aendern Sie bitte den Versand auf Standardversand. Dann kann der Logistikpartner die Ware umgehend an Sie versenden. Der Versand ueber Amazon.de kann erst wie angegeben in 4 - 6 Wochen erfolgen.

Hä? Wie vertragen sich denn die Aussagen "Versand duch Amazon.de" und "nur bei unserem Logistikpartner..."? Wie auch immer: Versandart geändert, Liefertermin passt sich automatisch an. Hoffen wir mal, dass nicht mit dem Spediteur für Grossgeräte verschickt wird... :-)

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Stabilität des iPhones 3G vs. Windows Mobile

15. August 2008

Ich bin beruhigt. Die immerwährenden Meckereien über die Instabilität von Windows Mobile sind die eine Seite. Und ich gebe zu, dass ich vermehrt unwirsch darauf reagiere: Zum einen hat jedes System seine Schwächen (und Windows Mobile nicht "besonders" viele), zum anderen kann man mit wenig Nachforschung fast immer eine Zusatzapplikation eines Drittherstellers dafür verantwortlich machen... und eben nicht das Betriebssystem. Das ist aber natürlich aufwändig, viel einfacher ist es, einfach mal wieder auf Windows einzuschlagen (merkt man mir an, dass ich gerade wieder eine frucht- und ergebnislose Diskussion zum Thema hinter mir habe?!)

Apple wiederum präsentiert sich ja immer als Heilsbringer sowohl im Bereich der Security als auch im Bereich der Stabilität und Performance. Und gerade das ist etwas, was mich am iPhone 3G vermehrt nervt: Es ruckelt, es stockt, es hängt sich teilweise auf. Und das ganz "blank", ohne installierte Zusatzprogramme (wo man fairerweise das selbe Argument für AppStore-Applikationen gelten lassen müssten wie bei Dritthersteller-Applikationen unter Windows Mobile).

Einen absolut lesenwerten Artikel dazu findet man hier... und den Aussagen kann ich zu 100% zustimmen. Der Titel "Congratulations Apple, you made the iPhone less stable than Windows Mobile" trifft es da hervorragend.

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Der Multimediagap iPhone/Windows Mobile

11. August 2008

Einer der Punkte, bei denen Windows Mobile im Hinblick auf "Qualität" wirklich noch nacharbeiten muss, ist der der Multimediaanwendungen. Ich kenne keinen Benutzer, der den Windows Media Player tatsächlich als komfortabel und schick betrachtet, viele aber nutzen ihn natürlich doch: MP3s und andere Mediendateien gibt er ja auch problemlos wieder.

Apple hat mit der iPod-Anwendung (die auf iPhone und iPod Touch gleich ist)  eine runde, stabile und schicke Anwendung geschaffen, mit der das Heraussuchen der Musik, die man gerade hören möchte und die Bedienung der Wiedergabe einfach Spass machen. Keines der mir bekannten Windows Mobile Drittanwender-Tools ist vergleichbar, ausser vielleicht der Medienwiedergabe am HTC Touch Diamond, die sich stark am iPod orientiert.

Nun man man vom "Prinzip iTunes" halten, was man will. Zugegeben: Es ist deutlich handhabbarer, einfach MP3s auf eine Speicherkarte zu kopieren, auf dem Windows Mobile-Gerät automatisch die Medienbibliothek aktualisieren zu lassen und zu hören. Und auch die Tatsache, dass der iTunes-Store DRM-geschützte Musik anbietet und damit die Verwendung arg eingeschränkt ist, ist bekannt und sorgt nur bedingt für Begeisterung.

Für mich ohne Frage aber ist das Ganze ein Paradebeispiel für die saubere Integration und Umsetzung verschiedener Dienste: Ich habe am Samstag Billy Bragg Complete 1 & 2 bei iTunes gekauft, während ich im Kinokeller einen Film ansah.  Knappe 200 Musikstücke waren herunterzuladen, alles per WLAN auf das iPhone. Mittendrin im zweiten Paket brach die Verbindung ab (Keller ist halt Keller). Was nun? Kein Problem: Beim Anschluss des iPhones an den PC wurden erst die bereits heruntergeladenen Musikstücke auf den PC geladen, dann die noch fehlenden am PC von iTunes heruntergeladen und dann wiederum aufs iPhone kopiert. Ohne Verluste, in genau richtiger Reihenfolge, sauber eben.

BTW: Kaum jemand kennt Billy Bragg in Deutschland. Dabei ist der Mann (vor allem nur mit Gitarre und Mikro bewaffnet) einfach nur genial. Bitter, zynisch, den virtuellen Finger in die Wunden unserer Gesellschaft legend. Vor Jahren hatte er mit "Waiting for the Great Leap Forward" ein Lied rund um die Rückständigkeit des Kommunismus und das Warten auf Fortschritte geschrieben, was mittlerweile von den Anspielungen lang veraltet ist. Wer Zugang zu iTunes hat: Hört Euch die aktualisierte Version auf die heutige Zeit aus "Live in London" an: Zum Brüllen komisch!

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Omnia vincit iPhone

9. August 2008

Vergil mag mir verzeihen, dass ich sein wunderschönes Motto so verhunze, passt aber gerade. Nachdem ich meine Ernüchterung über das iPhone 3G gerade formuliert habe, steht der Mann in Gelb vor der Tür mit einem kleinen Paket von Samsung. Das Samsung SGH-i900 ist drin... und damit im Moment die zarteste Versuchung, seit es Pakete gibt.

Nun habe ich mir selbst nach der Versandbestätigung vorgeschrieben, dieses Wochenende ganz ins Zeichen des iPhones zu stellen. Also nix mit Ausprobieren. War aber dann der Titel? Vom Design her steht es dem iPhone wenig nach, vom Chrom-Displayrahmen über die Metall-Abdeckung hinten, von der absolut edlen Verpackung, dem Zubehör (mit dem am genialsten verpackten Stift, den ich je gesehen habe), rund und schön. Dazu dann mal eben noch Route 66 vorinstalliert (wie war das beim iPhone mit "GPS nur in der internen Kartenapplikation?") und eine 1GB microSD-Karte zusätzlich zu den 8GB internem Speicher.

Was soll ich sagen? Ich schliess den Karton jetzt weg, versuche mich weiter an meinem iPhone zu freuen und warte auf die kommende Woche... ist fast wie Weihnachten... :-D

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Enttäuscht... :-(

9. August 2008

Jetzt habe ich einen Tag mit dem iPhone 3G verbracht... und meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Ich hätte vielleicht auf den freundlichen Hinweis des T-Mobile-Mitarbeiters der Hotline hören sollen: "Wenn Sie kein GPS brauchen, dann reicht auch das 2.0-Update für das iPhone 2G!". Die Aussage hatte ich zwar mit "damit habe ich auch noch kein UMTS" abgetan, aber in der Summe hat er nicht wirklich unrecht... :-(

Die ersten Eindrücke: Es hat sich im System so gut wie nichts geändert. Schlimmer noch: rein subjektiv ist es langsamer geworden in der Reaktion auf Benutzereingaben. Genau das also, was man beim HTC Touch Diamond so bemängelt hat und was HTC mit dem ersten Update abgestellt hat. Das ist absolut untypisch für Apple...

Was hilfreich ist (wenngleich auch nur für den Firmenanwender und Geeks wie beispielsweise mich... :-) ) ist die Anbindung an einen Exchange-Server mit Push-Funktionalität. Und im Gegensatz zu den diversen "Tests" funktioniert das stabil und ohne Aufhängen, zumindest in den jetzt zwei Tagen, in denen meins kontinuierlich online ist.

Das GPS ist eine prinzipiell feine Sache. Aber eben auch nur prinzipiell. Momentan beschränkt sich der Einsatz auf die zum iPhone gehörende Karten-Anwendung. Suuuuuuper... der Kreis, der bisher nur eine aus Funkzellen und WLAN-Stationen interpolierte Position anzeigte, wird jetzt (wenn die "Ortungsdienste" eingeschaltet sind) durch einen blauen Punkt mit der aktuellen GPS-Position ersetzt. Das wars... Auch wenn TomTom bereits an einer Version des TomTom Navigators für das iPhone arbeitet, der Praxisnutzen ist noch gering... und auch das ist so untypisch für Apple: Gerade das GPS ist ja das "Hardware-Unterscheidungsmerkmal" zum iPhone 2G, und damit besonders hervorzuheben... was aber eben nicht passiert.

UMTS ist fein, aber für mich immer noch kein solcher Faktor (zumal es bei allen Smartphones mittlerweile Standard ist). Zugegeben, im Vergleich mit dem 2G ist der Aufbau von Internet-Seiten deutlich schneller.

Wohl die grösste Enttäuschung: Der App Store. Einer meiner Kritikpunkte am iPhone 2G im Vergleich zu einem jeden Windows Mobile-Gerät war ja die Tatsache, dass Apple die Installation von Zusatzsoftware komplett unterbunden hatte. Seit dem Erscheinen des SDK sind hunderte Applikationen entstanden, die nun - wieder fein unter der Kontrolle von Apple - im App Store, quasi einem iTunes Store für Programme angeboten werden.  Von der Grundidee nicht mal schlecht, zumal man unterwegs eine ansprechende und funktionale GUI hat, mit der man mal eben ein Programm herunterladen kann. Bitter dabei: Viele der Programme sind schlicht in einem Beta-Stadium. iRSS, ein RSS-Reader, hängt sich dauernd auf, wenn er einen Feed updated, Crash Nitro Race (ein hochoffizielles Spiel!) ruckelt wie eine Diashow, ich könnte noch viele Beispiele aufzeigen. Und die meisten Programme kosten zwischen EUR 7,99 und 10,99, können aber nicht ausprobiert werden. Katze im Sack und Frust auf dem Gerät sind vorprogrammiert... :-(

T-Mobile wirbt damit, dass das iPhone 3G das "sich am schnellsten verkaufende Mobiltelefon ist". Das mag sein, und fairerweise ist auf Grund der Preisanpassungen (ich habe für mein 16GB iPhone 3G EUR 269,- bezahlt) und der "offeneren" Tarife das Interesse deutlich höher als beim iPhone 2G, und vergleicht man den entsprechenden iPod Touch (mit 16GB bei Amazon ca. EUR 340,-), dann ist der Gerätepreis in Relation zur Leistung.

Zurück zur Enttäuschung: Wer ein iPhone 2G hat, der kann durch das Update auf 2.0 fast alles machen, was das 3G auch kann (Datenübertragungen durch den Geschwindigkeitsunterschied GPRS/EDGE und UMTS mal ausgenommen). Ein wenig verschieben wird sich dies, wenn echte Navigationsapplikationen verfügbar sind, denn momentan ist die reine Positionsanzeige eher unpeppig....

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Kostenlose Servicehotline...

8. August 2008

... bin ich nicht. Und in der Vergangenheit ist es bis auf wenige Ausnahmen so gewesen, dass niemand auf den Gedanken kam, mich irgendwie privat zuhause anzurufen, um Fragen zu Windows Mobile geklärt zu zu bekommen. Gut so! Ich antworte schnellstmöglich im Forum und per Email, nehme mir aber durchaus die Freiheit, diesen "kostenlosen Service" meinem normalen Leben anzupassen. Und das geht eben telefonisch nicht so einfach, denn da ist eine sofortige Reaktion gefragt.

Letzte Woche Mittwoch dann ein Anruf meiner Frau hier im Büro: "Du, da hat gerade eine sehr nette Dame versucht, Dich zu erreichen. Sie weiss nicht mehr, wie sie an Deine Nummer gekommen ist, aber ruft heute abend nochmal an. Geht wohl um Probleme mit Outlook."

Meine erste Reaktion war nicht druckreif. Wirklich nicht. Statt wie üblich auf die Emailadresse zu verweisen, war die bEva scheinbar so begeistert, dass auch sie der Meinung war, ich solle doch mal telefonieren. Grrr.

