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Mit zunehmender Informationsmenge, die portabel genutzt werden soll, nimmt auch die Zeit zu, die für die
Übertragung und Synchronisation dieser Daten gebraucht wird.
Die immer weiter verringerte Größe der kleinen Begleiter lädt förmlich dazu ein, immer mehr
Daten vom heimischen PC mit auf die Reise zu nehmen. Der folgende Artikel zeigt verschiedene Wege auf, über
die dies realisiert werden kann. Die Verbindungen über die serielle und die USB-Schnittstelle bedürfen
keiner umfangreichen Anleitung, da dies als Standard in den Windows-CE-Diensten konfiguriert wird. Um beide Geräte
im Netzwerk (LAN oder Local Area Network) zu verwenden, werden detailliert die Schritte aufgezeigt, wie das mobile
Gerät als auch der Desktop-PC konfiguriert werden müssen, um optimal zusammenzuarbeiten.
Jeder PDA wird serienmäßig mit einer PC-Verbindung ausgeliefert, ob sie nun "Dockingstation"
oder "Cradle" (meist ein Tischladegerät samt PC-Verbindungskabel) oder "PC-Link" (meist
eine einfache Kabel-Software-Lösung) heißt. Diese stellt sicher, dass sowohl Daten vom PC auf den PDA
wie auch umgekehrt übertragen werden können. Man wird selten all seine Daten auf einem System halten:
Die Dokumente, Notizen, etc. werden meist auf dem PC erstellt und nur zum Zweck der mobilen Verfügbarkeit
auf den PDA übertragen, während man Termine und Adressen meist unterwegs sammelt und in den PDA eingibt,
um sie dann auf dem PC zusammenzuführen.
Eine Möglichkeit der Datenübertragung ist die über die serielle Schnittstelle. Diese ist an jedem
PC vorhanden, damit genormt, aber sie hat einen nicht zu vernachlässigenden Nachteil: Sie ist langsam, die
Daten werden über eine Datenleitung seriell ("hintereinander") übertragen.
Nimmt man das einfache Beispiel der Nutzung des PDAs als MP3-Player, dann ist eine Übertragung einer kompletten
CD schon kaum noch mit vertretbarem Zeitaufwand zu machen. Als konsequent nächster Schritt wird dann oft der
Wechsel auf eine Verbindung per USB-Kabel oder -Dockingstation gewählt, was einen deutlich Gewinn an Geschwindigkeit
mit sich bringt, weil die Daten hier (ebenfalls über eine genormte Schnittstelle) deutlich schneller übertragen
werden.
Wer ein Netzwerk (LAN=Local Area Network) zur Verfügung hat, der wird über kurz oder lang alle verfügbaren
Geräte in diese Umgebung einfügen. Der Vorteil_ noch höhere Geschwindigkeiten und vor allem nur
eine, homogene Umgebung, in der alle Geräte Daten miteinander austauschen.
Ist der Schritt ins Netzwerk einmal vollzogen, dann ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten , wie z.B. der modemlose
Internetzugang über einen Proxy-Server und die damit verbundenen Freiheiten im eMail-Verkehr. Der Aufbau einer
solchen Umgebung birgt aber auch Risiken, denn alle Rechner im Netzwerk mit ihren freigegebenen Resourcen sind
offen Angriffen aus dem Internet ausgeliefert. Der "doppelte Boden", seit Jahrhunderten Mittel, Informationen
vor den Augen Unbefugter zu schützen, ist hier in Form einer Firewall unverzichtbar.
1) Der Universal Serial Bus (USB)
2) Windows CE im Netzwerk
3) IP-Konfiguration
4) Türsteher zum Internet: Der Proxy-Server und seine Konfiguration
1) Der Universal Serial Bus (USB)
Der Universal Serial Bus wurde als standardisierte Highspeed-Lösung (12Mbits/s (1.5MBytes/s) für den
Anschluß verschiedenster Peripherie-Geräte konzipiert und wird mittlerweile in einer Vielzahl verschiedener
Geräte angewandt: Drucker, Scanner, Joysticks, Modems, Telefonanlagen, PDAs, Digitalkameras, etc. Früher
wurden für die meisten Geräte verschiedenste Schnittstellen benötigt, die wiederum jeweils eigene
Systemresourcen blockierten (serielle, parallele Schnittstelle, Joystickport, SCSI-Schnittstelle, etc.). Der USB
führt Mengen an Geräten zu einer Norm zusammen, die nebenbei auch noch im laufenden Betrieb austauschbar
sind (hot swappable) und einen Neustart des Rechners unnötig machen. Will man mehr Geräte anschließen
als die in Standard-PCs vorhandenen zwei USB-Ports zulassen, dann kann man diese Einzelports wiederum durch HUBs
(Verteiler) beliebig aufsplitten. Mehr Informationen dazu: http://www.usb.org.
