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Der erste Winzlings-iPAQ, der in diesem Jahr den Markt beehrte, wurde mit geteilten Gefühlen empfangen.
Auf der einen Seite war der iPAQ 1915 designmäßig top, bei seiner flachen und
kleinen Bauform trotzdem mit iPAQ-typischem Display und SD-Slot ausgestattet. Auf der anderen Seite, und das war
der häufige Vorwurf, durch die "Beschneidung" des Anschlusses unten nicht in der Lage, serielles
Zubehör wie eine GPS-Maus oder eine Tastatur zu verwenden. Schnell wurde daraus geschlossen, man habe hier
einen Frauen-PDA auf den Markt geworfen (und ich muß zugeben, auch meine holde Gattin hat sich schnell an
den Kleinen gewöhnt...

Mit dem iPAQ
1940 hat man nun die Rufe erhört und ein deutlich kommunikationsfreudigeres Modell an den Start geschickt,
das Bluetooth integriert hat und so beispielsweise mit einer BT-GPS-Maus oder einem Mobiltelefon Verbindung aufnehmen
kann. Und weil in der Zwischenzeit der Übergang von Pocket PC 2002 zu Windows Mobile 2003 stattgefunden hat,
ist auch beim 1940 bereits letzteres installiert.
Und um das Ganze noch abzurunden, ist auch der SD-Slot SDIO-fähig, damit können auch Applikationskarten
wie WLAN, Kameras oder GPS verwendet werden, das die Tatsache, daß weder ein CF-Slot noch die Jacket-Erweiterung
gegeben sind, erträglich macht.



Im Gegensatz zu seinen großen und kleinen Brüdern hat der 1940 einen Samsung (2410) Prozessor mit
266MHz, schneller als der 1915, langsamer als die der 39xx- und 5x50-Serien. Durch die schon in den Testberichten
des 2210 und des Toshiba e750BT beschriebenen Leistungsverbesserungen macht sich dies aber nicht wirklich bemerkbar
(vor allem im Vergleich zu den PDAs, die geringer als 400MHz getaktet sind). Ganz im Gegenteil. schaut man sich
die Benchmarks an, dann wird man in einigen Bereichen (z.B. der Grafik) gar verblüfft:




Im Gegensatz zum iPAQ 1915 hat man (auf Grund der Anforderungen von Windows Mobile 2003) das 16MB-ROM durch
ein 32MB ROM ersetzt, dies bedingt unter anderem auch, daß mehr Speicher (nämlich knapp 57MB) für
den Benutzer zur Verfügung stehen.

Durch die geringe Grösse ist der iPAQ 1940 schick und leicht (120 Gramm), optimal also in der Hosen- oder
Hemdtasche, dem TimeSystem oder der Brieftasche mitzuführen. Schon vor deutscher Markteinführung gab
es von den üblichen Verdächtigen Piel Frama, Vaja und Proporta Taschen bzw. ein Alucase, der Schutz des
Geräts ist damit garantiert, auch wenn im Lieferumfang keine Schutzhülle beiliegt. Die geringe Grösse
bringt allerdings auch mit sich, dass das bisher bei allen iPAQs konsequent kompatible Jacketkonzept nicht mehr
Anwendung findet. Man ist damit auf die integrierten Schnittstellen und Erweiterungssteckplätze angewiesen.

Was mich an der iPAQ 19xx-Reihe immer wieder begeistert, ist die geringe Größe und das Design. Im
Gegensatz zum (wegen seines CF-Slots) doppelt so dicken 2210 ist der 1940 im von den anderen iPAQs gewohnten Metall/Chrom-Look
gehalten und sieht damit absolut edel aus. Leider hat man sich beim Lieferumfang der Kritik der Käufer nicht
angenommen, und auch dem 1940 keine Dockingstation, sondern nur ein Sync-Kabel mit Netzteil-Anschluss beigelegt.

Im Lieferumfang befinden sich neben dem Stift, dem iPAQ selbst, dem Netzteil samt Adapter und Handbüchern
samt der Outlook 2000/Activesync-CD ein USB-Sync-Kabel, eine Docking-Station gehört, wie oben bereits geschrieben,
zum optionalen Zubehör. Der iPAQ 1940 kann das seine Herkunft nicht verschweigen: Der Stift des O2XDA/T-Mobile
MDA sieht dem des 1915 verblüffend ähnlich, auch wenn er noch ein wenig größer ist. HTC lässt
grüßen... Und noch ein Design-Feature ist faszinierend: War der iPAQ 5450 der erste iPAQ mit HP-Label,
aber vom Aussehen war er ein Compaq iPAQ mit einem leichten Facelift. Beim iPAQ 1940 hat man nun das Design nicht
nur überarbeitet, sondern massiv modifiziert, und dabei ein Relikt aus den alten HP Jornada-Tagen übernommen:
Die Erinnerungsleuchte mitten über dem Display, die dem iPAQ 1915 auch als Ein/Ausschalter dient. Ein nettes
Detail, was für mich so ein wenig den weichen Übergang der Produktpaletten der ehemaligen Konkurrenten
HP und Compaq in das fusionierte Unternehmen symbolisiert. Und zusätzlich ist dort neben der orangen Ladeleuchte
und der grünen Erinnerungsleuchte auch noch eine blaue Diode integriert, die bei eingeschaltetem Bluetooth
blau blinkt.
Der 900 mAh LiION-Akku ist wechselbar, und wenn dieser gewechselt wird (was explizit als Option angegeben wird),
dann stellt ein NiMH-Akku sicher, dass die Daten erhalten bleiben.


Wer den iPAQ 1940 als mobilen MP3-Player nutzen möchte, der hat (im Gegensatz zum 1915) zwar keinen Stereo-Ohrhörer
direkt beiliegen, aber dafür ein Adapter von dem 2,5-mm-Klinkenanschluss des 1940 auf den Standard 3,5mm-Anschluss
handelsüblicher Kopfhörer. Und da die Qualität der üblicherweise Geräten beiliegenden
Kopfhörer ´eh nich die beste ist, ist dies eine vernünftige Lösung des Problems. Das größere
ROM bedingt übrigens auch, daß der MEdia Player 9 direkt im ROM ist und nicht erst nachinstalliert werden
muß.
Was den iPAQ 1940 wie eigentlich jeden neueren iPAQ so richtig glänzen lässt, ist einmal mehr das
transflektive TFT Display. Klar, scharf, kontrastreich, auch unter ungünstigen Lichtverhältnissen gut
zu lesen. Die Konkurrenz hat nichts vergleichbares zu bieten...!

Verwunderlich allerdings, daß das 1940-Display (im Bild rechts) einen leichten Gelb-Stich hat, der besonders
bei weißen Hintergründen zu erkennen ist. DerGesamtqualität allerdings tut dies keinen Abbruch.
iPAQ ist halt iPAQ, wenn auch innerhalb der Produktreihen Unterschiede sind, alles in allem sind die Displays immer
extrem gut.
Was ich HP niemals verzeihen werde, ist die Tatsache, daß entgegen ersten Informationen in der Planungsphase
auch der 1930/1940 kein serielles Zubehör verwenden können, also weder Mäuse noch Tastaturen. Man
mag dies auf die Produktplatzierung schieben, die für Anwender solcher weitergehender Anwendungen ein höheres
Modell vorzusehen scheint, aber nichts desto Trotz ist es ein Punkt, der den Wert des Geräts einschränkt....
Gottseidank allerdings aus meiner Sicht der einzige....!
Zubehör

Tasche von Piel Frama

Tasche von Vaja Cases

handit/InnoPocket Alu Case
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