Nun kam der Abend, ich telefonierte seit langer Zeit mal wieder mit meinem Musik-Partner in crime Klaus, als das Telefon auf der zweiten Leitung klingelte. Sorry... aber ich telefoniere, und auch die wildwütende Gestik der bEva konnte mich nicht davon abhalten, das Gespräch fortzuführen. Dreist aber fand ich den nachfolgende Information: "Ich habe ihr gesagt, sie soll in 10 Minuten nochmal anrufen."

Ich habe dann 10 Minuten später tatsächlich mein Gespräch abgebrochen, um den Rückruf entgegenzunehmen und war nach fünf Minuten so eingewickelt, dass ich für gestern einen telefonischen "Beratungstermin" rund um Outlook, Pocket Outlook und das Windows Mobile-Gerät vereinbart habe. Warum? Klarer Fokus war "Hilfe, ich habe Fragen, weiss aber nicht, wo ich sie stellen kann. Ein Forum ist für mich ungeeignet, weil ich meine Fragen nicht so klar formulieren kann, dass es nicht ein endloses hin und her gibt." Und noch wichtiger: "Ich bezahle auch dafür!"

Stopp! Bevor mir nun jemand vorwirft, ich würde mich prostituieren wäre geldgeil hätte es nötig würde am Hungertuch nagen: Darum geht es nicht. Tatsächlich habe ich weder eine Bezahlung für das gestrige, knapp über eine Stunde dauernde Gespräch verlangt, noch hätte ich sie angenommen. Wichtig ist mir das Verständnis: Foren-, Blog- und Webseitenbetreiber sind kein Allgemeingut. Der überwiegende Teil - so auch ich - betreiben ihre Präsenzen aus Spass am Thema, dem Verständnis, dass keine "offiziellen" Stellen existieren, die solche Anfragen beantworten, und einer Mischung aus Mitteilungsdrang und "Helfen-wollen". Was ich partout nicht abkann, sind die Besucher, die aus dem (kostenlosen!) Betrieb einer solchen Seite ableiten, dass ihnen nun sofort und umfassend geholfen wird , die sich weder für diese Hilfe bedanken noch akzeptieren, dass bestimmt Probleme nicht remote lösbar sind und dann oft auch noch unverschämt werden.

Wie auch immer: Ich habe gestern eine amüsante Stunde damit verbracht, per Fernverbindung Dinge rund um Outlook und Windows Mobile zu erklären und kleinere Problemchen zu lösen, und am Ende hatte ich

das gute Gefühl, jemandem geholfen zu haben, die nette Dame (die Beschreibung traf es wirklich) hatte wieder Spass an ihrem Gerät... und so waren alle glücklich... :-D

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Wie man einen Diamanten weiter schleift: Updates und Tweaks für den HTC Touch Diamond

30. Juli 2008

Wie ich in meinem Test schon geschrieben habe: Ein Gerät ist nie vollständig ohne Makel, und so ist auch beim HTC Touch Diamond so einiges, was man sich an Verbesserungen wünschen würde.

Beginnen wir mit den internen Dingen: Auch wenn es mir nicht aufgefallen war, der Diamond funkt nur Triband. Macht dem Europäer knapp die Hälfte, wer aber in den USA flächendeckend erreichbar sein will, der wäre schon dankbar über Quadband. Diese Problem hat auch HTC erkannt und bietet mit einem bereits angekündigten Update Abhilfe.

Ebenfalls in diesem Update: Die dringend herbeigewünschten Performance-Verbesserungen der Oberfläche TouchFLO 3D.

Wie kommt man nun an dieses Update? Die Freigabe und damit Verfügbarkeit wird quasi minütlich erwartet. Einfach auf http://europe.htc.com gehen, dort im HTC e-club anmelden, mit der Seriennummer den Diamond registrieren, dann erscheinen kommende Updates im eigenen Supportbereich und können dort kostenlos heruntergeladen werden.

Kommen wir aber zu den kleinen, nicht von HTC selbst unterstützten Verbesserungen: Wie immer ist das TouchFLO eine wunderschöne und funktionale Geschichte, aber so starr, dass nicht jeder Anwender damit zufrieden ist. Mir selbst ist beispielsweise die Anordnung der Register ein Dorn im Auge: Die Wettervorhersage, das ich durchaus häufig nutze, liegt irgendwo hinten in den Registern und muss durch „mühsames“ Schnippen erreicht werden, statt sie direkt auf der ersten Seite der Funktionen antippen zu können. Andere Dinge wie SMS brauche ich gar nicht so oft, die nehmen nur Platz weg und können bei Bedarf ruhig mit etwas Rollaufwand hervorgeholt werden. Anpassungen wie diese (plus die Umordnung der Programme in der gleichnamigen Matrix, den Unlock von Programmen, die vom Provider (T-Mobile, O2) gesperrt wurden), Performance-Tuning für TouchFLO 3D und so spezielle Dinge wie das Ausschalten der Stummschaltung eines Telefonats, wenn man den Diamond auf das Display dreht, finden sich kostenlos hier (kostenlose Anmeldung nötig).

Weitere Tweaks finden sich hier. Interessant dabei: Die Einstellungen für die Empfindlichkeit der Fingerbewegungen (Unterschied zwischen „Wischen“, um durch eine Liste zu scrollen, und Markieren) und vor allem das GPS-Fototagging: Da der Touch Diamond ein GPS und eine Kamera hat, liegt es nahe, die Fotos direkt mit einem GeoTag zu versehen, und damit über entsprechende Programme oder Services direkt mit Orten verknüpfen zu lassen. Von Hause aus bietet das kein aktueller PDA, der Diamond Tweak aber schon.

... und da waren sie noch, die kleinen, netten Spielereien. Mein absoluter Favorit: Die Wasserwaage. Der HTC Touch Diamond ist durch seinen hochgenauen Trägheitssensor in der Lage, die Lage des Geräts sehr genau festzustellen ... den Beweis hat HTC mit dem integrierten Spiel Tweeter angetreten. Genau diese Funktionalität nutzen verschiedene Programme, um den Diamond zur Wasserwaage zu machen, und das nicht nur als Spielerei, sondern funktional und nutzbar. Eine kostenlose Version findet sich beispielsweise hier.

Auch nett: Wenn der Diamond schon einen Beschleunigungssensor hat, und bei Bildern und im Internet automatisch beim "Quernehmen" des Geräts das Display dreht, warum dann nicht auch im normalen Betrieb? Schliesslich ist die Funktion "Bildschirm drehen" im System verankert. Kein Problem, das entsprechende Tool findet sich hier!

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Probleme mit A2DP bei Windows Mobile 6.1

4. Juli 2008

... gibt es eigentlich nicht... zumindest, wenn man der Google-Suche glauben darf. Trotzdem hatte ich bei meinem HTC s100 Headset und sowohl meinem HTX KAiser/TyTN II als auch meinem HTC Touch Diamond (beide mit WM 6.1) das Problem, dass der eigentlich hochauflösende Stereoklang nur auf einer Seite kam. Kleinster gemeinsamer Nenner beider Geräte: WM6.1, und beim einem WM5 MDA Pro funktioniert die Stereowiedergabe einwandfrei.

Leider aber gab es keinerlei Lösungen für dieses Problem, eigentlich ein Indiz dafür, dass es gar nicht existiert. Nach einem Hardreset dann die viel zu offensichtliche Lösung: Auf beiden Geräten setze ich den CommMgr ein, ein kleines Tool, das gesteuert durch Kalender oder Funkzellen Profile setzt... und unter anderem auch den BT-Sender steuert... offensichtlich aber unter Verlust des A2DP-Profils. Beim einen ein Hardreset, beim anderen die Deinstallation, und die Musik ist wieder über Bluetooth und in Stereo... :-)

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Test des HTC Touch Diamond online

2. Juli 2008

Nach meiner Ankündigung und der offensichtlich verbreiteten Ansicht "der Erle hat den garantiert schon" ist meine Mailbox vor Anfragen geplatzt. Bitteschön, da ist er, der Test des HTC Touch Diamond. Und selten hat mir einer so viel Spass gemacht!

Der Kollege Samaschke schreibt es ja schon: Im Vergleich zum iPhone 1.x hat HTC einen meilenweiten Vorsprung herausgearbeitet. Und genau dieser Vergleich führt zu einer Menge an Diskussionen: Warum wird immer wieder das iPhone als Masstab herangezogen? Auch ich selbst, der eigentlich immer die Meinung vertritt, man solle Äpfel nicht mit Birnen vergleichen, hatte ja im November 2007 dem Druck nachgegeben und einen Vergleich Windows Mobile/iPhone geschrieben... mit dem Ergebnis, dass funktional WM überlegen ist, haptisch/vom Bedienkomfort her aber das iPhone durchaus seine Stärken hat.

Aus meiner Sicht zeigt sich hier eine eklatante Schwäche der Windows Mobile-Plattform. Keine funktionale, sondern eine der Außendarstellung: Apple als Hersteller des Endgerätes und gleichzeitiger Entwickler des Betriebssystemes wirbt in eigener Sache und aus eigenem Interesse für die Geräte. Wer Printmedien, Fernsehen und das Internet auch nur sporadisch als Informationsquelle verwendet, der hat keine Chance, das iPhone nicht zu kennen.

Microsoft auf der anderen Seite leidet an seiner eigenen Rolle als reiner "Softwarelieferant". Was im Zusammenhang mit PCs eher unproblematisch ist, wird der mobilen Plattform zum Verhängnis: Die Netzbetreiber bzw. Hersteller passen die "Basis-Version" von Windows Mobile an die Geräte an, und dann läuft ein Gerät in einen Lebenszyklus wie ein jedes Mobiltelefon: Es wird auf der Webseite gelistet, in den Geschäften verkauft, beworben wird aber die Kernkompetenz: Das Netz. Und in der Summe (und ob der geringen Margen der Hardware, die quasi nur als Vehikel für die Erzeugung von Netz-Volumen eingesetzt wird) ist es dem Netzbetreiber - zumindest scheint es so - herzlich egal, mit welchem Endgerät der Endkunde telefoniert oder surft. Ja sogar im Gegenteil: je "standardisierter" ein Telefon ist, desto einfacher ist der Support: "Kennt man ein Nokia, dann kennt man alle."

Was viele aber nicht beachten: Das iPhone ist trotz seines Hypes nicht der Megaseller geworden: Die Bindung an T-Mobile, das verschrobene Tarifmodell, die Unwilligkeit von Apple, das Gerät zu öffnen, all das hat die Laune der potentiellen Anwender gehörig verhagelt. Dazu noch die allgemeine Konsumschwäche genommen spricht jeder darüber, nur wenige aber nutzen es.

Mit dem HTC Touch Diamond ist endlich einmal ein Gerät auf dem Markt, dass innovativ ist, das schick und leistungsfähig zugleich ist. Auch wenn sich der Windows Mobile- oder gar Microsoft-Hasser schwer vom Gegenteil überzeugen lassen wird, der Otto-Normalverbraucher mit einer durchschnittlichen Technik-Affinität wäre begeistert ... wenn er davon wüsste.

Liebe Microsoft-Marketing-Strategen: tut was! Schaltet Anzeigen, dreht Werbeclips, bombardiert die nach Perfektion lechzende Mitwelt mit der Nachricht, dass es Alternativen zum iPhone gibt und das auch die mobile Version von Windows Komfort und Bedienspass bietet!

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HTC Touch Diamond - Der iPhone-Killer!

1. Juli 2008

Man beachte: Ausrufezeichen statt Fragezeichen! Nach drei intensiven Tagen mit dem Touch Diamond, Erfahrungen mit iPOD Touch und iPhone, einer gehörigen Portion Eingangsskepsis und einem seit drei Tagen nicht weichen wollenden Grinsen im Gesicht steht mein Urteil fest: Der HTC Touch Diamond ist bei weitem und seit langer Zeit endlich mal wieder ein innovativer und riesigen Spass machender PDA, der auf Grund seiner vielen "Usability-Features" (all die kleinen netten Dinge, die einfach die Bedienung angenehm machen) alles in den Schatten stellt, das bisher zu bekommen war.

Natürlich hat er auch Macken (bei hoher Speicherauslastung durch viele laufende Programme ist er nicht der Schnellste, manche Tastenbelegungen sind eher gewöhnungsbedürftig), aber das tritt in den Hintergrund, wenn man das Gesamtbild sieht.

