(12.04.2010 22:25 CET)
Zune-Phone? Das sagenumwobene "Project Pink"? Und was ist mit der Aquisition des Sidekick-Herstellers Danger? Fragen über Fragen, die bisher nur im Nebel der Gerüchte eine Antwort fanden... damit ist jetzt Schluss. Heute hat Microsoft ganz offiziell die Bombe platzen lassen: Ja, es gibt ein "Microsoft-Telefon": Aus dem Namen Pink wurde schnell KIN One und KIN Two, wei vollkommen neuartige Windows Phones, die aber mit dem, was man sowohl von den bisherigen Windows Mobile-Versionen als auch vom kommenden Windows Phone 7 kennt, nicht viel gemein haben.

Kern der KIN-Modelle ist das Social Networking: die Verbindung mit Freunden und der Familie, die Möglichkeit, sich auszudrücken und gemeinsam über ein kleines, einfaches und ansprechbares Gerät miteinander in Kontakt zu bleiben. Dazu wurde eine Kooperation mit Verizon Wireless (die die KINs ab Mai in den USA anbieten werden), Vodafone (die ab Herbst in Deutschland, Italien, Spanien und Grossbritannien vertreiben werden) und Sharp eingegangen worden. Der KIN One ist klein und kompakt, der Two etwas größer. Beide Geräte haben eine ausschiebbare Tastatur, eine 5- bzw. 8-Megapixel-Kamera, die durch einen hellen LumiLED-Blitz für Aufnahmen in schlechten Helligkeitsverhältnissen geeignet sind. Der KIN Two hat neben der anderen Gehäuseform mehr Speicher und kann mit seiner 8 Megapixel-Kamera auch HD-Videos aufnehmen.
Kern der KIN-Oberfläche ist "KIN Loop", eine Zusammenfassung dessen, was gerade im Leben der wichtigsten Kontakte geschieht: Übersichtlich, fingerbedienbar, ein Schmelztigel für wichtige Services wie Facebook, Twitter, MySpace etc. Durch das Festlegen von "wichtigen Personen" können Statusmeldungen priorisiert werden.


In der Mitte des Bildschirms erkennt man den "KIN Spot", eine weitere Innovation: Muss man bei den bisherigen Geräte erst auswählen, welche Applikation bzw. welchen Service man nutzen will, und dann Inhalte hinterlegen, so ist der Spot unabhängig vom Service die zentrale Anlaufstelle für allen Content: Bilder, Videos, Statusupdates, all das wird dort hineingezogenund kann dann ins Web gesendet werden... der Nutzer entscheidet wann, wo und wie.
Der Fokus ist klar: Der Anwender soll sich keine Gedanken darüber machen, was technisch geschieht, welches Programm für welchen service benutzt wird, wie er die Daten eingeben muss, sondern sich einfach auf das konzentrieren, was er wirklich will: Seine Informationen and die Personen bekommen, für die sie relevant sind.


Die Cloud ist in aller Munde, Windows Azure, Skydrive, Office Online: Der lokale Speicher verliert massiv an Relevanz, denn er ist an einen Ort gebunden und damit nicht mehr zeitgemäß für Menschen, bei denen Mobilität ein LEbensmotto ist. Aus diesem Grund verwendet KIN mit dem KIN Studio einen Online-Service, der alle Inhalte des Gerätes im Internet sichert und verfügbar macht: Datensicherung? Erinnerungen an einen bestimmten Zeitpunkt oder ein Ereignis? Kein Problem: Die Informationen werden übersichtlich in einem virtuellen Zeitstrahl dargestellt und verfügbar gemacht... und der riesige Speicher der Cloud sorgt dafür, dass das Gerät keine "Erinnerungen" verliert.
Ganz nebenbei werden die KINs die ersten Telefone sein, die die Zune-Software mit Musik, Video, Radio und Zugriff auf Podcasts verwenden, haben einen RSS-Reader, einen Internet Browser und die bing-Suche.

offen
Eine andere Zielgruppe, aber eine ähnliche Herangehensweise: Innovative Oberfläche, einfach Bedienung, Fokus auf das Wesentliche: Die Benutzererfahrung.
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