Ein Anspruch, den The World of i hat, ist die absolute Unabhängigkeit.
Die hier präsentierten Tests beruhen auf keinerlei finanziellen Interessen,
sondern sind aus reiner Anwendersicht.
Es ist selten, das ein Programm zweimal Software des Monats wird, aber in diesem Fall ist es unausweichlich.
Visual Key CE ist mit Sicherheit das eingängigste und intuitivste Programm, mit dem man den Zugriff auf den
PDA schützen kann. Wenn dann aber der Preis so massiv reduziert wird, dann ist dies sicherlich ein Argument
für eine erneute Auszeichnung: Die normale Version EUR 15,-, die Sonderversion für die World of PPC (uneingeschränkt
und im selben Nutzungsumfang). EUR 12,-.
Die Horrorvision: Der PDA liegt auf dem Tisch, man ist kurz draußen, und schon schaut jemand in die geheimsten
Daten. Oder noch schlimmer: Der PDA geht verloren, und auch wenn man nur als Privatenwender "unwichtige Daten
darauf gespeichert hat, so richtig angenehm ist der Gedanke in jedem Fall nicht. Und so gibt es die diversesten
Ansätze, die Daten auf dem PDA zu schützen bzw. den Zugang zum PDA nur Berechtigten zu gestatten.
Besonders schön dann, wenn das Ganze nicht nur eine trockene Paßwortabfrage darstellt, sondern auch
noch ansprechend aussieht.
Nice Start von TranCreative ist
ein solchen Programm. Im Windows XP-Stil wird neben der Paßworteingabe Datum, Uhrzeit, Batteriestatus, Speicherauslastung
von Daten- und Programmspeicher und Speicherkarten dargestellt. Über Buttons kann der PDA ausgeschaltet werden,
es können die Benutzerdaten angezeigt werden (interessant bei Verlust für einen ehrlichen Finder) und
eine Tastatur eingeblendet werden (bei alphanumerischem Paßwort). Natürlich ist auch die ActiveSync-Verbindung
durch das selbe Paßwort geschützt, die Daten können also auch auf diesem Wege nicht ausgelesen
werden.
PIEPrint
Warum auch immer Microsoft sich entschieden hat, den Pocket PCs keine Möglichkeit des Druckens aus der
Applikation selbst zu gewähren, ärgerlich ist es allemal. Ob man nun einen portablen Drucker sein eigen
nennt oder über das Netzwerk drucken will, man benötigt Zusatzprogramme. Field Software sind in diesem Bereich bereits seit
einiger Zeit aktiv und haben mit PrintPocketCE und PocketPixPrint bereits zwei Applikationen im Programm, die für
mich ein absolutes Muß sind.
Was bisher noch fehlte, war eine Möglichkeit, auch Internet-Seiten ausdrucken zu können, eine Funktion,
die für den normalen Internet-Explorer eine Selbstverständlichkeit ist.
PIEPrint (für Pocket Internet Explorer)
schließt diese Lücke nun endlich. Hat man eine
Seite aufgerufen, dann hält man einfach den Stift an eine Stelle, wo kein Link ist, und wählt dann aus
dem Kontextmenü "Print". Und schon kommt man in die selbe Drucker-Engine, die bereits aus den anderen
beiden Programmen bekannt ist, kan dort aus einer Riesenauswahl von Druckern und Anschlüssen (IrDA, seriell,
Netzwerk, Bluetooth) auswählen und bekommt als Ergebnis schließlich exakt die Seite, wie sie auf dem
Bildschirm war. Keine Verluste, keine fehlenden Grafiken, und in den durchgeführten Tests auch keine Formatänderungen.
Endlich ist es gelungen, alle Lücken zu füllen, die die fehlende Integration der Druckfunktion gelassen
hat!
Spb Software House GPRS
Monitor
Es lässt sich über bestimmte Dinge trefflich streiten, aber wer einen XDA oder MDA besitzt, der wird
sich darüber ärgern, dass der Volumencounter, der dem Gerät mitgegeben ist, die Anforderungen nur
sehr begrenzt erfüllt. Interessieren tut mich als Benutzer doch primär, was mich in meinem Abrechnungszeitraum
meine GPRS-Verbindungen effektiv gekostet haben, bzw. wie viel von meinem eventuell vorhandenen Inklusivvolumen
noch übrig ist. Als Anfoerdung kristallisiert sich damit eines heraus: eine adäquate Software muss Providerspezifische
Informationen verarbeiten können (Blockgrösse, Abrechnungszeitraum, Preis pro Einheit, Preis für
Inklusivvolumen). Und da wird das Angebot schon eng, oder besser: Erst seit Erscheinen von Spb Software House´s GPRS Monitor ist mir überhaupt ein Programm bekannt, daß
dies leisten kann.
Die Software ist quasi dreigeteilt: Zum einen hat man ein (frei positionierbares) Icon in der Titelleiste, das
Batteriestatus, GPRS-Signalstärke und Traffic anzeigt (die letzten beiden natürlich nur bei bestehender
Verbindung, sonst zeigt ein Kreuz an, dass keine besteht).