Der Test folgt noch diese Woche auf der World of PPC!

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Test des GSmart t-600 (t600) Windows Mobile DVB-T-Phones

10. Juni 2008

Es ist EM... das Wetter ist fein, und irgendwie die Motivation gering, bei "unwichtigeren" Spielen drinnen vor der Glotze zu hängen. Dumm auch, wenn man gerade zum Anpfiff noch unterwegs ist. Kein Problem: GSmart hat mit dem t600 ein Windows Mobile-Gerät auf den Markt gebracht, das einen integrierten DVB-T-Tuner hat. Nicht DVB-H, das netzbetreiber-gewinnmaximierende Handy-TV, sondern DVB-T, das kostenlose "Überall-TV". Ganz nebenbei noch ein superscharfes VGA-Display, ein Telefon, Bleutooth, WLAN und viele kleine Anpassungen von Windows Mobile 6, die die Bedienung erleichtern.

Neugierig geworden? Zu Recht... hier ist mein ausführlicher Test.

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Der Touch Diamond nicht mehr lieferbar (und andere Amazon-Anomalien)

7. Juni 2008

Ich sags mal so: Nach meinem Nigeria-Abenteuer (siehe unten) wundert mich ja nix mehr... aber die Mails die Amazon momentan verschickt, sind schon ein wenig ... ich sag mal ... sonderbar:

Vorgestern die Horrormeldung: Amazon kann den HTC Touch Diamond im Moment nicht besorgen:

Guten Tag,

wir versuchen noch immer, den / die folgenden Artikel, die Sie am 07. Mai 2008 10.48 MEST bestellt haben (Bestellnummer #028-7257694-xxxxxx), zu besorgen:

"HTC P3700 Diamond (Touch-Screen, GPS, UMTS) Smartphone ohne

Branding"

http://www.amazon.de/gp/product/B0018YYS9G

Leider ist dieser Artikel schwer zu bekommen.

Besteht Ihr Interesse an diesem Artikel weiter? Wir versuchen gerade, den Artikel noch fuer Sie zu beziehen. Bitte haben Sie noch ein wenig Geduld. Wir koennen allerdings nicht garantieren, dass der Artikel noch erhaeltlich ist. Falls Ihnen die Wartezeit zu lange wird, koennen Sie die Bestellung natuerlich jederzeit stornieren, solange sie sich nicht im Versandprozess befindet.

Ach so... der ist schwer zu bekommen? Könnte das daran liegen, dass er noch gar nicht auf dem Markt ist?!:-D

Schön aber auch die Lastverteilung auf die Auslieferungs-Dienste gestern Abend:

Ihre Bestellnummer 028-8463629-9993121 (eingegangen 05-Juni-2008 )

---------------------------------------------------------------------

Bestellt Titel Preis Versandt Zwischen-

summe

---------------------------------------------------------------------

Amazon.de Artikel (Verkäufer: Amazon EU S.a.r.L.):

1 Lethal Weapon 1 - Zwei sta... EUR 10,97 1 EUR 10,97

Der Artikel wurde an unseren Spediteur für Großgeräte übergeben.

Dieser wird Sie innerhalb der nächsten zwei Werktage kontaktieren um

einen Liefertermin zu vereinbaren.

Nur zur Vervollständigung: Es ging um eine HD-DVD. Sollte ich verpasst haben, dass die in einem Kühlschrank verpackt kommt? Ich bin gespannt... :-D

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Datendösel oder "Don´t push it, baby!"

19. Mai 2008

Immer das selbe... und offensichtlich nicht nur, wenn ich in Seattle bin. Gestern wechsle ich den PDA, mache mich mit Hund und kleinem Sohn auf in den Park und wundere mich beim nach Hause kommen, warum ich Mails im Outlook, aber nicht auf dem PDA habe.

Manuell gesynced, Mails sind da. Neue Mail an mich selbst geschrieben, im Outlook da, am PDA nicht. Manuell gesynced, Mail ist da. Das ganze Spiel inklusive runterfahren und neustarten des PDAs, Wechsel des PDAs eine halbe Stunde gespielt. Gottseidank habe ich vor dem Neustart des Servers (der es ja schliesslich auch hätte sein können, wenn nicht gepushed wird, kann auch nicht empfangen werden) festgestellt, das parallel die UMTS-Verbindung immer mal wieder zusammenbrach. Die wiederum ist aber die Basis des Pushens neuer Elemente. Da kommen dann so neue, noch nie gesehene Fehlermeldungen wie "Überprüfen Sie ID und Kennwort, oder wählen Sie den Authentifizierungstyp ggf. neu aus". Ein Anruf bei der vodafone-Hotline dann brachte die (unbefriedigende) Lösung: Die Datendienste sind gestört... man arbeitet dran.

Warum muss sowas eigentlich immer passieren, wenn ich gerade etwas tue, das potentiell "schuld" sein könnte? :-(

Störungen in den Datendiensten können immer mal wieder passieren. Allerdings: Dass diese nicht von gestern gegen 1700 bis heute um 09:00 zu lösen sind, und ein weiterer Anruf bei der Hotline ergibt, dass sie "gegen frühen Abend" mit der Lösung rechnen, ist bitter. Manuell synchronisieren zu müssen ist so ... so... vorsintflutlich... :-D

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Begegnungen...

15. Mai 2008

... die einem den Glauben an normale Kommunikation und Miteinander zurück geben, sind selten, aber es gibt sie.

Gestern landete der HTC Touch, zu dem ich meine Frau endlich überreden konnte (nachdem ihr QTek 8500 sich langsam in alle Einzelteile auflöste) statt in ihren Händen in der Packstation um die Ecke.

Wer das Prinzip Packstation noch nicht kennt: Entweder meldet man sich aktiv an, und kann dann seine Packstation als Empfängeradresse für Päckchen und Pakete angeben. Alternativ liefert DHL Sendungen, bei denen man nicht zuhause war, in eine Packstation ein, statt sie zum Postamt zu bringen.

In jedem Fall ist der Vorteil, dass eine Packstation 24 Stunden geöffnet ist, man also beliebig seine Sendungen abholen kann, ohne auf Öffnungszeiten oder Wochenenden Rücksicht zu nehmen. Dazu erhält man eine Benachrichtigungskarte mit Barcode, die dann an der Packstation gescannt wird und das entsprechende Fach öffnet, in dem sich das Paket befindet. Vorher allerdings muss man sich über ein Touchscreen durchhangeln und seinen Namen eingeben und für das Paket unterschreiben. Hochtechnisch also, aber nicht unbedingt vollständig intuitiv.

Nun komme ich gestern an meine Packstation und sehe dort ein älteres Pärchen stehen. Mein erster Gedanke: "Oh je, das dauert!". Im gleichen Moment habe ich mich in den sprichwörtlichen Allerwertesten getreten, denn die Gleichsetzung "ältere Leute" mit "technikunerfahren" hinkt immer mehr. Näher kommend aber stellte sich meine Befürchtung als nicht ganz so fern der Realität heraus: Die beiden tippten wild auf dem Display herum, waren sich vollkommen uneins, was sie nun machen mussten und in der Summe schlicht überfordert. Auf meine Frage "Darf ich Ihnen helfen?"  schallte mir ein aus ganzem Herzen geseufztes "Ja bitte... Sie schickt der Himmel! Unsere Tochter ist im Urlaub, und wir müssen jetzt das Paket abholen...". Kurz erklärt, wie´s funktioniert, das Paket "befreit", und die beiden zogen unter wiederholten Dankes- und Erleichterungsbekundungen von dannen.

Einfach schön dabei: Zum einen die Tatsache, dass die beiden sich augenscheinlich darüber freuen, dass es noch Mitmenschen gibt, die sich dann hilfreich einschalten. Zum anderen, dass ich mich darüber freue... :-)

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Mangelnde Innovationen oder „Wir hinken immer hinterher“

8. Mai 2008

Die Pressekonferenz von HTC zum HTC Touch Diamond hat wieder eine Diskussion losgebrochen, die eigentlich gar nicht neu ist. Als ich im April in Redmond mit vielen weiteren Experten zusammen saß, war auch das Thema. „Windows Mobile hinkt immer hinter der Konkurrenz hinterher.“

Der Touch Diamond ist da ein schönes Anschauungsobjekt: Als am 09.11.2007 das iPhone auf den Markt kam, waren alle voller Lob über seine Haptik, die Medienwiedergabe, die Gestenbedienung am Display. Ohne den Begriff „iPhone-Killer“ in den Mund nehmen zu wollen, aber genau das kommt dem geneigten Betrachter beim Diamond in den Sinn. 4GB Festspeicher, Touch 3D mit Gesten, Medienwiedergabe massiv „aufgehübscht“, all das kommt auf die Windows Mobile-Plattform... nur eben ein Dreivierteljahr später. Konsequenz im Eindruck: Eben jenes „hinter den Trends herlaufen“.

Aber ist das so? Meiner Meinung nach ist es ein Vergleich (verzeiht mir den unfreiwilligen Wortwitz) von Äpfeln und Birnen. Sicherlich ist in der Vergangenheit der Fokus für Windows Mobile als mobiles Betriebssystem und die entsprechenden Geräte weniger die Haptik und ausgeklügelte Bedienung gewesen, sondern platt und einfach die Funktionalität. Man kann sich trefflich streiten ob nun das iPhone, ein Nokia oder ein Windows Mobile-Gerät „besser“ oder „innovativer“ sind – denn das liegt im subjektiven Empfinden des Benutzers und seiner Anwendungen -, aber eines ist sicherlich unstrittig: Es gibt keine Plattform, die früher funktionale Innovationen umsetzt als Windows Mobile. Nehmen wir die Synchronisation mit einem Exchange-Server. Das iPhone bekommt sie auf massives Drängen des Markes ein Dreivierteljahr nach Marktstart, auch die diversen Nokias haben erst nach langer Zeit die entsprechende Microsoft-Technologie lizensiert.

„Das interessiert aber den Privatanwender nicht!“? Richtig ist, dass kaum ein Privatanwender einen Exchange Server zuhause stehen hat. Richtig ist aber auch, dass der Markt der „Hosted Exchanges“ bei allen Internet- und Email-Anbietern in den letzten Jahren massiv geboomed ist. Warum nur?

Nehmen wir stattdessen Consumer-Anwendungen: GPS-Navigation, Anfang 2001 auf dem Pocket PC mit der ersten Destinator-Version etabliert, findet langsam den Weg auf andere Systeme: Nokia hat es entdeckt, Apple ziert sich noch. Wer in der Dämmerung auf der Autobahn aufmerksam in die Cockpits vorbeifahrender Autos schaut, der erkennt eines ganz schnell: Navigation ist ein Riesenthema. Und, nehmen wir die Nischenanbieter aus der Kalkulation, das Gros der Geräte hat Windows CE .NET an Bord, entweder als Unterbau für Windows Mobile oder als Betriebssystem der diversen PNAs. Auch hier: Windows Mobile hat den Trend gesetzt, statt ihm hinterherzulaufen.

Nächstes Beispiel: Die ersten Windows Mobile-Versionen war sicherlich visuell spartanisch, dafür gab es aber von Anfang an eine Vielzahl von Zusatzprogrammen. Und hier reden wir nicht von dem kleinen Spielchen für zwischendurch, sondern von einem Spektrum, das sich vom Entertainment-Bereich über Produktivitätstools (wie Projektplanung, Mindmapping, flexible Datenbanken, Lagerhaltung) bis hin zu Freizeitanwendungen wie Reiseführern, Geocaching- Anwendungen, Fitnessplanern erstreckt. Keine mobile Plattform hat so viele unterschiedliche Programme zur Verfügung, die auf ein und dem selben Gerät situativ eingesetzt werden können. Nokia/Symbian/UIQ? Nicht zu vernachlässigen, aber alleine auf Grund der Softwarearchitektur nicht vergleichbar. Das iPhone? Apple hat sich vermeintlich erfolgreich durchgesetzt, den Kuchen ganz alleine aufzuessen und ein System geschaffen, das abgeschottet vor Drittherstellern einen festen Satz an Anwendungen integriert hat, aber nur über offizielle ROM-Updates erweitert werden kann (Jailbreak – für den nicht iPhone-Befallenen die mühsame Befreiung des iPhones von den Apple-Restriktionen – mal außen vor). So recht gelungen ist dieses Robinson-Prinzip aber nicht: Recht schnell schob Steve Jobs die Ankündigung eines SDKs, einer Softwareentwicklungsumgebung für das iPhone, hinterher. Genützt hat es nichts, denn die Verkaufszahlen sind nach dem Erstverkaufsboom alles andere als zufriedenstellend.

