Online-Gaming: Welche Hardware ist nötig?

Das Duell zwischen PC und Spielekonsolen ist so alt wie die Gaming-Branche selbst. Beide Seiten haben ihre Vorteile und beim PC ist der Blick auf die Hardware stets wichtig. Das betrifft auch das angesagte Online-Gaming.

Pauschale Angaben kaum möglich: Auf das Spiel kommt es an

Die Auswahl an Computern mit dem Label „Gaming-PC“ ist groß – und das gilt auch für die Preisspanne. Alleine damit wird deutlich, dass es kaum möglich ist, das eine ideale System für jedermann zu konfigurieren. Klar ist: Mehr Leistung ist im Zweifelsfall immer besser – doch diese kostet teils gewaltige Aufpreise und je nach Spiel macht sich der Performance-Sprung kaum bemerkbar. Denn gerade im Online-Segment gibt es viele Genres, die es sehr milde mit der Hardware meinen. Zum Beispiel die trendigen Online Casinos, die nicht zuletzt mit Bonus Codes einen lukrativen Einstieg erlauben: Ihr Reiz hängt nicht von revolutionärer Grafik oder dergleichen ab, da das Glücksspiel selbst (und die Chance auf reale Geldgewinne) absolut im Mittelpunkt steht.

Die Hardware ist für Online-Gambling also beinahe vollkommen egal. Selbst alte PCs kommen mühelos mit den Anforderungen zurecht, es wird nicht einmal eine dedizierte Grafikkarte benötigt, da die Onboard-Chips für die Darstellung ausreichen. Eine Stufe höher folgen die Browsergames: Sie verlangen schon nach etwas mehr Leistung, allerdings wird ein großer Teil der Berechnungen auf den Servern des Anbieters durchgeführt. Das Resultat für Spieler: Der Browser benötigt höchstens ein kostenloses Plug-In wie Microsoft Silverlight, doch darüber hinaus sind weder High-End-Hardware noch eine Windows-Optimierung via Game Booster fällig.

In der nächsten Kategorie erfolgt bereits ein klarer Schritt. Nämlich bei den Spielen, die vollständig auf dem eigenen Rechner installiert werden. Der prominenteste Vertreter ist wohl World of Warcraft, dessen Systemanforderungen mit den Jahren gestiegen, aber immer noch nicht hoch sind. Das ist natürlich kein Zufall: Hersteller Blizzard möchte, dass möglichst viele Spieler teilnehmen können und verzichtet deswegen bewusst auf atemberaubende Grafik.

Dank des immer noch gut funktionierenden Spielprinzips geht die Rechnung auf. Im neuesten Teil von WoW, Battle for Azeroth, werden die empfohlenen Hardwareanforderungen mit einem Intel Core i5-3330, einer GeForce GTX 750i und 4 GB RAM beschrieben. Diesen Voraussetzungen werden selbst ältere Mittelklasse-Systeme problemlos gerecht und es zeigt sich, dass weite Teile der Online-Szene für viele Nutzer zugänglich sind.

High-End-Gaming: Welche Komponenten treiben den Preis am stärksten?

Ab einem gewissen Punkt gibt es dennoch strenge Hardware-Schranken. Das Online-Gaming deckt schließlich alle Genres ab und speziell bei Shootern sieht die Welt schnell anders aus. Wer zum Beispiel das im Oktober erscheinende Battlefield V flüssig mit hoher Auflösung spielen möchte, der benötigt potente Komponenten. Die Rede ist hier von Prozessoren der neuen i5- oder i7-Reihe, die Grafikkarte sollte in der Liga einer GeForce 1060 oder Radeon RX 480 spielen.

Ein anderes Beispiel ist Star Citizen. Das ambitionierte Weltraum-Spiel, das seit Jahren per Crowdfunding finanziert wird (und dabei sämtliche Rekorde gebrochen hat), richtet sich nicht an schwachbrüstige PCs. In der aktuellen Alpha-Phase werden Komponenten der Oberklasse benötigt, um die bisher verfügbaren Inhalte einigermaßen genießen zu können.

Für ein flüssiges Spielerlebnis schadet hier ein Intel Core i5-8600K keinesfalls. Diese kostet ohne Mainboard rund 240 Euro. Noch kritischer ist preislich gesehen jedoch die Grafikkarte: Für eine hohe Auflösung und viele Details darf es gerne eine GeForce 1080 oder Radeon RX Vega 56 sein. Beide Modelle kosten jenseits der 400 Euro. Ebenfalls wichtig: Star Citizen verlangt nach mindestens 16 GB RAM (Kostenpunkt über 300 Euro) und einer schnellen SSD-Festplatte. Ein System dieser Klasse kostet vollständig schnell über 1.000 Euro. Peripherie-Geräte sind dabei noch nicht eingerechnet.

Was bedeutet das für Online-Spieler?

Es lässt sich also festhalten: Wegen der Evolution der Spielebranche ist der Begriff Online-Gaming zu einem groben Überbegriff geworden, der sich auch bezüglich der Hardware kaum pauschalisieren lässt. Das ist gut und schlecht zugleich, da es bedeutet, dass es grundsätzlich für jeden PC viele Optionen gibt, allerdings bleiben einige Premium-Titel nur spendierfreudigen Spielern vorbehalten.

Immerhin: Die Investition in Gaming-Hardware lohnt sich heute mehr denn je, da der Verfall deutlich langsamer stattfindet. Ein System wie oben beschrieben wird auch in fünf bis sieben Jahren noch alle Titel gut abspielen können; die lange Halbwertszeit rückt die Anfangskosten in ein angenehmes Licht und auch das ist ein Grund dafür, dass das PC-Gaming zuletzt wieder stark aufgeholt hat.

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Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Mittwoch, 1. August 2018 um 00:00 und eingeordnet unter WBlog .

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