Als zweites hat man einen Eintrag im Heute-Bildschirm, der unter anderem Kosten/Datenmenge anzeigt und anwählbar
Shortcuts zum Posteingang und zum Internet Explorer zeigt, auf Wunsch auch die hochgerechnete Restlaufzeit der
Batterie und die Einstellung der Hintergrundbeleuchtung. Zusätzlich dient dies auch als Zugang zum dritten
Teil, dem eigentlichen Programm.
Hier kann konfiguriert werden, welche Verbindung überwacht werden soll, an welchen Tag der Abrechnungszeitraum
beginnt, wo das Icon in der Titelleiste liegen soll (löblich, denn man kann so vermeiden, dass andere Symbole
überdeckt werden). Der Clou allerdings liegt in zwei Dingen: Zum einen kann man sich getrost sparen, alle
relevanten Informationen zur GPRS-Nutzung beim Provider zu erfragen. Man gibt einfach den Provider/Tarif an, den
man nutzt, und schon sind alle Einstellungen richtig. Wen ich jetzt schon schreien hören "Das ist doch
wie schnell wieder nicht mehr aktuell", dem sei gesagt, dass natürlich auch ein Update aus der Software
heraus möglich ist.
Der Zweite Clou ist die Tatsache, dass man sich auch Profile anlegen kann und somit verschiedene Verbindungen
bzw. Roaming-GPRS-Nutzung abdecken kann.
Wem dann die vielfältigen grafischen Darstellungen (nach Kosten, nach Volumen, am Tag, der Woche, dem Monat)
noch nicht reichen, der kann sich für einen frei festlegbaren Zeitraum einen ausführlichen Bericht generieren
lassen.
Meine Meinung: Ein Must-Have für jeden XDA/MDA und jeden anderen PDA, der per Jacket, Karte oder per Bluetooth
mit GPRS surft!
Sound Effects
Wer seinen Windows-PC gewöhnt ist und ein wenig mit den Multimediaeinstellungen herumspielt, der wird auch
irgendwann die Soundeinstellungen ändern. Wie schön ist es, wenn statt eines simplen Gongs ein trällerndes
Liedlein, ein gellender Schrei oder was auch immer erklingt?! Zumal es der Soundschemata viele gibt, Ansammlungen
von thematisch geordneten Sounds, die man einmal aktiviert und die alle Systemklänge ändern.
Der Pocket PC ist da trotz seines Windows-Betriebssystems wenig flexible. Natürlich kann man einzelnen Systemereignissen
Klänge zuweisen, doch an Auswahl mangelt es und komfortabel ist es schon gleich gar nicht.
Darum haben sich jetzt Applian an dieses Thema gewagt und
Sound Effects auf den Markt
gebracht. insgesamt 60 Sounds, davon einige Klingeltöne für die Pocket PC Phone Edition, die zu 15 Systemereignissen
zugeordnet werden können. Zwei Schemata sind bereits gespeichert, eigene kann man problemlos erstellt werden.
Und wem die Sounds noch nicht reichen, der kann einfach selbst neue aufnehmen.
Was ich mir schon immer gewünscht habe: eine vernünftige Softwarelösung, die u.a. wie von einem
PC gewöhnt in Form einer immer und überall verfügbaren Symbolleiste wichtige Systemfunktionen, die
Tasks, und vielleicht ein paar frei konfigurierbare Dinge zur Verfügung stellt. Und das ohne den so wie so
schon knappen Platz im Tray oder der Kopfleiste weiter zu blockieren. Und manchmal geschieht es dann tatsächlich,
das solch unverschämte Wünsche in Erfüllung gehen...
So geschehen mit dem Erscheinen von SideX 2002 aus dem Hause MTUX. Eigentlich steckt die Beschreibung bereits in den einleitenden Sätzen: SideX 2002
ist ein kleines Tool, das eine automatisch in den Hintergrund verschwindende Leiste erzeugt, die mit verschiedenen
Funktionen versehen werden kann.
In der (kostenlosen) Standardversion gehören zu den verwendbaren Funktionen ein Einheiten-Umrechner, ein
Taskmanager, ein Mehrwertsteuer- und Trinkgeldrechner und eine Lautstärke/Beleuchtungssteuerung. Das alleine
schon sehr nette Anwendungen.
Kostenpflichtig hinzuerwerben kann man dann noch Applikationen wie einen Themenmanager (mit dem die Desktopthemen
ohne Umweg über die Einstellungen gewechselt und erzeugt werden können, ein System-Info-Plugin mit dahinterliegendem
Zugriff auf die Systemfunktionen und einem größeren Infobildschirm und ein Taschenrechner.
Im Endeffekt spart die Software in vielen Fällen den Umweg über die Systemsteuerung und ist in sofern
eine gute Hilfe.
Super Explorer
Wünsche, den internen Explorer des Pocket PC ein wenig komfortabler zu machen, gibt es schon lange. Und
eine der gewünschten Funktionalitäten ist es, wie auf dem PC Drag&Drop machen zu können, also
eine Datei von einem Ordner in den anderen ziehen zu können.