Diese Ausführungen theoretischer Natur umgesetzt in ein Praxisbeispiel: Ich bin sicherlich sehr Technik-affin und unabhängig von meiner Überzeugung, dass Windows Mobile in der Summe die überlegene Plattform ist, gerne zu Ausflügen auf andere Plattformen bereit. Das iPhone war somit eine logische und quasi unvermeidliche Anschaffung. Und ich muss zugeben, es hat Spaß gemacht, sich mit einem haptisch und ergonomisch „besonderen“ Gerät zu beschäftigen – einfach, weil es im Vergleich zu den Windows Mobile Geräten etwas neues, ungewohntes war. Nach kurzer Zeit aber hat sich die Begeisterung des Neuen soweit abgenutzt, dass das „Spielen“ mit dem Gerät einem „Nutzen“ weicht. Und genau da war für mich die Zäsur, die das iPhone mehr und mehr auf den Schreibtisch verbannt hat: Ohne Erweiterbarkeit, ohne Navigation, ohne vernünftige Anbindung, all die Faktoren also, die ein Windows Mobile-Gerät seit jeher mitbringt, nützen Design und Ergonomie in der Praxis nicht wirklich viel.

Und um auf den Ausgang wieder zurückzukommen: Wenn ein System, das funktional deutlich vor der Konkurrenz sitzt, sich die Muße leistet und auch vom Design und der Bedienbarkeit zu den Mitbewerbern aufschließt, dann ist dies für mich ein weiterer Ausbau der dieses Vorsprungs und nicht ein „Hinterherhinken“.

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Retrogeräte und deren Auswirkungen

8. Mai 2008

Mir ist langweilig... sagte ich das schon? Die Option auf das GSmart t-600 Mitte des Monats und den HTC Diamond irgendwann im Juni helfen mir HEUTE nicht... und so habe ich nach dem Treo 750 ganz tief in die Kiste der Erinnerungen gegriffen und mir ein Motorola MPx 200 für einen Appel und ein Ei neu gekauft. Gibt´s noch... auch wenn neu eher „instandgesetzt“ heißt. Macht aber nichts, sieht aus wie neu... und ist für mich vom Aussehen her immer noch eines der schönsten Windows Mobile-Telefone, die es gibt.

Und da wollte Andreas „eben mal schnell“ den Zugang vom Exchange einrichten... Standard halt. Danach dann auf den Balkon (weil der Zugang zum Garten, auch Wohnzimmer genannt, von einer geifernden Horde gefrierdosensüchtiger Xanthippen okkupiert war: Tupperparty halt. :-D

Wie auch immer: Die Gedanken um Balkon oder Garten waren eh hinfällig, denn offensichtlich trübt die Erinnerung. Ja, es hab noch Zeiten, in denen das Betriebssystem nicht Windows Mobile, sondern „Smartphone 2002“ hiess, Zeiten, in denen der Outlook Mobile Access noch über eine Zusatzkomponente „Mobile Information Server“ lief und das SSL-Zertifikat zwingend war.

Letzteres allerdings war die Ursache dafür, dass die frische Luft des Abends nur durch das offene Dachfenster genossen werden konnte: Im Gegensatz zu „modernen“ PDAs sucht sich ein Smartphone oder Pocket PC 2002-Gerät nämlich das Zertifikat auf dem Server selbst, und ist dabei ziemlich zickig: Nur vertrauenswürdige Zertifizierungsstellen werden akzeptiert, das selbst generierte SSL-Zertifikat, mit dem jedes Windows Mobile 5 oder 6-Gerät wunderbar klarkommt, führt zu einem „Das Serverzertifikat ist ungültig“, das man von alleine nicht mit Bordmitteln abschalten kann.

Irgendwo im Hinterkopf summte ein „Zertifikatscheck ausschalten“, und die Kombination von Erinnerung und Google brachte dann das Ergebnis: Es gibt ein kleines Tool, dass bei bestehender ActiveSync-Verbindung dem mobilen Gerät sagt, es solle sich nicht anstellen und auch ohne gültiges Zertifikat synchronisieren.

Problem erkennen? 5 Minuten. Problem lösen? Eine Stunde. Artikel auf Ratschlag24 schreiben? 25 Minuten. Für alles andere (und vor allem die Tupperkäufe meiner Frau) gibt es die ... Kreditkarte Eurer Wahl. :-)

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Nix los?

5. Mai 2008

Nee, irgendwie nicht. Die Hersteller halten die Bälle flach, bis die ersten Windows Mobile 6.1-Geräte fertig sind, gross neues kommt momentan nicht auf den Markt. Den Grad meiner Langeweile kann man schon daran erkennen, dass ich mir erst einen Palm Treo 750 und dann ein Samsung SGH-i780 zugelegt habe... beides zum zweiten Mal.

Gerade bei letzterem aber muss ich zugeben, dass die "Pause" Sinn gemacht hat. Mittlerweile habe ich mit realVGA ein Tool drauf, das die 320*320 Auflösung des Samsung "echt" nutzt. Soll heissen: in 96DPI ist der komplette Bildschirm viel kleiner und hochauflösender genutzt als im Windows Mobile-Standard. Und das ist ein Hingucker...

Ein wenig Mut macht mir das Telefonat, dass ich letzten Mittwoch mit Joey Chen von Gigabyte geführt habe. Das GSmart t600 wird in den kommenden Wochen den deutschen Markt "beglücken", und das macht aus mehreren Gründen Spass: Zum einen wegen seines integrierten DVB-T-Tuners, denn damit ist die EM im Biergarten gerettet. Zum anderen wegen seiner geringen Grösse und den 2.6-Zoll VGA-Displays, was nicht nur zum Fernsehen spass machen wird.

Warum mir das Mut macht? Das Sample kommt kommende Woche, und damit ist endlich wieder ein forderndes Spielzeug in Sicht... :-)

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Löschen der Pocket Outlook-Datenbanken

25. April 2008

Jetzt schreit bitte nicht gleich "Hardreset"! Man muss ja nicht gleich mit dem 10-Kilo-Fäustel an seinen PDA gehen, oder? :-)

Es gibt Situationen, in denen man zwar die persönlichen Daten aus seinem PDA löschen möchte, den Programmstand aber gleich lassen möchte. Beispielsweise beim Verkauf des PDAs, nach dem einige Softwarelizenzen, die auf den Prozessor wirken, nicht mehr verwendbar wären.

Dann gibt es Situationen, in denen man seinen PDA aus der Hand geben muss, weil er beispielsweise von einem Kollegen verwendet werden soll, in die Reparatur muss, man sich aber den Reinstallationsaufwand sparen möchte.

Und dann gibt es noch Situationen, in denen man simpel nur den Fehler gemacht hat, sich einen iPAQ 641 zu kaufen (siehe mein Test) und diesen einfach nur zurückschicken möchte... der kleine Mistkäfer sich aber standhaft weigert, der Funktion "Speicher löschen" auch Aktionen folgen zu lassen und den genervten Benutzer nach jedem "Neustart" fröhlich mit seinen eigenen Terminen begrüsst.

Es hätte mich nicht wundern sollen: Warum sollte der 614, wenn er schon bei der Navigation und bei der Telefonie via Bluetooth-Headset nicht das macht, was er soll, ausgerechnet beim Hardreset folgsamer sein? Diese Renitenz kenne ich von meinem kleinen Sohn, da allerdings helfen Drohungen gegen den Lieblingsteddy... :-D

Eine (manuelle) Lösung dafür ist folgende: Man starte ActiveSync auf dem PDA, tippe auf Menü, Server konfigurieren (vor allem dann, wenn man keinen Exchange hat), trage einen beliebigen Server ein, und wähle dann Kontakte, Aufgaben, Termine als zu synchronisierende Elemente an. Das ist eine potentielle Kollision von Daten (per definitionem wäre eine ungefilterte Synchronisation von lokalen Daten mit dem Exchange eher verdächtig, der Exchange sollte immer führend sein), darum fragt Activesync brav nach, ob man die bestehenden Daten auf dem PDA löschen will. Einfach bestätigen, dann die Konfiguration abbrechen und schon sind die Daten verschwunden (was nichts desto Trotz kontrolliert werden sollte!)

Eine Alternative, wenn man einen PC in der Nähe hat: Der Pocket OutlookEraser.

Und wenn alles nicht mehr geht, dann bleibt immer noch der 10-Kilo-Fäustel... :-)

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Mir ist langweilig...

3. April 2008

... und den Rückmeldungen nach geht´s mir nicht alleine so.

Momentan erscheint es mir wie die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Auch wenn Windows Mobile 6.1 "nur" ein minor release ist, scheinbar warten alle Hersteller gespannt darauf und so kommen dieser Tage keine neuen Geräte auf den Markt.

Zumindest aber HP scheint mit dem iPAQ 614  aus dem sprichwörtlichen Quark zu kommen, denn der ist nun für die 16. KW angekündigt (allerdings natürlich mit WM 6.0).

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Der sterbende Schwan, Teil 2

8. März 2008

Ach je... was habe ich da losgetreten? Ich habe gewagt, meinem Zweifel Ausdruck zu verleihen, dass bestimmte HP-Geräte auf den Markt kommen. Und der Sturm der Entrüstung überzeugt mich nicht: "Expansys UK hat den iPAQ 614 schon lieferbar!"

Expansys? EXPANSYS? Gerade bei Neuigkeiten habe ich kaum eine Bestellung erlebt, bei der dann auch der Liefertermin/Lagerbestand stimmte. Und bitte: UK! Expansys US aka MobilePlanet hat ihn noch gelistet, und in der PreOrder nur die UK-Version (!). Ich habe noch keinen iPAQ erlebt, der nicht in den USA seine Premiere hatte. Macht mich das alleine stutzig? Und dann die Tatsache, dass Expansys nicht, wie sonst üblich, die Geräte ausländischer Töchter auch in Deutschland anbietet?

Ich erinnere mich nur gerne an das Motorola MPx: Natürlich ist es auf den Markt gekommen.... wegen seiner technischen Designmängel in Asia/Pacific. Nicht in den USA, nicht in Europa. Mlal im Ernst: Ich persönlich möchte bei einem Gerät, das so viel Vorschuss-Essiggurken bekommen hat, die Sicherheit der Rückgabe haben... aber ich lasse mich dann gerne positiv überraschen!

/Edit: Schon spannend: Jetzt hat HP Deutschland die 600er-Serie wieder auf der Webseite... lieferbar innerhalb von 14 Tagen.

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Der sterbende Schwan: HP und Windows Mobile

6. März 2008

Man darf eigentlich nicht darüber nachdenken. Vor Urzeiten, ich meine mich zu erinnern, dass es Ende 1999 war, schickte sich eine Firma namens Compaq an, mit dem ersten iPAQ die Welt der mobilen Geräte mit Windows-Betriebssystem zu revolutionieren. Was wurden sie belächelt: Im Babel-gleichen Prozessorwirrwarr rund um SH3- und MIPS-Prozessoren und deren Anforderung an eigene Programmversionen wagte man sich, noch eine Variante, "StrongARM" genannt, auf den Markt zu werfen. Schallendes Gelächter allüberall... auch wenn dies schnell erstarb: Microsoft wählte die Konfiguration des iPAQs (Speicheraufteilung, Flash-ROM, StrongARM-Prozessor) kurzehand zum Standard für folgende Versionen des Betriebssystems und alle anderen mussten sich fügenfolgten willig.

