VDSL - für wen lohnt sich das eigentlich?

Geschwindigkeit ist bekanntlich Trumpf, wenn es um Internet geht. VDSL (Very High Speed Digital Subscriber Line) bietet in diesem Hinblick eine deutlich schnellere Alternative im Vergleich zu normalem ADSL. Die damit verbundenen Vorteile sind jedoch auch mit höheren Kosten und einigen Einschränkungen verbunden, die vorab eine Kalkulation nötig machen, um herauszufinden, ob sich ein entsprechender Anschluss lohnt oder nicht. Im Folgenden sollen daher die wichtigsten Eigenschaften von VDSL herausgestellt und mit denen eines konventionellen DSL-Anschlusses verglichen werden.

Verfügbarkeit von VDSL

Ein Verfügbarkeitscheck ist bei VDSL Pflicht, denn im Gegensatz zu normalem ADSL ist VDSL an deutlich weniger Orten verfügbar. Bei einer Prüfung sollte jedoch nicht allein darauf geachtet werden, ob VDSL überhaupt zur Verfügung steht, sondern auch darauf, wie weit die Entfernung zum nächsten Knotenpunkt ist. Die Distanz ist nämlich enorm wichtig im Hinblick auf die tatsächlich erzielbare Geschwindigkeit. Das Prinzip: Je kürzer, desto schneller. Ab einer bestimmten Entfernung schrumpft die Geschwindigkeit so weit zusammen, dass sich ein VDSL-Anschluss schon gar nicht mehr lohnt und besser auf die günstigere ADSL-Alternative zurückgegriffen wird. Durch diese technische Einschränkung ist VDSL auch nur in stark besiedelten Ballungsgebieten verfügbar. Steht VDSL nicht zur Verfügung, kann - je nach Verfügbarkeit - noch auf Kabel-Internet oder LTE ausgewichen werden.

VDSL tunen: So lässt sich mehr aus der Verbindung holen

Wem selbst eine VDSL-Verbindung noch zu langsam ist, kann verschiedene Möglichkeiten zum softwareseitigen Tuning nutzen. Eine davon liegt in der Nutzung des richtigen Browsers. Besonders schnell sind Nutzer von Firefox, Chrome und Opera unterwegs. Wer hingegen mit einem alten Internet-Explorer unterwegs ist, sollte baldmöglichst an einen Wechsel denken.

Vorher sollte jedoch ein Speedtest durchgeführt werden, um feststellen zu können, ob das Internet tatsächlich so langsam ist. Dabei werden Download, Upload und Ping gemessen. Letzteres ist der Zeitraum, den der Anbieter benötigt, um auf eine Anfrage zu antworten. Zu beachten ist, dass Abweichungen von bis zu 30 Prozent völlig normal sind und meist mit der aktuellen Auslastung des Netzes bzw. des nächsten Einwahlknotens zusammenhängen.

Weitere Möglichkeiten zur Optimierung bieten oft schon die Bordmittel des Betriebssystems. Eine falsche Konfiguration der Software-Firewall kann das eigentlich schnelle Internet schon gehörig ausbremsen. Auch die Einstellungen der TCP-Parameter sollten geprüft und gegebenenfalls optimiert werden. Aber auch Virenscanner sind dafür bekannt, Prozesse zu verlangsamen. Wer sich nicht selbst an die Systemeinstellungen herantraut, kann dafür auch auf spezielle Tools zurückgreifen.

VDSL - für wen lohnt sich das eigentlich?

Eine besonders schnelle Internetverbindung kommt natürlich in erster Linie für Nutzer infrage, die auf eine möglichst hohe Bandbreite angewiesen sind. Dazu gehören beispielsweise Gamer, die gerne und häufig anspruchsvolle Onlinespiele zocken und dabei nicht hinter ihren Kollegen zurückbleiben möchten. Gleiches gilt für Personen, die entweder selber gerne streamen oder sich ihrerseits Liveübertragungen im Internet ansehen möchten, ohne dass es dabei zu nennenswerten Unterbrechungen oder Qualitätseinbußen bei der Darstellung kommt. Nicht zu vergessen sind natürlich auch Mitarbeiter im Homeoffice, die für die Arbeit eine schnelle Internetverbindung benötigen.

Was ist beim Vertragsschluss zu beachten?

Wichtig ist vorab eine VDSL-Verfügbarkeitsprüfung, wie weit der nächste Einwahlknoten vom eigenen zuhause entfernt ist. Nur durch möglichst geringe Distanzen kann sichergestellt werden, dass die beworbenen Geschwindigkeiten auch tatsächlich erreicht werden. 

Dieser Beitrag wurde geschrieben von am Dienstag, 5. Dezember 2017 um 12:00 und eingeordnet unter WBlog .

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