Wer dann noch eine Website betreuen will/muß, der wünscht sich parallel dazu noch, das selbe nicht nur
mit den internen Dateien machen zu können, sondern gegebenenfalls über eine Netzwerk- oder Mobilfunkverbindung
auch auf seinen FTP-Server zugreifen zu können und dort kleinere Änderungen durchzuführen.
Seit einigen Tagen kein Problem mehr: Applian hat mit dem Super Explorer
ein Tool auf den Markt gebracht, dessen Name nicht anmassend, sondern zutreffend ist. Horizontale Teilung des Bildschirms,
bei der oben die Verzeichnisse, unten die Dateien im aktuellen Verzeichnis stehen, die Möglichkeit, Dateien
von unten nach oben zu ziehen oder zu öffnen, die definierbare Verbindung zu einem beliebigen FTP-Server über
eine Netzwerk- oder Wählverbindung, was will man mehr?
pocket.wissen.de
Ein ausführliches Universallexikon für den Pocket PC, mit 150.000 Begriffen aus den
verschiedensten Wissengebieten, sgar aus dem mobile-computing-Bereich, das ohne Festplatte läuft? Kein Problem..
Hier der ausführliche Test von pocket.wissen.de!
IRemote
Je größer die MP3-Sammlung wird, desto drängender die Frage, wie man denn die Musik vom PC auf
die Anlage bekommt. Ein MP3-CD-Player kann eine Alternative sein, zumal die aktuellen Einsteiger-DVD-Player meist
das MP3-Format unterstützen, leider vollkommen unkomfortabel (langsam, nur 8 Zeichen des Tracknamens, etc.).
Eine weitere Alternative ist die Verwendung eines Systems, das sowohl für die Stereoanlage als auch für
den PC verwendet kann (z.B. die m-Station). All diese Lösungen haben allerdings einen Nachteil: Sie bedingen
nicht unerhebliche Investitionen.
Mit IRemote ist jetzt eine Softwarelösung auf den Markt gekommen, die
an Eleganz kaum zu überbieten ist:
Einer der verbreitetsten MP3-Player für PCs ist der kostenlose WinAmp.
IRemote ist eine kleine Softwarekomponente, die über ein Netzwerk eine Verbindung zu WinAmp auf dem Desktop
aufbaut und diesen fernbedient.
In der Praxis ist dies bei Verwendung eines WLAN und dem vorhandenen Anschluß der Soundkarte des PCs an die
Stereoanlage einfach nur genial:
Startet man die Software das erste Mal, dann wird (nach Eingabe de Verzeichnisses, in dem die MP3s liegen) automatisch
ein Medienkatalog erstellt. Die Datei MEDIA.XML findet sich im Programmverzeichnis von IRemote. In der Folge wird
20 Sekunden nach jedem Neuconnect bzw. alle 10 Minuten geprüft, ob neue Dateien hinzugekommen sind. Aus der
PocketPC-Komponente kann man nun eine Playlist zusammenstellen, indem man aus diesem Katalog Stücke, CDs oder
gar ganz Interpreten (also alle CDs, die man vom entsprechenden Interpreten hat) auswählt. Diese können
dann in beliebiger Reihenfolge abgespielt werden und als Wunsch sogar als Playlist abgespeichert werden. Ebenso
unterstützt das Programm Playlists des M3U-Formats, die sowohl vom Server übernommen als auch auf den
Server überspielt und dort genutzt werden können.
Praktisch bedeutet das ganze folgendes: Ich sitze im Wohnzimmer auf der Couch, habe meinen iPAQ mit Wireless Networker
CF-Card in der Hand, und überlege mir, was ich gerade hören möchte. Vorbei die Zeiten, in denen
man dazu aufstehen, zum CD-Regal und dann zur Anlage gehen mußte! Einfach aus den MP3-Dateien ausgewählt,
auf dem PDA "Play" gedrückt und schon fängt der Musikgenuß an. Die Musik klingt nicht
richtig? Was solls, auch auf dem PDA kann ich die verschiedenen Equalizer-Funktionen anpassen bzw. aus den vorgegebenen
Einstellungen wählen. Die Musik ist zu leise oder zu laut? Dann passe ich die Lautstärke doch einfach
mit dem Cursorkreuz an. Und so weiter...
Die Applikation hat vielleicht den Nachteil, daß sie nicht wirklich sexy aussieht, aber bei der Funktionalität,
die sie bietet, ist mir das herzlich egal.
Einzig zu beachten sind die folgenden Punkte: Aktuell installiert sich die PocketPC-Komponente nicht automatisch,
man muss dazu die .CAB-Datei auf den PDA bringen und ausführen (was einfach ist). Die Abspeicherung der MP3s
im Medienkatalog findet auf Grund der ID-Tags statt (die z.B. bei WinAmp einsehbar und modifizierbar sind). Sind
diese durch den Ripper nicht vernünftig vergeben, dann finden sich alle Tracks unter dem Interpreten "MISC",
findet man also nur einen Teil der MP3s in der gewohnten Ordnung, so sollte man die Tags der fehlenden CDs kontrollieren
und anpassen. Der Preis von USD 24,99 z.B. bei PocketGear
ist dafür mehr als angemessen!