Wer in der Historie stöbern mag: Der älteste Testbericht, den ich auf meiner World of PPC noch finden kann, ist der hier). Hach... was waren das noch Zeiten... Aufbruchstimmung, echte Innovation, Mut, gegen den Strom zu schwimmen.. wöchentlicher Kontakt mit der Hotline und Reklamationen von Hardwareausfällen ... :-D

In der Folge etablierte sich Compaq als Vorreiter und Marktführer des noch jungen Pocket PC-Marktes. Geräte wie der iPAQ 5450 (das erste Gerät mit biometrischem Scanner, WLAN und Bluetooth) sind noch heute Meilensteine der Mobilität. Was wenige wissen: HTC, heutiger Quasi-Monopolist für Windows Mobile-Hardware, entstand aus den Entwicklern der ersten iPAQs, die die Zeichen der Zeit erkannten und sich selbständig machten.

Irgendwann dann der Merger mit Hewlett Packard und für den geneigten Fachbetrachter eine klare Aussage: Irgendwie war HP nie so recht gewillt, sich mit dem Thema der "ich bin so klein, doch will ich ein PC sein"-Geräte zu beschäftigen. Auch wenn weitere HP iPAQs den Markt sahen, bis auf den iPAQ hx4700 war der Innovationsfaktor nicht mehr vergleichbar mit Compaq-Zeiten. Da mag zum einen auch daran gelegen haben, dass man sich zusammenrütteln musste, und irgendwie die HP Jornada- und die Compaq iPAQ-Reihe konsolidiert bekommen wollte, auf der anderen Seite war auch die Besetzung eines dedizierten Produktmanagements lange ein Thema.

Ein Beispiel: Kurz vor dem Marktstart des iPAQ 5450 bin ich nach einem kurzen Gespräch und telefonischer Ankündigung bei HP reingestapst, habe mich mit der damaligen Produktmanagerin (Hallo, Ute! :-) ) zusammengesetzt und gefachsimpelt. Fehlende Fakten für meinen Artikel waren schnell gemeinsam gefunden, und man merkte deutlich die Begeisterung für das Produkt. Auch ihr Nachfolger (dessen Weggang zu einem grossen deutschen Carrier später für mich die deutlichste Cäsur war) hatte dieses Schimmern in den Augen, wenn er ein neues Produkt zeigte.

<Schnipp>Zwei Jahre später: Die Kontaktdaten der neuen Ansprechparterin hatte er mir noch gegeben... nur: Ich bekam sie nicht. Telefonisch schwierig, per Mail zäh, irgendwann nach zwei Verschiebungen ein erstes Gespträch... und das Bewusstsein, dass das wohl auch das letzte war: "Wann kommt denn das Windows Mobile 6-Update für den hx4700?" "Was für ein Update? Für welches Gerät?!". Ah, ja.

Das Thema "iPAQs mit Telefon" war schon immer ein spannendes: Erst wurde nach dem Erfolg der ersten MDAs ein altes Referenzdesign vorgekramt (der HP Jornada 928) und wieder eingestampft, dann kündigte man gross den iPAQ 5650 an und stampfte ihn ebenfalls ein... und dann der erste "echte" Telefon-PDA: Der iPAQ 6340. Funktional zwar, aber von den Features her hinter seinen Konkurrenten (vor allem, weil er plötzlich kein serielles Zubehör verwenden konnte, was zu Zeiten vor Bluetooth ein NoGo für die Navigation war!)... und auch danach wurde es nicht innovativer.

Ende vergangenen Jahres dann ein Aufhorchen: HP kündigte gleich vier (!) neue Modelle an, davon zwei mit integriertem Telefon. Und wer sich den iPAQ 614 und den iPAQ 914 vom Design und den Leistungsdaten her betrachtete, der wähnte sich endlich in der Aussicht auf eine Alternative zum HTC-PDA-Einerlei.

Tja... wähnen heisst, so lernt man im Zusammenhang mit HP, eher weinen. Als hätte man es bei den (fast schon gewohnten) Termin-Verschiebungen nicht schon geahnt: Zumindest der iPAQ 614 wird wohl das Licht der "echten Welt" nicht mehr sehen: sich stark verdichtenden Aussagen nach hat HP die Kooperation mit dem Hersteller Inventec Appliances eingefroren und einen US-Marktstart abgesagt, weil die Geräte die internen Tests bei HP nicht bestanden haben. Aussagen über andere Märkte gibt es gar gar nicht mehr.

Ich persönlich finde es tragisch und mag der Häme einiger Kollegen nicht wirklich zustimmen: Da hat HP sich nun durchgerungen, wieder zu alter Form zurückzufinden, und wirft sich selbst mit der Partnerauswahl den virtuellen Knüppel zwischen die geschundenen Beine. Der Markt wirds überleben, HTC ein weiteres Rekordquartal nach dem anderen verbuchen und der "gemeine Kunde" wahrscheinlich gar nichts davon mitbekommen. Nach dem Ausstieg von Dell und der anhaltenden Erfolglosigkeit von Toshiba im Windows-Mobile-Markt erkommt damit aber der letzte der klassischen Computerhersteller quasi zur Lachnummer... und das ist schade! :-(

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Verschlüsselung sorgt für Verärgerung...

1. März 2008

Es gibt Kollegen, die einem persönlich wie fachlich lieb und wert sind, und um so mehr freut man sich, wenn man von solchen Kollegen um Hilfe gebeten wird. Dann zu wollen, aber nicht zu können, ist bitter. Manchmal helfen eben keine kleinen, blauen Pillen... :-D

So auch heute: Der Kollege hatte seinen HTC Touch komplett zurückgesetzt und dabei auf eines nicht geachtet: Die Speicherkarte. Windows Mobile 6 hat einen ganz wunderbaren Mechanismus: Mit internen Funktionen kann eine Speicherkarte verschlüsselt werden, und das Gerätebezogen. Um auszuschliessen, dass der Benutzer seinen Verschlüsselungs-Key sorglos wählt oder vergisst und damit entweder nicht mehr an seine eigenen Daten kommt oder aber jemand anders den Schlüssel erraten kann, generiert sich das Betriebssystem seinen Schlüssel selbst und legt ihn im Gerät ab. Ist die Speicherkarte im selben Gerät, dann authentifiziert es sich automatisch und die Daten können gelesen werden. Wird die Speicherkarte in ein anderes Gerät gelegt, dann hat dieses gesprochen den Schlüssel nicht und kann zwar anzeigen, welche Daten auf der Speicherkarte sind, aber nicht drauf zugreifen (bildlich gesprochen: Es kann in den Keller schauen, aber die Weinflaschen nicht anfassen und öffnen).

Schon die alten Römer kannten die Schwäche einer solchen Lösung: Quis custodit custodes? Hat der Wächter den Schlüssel immer am Schlüsselbund und ist selbst ungeschützt, dann ist der Schlüssel schnell geklaut und der Keller schneller leer, als die erste Flasche Wein... Soll heissen: Ein mobiles Gerät mit verschlüsselter Speicherkarte, das aber selber ohne Zugangsschutz benutzt werden kann, ist ungefähr so sicher wie eines komplett ohne jeden Schutz...

Von den Unbillen dieses Windows Mobile-Grundprinzips mal ganz abgesehen lasse der geneigte Leser sich obigen "Wächter-Schlüssel-Schloss"-Sachverhalt nochmal im Zusammenhang mit einem Hardreset durch den Kopf gehen: Man entlässt quasi den Wächter mit dem Schlüssel... aber was ist dann mit dem Keller? Das Windows Mobile Team Blog kommentiert dies lakonisch: "If the device is reset and internal flash is cleared, the decryption keys are lost. If the keys were preserved, it would be easy to access the storage card of a stolen device by just cold booting the stolen device and clearing its storage, then re-inserting the stolen card." Oder kurz zusammengefasst: Wenn ein Hardreset durchgeführt wird, dann gehen auch die Schlüssel verloren. Sonst könnte man ein gestohlenes Gerät zurücksetzen (hier wird vorausgesetzt, dass das Gerät selbst einen Zugangsschutz hat) und dann auf die Karte zugreifen. Bildlich gesprochen aber bleibt dem Anwender so nichts anders übrig, als das Schloss auszutauschen, um noch in den Keller zu kommen, denn der Wächter hat den Schlüssel quasi in den Finger implantiert.

Das stell ich mir jetzt besser nicht weiter bildlich vor... :-D In der Summe aber bleibt nur eines: Vor einem Hardreset die Speicherkarte entschlüsseln, dann den Hardreset durchführen und die Karte wieder neu verschlüsseln. Der "neue Wächter" (also das frisch aufgesetzte System) bringt dann gleich Schloss und Schlüssel selbst mit.

Somit zum fachlichen Teil. Nun hatte der Kollege den Hardreset bereits durchgeführt, ohne um die oben bechriebenen Umstände zu wissen... und nun kommt der eigentliche Problemfall: Ein Backup einer lauffähigen Konfiguration des Geräts hatte er auf die Speicherkarte gepackt. Ist ja sicher und verschlüsselt, damit kann keiner was anfangen. Klingelt´s? Richtig: Den Schlüssel des Wächters kopiert und dann unter der Kellertür durch in den Keller geschoben, da isser ja sicher. Aber wie kommt man ohne den Schlüssel für den Keller an den Schlüssel für den Keller im Keller?! :-D

Abgesehen davon: So klein der Windows Mobile-Mikrokosmos sein mag, er entspricht doch immer wieder dem wahren Leben. Haben nicht einige Firmen in den vergangenen Jahren gelernt, dass man sich, wenn man wahllos Mitarbeiter feuert, nicht unbedingt einen Gefallen tut, weil man Dinge, die nur sie konnten, nicht mehr machen kann? Siehste... :-D

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SDHC für alle!

18. Februar 2008

Das Leben ist manchmal wirr. Ich bin scheinbar soooo HTC-verwöhnt, dass ich voraussetze, dass alle Geräte deren Normen erfüllen müssen. Leider sind andere Geräte nicht immer der selben Überzeugung. So hatte meine "Endlich lieferbar - haben wollen"-Bestellung des Samsung SGH-i780 zur Folge, dass ich mir flugs noch eine 8GB microSD-Karte bestellen musste. Neues Gerät, damit hatte ich keinen Zweifel, dass es auch SDHC-Karten lesen und schreiben kann. Wie frustrierend, als ich die Karte einlegte und sie nicht erkannt wurde! Erst dachte ich an einen defekten Slot, bis ich dann eine 1GB-Karte einlegte und diese problemlos funktionierte.

Frust beiseite, hier ist die Lösung: Bei XDA-Developers gibt es einen SDHC-Treiber, der auf Windows Mobile 6 abgestimmt ist und auch für Geräte, die von Hause aus keine SDHCs lesen können, funktioniert.

Wenn mir jetzt noch jemand einen Treiber schickt, mit dem das integrierte GPS des SGH-i780 nicht nur mit Google Maps, sondern mit einer "normalen" Navisoftware läuft, dann bin ich glücklich. Aber das ist eine andere Geschichte... :-( 

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O2 XDA Orbit 2 und der Hardreset

9. Februar 2008

Es gibt immer noch Geräte, die einen überraschen. Ich hatte den HTC Touch Cruise schon von meiner inneren Wunschliste gestrichen, weil sein Design nun so gar nicht mein Fall war (wie beim P3300 damals auch schon). Nur auf Grund einer Verlängerung meines O2-Vertrages hatte ich dann zum XDA Orbit 2 gegriffen. Beide entstammen der HTC Polaris-Reihe, aber wie in der Gegenüberstellung vom Orbit zum 3300 hat O2 mal wieder eine Extrawurst angefordert. Gottseidank!

Wider meiner Erwartung ist der Orbit 2 eines der schönsten Geräte, die ich bisher in der Hand gehabt habe. Von der Aluplatte, die die Hörer- und Bedientasten bildet, über die leicht verspiegelte Oberfläche bis hin zu den leicht abgerundeten Kanten (die beim Cruise eben extrem "eckig" sind). Der vollständige Test folgt zeitnah...

