(14.09.2009 00:00 CET)
Unterwegs mit einem Notebook online zugehen ist eine Herausforderung, die mittlerweile eher langweilig ist. Stellt man sein Mobiltelefon in den Tethering-Modus (und nutzt so die Verbindung des Telefons für den Internetzugang), verbindet es mit einem Kabel, setzt man sich an einen Hotspot im nächsten Kaffee-To-Go-Anbieter, dann ist man schnell mit dem großen weiten weltumspannenden Netz verbunden.

Auch ohne das Kabelchaos kommt man relativ schnell online: USB-Sticks und Express-Cards, in die eine Daten-SIM-Karte eingelegt werden kann, sind für kleines Geld zu bekommen. All diese Lösungen haben aber einen, gar mehrere Nachteile: zum einen muss ein Gerät an das Notebook angeschlossen werden, damit wird die Mobilität eingeschränkt: Ein USB-Stick oder eine Express-Card stehen heraus, das Kabel zum Telefon verheddert sich, viele potentiell behindernde Punkte trüben den Anwendungsgenuss. Zum anderen belasten angeschlossene Geräte meist den Akku des Notebooks, kürzere Betriebszeiten sind die Folge. Und zu guter Letzt noch die Einschränkung, dass eine solche Verbindung natürlich immer nur für ein Gerät funktioniert. Will man schnell mal eben mit mehreren Anwendern online gehen, dass gestaltet sich das schwierig, wenn man nicht gerade den Hotspot nebenan hat.

Die Lösung ist einfach und schick und wird von Novatel gefertigt, in Deutschland von vodafone vertrieben: Der Mobile WLAN Spot, vom Hersteller Novatel 2353 genannt, ist eine kleine Box, die akkubetrieben aus einer HSDPA-Mobilverbindung ein WLAN für bis zu fünf Endgeräte bereitstellt und ganz nebenbei noch als Datei-Server genutzt werden kann.

Aber detailliert: In den Mobile WLAN Spot wird eine normale SIM-Karte eingelegt (vodafone bietet natürlich eine entsprechende Karte mit Datenflatrate gleich mit im Paket an). Der Spot generiert ein WLAN, mit dem sich beliebige Geräte verbinden können. Innerhalb der initialen Konfiguration legt man Verschlüsselung (WEP, WPA, WPA2/PSK), die PIN der SIM-Karte (um sich direkt einbuchen zu können) und weitere Einstellungen fest. Danach nutzt man die Box vollkommen ohne weiteren Eingriff: Schalten man sie ein, dann bucht sie sich ins Mobilefunknetz ein, stellt eine Datenverbindung her und gibt diese über das WLAN an die verbundenen Geräte weiter. Für das Endgerät (sei es nun Notebook, PC, Smartphone oder PDA) ist es vollkommen uninteressant, dass die Verbindung mobile ist, es wird nur ein WLAN gesehen. Durch Unterstützung von HSDPA/HSUPA bleibt es dem Anwender auch gefühlt verborgen, dass es sich um eine mobile Verbindung handelt. Nur in schlechter ausgebauten Gebieten, wo die Verbindung auf GPRS-Geschwindigkeit heruntergeht, kann der Aufbau einer Internetseite quälend werden.


Der Akku des Mobile WLAN Spot hält zwischen 3 und vier Stunden, was für die meisten Notebooks ausreicht. Wer längere Laufzeiten benötigt, der muss entweder das Gerät per USB-Kabel an das Notebook anschließen (dann allerdings wird WLAN ausgeschaltet und der Spot wird als USB-Modem erkannt) oder aber stationär per Netzteil betreiben.

Rechnet man es gegen, dann rentiert sich das Ganze bereits bei einer Woche Hotel: Bei durchschnittlichen Hotel-WLAN-Preisen von 10-12 Euro pro Tag sind die EUR 44,-, die eine UMTS-Flatrate beispielsweise bei vodafone kostet, schnell drin, nimmt man einen anderen Anbieter, dann kann das sogar noch schneller der Fall sein.
In der Praxisanwendung kann ich den Mobile WLAN Spot/das mifi nur loben: Ob im Hotel, an Orten ohne Internetanschluss, in der Bahn, ein gesichertes WLAN ist Gold wert. Und sowohl die Stabilität als auch die Geschwindigkeit der Verbindung sind – zumindest im vodafone-Netz – genial. Wer allerdings keine mobile Verbindung braucht, der hat natürlich auch keine echte Anwendung für das Gerät...
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