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Man kann mit einem mobilen Gerät viel, Drucken aber ist in Bereich, der zugleich selten gefragt und schwer
zu realisieren ist. Mobile Drucker gibt es zwar, aber Grösse und Gewicht sind in der Summe so beschaffen,
dass "mobil" eher nicht zutreffend ist. Was sich in der Summe aber immer öfter als Anforderung ergibt,
ist der mobile Druck von Fotos. Ob nun vom Urlaubsort für Postkarten, ob als direkte Erinnerung an eine bestimmte
begebenheit, man will nicht immer einen PC und einen Farbdrucker benötigen, um ein Foto auszudrucken.

Bei den vorhandenen Geräten (beispielsweise von Canon oder HP) ist zwar eine grundsätzliche Portabilität
gegeben, allerdings ist immer die Gefahr, dass das Farbband oder die Tinte ausgeht, was das Drucken signifikant
erschwert... und ein Ersatzfarbband mitzunehmen spricht wieder gegen das Prinzip der Portabilität. Genau diese
Punkte adressiert Polaroid mit dem PoGo, einem mini-Bluetooth-Drucker, der das "Druck"-Prinzip der Polaroid
Sofortbild-Kameras nutzt.

"Zink" ist das Schlagwort, unter dem Polaroid den Druck ohne Farbband versteht, "Zero Ink Technology":
Kein Farbband, keine Tinte, sondern Kristalle, die durch Wärme angeregt auf dem Papier wie durch Zauberhand
ein Bild entstehen lassen. Das klingt spannend, allerdings auch wenig fototauglich, und wer als erstes ein Bild
mit wenig Farbbrillianz schon der Quelle druckt, der wird genau das bestätigt bekommen. Die 2 * 3 Zoll (ungefähr
Visitenkartengröße) großen Ausdrucke wirken pixelig und grobkörnig. Ausreichend für
den schnellen Druck unterwegs, aber eben auch wenig eindrucksvoll. Wer aber ein normal belichtetes Foto Richtung
PoGo schickt, der traut seinen Augen kaum: Die Qualität ist absolut faszinierend. Auch wenn ein Druck seine
Zeit braucht (je nach Komplexität des Bildes zwischen einer und drei Minuten), das Ergebnis überzeugt.
Auch der Preis von 30 bis 39 Cent (abhängig vom Gebinde, es gibt 10er-Packs und 30er-Packs selbstklebenden
Papiers) pro Druck, der im Vergleich zu Papierabzügen heftig erscheint, tritt da in den Hintergrund. Im gescannten
Originaldruck oben führt ein Klick zur vergrösserten Darstellung.

Wie aber kommen die Bilder zum Drucker? Für den Digitalfotografen bleibt nur die Kabellösung. Der
PoGo hat einen USB-Stecker an der Seite, der das Datenkabel der Kamera aufnimmt. An der Kamera muss dann die Druckfunktion
(Pictbridge ist bei fast allen Kameras integriert) genutzt werden, schon werden die Bilddaten verschickt und der
PoGo beginnt sein Werk.
Interessanter noch ist es mit einem PDA oder Smartphone (auch mit Windows Mobile): Nachdem das Foto gemacht wurde,
kann aus dem Bilderalbum der Druck durch "senden" und die Auswahl des Pogo on der Liste der Bluetooth-Geräte
initiiert werden. Kabellos wird das Bild übertragen, der Druck startet dann umgehend.
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| FAZIT: Die Lösung mag auf dem Papier teuer sein: Die Bilder sind klein, der Preis recht hoch, als Fotodrucker
für zuhause ist der PoGo eine eher hinterfragenswerte Investition. Unterwegs aber, im Urlaub, auf einer Reise,
wo das Fehlen von PC und Farbdrucker eigentlich ein Drucken von Fotos unmöglich macht, ist der PoGo eine Anschaffung,
die einfach nur Spaß macht. Die Qualität, die der kleine Zwerg produziert, die Haptik, Verarbeitungsqualität
und Handhabung schaffen dem Pogo eine Nische. |