Nachdem aber das kleine Miststück irgendwie nicht mehr von meinem Exchange angepushed werden wollte und ich einen Hardreset machen wollte, ging ich des TomTom Navigators verlustig. Und auf der beiliegenden CD sind zwar Stimmen und Karten, aber nicht die Programmdateien. Der Anruf bei der O2-Hotline war mal wieder ein Musterbeispiel für "Gut gemeint, aber...."

Die normale Kundenhotline stellt zur Spezialhotline. Natürlich erst, als ich mein Problem geschildert habe. Die Spezialhotline lässt mich ganz höflich ausreden und stellt mich dann weiter zur XDA-Hotline.

Merke: Als Datenkunde ist man ein Spezialfall... wenn man dann einen XDA hat, ist man ein spezieller Spezialfall, quasi ein 00X-Agent...

XDA-Hotline: "Wie haben Sie denn den Hardreset gemacht?"

00X: "Ganz normal, Start, Einstellungen, System, Speicher löschen, 1234, ok."

XDA-Hotline: "Das ist ja auch falsch."

Hmmmh... Windows Mobile Standardfunktionen sind also "falsch".

XDA-Hotline: "Einen Softreset machen Sie, wenn Sie den Stift in das Loch unten stecken."

Hatte ich nicht nach gefragt, aber beruhigend, dass das trotz des Nicht-Standards wie im Standard läuft... vermutlich dauerte das Laden der Huilfe-Datei so lange, dass er es mit einer "Bonusauskunft" überbrücken musste...

XDA-Hotline: "Und einen Hardreset machen Sie, indem Sie die Internet- und die GPS-Taste festhalten. Und dann wird der TomTom Navigator auch mit installiert!"

00X: "Emmm... der Orbit 2 hat keine Internet- und keine GPS-Taste?"

XDA-Hotline: "Das steht aber im Handbuch!"

In diesem Moment brach die Verbindung zusammen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es wegen meiner renitenten Nachfrage oder auf Grund der schlechten Netzabdeckung von O2 war... :-)

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe stattdessen die Windows und die OK-Taste gedrückt und einen Softreset gemacht, was das selbe Ergebnis brachte wie der "Speicher löschen"-Hardreset. Allerdings fiel mir auf, dass die Selbstinstallation relativ kurz war. Lösung: Auf der Speicherkarte war der Mobile Navigator und mit ihm sein Autostartverzeichnis 2577. Nach dem Reset des Gerätes wurde dessen Installation offensichtlich automatisch gestartet und kollidierte mit dem Autosetup von O2. SD-Karte aus dem Gerät, neuen Hardreset, die Installation läuft komplett durch und bringt auch den TomTom Navigator zurück.

Ich werde ab heute stolzgeschwellter Brust an jedem O2-Shop vorbei gehen. Schliesslich bin ich Spezial-Spezialkunde, und weiss auch noch mehr als meine persönliche Spezial-Spezial-Hotline. :-D

Zur Ehrenrettung: Das Handbuch ist tatsächlich so dämlichkonstruktiv und beschriftet die Home- und die OK-Taste mit "Internet" und "GPS"... da hat jemand das Orbit-Handbuch genommen, den Text gelassen und die Abbildungen getauscht. Und ein so neues Gerät in allen Ecken supporten zu können ist schwierig, wenn man sich nicht intensiv damit beschäftigen kann, wofür bei der Vielzahl der XDAs wahrscheinlich die Zeit knapp ist.

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HTC Magnum: Cool!

8. Februar 2008

Die Nachricht erreichte mich am Ende eines arbeitsreichen Tages. Ausnahmsweise mal nicht im Dienst der Sache, sondern des Gartens. Kennt Ihr das? Der Winter ist noch nicht ganz verschwunden (seien wir ehrlich: der letzte Winter ist 4 Jahre her...), da sind die weiblichen Mitglieder des Haushalts kaum noch zu halten und müssen draußen rumfuhrwerken. Hab ich ja kein Problem mit, nicht gundsätzlich. Eher damit, dass nach fünf Minuten der strafende Blick folgt "Wolltest Du nicht mithelfen?"

Nein, ich wollte nicht. Hab ich nie gesagt. Sagen wir besser ich sollte besser wollen. Des lieben Friedens Willen...

Wo war ich? Ach ja. Nach dem unfreiwilligen Frondienst erreichte mich dann eine wirklich bahnbrechende Nachricht: HTC toppt noch den Shift und bringt mit dem Magnum einen seinem Namen alle Ehre machenden Tablet-PDA mit Windows Mobile 6.1 auf den Markt:

(Quelle: http://www.pocketpt.net/forum/index.php?showtopic=20509)

Also, mal ehrlich: Sowas von lächerlich. Wer glaubt denn sowas, auch wenn ein Fake gut gemacht ist, irgendwo gibt es Grenzen!

Ich geh heute an keinem Spiegel mehr vorbei. auf die Frage, welches Datum heute ist, antworte ich nur noch "1. April", da merke ich auch erst nach einem Tag, dass da einige Sachen komisch waren. Was mich nur beängstigt: Ich hab im Artikel schon nach einem Preis gesucht. Vielleicht sollte ich zur Therapie zwei Wochen nur noch meinen alten Apple Newton nutzen... :-D

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Der Blick in den Spiegel

20. Januar 2008

Heute hatten wir eine Familienfeier in einer eher unbekannten Familie. Und wie das so ist, hört man denn mehr zu, als dass man selbst kommuniziert, und dieser Quasi-Voyeurismus führt oft zu spannenden Beobachtungen.

So unterhielten sich zwei der Teilnehmer eine lange Zeit über Windows Mobile-PDAs, den Netzzugang und die möglichen Tweaks.Und ich bin "undercover" geblieben und habe mich nicht eingemischt... und mich innerlich gefragt, ob ich, wenn ich im Bekanntenkreis über das Thema schwadroniere, ebenso wie ein kleines Kind mit einem neuen Spielzeug wirke, dessen Glanz in den Augen einen Raum hell erleuchtet? :-D

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Windows Mobile 7 und die Faszination von Lecks

17. Januar 2008

Nun ist es raus: Windows Mobile 7 wird was ganz besonderes. Zumindest, wenn man diesem detaillierten Artikel Glauben schenken darf. Und ich kanns nicht mehr hören: "Es wird das iPhone angreifen".

So interessant der Artikel auch sein mag, ich habe Bauchschmerzen damit:

  • Er basiert auf einem Design-Dokument. Es sammelt Ideen, macht Vorschläge, quasi ein schriftliches Brainstorming. Ein Schluss auf das vollendete Produkt ist damit schwer möglich, trotzdem wird im Artikel quasi schon eine Rezension von WM7 durchgeführt.
  • Die Diskussionen um die GUI und die Bedienbarkeit der WM-Oberfläche wird schon weitaus länger geführt, als das iPhone auf dem Markt ist. Sei es nun intern  als auch extern in allen möglichen offenen Blogs. Also nichts, was direkt auf das iPhone reagiert. Aber natürlich ist gerade das momentan opportun...
  • Unstrittig hat Microsoft lange versucht, die GUI von Windows Mobile möglichst "Windows-like" zu machen, und ist damit bei den Firmennutzern auf Zustimmung, bei den Consumern aber auf geteilte Meinungen gestossen. Die logische Konsequenz ist da der Schwenk in Richtung einer Windows-untypischen, bunteren, bedienbareren Oberfläche. Das ist aber wiederum eine logische Konsequenz und keine direkte Reaktion auf das iPhone.

Ansonsten warten wir erst mal WM 6.1 ab, das in den Startlöchern steht, und irgendwann danach haben wir dann Gewissheit, was vom Brainstorming des "internen Dokuments" übrig geblieben ist.

Wäre dieser Artikel als "Studie" bezeichnet worden, wäre das Interesse deutlich geringer gewesen. Die Worte "interne Quelle bei Microsoft" aber regen den Voyeurismus der Leserschar an. Ganz ehrlich: Wären diese Informationen so confidential, wie der Autor uns glauben machen möchte, dann wäre die Seite längst offline. Microsoft-Anwälte sind da normalerweise rasend schnell.

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Navigation und die Verkümmerung des Pfadfinder-Gens

12. Dezember 2007

Eigentlich wollte ich nicht jeden Beitrag mit „ich kann mich noch so gut erinnern“ anfangen, aber auch beim Thema Navigation ist die Historie durchaus interessant.

Anfang des Jahres 1999 ergab sich die Möglichkeit, aus dem Firmenfahrzeug eines befreundeten Geschäftsführers für den Schnäppchenpreis von DM 1000,- ein Philips CARIN-Festeinbau-Navigationssystem zu bekommen. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn einer solchen Investition mit der Haushaltsfinanzministerin waren ähnlich zäh wie die Abstimmgespräche der großen Koalition, allerdings effektiver: die Gelegenheit wurde nicht ausgeschlagen. Punkt.

Schon damals, lange vor dem ersten Gedanken an mobile Navigationsgeräte, stellten sich schnell zwei Dinge heraus:

Derjenige, der am lautesten schreit, weil er etwas für sinnlos erachtet, nutzt es insgeheim am häufigsten (der so genannte McDonalds-Effekt). Deutlich zu erkennen an diversen Diskussionen der Art „Schatz, heute brauch ich das große Auto!“ „Warum?“ „Ich muss doch nach <setze beliebigen Ort, bevorzugt solche, die eigentlich fast zu Fuß erreichbar sind>... und da brauche ich das Navi!“.

Ebenfalls zu beobachten: die langsam, aber stetig nachlassende Fähigkeit, sich ohne ein Navigationssystem zurecht zu finden. Zwanzig mal bin ich den Weg zu einem Freund in seine neue Wohnung bereits gefahren... sollte ihn also fast im Schlaf kennen. Beim 21. Mal führt eine intensivere Diskussion mit oben erwähnter Haushaltsfinanzministerin dazu, dass das Navigationssystem bzw. sein Gebrabbel in den Hintergrund gedrängt wird. Und nach ungefähr zwei Kilometern fällt dann auf, dass hier etwas nicht stimmen kann: Diese Umgegend ist definitiv unbekannt.

Nun sind wir im Jahr 2007, und wer heutzutage noch nicht mit einem Navigationssystem ausgerüstet ist, der ist quasi unterbemittelt. Meine Lieblingssicht auf diese Tatsache ist der allmorgendliche Blick in die Cockpits der überholenden Fahrzeuge auf der Autobahn (habt Ihr auch manchmal das Gefühl, dass Ihr die einzigen seid, die die Geschwindigkeitsbeschränkungen nur über die unkritischen 10 Prozent überschreiten einhalten?): Mehr als 50 Prozent der Fahrzeuge tauchen ihre Fahrer in ein schummriges, geisterhaftes Licht, dessen Quelle schnell das kleine Display eines Pocket PCs, PNAs, TomTom GOs etc. identifiziert ist.

Kein Discounterprospekt mehr ohne irgendein Navigationsgerät, die Regale der PDAs in Elektro- und Technikmärkten sind lange ersetzt durch eine schier unüberschaubare Menge an Navigations-Geräten... und da war es wieder: Das Wort "unüberschaubar". Wenn der Markt einmal ein Thema als potentiell umsatzbringend identifiziert hat, dann wird es bis zum Überquellen der Regale bedient. Selbst Traditionshersteller wie Sony, die mit dem Thema bisher so viel zu tun hatten wie Kurt Beck mit einer Kanzlerkandidatur, schliessen heute die vermeintliche Lücke in ihrem Produktportfolio.

Einer der Effekte, die den Windows Mobile-Markt in den vergangenen Jahren zum Brummen gebracht haben, kehrt sich nun ins Gegenteil um. Die Umsatzzahlen von Windows Mobile Geräten in Europa waren rasant in die Höhe geschossen, als das Thema Navigation langsam Einzug in die Köpfe der "Ottonormalfahrer" hielt, der Kundenschicht, die alles andere als bereit war, tausende von DM oder Euro in ein Festeinbau-Navi zu investieren. Jeder Discounter und Internetversender hatte plötzlich einen Pocket PC mit Navigationssystem im Programm, und die Kunden stürzten sich darauf wie Verdurstende auf ein Glas Wasser... und den Verkaufszahlen - bezogen auf Windows Mobile-Lizenzen - stand dies gut zu Gesicht.