Viele Hersteller von PDAs sind mittlerweile von den seriellen Verbindungs-Kits auf die USB-Lösung umgeschwenkt,
so hat unter anderem Compaq gerade mit der Veröffentlichung des neuen iPAQ 3660 diesen Weg beschritten.
Gerade im professionellen Bereich aber ist die Verwendung proprietärer Systeme, wie es Dockingsstations, die
sich von PDA zu PDA unterscheiden, sind, nicht wirklich praktikabel:
2) Windows CE im Netzwerk
Dank der Tatsache, dass Windows CE viele Grundfunktionen mit seinen großen Brüdern teilt, ist der Einsatz
von Windows CE-Geräten in einem Windows-Netzwerk relativ unproblematisch. Zum einen bedarf es dabei natürlich
einer für Windows CE geeigneten Netzwerkkarte, für die unter CE ein Treiber existiert. Bei den PocketPCs
und Handheld PCs 2000 (z.B. HP Jornada 2000) sind Novell-Treiber schon vorinstalliert. Leider funktionieren trotzdem
die wenigsten Netzwerkkarten, die als "100% Novell kompatibel" ausgeschrieben sind. Im Einzelfall macht
es Sinn, mit dem Händler einen Umtausch zu vereinbaren, wenn die Karte nicht laufen sollte. (Übrigens
bedeutet die Tatsache, dass der PDA bei Einlegen der Karte nicht nach einem Treiber fragt nicht, dass die Karte
auch funktioniert!)
Einfacher ist das Leben dann, wenn man eine explizit für CE ausgeschriebene Netzwerkkarte verwendet. Diese
sind dann auf Funktion mit dem PDA-internen NE-2000-Treiber getestet. Vorteilhaft ist hier auch oft das Format:
Während ein Compaq iPAQ problemlos durch das entsprechende Jacket PCMCIA-Karten verwenden kann, sind andere
PocketPCs auf Compact-Flash-Netzwerkkarten angewiesen, wie z.B. die Pretec Compact LAN (DM 269,- bei Handit)
Im Gegensatz zu PCs hat Windows CE bei den PocketPCs keinen Client, der den Zugriff auf freigegebene Laufwerke
des LANs ermöglicht. Ohne Zusatzprogramme beschränkt sich der Zugriff damit auf Synchronisation per ActiveSync
und den Internetzugriff (durch einen Proxy-Server). Durch Zusatzprogramme wie PE NetExplorer wird diese Einschränkung
aber behoben.
3) IP-Konfiguration:
Damit das mobile Gerät und der Server (Desktop-PC) eine Verbindung aufbauen können, muß beiden
Geräten eine IP-Adresse zugewiesen werden. Das Internet Protocol (IP) ist das Protokoll, das dem Internet
zugrunde liegt und die Zuteilung von Datenpaketen vom Sender zum Empfänger regelt. Die IP-Adresse setzt sich
aus 32 Bits (Stellen) zusammen, wobei die ersten 16 die identifizierenden sind, die letzten 16 werden als Unterteilung
(Subnet Mask) verwendet. Beispiel für eine IP-Adresse: 192.168.0.12 (vollständig: 192.168.000.012). Da
die meisten IP-Adressen im Internet bereits vergeben sind, müssen freie Adressen verwendet werden, um die
gesendeten und empfangenen Daten intern im Netz an die richtigen Adressaten zu bekommen. Die oben angegebene Adresse
ist eine dieser freien Adressen, kann also ohne Probleme verwendet werden. Jeder Rechner, der sich im privaten
Netzwerk befindet, muß eine eigene, eindeutige Adresse haben. Es bietet sich an, z.B. dem Server die IP-Adresse
192.168.0.0 zuzuweisen, dem mobilen Gerät 192.168.0.1 Für beide Geräte muß noch eine Subnet-Mask
(s.o.) angegeben werden, als Beispiel funktioniert 255.255.255.0 problemlos. Diese Unteradresse muß für
beide Geräte die selbe sein, da sich beide im selben "Unternetz" befinden).
Bei Windows CE finden sich die Einstellungen unter Start->Einstellungen->Verbindungen->Netzwerk.
In der Registerkarte "Identifikation" müssen der Anmeldename und das Passwort im lokalen Netzwerk
angegeben werden, im Normalfall die Daten, die bei der Windows-Anmeldung auf dem Desktop-PC verwendet werden. So
kann das mobile Gerät sich als "zugelassener Benutzer" identifizieren.
