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Es gibt immer wieder dinge, die man mit Skepsis betrachtet, um nacher um so begeisterter zu sein. Der SiPix
Pocket A6 ist eins davon.
Wer kennt das Problem unterwegs nicht? Da hat man alles mögliche in seinem PDA gespeichert, aber wenn es
dann darauf ankommt, braucht man es in Papierform. Und dann ist der PC mit ActiveSync und Drucker meist weit...
Verschiedene portable Drucker (z.B. der HP DeskJet 350cbi) sind bereits auf dem Markt, teilweise sogar in Farbe,
aber wer nicht unbedingt mit einer Notebooktasche oder einem Rucksack unterwegs ist, der ist damit nicht wirklich
zufrieden zu stellen. Mal ganz abgesehen davon, daß die portablen Drucker meist genau dann am Akku schwächeln,
wenn er am nötigsten wäre.
Not tut da ein Fliegengewicht, das nahezu unbemerkt neben PDA und Butterbrotdose mitgeführt werden kann
und möglichst mit Standard-Batterien betrieben werden kann.

Vorhang auf für den Sipix Portable Pocket Printer A6. Mit einer Größe von 150mm x 109mm x 25.4mm,
einem Gewicht incl. 4 Mignon-Batterien und einer Papierrolle von knapp 400gr (bzw. ca. 250 Gramm ohne Batterien
und Papier) ist das kleine Wunderwerk winzig. Per farbbandlosem Thermodruck (auf Thermopapier) bringt er mit einer
Auflösung von 400dpi gestochen scharfe Ausdrucke. Dabei kann entweder eine Papierrolle (2,5m Meter Länge
bei einer Breite von 105mm) bedruckt werden, alternativ dazu können Einzelblätter in 105 x 148 mm bedruckt
werden (siehe auch exakte Spezifikationen).
Viel technische Daten, aber wie sieht die Praxis aus? Nimmt man die Verwendung der Einzelblätter, so kommt
man auf einen Einzelpreis von 16 Cent/Seite. Beileibe nicht günstig, aber Verbrauchsmaterial wie das nicht
benötigte Farbband gegengerechnet für die portable Anwendung noch akzeptabel (bei Verwendung der Papierrolle
liegt man günstiger, zumal man nur soviel Papier benötigt, wie wirklich für den Druck notwendig
ist).
Die beiliegende Software ist für Windows und Palm geeignet, Pocket PC Treiber gibt es zum Download im Internet. Die für den Window CE-PDA zu installierenden Anwendungen haben zwei
Ziele: den Druck von Notizen, Textdateien, Word-Dokumenten und Grafiken und den Druck von Screenprints.
Die Applikation erinnert seht stark an PrintPocket
CE, es kann Hoch- oder Querformat eingestellt werden, die Seitenränder definiert werden, die Anzahl der
Graustufen (bis zu 8 durch Dithering) kann eingestellt werden und sie Auswahl des verwendeten Papiertyps getroffen
werden.

Entweder man wählt aus der Liste der druckbaren Dateien auf dem PDA die entsprechende aus, legt dann in
der Applikation die Parameter fest, oder man startet das Screenshot-Utility und druckt über die selbe Oberfläche
den Screenshot aus. Letzteres ist gerade dann wichtig, wenn eine Datei eines nicht direkt unterstützten Formats
gedruckt werden soll (z.B. Excel, um dessen Dateiformat Microsoft ein Riesengeheimnis macht, die Kontakte oder
Termine, die per "Senden"-Funktion nicht gedruckt werden können, etc.)
Zum Druckvorgang selbst müssen dann nur noch die Infrarotsensoren von PDA und Drucker ausgerichtet werden,
und schon kann es losgehen.
Was den Portable Pocket Printer A6 allerdings durch die kleinen Feinheiten: Setzt man statt Batterien NiCd-Akku
bei, so lädt das beiliegende Netzteil diese in 7-8 Stunden auf, man muß also nicht Sätze von Batterien
oder ein separates Ladegerät mitschleppen.
Durch die Ujnterstützung der Windows-Betriebssysteme (bis hin zu Windows 2000 auf der CD, XP-Treiber gibt
es zum Download) kann der Portable
Pocket Printer A6 mit dem beiliegenden seriellen Kabel auch an einem Notebook eingesetzt werden, ein USB-Kabel
ist angekündigt. Nimmt man einen Ausdruck auf einem Einzelblatt und kopiert ihn mit einem Faktor 200%, dann
kommt man ungefähr auf die Größe einer A4-Seite, und die Qualität ist trotzdem noch akzeptabel.
Kein Test ohne Tadel: Beide Test-iPAQs streckten bei Grafiken, die größer als ca. 80KB waren, die
Fühler: Der Druck wurde gestartet, einige wenige Zeilen gedruckt, dann hing der iPAQ so, daß ein Softreset
durchgeführt werden mußte. Da allerdings ein Druck eines Bilder einer 3.3MPix Digitalkamera auf dem
PC klaglos durchgeführt wurde, liegt dies entweder am iPAQ/Pocket PC 2002 oder an der Druck-Applikation. Bilder
in 640*480 von derselben DigiCam wurden klaglos gedruckt. Bei Verwendung von PocketPixPrint von FieldSoftware war ein Druck der selben Dateien ebenfalls kein Problem.
Allerdings ist dies auch sicherlich nicht die Standard-Anwendung, denn mit 8 Graustufen im Dithering-Verfahren
ist das Bild extrem pixelig.
Ärgerlich allerdings ist, daß die Email-Druckfunktion der Software bei Pocket PC 2002 nicht funktioniert.
Man kann den Posteingang zwar als "Druckquelle" anwählen, aber in der Applikation ist dieser leer.
Unter CE 3.0 ist dies kein Problem. Vielen Dank an Microsoft, auch für PrintPocketCE ist diese Funktionalität nicht verfügbar...
Zusammenfassend kann man sagen, daß der Sipix Portable Pocket Printer A6 in kürzester Zeit zu einem
meiner liebsten Begleiter geworden ist. Durch das beiliegende Transportsäckchen kann er problemlos mit in
die Aktenmappe gesteckt werden, und ist einsatzbereit, sobald man mal eben was drucken will. Der Preis von knapp
über EUR 200,- (inkl. MWSt.) ist sicherlich nicht billig, aber wer die Flexibilität des Unterwegs-Drucks
schätzt, der wird ihn auch ohne Murren zahlen.
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