Gut: Manöverkritik. Genau diese Nutzerschicht ist es, die zu einem nicht unerheblichen Teil die Technik-Affinität nicht hat, die den homo mobilius, also den Hardcore-Mobilgerätnutzer definieren. Navigation? Ja, gerne, wenn man mal in unbekannte Gefilde fährt, aber doch nicht beim regelmässigen Weg zur Arbeit/dem Einkaufen/zum Kegeln/.... Und da rächt sich die Tatsache, dass die Navigation auf einem PDA nur eine Anwendung unter vielen ist und manuell installiert werden muss. Ich weiss nicht, wie oft ich in der Vergangenheit Mails und Anrufe bekommen habe "Ich hab da damals bei ALDI einen Yakumo Delta GPS gekauft, und jetzt ist alles weg! Ich muss doch navigieren....!". Windows Mobile in einer älteren Version als 6 hat nun mal das Problem, dass alle Programme und Einstellungen im RAM sind und damit stromabhängig. Und eine gewisse Inkontinenz hat jede Batterie... einen Monat ohne Netzteil und ein PDA ist auch ohne Nutzung so jungfräulich wie ein ... [was darf man an dieser Stelle eigentlich heute politisch korrekt noch schreiben?].

Die Tendenz geht in Richtung der "Personal Navigation Assistants", der PNAs. Kleine, auf CE .NET (der Grundlage u.a. auch für Windows Mobile) basierende Geräte, die nur eines machen: Navigieren. Akku leer? Kein Problem, schnell ans Netz und schon startet das Navi. Und die Lösung hat gar noch einen echten, lebensnahen Vorteil: Den PDA/das Smartphone hat man immer dabei und ist so eher in Versuchung, es zur Navigation zu nutzen. Der PNA muss extra mitgenommen werden... und so führt die angeborene Faulheit der Bewegungsoptimierungstrieb des Menschen dazu, dass er das nur tut, wenn er es wirklich braucht ... und so doch wieder das Auge für die Umgebung und die Wege zu seinen Zielen schärft.

Kratzen kann mich das allen schon gar nicht mehr. Ich gebe mir nicht mehr die Blösse und hänge meinen PDA mühsam an die Bordstromversorgung und kopple mein Bluetooth-GPS. Ich nutze einen HTC TyTN II. :-D

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Test des XDA Star/HTC Touch Dual

6. Dezember 2007

Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt ist der da: Der Test des XDA Star auf der World of PPC. In der Summe: Ich mag ihn. Auch wenn die Frage "Ist der HTC Touch Dual/XDA Star nun der iPhone-Killer?" nicht zu beantworten ist, im Bedienkomfort für ein Windows Mobile-Gerät setzt er Maßstäbe.

Aber genau diese Frage wird ihn verfolgen, und sie ist genau so "unsinnig" wie "Ist der Porsche Cayenne ein Rennwagen?". Auch hier haben beide Testkandidaten zwar ihre grobe Ausrichtung (in diesem Fall als Penisverlängerung Straßen-Fortbewegungsmittel) gemeinsam, zielen aber auf vollkommen unterschiedliche Käufer- und Anwenderschichten.

Nach all den PDA-Tests: Ich nehme gerne ein Angebot zur Probefahrt im Cayenne an... :-D

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Die Wahrheit über Klingeltöne

27. November 2007

Schon mal drüber nachgedacht? Wir Windows Mobile-Enthusiasten diskutieren Stunden und Stunden über die Möglichkeit, Klingeltöne zuzuweisen, die richtigen Formate auszuwählen und fertig zu stellen. Wie gross war die Freude, als endlich auch Klingeltöne auf der Speicherkarte (und nicht nur in \Windows\Rings) funktionierten, und wir alle haben uns stante pede an unseren Nero Wave Editor oder ein anderes geeignetes Programm gesetzt, die Lieblings-MP3s genommen und auf eine akzeptable Länge geschnitten. Dann geht man die Kontakte durch und überlegt sich, wer wann wo wie welchen Klingelton bekommt, weist den ungeliebten Anrufern Klingeltöne wie "Schrei nach Liebe" von den Toten Hosen zu (was bei Umstehenden für gelinde Verwirrung sorgt, wenn "Oh, oh, oh, Arschloch!" ertönt :-D ) und ruft sich dauernd selbst an, um zu kontrollieren, ob der Klingelton auch zum Anrufer passt.

So auch ich.... im Zuge der iPhone-Einrichtung hatte ich mir "Little Wonders" von Rob Thomas ausgesucht und geschnitten, und das als Standardklingelton natürlich auch auf meine WM-Geräte gepackt. Heute im auto sitzend kam dann der Gedanke doch, dass ich eigentlich bisher auf meinem XDA Star noch nicht ein einziges Mal diesen Klingelton bewusst wahrgenommen habe... obwohl ich in den letzten Tagen immer wieder telefoniert hatte. Und dann dämmerte es: Wie immer sind meine Telefone auf Vibration geschaltet, um in den diversen Terminen nicht zum errötenden Störfaktor zu werden, weil das Handy klingelt.

Verbesserungsvorschlag: Liebe MS´ler, bitte implementiert in der nächsten Windows-Mobile-Version doch einen Vibrationsalarm, der wenigstens im Takt des anruferspezifischen Klingeltons mitvibriert! :-D

Ach ja: Und liebe Firma mit dem angebissenen Kleinobst: So einfach geht es, einen benutzerspezifischen Klingelton zu produzieren und auf einem High-Tech-Smartphone zu nutzen. Erklär ich Euch gerne ausführlicher... :-D

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Tellerblick und Tellerminen

13. November 2007

Ich bin immer wieder fasziniert. Man sollte doch davon ausgehen, dass wir alle erwachsene, intelligente, Menschen mit einem breiten Horizont sind. Oder?

Scheinbar nicht.... (wobei sich diese Aussage auf „alle“ bezieht... mathematisch negiert „nicht alle“ = „mindestens einer nicht“ :-D )

Ich habe es geahnt, weil die Erfahrung meist ein guter Lehrmeister ist. Wie kann ich es wagen, ein Nicht-Windows-Mobile-Gerät überhaupt nur zu erwähnen? Schon 2003 war alleine die Erwähnung des Erwerbs eines Sony Clie UX50 (Böse! Palm-OS!) in den News

15.-16.11.2003:

Auch wenn´s mir wieder dumme Sprüche einbringt: Heute angekommen ist mein Sony Clié UX50, ein winziger Organizer mit Tastatur, WLAN, Bluetooth, Digicam, einem hochauflösenden Display. "Manko": Palm OS 5.2....

Quelle stetiger Freude. Von „Verräter“ über „Scheiss-Seite, ich will hier was über Pocket PCs lesen!“ bis hin zu wüsten Beschimpfungen war alles dabei. Jetzt, fast auf den Tag genau vier Jahre später, fühl ich mich gerade so ein wenig wie in einer Zeitmaschine. Wie konnte ich vergessen, dass ich mich ja nur, ausschliesslich, ausnahmslos mit Windows Mobile beschäftigen darf? Asche auf mein Haupt! Dabei habe ich doch nur erwähnt, dass ich mir das iPhone (Böse! Apple/Linux!) zugelegt habe. Die Qualität einiger Rückmeldungen (die ganz mutig von Freemail-Accounts mit kryptischen Namen verfasst sind) ist ähnlich.

Mein absoluter Liebling aber ist die Mail von Jens K. aus N., der zumindest den Mut hatte, mit seinem normalen Mailaccount zu schreiben:

 

„Sehr geehrter Herr Erle!

Mit Verwunderung habe ich in den letzten Wochen die Häufung der Erwähnungen des Apple iPhone auf Ihrer sonst sehr guten Webseite zur Kenntnis genommen. [....] Wenn Sie sich wieder besinnen und Ihre Berichterstattung auf Windows Mobile-Geräte beschränken, können Sie mich gerne informieren. In der Zwischenzeit werde ich meinen Informationsbedarf anderweitig befriedigen. [....]“

Emm....

„Lieber Herr K.! (oder darf ich Jens sagen?)

Natürlich schmerzt mich Ihre Enttäuschung über die mir zu Recht vorgeworfene Sinnverwirrung, und gerne lade ich Sie auf eine komplett von bösen Konkurrenzprodukten gereinigte World of PPC ein. Allerdings musste ich Ihrem Mailheader entnehmen, dass Sie Ihre Anfrage von einem Mozilla-Mailclient geschrieben haben. Im Zuge der Bereinigungsarbeiten habe ich natürlich auch den Zugang für alle Browser ausser den MS Internet Explorer 7 gesperrt... und damit auch für den Firefox. Man sollte ja konsequent sein!“

 

Ruhig Blut: Weder habe ich diese Antwort geschrieben noch irgendetwas an der World of PPC geändert.... aber diese Reaktion war ungefähr das, was mir nach dem ersten Lesen dieser Mail spontan durch den Kopf ging.

Kinder, geht´s noch!? Ich bin seit Jahren nach eingehender Beschäftigung mit der Thematik, mit der Erfahrung der unterschiedlichsten Geräte in den denkbar heterogensten Infrastrukturen davon überzeugt, dass Windows Mobile die überlegene mobile Plattform ist. Aaaaaaber: das ist nicht der Fall, weil es „in“, „hip“, „modern“ ist, sondern weil ich immer wieder über den Tellerrand schaue und mir die Konkurrenz anschaue und sie objektiv vergleiche. Nur so kann man zum einen Argumente finden, die auch den Anwender alternativer Systeme davon überzeugen, Windows Mobile eine Chance zu geben, zum anderen aber auch daran arbeiten, die Plattform zu verbessern und Funktionalitäten aufzunehmen, die „noch fehlen“.

Und aus diesem Grund, lieber Jens K., werde ich voller Freude und Motivation sogar den Frevel begehen und iPhone und den XDA Star miteinander vergleichen. So. :-D

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Terminschieber und Auftragsmörder

8. November 2007

Schieben wir´s darauf, dass der homo mobilius von Natur aus ein eher ungeduldiger Zeitgenosse ist. Zeit ist Geld, von beidem hat man wenig, und so muss alles schnell gehen. Nicht umsonst ist amazon so erfolgreich, denn anhand des Lagerstatus kann man Waren identifizieren, die am Lager sind und so absolut zuverlässig "in 24 Stunden" da sind.

Dass DHL als Versanddienstleister alles dafür tut, diese Zusage ad absurdum zu führen, steht auf einem anderen Blatt. Das, was in der Hand vom amazon liegt, wird getan, und die Versandbestätigung ist in den allermeisten Fällen deutlich schneller als nach 24 Stunden im Posteingang. Apropos DHL: Ich kann jeden nur vor der Achse Berlin - Krefeld warnen. Pakete geraten dort regelmässig in ein Bermuda-Dreieck und verweilen ein bis zwei Tage im Frachtpostzentrischen Nirvana: Freitags geschickt, Dienstags zugestellt. Das kann nur noch Hermes toppen!)

Was mich aber wurmt sind Liefertermine, die wie die Möhre vor dem Esel (in Form des Kunden) hergezogen werden, gerade in Aktion beim O2 XDA Star (aka HTC Touch Dual). O2 vermarktet dieses Modell exklusiv, stellt aber natürlich auch Geräte den Händlern zur Verfügung. Und genau da hakt´s. Während O2 selbst nur lakonisch "Vorbestellbar" anmerkt, gibt es schon den einen oder anderen Händler, der es angeblich am Lager hat (was sich bei näherer Nachfrage eher in ein "Emm, jaaa, sollen heute oder morgen wahrscheinlich...." relativiert) oder aber einen Liefertermin angibt. Ich nenne keine Namen, weil ich den speziellen Händler wirklich sehr schätze, aber ich falle immer wieder darauf rein:

Bestellt am 3.11. mit dem Liefertermin 5.11., am 4.11. kontrolliert, Termin 6.11., dann 8.11., 9.11. und so weiter. Man kann ja eigentlich gar nicht meckern: Da pflegt jemand seine Artikel-Stammdaten.... aber als Kunden nützt es mir nur bedingt, wenn diese Aktualisierungen so belastbar sind wie eine Pappmache-Brücke... :-( Ganz ehrlich: Mit jedem Tag, den ich länger hinter der Möhre "Liefertermin" hertrotte, wächst der Drang, den Auftrag zu stornieren und einfach adhoc irgendwo zu kaufen, wenn ich es sehe oder jemand Verlässliches es auf Lager hat.