Der für alle Windows-CE kompatiblen Netzwerkkarten vorinstallierte Treiber ist der NE2000-kompatible Netzwerktreiber:

Wählt man diesen aus (oder legt man ohne vorherige Konfiguration eine Netzwerkkarte ein), so öffnet
sich ein Fenster, in dem die Identifikationsdaten des Geräts im Netz eingegeben werden müssen: IP-Adresse
(z.B. 192.168.0.1), Subnet-Mask (z.B. 255.255.255.0).
Das Standardgateway sollte die IP-Adresse des Servers (also des Desktop-PCs) sein, im Beispiel 192.168.0.0, über
diese Adresse werden standardmäßig Kommunikationsanfragen abgewickelt.

Meist sind werden Rechner im Netz (insbesondere im Internet) nicht direkt durch ihre IP-Adresse angesprochen
(dies das selbe, als würde man als Ortsangabe eine Position in Längen- und Breitengraden angeben), sondern
über Namen, die diesen Adresse zugeordnet sind. Diese Namen heißen "Domain Names" und die
Umsetzung eines solchen Namens wird mittels eines Domain Name Servers (DNS) vorgenommen. Der DNS bekommt vom anfragenden
Rechner einen Namen (so z.B. www.worldofi.de) und liefert die zugehörige IP-Adresse zurück.
Bei der Netzkonfiguration unter Windows CE muß in der Registerkarte "Namensserver" ebenfalls wieder
die IP-Adresse des Desktop-PCs eingetragen werden.

Sind alle diese Daten eingegeben und korrekt, so steht dem Einsatz des mobilen Geräts im heimischen Netzwerk
nichts mehr im Wege.
Der physische Anschluß beider Geräte aneinander kann auf zwei Arten stattfinden. Wird das mobile Gerät
als einziges am Desktop-PC betrieben, dann reicht eine reine Kabelverbindung. Wichtig ist dabei, dass das verwendete
Kabel ein sogenanntes "Crossover-Kabel" ist. Bei einem normalen Netzwerkkabel werden alle Kontakte 1:1
miteinander verbunden werden (also Pin 1 mit Pin 1, Pin 2 mit Pin 2, etc.), damit alle sendenden mit allen sendenden
und alle empfangenden mit allen empfangenden Leitungen. Dies ist vergleichbar mit einem Telefongespräch, bei
dem das Mikrofon des einen Apparats auf das Mikrofon des anderen geleitet wird, und der Lautsprecher des Anrufers
auf den Lautsprecher des Angerufenen. Als Konsequenz kann keiner der beiden Gesprächsteilnehmer von den übermittelten
Gesprächsdaten etwas hören. Um dies zu vermeiden, werden die beiden Leitungen gekreuzt, also das Mikrofon
des einen Gesprächteilnehmers auf den Lautsprecher des anderen gelegt. Nichts anderes macht ein Crosslink-Kabel:
Die sendenden Leitungen des einen Geräts werden auf die Empfangsleitungen des anderen gelegt, dadurch wird
eine Kommunikation erledigt.
Werden beide Geräte mit einem solchen Kabel direkt verbunden, dann funktioniert die Kommunikation auf Anhieb.
Weit häufiger allerdings soll das mobile Gerät an ein bestehendes Netzwerk mit mehreren Rechnern angeschlossen
werden. Normalerweise sind die Geräte dann bereits mit einem Hub (einem Netzwerkverteiler, der den Anschluß
mehrerer Geräte an einen Server ermöglicht, umgangssprachlich ausgedrückt ein "Netzwerkverteiler").
In diesem Fall muß das mobile Gerät einfach nur mittels eines normalen Netzwerkkabels an einen freien
Anschluß des Hubs angeschlossen werden.
Die Synchronisation mittels ActiveSync
Zwischen der Synchronisation mit einem durch eine serielle oder USB-Dockinstation angeschlossenen Geräts und
einem Gerät im Netzwerk macht kaum einen Unterschied. Wichtig ist nur, dass in den Verbindungseinstellungen
des ActiveSync auf dem Desktop-PC die Option "Netzwerk (Ethernet-) oder DFÜ-Verbindung (RAS) mit diesem
Desktopcomputer zulassen" aktiviert ist.
Der einzige größere Unterschied besteht nun darin, dass die Verbindung auf dem mobilen Gerät manuell
gestartet werden muß. Über Start->Programme->Verbindungen->ActiveSync gelangt man in das entsprechende
Menü, in dem dann in der ersten Auswahlbox "Netzwerkverbindung" ausgewählt werden muß,
unter "Verbinden mit:" sollte sich dann bereits der Netzwerkname des Desktop-PCs befinden. Nachdem die
entsprechenden Auswahlen getroffen worden sind, kann die Verbindung über "Verbinden" gestartet werden.
Das mobile Gerät synchronisiert dann genau so mit dem Desktop-PC, wie man es gewöhnt ist, allerdings
viel schneller!
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