Jahaaaa.... mir ist doch klar, dass Ihr nicht ausliefern könnt, wenn Ihr nicht beliefert werdet! Aber dann setzt doch bitte die Termine so, dass man deren "unverlässlichkeit" oder "Vorläufigkeit" erkennen kann...

Und dabei wäre es taktisch so geschickt gewesen: Pünktlich zum Marktstart des iPhones haben die, die ein Business-Gerät wollen, mit dem XDA Star direkt die Alternative zur Hand und müssen so nicht erst gegen einen "Schwächeanfall" ankämpfen.... wie beispielsweise der Kollege Samaschke, der jetzt seit Wochen wahlweise lästert und weint... :-D

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Touch mich an - Der iPhone-Hype

4. November 2007

Ich kann mich noch so gut daran erinnern... so einige Sätze heisse Ohren hat man im jugendlichen Leichtsinn kassiert, weil man wider aller Vernunft dem Reiz des weiblichen Geschlechts nachgegeben hat und forsch gewagt hat, ein wenig zu tatschen.

[Disclaimer: Die oben verwendeten Formulierungen sind in keiner Weise gedacht, den Leser in seiner (oder ihrer) sexuellen Orientierung, seinem (oder ihrem) Selbstverständnis, Selbstbestimmungs- oder Persönlichkeitsrecht zu stören. Sie sind auch kein Verstoss im Sinne von §1 bzw §7 AGG...] :-D

Kaum allerdings präsentiert ein großer Hersteller aus Cupertino ein neues Produkt, da ändern sich solche Normen schlagartig: Ob es daran liegt, dass man heutzutage aus Gründen der political correctness einen Neuanglizismus einführt und stattdessen "antouchen" sagt? Wie auch immer: Das iPhone als Flaggschiff des "Touch Phones" hat schon lange vor seiner echten Markteinführung einen Paradigmenwechsel bei vielen Herstellern hervorgerufen. Plötzlich muss ein neues Gerät einfach fingerbedienbar sein, es muss eine doppelbonbonige Oberfläche haben (man nehme die Symbole von Windows XP, betrachte sie als schwarz/weiss und koloriere sie nach) und am besten ist es dann noch ultradünn, mit unsichtbaren Knöpfen und schwarz oder weiss.

Ganz fix war dabei HTC mit dem Touch (in Deutschland auch von T-Mobile und O2 vertrieben). Flux wurde ein Windows Mobile-Gerät auf den Markt gebracht und eine neue Kategorie "Touchphone" (neben den bekannten Smartphones und Pocket PCs) propagiert. Allerdings so geschickt, dass jener Hersteller aus Cupertino (wider seiner marktbekannten Abmahnwut) die Füsse still hielt.

[Liebe Apple-Anwälte: Ich sag doch gar nichts. Zumindest nichts, was nicht aus allgemeinen Quellen stammt und nachlesbar ist. Zum Beispiel die Abmahnungen gegen meinen wertgeschätzten MVP-Kollegen Paul oder so gewisse rechtliche Unreinheiten im Zusammenhang mit der Namenswahl. In sofern ist doch gar nix passiert...]

Dabei stellt sich heraus, dass man genau diese Funktionalität wie das dem Touch zugrunde liegende TouchFLO auch auf einem normalen Pocket PC realisieren kann, und das aus meiner persönlichen Sicht noch viel angenehmer als auf dem Touch. MobilityFlow machen es mit Touch Commander vor. Ebenso integrieren Spb Software House in ihre neue Version 4.0 von Pocket Plus eine ähnliche Funktionalität, all das auf einer stabilen Plattform. Ich will jetzt nichts gegen das iPhone-OS sagen (eine einfache Google-Suche zum Thema iPhone und Stabilität gibt einen relativ breiten Überblick über Usermeinungen), aber alleine die Tatsache, dass man sich als Windows Benutzer doch ein wenig schwer tut, eine stabile Synchronisation einzurichten (und die Daten nicht zugrunde zu richten) plus das Fehlen einer Anbindung an einen Exchange Server (die auf einem Mac schon schmerzhaft schwierig ist) werfen die Frage auf, was das iPhone denn nun dem Windows Mobile-Benutzer bedeuten soll.

Funktional ist diese Frage nicht ganz so einfach zu beantworten. Telefon? Gibt´s schon (sogar mit Standarddingen bahnbrechenden Neuigkeiten wie UMTS und gar HSDPA, da kann man im Internet surfen, ohne einzuschlafen ... das würde einem iTunes-Client auch nicht schlecht zu Gesicht stehen). Und nicht nur die Windows Mobile-Konkurrenz macht die Möglichkeiten vor (z.B. mit dem HTC Kaiser/TyTN II), auch Nokia hat erkannt, dass ein integriertes GPS durchaus ein willkommenes Ausstattungsmerkmal sein kann. Die Oberfläche? Das ist eine arg subjektive Sichtweise. Der eine mag sie, der andere nicht, und es gibt Hunderte von Themes und Programmen, die die Standard Windows Mobile-Oberfläche pimpen. Multimediafähigkeiten? Viel flexibler ist das schnelle Kopieren von (legal erworbenen!) eigenen MP3s direkt auf eine Speicherkarte, anstatt jedesmal eine Konvertierung in ein proprietäres Format durchführen zu müssen. Aber halt! Auch Apple wäre ja glücklich, wenn man Musik DRM-frei verkaufen könnte (so verstehe ich zumindest diesen Artikel von Apple-CEO Steve Jobs, auch wenn ich ihn im Gesamtzusammenhang des Themas weniger verstehe als die Worte vernehme).

Da bleibt dann fast nur noch das Design. Und ich gebe zu, dass ich, wenn meine Erinnerung mich nicht trügt, bei jeder iPOD-Generation alleine wegen des Designs schwach geworden bin einen Blick riskiert habe. Verpackung, Gerätedesign und Verarbeitung, man packt es ehrfürchtig aus und hält es wie ein Kleinod in der Hand. Zwei Wochen später allerdings ist diese Freude eher ein wenig getrübt... denn die empfindlichen Oberflächen vorn und die wunderschöne, glänzende Chrom-Rückseite sind wenig alltagstauglich und zeigen schneller Spuren des mobilen Lebens als ein Erstteilnehmer des IronMan-Contest.

Was aber durchaus ein positiver Aspekt ist, ist der Druck, der in all diesen Bereichen auf die Konkurrenz ausgeübt wird. Sei es die gerade schon beschriebene Softwareindustrie, die die Fingerbedienbarkeit von Windows Mobile-Geräten plötzlich zum strategischen Ziel erhebt, sei es die Hardwareindustrie, die wie Global Top mit dem G66 oder HTC mit den Verpackungen der Geräte plötzlich Designs auf den Markt bringen, die man bisher schmerzlich vermisst hat, es ist Bewegung im Markt, die vordergründig dazu dient, einer Bedrohung entgegenzuwirken, die genauer beachtet in der Form gar nicht existiert. Sicher wird der eine oder andere Händler, der das iPhone nicht verkaufen kann, in diesem Weihnachtsgeschäft Umsatz einbüssen, dies wird sich aber bei der Flut der neuen HTC- und HP iPAQ-Modelle schnell wieder relativieren.

Was ich am 9. November mit meinem subventionsfähigen T-Mobile-Vertrag mache, sag ich nicht... :-D

[Disclaimer: Apple, iPhone, iPod, iTunes und einige andere in diesem Text verwendete Begriffe sind Markenzeichen von Apple, Inc. Sollen sie auch bleiben!]

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Kommunikation heute

26. Oktober 2007

Was mich grundsätzlich schon ein wenig nachdenklich stimmt, ist die Art, wie sich Kommunikation in den vergangenen Jahren verändert hat: Mehr und mehr verschiebt sich die früher so gepflegte Kommunikation von Angesicht zu Angesicht auf die elektronischen Kanäle. Nehmen wir wieder den homo mobilius. Dank Windows Mobile 5 AKU2 (und dem darin enthaltenen Mail and Security Feature Pack MSFP) und seinen Nachfolgern und dank der Tatsache, dass man heutzutage keinen eigenen Exchange-Server mehr braucht, sondern recht günstig fremdgehostete Exchange-Postfächer "mieten" kann, ist er jederzeit erreichbar. Kaum ist eine Mail eingegangen, schon vibrierts in der Hose, und auch bei nicht hosenspezifischen Mails rund um blaue Pillen und Längenoptimierungen des Hoseninhalts ist man elektrisiert.

PDA raus, Mail lesen. War nix wichtiges? Schade. Moment, kann ich doch eben beantworten. Ach ich wollte doch noch...

Jetzt mag man über die Technologieresistenz des jeweiligen Lebensabschnittspartners trefflich lästern, aber auch allgemein: so recht massenkompatibel ist das Verhalten nicht. Je nachdem wie weit diese morbus mobilis fortgeschritten ist, ist fast kein ununterbrochenes Gespräch mehr möglich, kein ruhiges Essen, von "privateren" Themen schweigen wir mal. Während ein Blackberry (wo das Thema Push-Mail eigentlich viel bekannter ist) noch als Manager-Tamagotchi durchgeht und eher ein Business-Problem ist, ist der Pocket PC oder das Smartphone quasi in die Tasche der privaten Jeans implantiert.

Als wenn das nicht schlimm genug wäre: Was bei Windows funktioniert, kann man doch auch mit Windows Mobile machen, das ist auch meine Maxime. Offensichtlich auch die von Microsoft: Anders kann man sich das massive Engagement, Windows Live adäquat auf die mobilen Geräte zu bringen, nicht erklären. Natürlich hat der homo mobilius den Live Messenger auf seiner Heute-Seite... und just nachdem der kurzzeitige Anfall der morbus mobilis abklang und der PDA wieder in der Tasche verschwinden könnte, schlägt genau das ins Kontor:

... mit Joe quatschen... jetzt ist der gerade im Messenger online. Naja, kann ich doch mal eben anchatten ...

Mal ganz abgesehen davon, dass mir bitte mal jemand den visuellen Unterschied zwischen einem Gameboy spielenden Kind und einem mobil chattenden/mailenden Erwachsenen erklären sollte: Welche Qualität hat diese Art der Kommunikation? Um schnell mal eben (vor allem über Zeitzonen hinweg, wo Telefonieren schwierig ist) Dinge abzustimmen mag das reichen, aber privates auf diesem Weg zu klären, ohne die Stilmittel der Gestik, des Tonfalls, etc., kann das ganz gewaltig nach hinten losgehen. Vor allem ist es ein Irrglaube, die Knappheit der Kommunikation würde Zeit sparen... schnell gelangt man in Pingpong-Diskussionen der Art "Hast du was?" "Nee" "Aber Du bist so kurz ab"[...]. Was das an Zeit kostet! Und sein wir mal ehrlich: Verständnis hat spätestens an diesem Punkt kaum ein Umstehender mehr für das eigene Verhalten.

...fertig. "Schatz, wir können weiter... errr... wo bist Du? Haaaaalloooooo!?"

Mobile Kommunikation ist was Feines, und wenn ich unterwegs bin, mag ich mein Push-Mail ebenfalls nicht mehr missen. Mit ein wenig Selbstdisziplinierung und dem Bewusstsein, dass man nicht der Sklave seines Gerätes ist, sondern frei bestimmen kann, wann man auf Nachrichten reagiert und wann man einfach mal den Ausschalter betätigt, lässt sich das durchaus sinnbringend in ein "normales Leben" integrieren.

Ich muss weg. Meine Frau hat mir gerade einen Termin fürs Abendessen geschickt. Das will man ja nicht verpassen... sonst kommt später eine Mail "Hier ist Deine Pizza" mit einer saftigen Frutti di Mare als wenig nahrhaftem Anhang...

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